"Freie Kräfte" planen Trauermarsch
Wiedereinmal planen die regionalen "Freien Kräfte" einen Gedenkmarsch der "Opfer der allierten Mörderbanden" am 01.08.2009 in BadNenndorf in Niedersachsen. Es ist mal wieder der Versuch die Geschichte in braunes Licht zu rücken; den BürgerInnin ihr Gedankengut nahezubringen.
Am 01.08.2009 um 12.00Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz in Bad Nenndorf treffen sich die regionalen "Freien Kräfte", um die Geschichte von der Befreiung vom Naziregime durch die Allierten, als einen Akt der Gewalt und des Mordes zu propagandieren. Ihre Zielsetzung ist es, die Geschichtsschreibung zu ihren Gunsten zu revisionieren; den Bürgern die Befreier als Verbrecher zu presentieren.
Die notwendigen Kriegsgefangenen der Allierten werden in diesem Zuge dazu verwendet, um über die gräultaten des 3.Reiches zu relativeren, von ihnen abzulenken, um in der Bevölkerung einen Hass gegenüber den Befreiern zu schüren und somit den Weg für ihr Gedankengut zu ebnen.
Das "Internierungslager Bad Nenndorf" wurde nach Kriegsende von den britischen Besatzern gegründet und dienste zunächst zur internierung von hochrangigen Offizieren und NSDAP-Funktionären, von welchen "höchste Sicherheitsgefahr" ausging, ebenso sollen dort Mitglieder der Waffen-SS inhaftiert worden sein.
1947 wurde das Lager wegen menschenunwürdigen Lebensbedingungen von der Britischen Armee geschlossen; Scottland-Yard ermittelte gegen den Lagerarzt und die Aufseher, fast alle wurden unehrenhaft aus der Armee ausgeschlossen, unter anderem auch wegen Folter.
Und auf Grund dieser Tatsachen versuchen die Neonazis die Geschichte der Befreiung komplett umzukehren; zu ihren Gunsten zu verbiegen.
Auf ihrer Internetpresens geben sich die Neonazis sehr friedfertig, mahnend. Um ihr gedankengut zu verbergen, nennen sie sogar als Opfer einige Sowjet-Spione, welche ebenfalls interniert wurden.
Doch wer sich die Bilder des Aufmarsches von 2008 ansieht, der wird bemerken, dass es sich bei den Teilnehmer durch und durch um radikale Rechte handelt. So zum Beispiel is in diesem Jahr die rechtsradikale "Burschenschaft Thormaia" aus Braunschweig mit dabei.
Die notwendigen Kriegsgefangenen der Allierten werden in diesem Zuge dazu verwendet, um über die gräultaten des 3.Reiches zu relativeren, von ihnen abzulenken, um in der Bevölkerung einen Hass gegenüber den Befreiern zu schüren und somit den Weg für ihr Gedankengut zu ebnen.
Das "Internierungslager Bad Nenndorf" wurde nach Kriegsende von den britischen Besatzern gegründet und dienste zunächst zur internierung von hochrangigen Offizieren und NSDAP-Funktionären, von welchen "höchste Sicherheitsgefahr" ausging, ebenso sollen dort Mitglieder der Waffen-SS inhaftiert worden sein.
1947 wurde das Lager wegen menschenunwürdigen Lebensbedingungen von der Britischen Armee geschlossen; Scottland-Yard ermittelte gegen den Lagerarzt und die Aufseher, fast alle wurden unehrenhaft aus der Armee ausgeschlossen, unter anderem auch wegen Folter.
Und auf Grund dieser Tatsachen versuchen die Neonazis die Geschichte der Befreiung komplett umzukehren; zu ihren Gunsten zu verbiegen.
Auf ihrer Internetpresens geben sich die Neonazis sehr friedfertig, mahnend. Um ihr gedankengut zu verbergen, nennen sie sogar als Opfer einige Sowjet-Spione, welche ebenfalls interniert wurden.
Doch wer sich die Bilder des Aufmarsches von 2008 ansieht, der wird bemerken, dass es sich bei den Teilnehmer durch und durch um radikale Rechte handelt. So zum Beispiel is in diesem Jahr die rechtsradikale "Burschenschaft Thormaia" aus Braunschweig mit dabei.
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Ergänzungen
Freunde, Freunde!
Das Hauptverhörlager der britischen Besatzungszone wurde gezielt in Bad Nenndorf eingerichtet. Weiter wurden in den sog. "Bad Nenndorf-Prozessen" alle Angeklagten von den Anklagepunkten freigesprochen. Lediglich der Arzt des Folterlagers wurde vorzeitig aus der Armee entlassen.
Der möglichen Anmerkung, dass ein Freispruch die Unschuld des Wachpersonals und den anderen Angeklagen bedeutet ist zu entgegnen, dass Aussagen von den Gefangegen die Briten schwer belastet haben.
Informationsveranstaltung in Göttingen
Nicht nur FaschistInnen und Neonazis versuchen seit 1945 die Geschichte des deutschen Faschismus zu schönen, zu relativieren und den Holocaust zu leugnen. Daher wundert es nicht, dass der Geschichtsrevisionismus das wohl mobilisierungsfähigste Thema der extremen Rechten ist.
Jährliche Aufmärsche wie in Dresden mit bis zu 8.000 TeilnehmerInnen, frühere Hess-Aufmärsche in Wunsiedel oder so genannte Gedenkmärsche am größten deutschen Soldatenfriedhof in Halbe zeigen, wie sehr der Geschichtsrevisionismus in der extremen Rechten verankert ist.
Dabei können die Neonazis besonders in den vergangenen Jahren an die geschichtsrevisionistischen Diskurse aus der Mitte der Gesellschaft anknüpfen. Gemein ist ihnen der Stolz auf die Nation und der Wunsch nach einem Schlussstrich unter die Verbrechen des NS-Deutschlands. Mit Medienhypes mutieren TäterInnen im öffentlichen Bewusstsein zu Opfern. Oder aber die Kriegstoten von Dresden werden mit den Opfern des Holocaust gleichgesetzt.
Der "Trauermarsch" in Bad Nenndorf als jüngstes Revisionismus-Event
Von einer solch reaktionären Geschichtspolitik profitiert auch die Neonazi-Szene in Ostwestfalen und Schaumburg, die seit 2006 den so genannten Trauermarsch als Ereignis mit revisionistischem Charakter in Bad Nenndorf organisieren. Im Zeitraum von 1945 bis 1947 kam es dort im Wincklerbad laut dem Londoner "Guardian" zu Misshandlungen an Gefangenen von Seiten der WärterInnen. Nachdem dies der britischen Öffentlichkeit bekannt geworden war, wurde das Gefängnis 1947 geschlossen und die Ereignisse in einem Prozess in London aufgearbeitet.
Die Skandalisierung dieser Vorgänge seitens der extrem rechten Szene dient einzig und allein der Relativierung des Nationalsozialismus. Die Neonazis vermengen die vermeintlichen mit den tatsächlichen Opfern und wenden dies gegen die Politik der Westalliierten nach Kriegsende. Sie versuchen ein Gedenken zu etablieren, in dem Mitglieder der Waffen-SS und anderer faschistischer Organisationen zu Märtyrern der Nazi-Bewegung gemacht werden.
Vom regionalen Event zum überregionalen "Trauermarsch"
Die TeilnehmerInnenzahlen bei den so genannten Trauermärschen in den vergangenen Jahre zeigen, dass die Mobilisierungsfähigkeit des Themas Wincklerbad in der rechten Szene zunimmt: beteiligten sich 2006 noch etwa 100 Neonazis an dem Aufmarsch im Bad Nenndorf, waren es im vergangenen Jahr schon 400 TeilnehmerInnen.
Am Beispiel dieses Prozesses möchten wir über den Geschichtsrevisionismus in der bürgerlichen Rechten informieren. Zudem soll die Entwicklung in Bad Nenndorf unter Einbeziehung der wachsenden Rolle für die extreme Rechte beleuchtet werden.
Kein Ort für die Verherrlichung des Nationalsozialismus, kein Raum für die Verdrehung der Geschichte!
Links zu Gegenaktivitäten:
www.bad-nenndorf-ist-bunt.com/
www.badnenndorf.blogsport.de/
NAZIFAKE LÖSCHEN!
für alle gegendemonstrant_innen
in den letzten jahren hat sich die bullenpäsenz dort imemr mehr verstärkt, kam wohl häufiger zu schweren auseinandersetzungen insbesondere in den zügen. meine erfahrungen beziehen sich jetzt nur auf das letzte jahr, anderes bitte nachtragen!
ich rate allen antifaschist_innen, NICHT mit den regionalzügen anzureisen. der bahnhof dort ist sehr überschaubar, im letzten jahr wurden wir aus den zügen gelassen, und hatten keine möglichkeit, als durch das bullenspalier zu gehen. von dort kam man direkt in einen mit hamburgern abgesperrten bereich, wo jeder genüsslich befummelt und durchsucht wurde. auch anchdem eigentlich alle kontrolliert worden sind, kamen imemr wieder bobbys in die demo und haben sich einzelne rausgepickt, um erneut zu durchsuchen.
zudem war die demo schon am anfang sehr klein und es waren viele bürgerliche oder alte menschen da, sodass kein block gebildet und auf aggressionen verzichtet wurde.
an alle antiimps etc: es treibt sich dort eine menge antideutsches volk rum, deren parolen 8deutschland den deutschen und bomben drauf..) haben dann auch vile bürger aus der demo vertrieben.
es ist definitiv sinnvoller, anders anzureisen (oder extremst früh) NICHT zur kundgebung zu gehen, sondern anderweitige stör- und blockadeaktionen zu versuchen. man kommt von der route eigentlich nicht mehr weg (zivilklamotten sind ein tip, problem sind da wieder kontrollen..)..
seid flink und aufmerksam, lasst euch nicht unterkriegen...im letzten jahr waren wir zum hochpunkt 250 antifaschist_inenn und bürger_innen, ca 100 ham sichdann irgednwann wegen keine lust mehr zum bahnhof fahren lassen. die nazis waren ca 400-450, DIESES JAHR MÜSSEN DIE ZAHLEN ANDERSRUM SEIN!!
see you on the barricades!!
achja kufiyas, schals, halstücher, sonnenbrillen und fahnen bringen euch in der stadt ner anzeige ziemlich nahe...
mag,
schwarzer kater
tippfehler tun mir leid, es ist spät.. :)
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
ähhh? — Name
Warum — werden
gähn — ...
Sind auch Gegenaktionen geplant? — Kitty Kat
Nazi-Mobilisierung — Alfred