Antirademo am 03.07.09. in Bad Segeberg

Plan-B 06.07.2009 15:36 Themen: Antirassismus
Am Mittwoch den, 24.06.09. wurde der Nigerianer Robert N. zu 6 Monaten Freiheitsstrafe auf 2 Jahre Bewährung verurteilt.

Die Rede ist von einem Vorfall, der sich am 26.05.2005 in Wahlstedt (Kreis Segeberg) abgespielt hat. Robert N. kam gegen ca. 19 Uhr von einem kleinen Einkauf. Vor seiner Erdgeschosswohnung hielten sich etwa 15 Nazis auf. Schläge und Tritte ins Gesicht musste Robert N. sich gefallen lassen, bis er, nach einer Flucht in seine Wohnung, seine Wohnung durch das Küchenfenster verlasste um die Nazis vor der Tür wegzulocken (um seine Familie zu schützen) und auf sich aufmerksam zu machen. Er wurde von dem braunen Mob umzingelt und mit einem Golfschläger verprügelt. In der absoluten Notwehrsituation, setzte er sich, in dem er einem der Nazis mit einem Messer in den Schulterbereich stach, zu Wehr.

Die Polizei und Justiz haben Robert N. nun als Schuldiger abgestempelt und das Urteil (s.o.) ausgesprochen)
Die Rede ist von einem Vorfall, der sich am 26.05.2005 in Wahlstedt (Kreis Segeberg) abgespielt hat. Robert N. kam gegen ca. 19 Uhr von einem kleinen Einkauf. Vor seiner Erdgeschosswohnung hielten sich etwa 15 Nazis auf. Schläge und Tritte ins Gesicht musste Robert N. sich gefallen lassen, bis er, nach einer Flucht in seine Wohnung, seine Wohnung durch das Küchenfenster verlasste um die Nazis vor der Tür wegzulocken (um seine Familie zu schützen) und auf sich aufmerksam zu machen. Er wurde von dem braunen Mob umzingelt und mit einem Golfschläger verprügelt. In der absoluten Notwehrsituation, setzte er sich, in dem er einem der Nazis mit einem Messer in den Schulterbereich stach, zu Wehr.

Die Polizei und Justiz haben Robert N. nun als Schuldiger abgestempelt und das Urteil (s.o.) ausgesprochen)

Die Gruppe Plan-B Antifa Segeberg hat nun am vergangenen Freitag, den 03.07.09 eine Demo in der Segeberger Innenstadt durchgeführt.

Mit einer halben Stunde Verspätung setzte sich die Demo mit rund 40 Menschen in Bewegung.
Kleine Schikanierungen der Polizei spielten sich schon vor Beginn der Demo ab, haben aber das Vorhaben nicht sonderlich behindert. Der Demozug ging dann vom Marktplatz zum Amtsgericht (Zwischenkundgebung) und dann weiter bis zur letzendlichen Abschlusskundgebung wieder zum Marktplatz. Die Demo war friedlich und wir werten sie auf jeden Fall als erfolgreich.


Hier nochmal der Aufruf:



„Er wollte nur zu seiner Wohnung“

Tag für Tag muss Mensch mit anschauen wie die Justiz rabiat den staatlichen Rassismus praktiziert und unterstützt. Dafür ist nicht nur die rechtspolitische Einstellung eines/einer RichterIn, sondern genauso das Handeln der Polizei verantwortlich. Polizei und Justiz sind bekannt dafür alles erdenklich Mögliche einzusetzen um, ihrer Meinung nach, vermeintlich Schuldige zu bestrafen. Dabei werden oft die humanen Rechte bewusst nicht beachtet und geschützt.

WOVON REDEN WIR?:
Wir wollen den Fall mit dem Nigerianer, Robert Nwanna ansprechen. Nwanna musste sich gefallen lassen, wie die Polizei und Justiz versucht ihn in einem Verfahren, indem er unserer Meinung nach eindeutig unschuldig ist, als schuldiger Straftäter abzustempeln.

Die Rede ist von einem Vorfall im Jahr 2005. Abgesehen davon, dass sich Nwanna und seine Verlobte täglich rassistische Äußerungen anhören mussten, spielte sich am 26.05.2005 ein dramatisches Ereignis ab.

„Der Mann wollte ganz einfach vorbeigehen, er wollte nur zu seiner Wohnung“, bestätigt ein Nachbar, der den Vorfall beobachtete.
Gegen 19 Uhr begibt er sich nach einem kurzen Einkauf auf den Heimweg. Etwa 50 Meter vor seiner Erdgeschosswohnung hält sich eine Gruppe von ungefähr 15 junger Personen auf. Der grölende Haufen ist zu diesem Zeitpunkt schon entsprechend betrunken.
Robert Nwanna reagiert auf die nazistischen Beschimpfungen nicht und versucht der Gruppe aus dem Weg zu gehen. Als der, bei der Polizei, schon bekannte Artur Krug seinen Weg kreuzt und ihn ins Gesicht schlägt, versucht Nwanna in Richtung Hauseingang zu flüchten. Nachdem Robert es gerade noch im letzten Moment schafft seine Wohnung zu betreten, schlägt und tritt der braune Haufen mit voller Kraft gegen die Tür, bis sie letztendlich zu Bruch geht.
In Todesangst um seine Familie, entscheidet er sich die Wohnung, durch das Küchenfenster, zu verlassen. Damit wollte er die Nazis von seiner Wohnungstür weglocken und wieder auf sich aufmerksam machen.
Die 15 Personen lassen von der Tür ab und umzingeln Robert. Artur Krug, vorerst bewaffnet mit einem Messer, lässt sich von seinem Kameraden eine Golfschläger reichen. Er trifft den Nigerianer damit mehrfach im Brustbereich. In der eindeutigen Notwehrsituation, wird Krug von Nwanna im Schulterbereich mit einem Messer getroffen. Nwanna sucht danach sofort die Flucht auf und sucht keine weitere körperliche Auseinandersetzung.

Der Kriminalhauptkommissar Tiemann notiert, dass neben Nwanna auch seine Verlobte mit auf dem Revier war und ergänzt: „Dabei war auch ein circa anderthalb Jahre altes weibliches Kleinkind, augenscheinlich eine Mulattin.“ Dass solch eine rassistische Äußerung von einem Beamten kommt, ist mehr als erschreckend. Des Weiteren ist es zu kritisieren, dass trotz Nwannas Beschwerde auf Grund starker Schmerzen, der zuständige Arzt erst 14 Stunden nach der Ingewahrsamnahme eingeschaltet wird.

Die damalige Kieler Staatsanwältin sieht von Anfang an die Schuld bei Nwanna. Nach mehreren Verhandlungen, ebenfalls gegen die Rassisten, welche aber fallen gelassen wurden, wurde am 24.06.09 das Urteil ausgesprochen. Für sechs Monate Freiheitsstrafe auf zwei Jahre Bewährung entscheidet sich der zuständige Richter.

Abgesehen davon, dass der Richter die Tatsachen verdreht und bei der Urteilsbegründung falsche Aspekte dazu erfindet und entscheidende Fakten weglässt, halten wir das Urteil für mehr als unangebracht! Da Nwanna in klarer Notwehr gehandelt hat, halten wir einen Freispruch für zutreffend!

SOLIDARISIERT EUCH MIT ROBERT NWANNA!
PLAN-B ANTIFA SEGEBERG

Demo: 03.07.09 15:30 Uhr Marktplatz Bad Segeberg
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Ergänzungen

FSK Bericht

Antifa-se 06.07.2009 - 16:20
hier nochmal ein FSK Bericht zum Geschehen:

 http://www.zshare.net/audio/62092392c66b5423/

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 5 Kommentare

Lächerlich

Dr. Ox 06.07.2009 - 20:25
Sobald es die Möglichkeit gibt, Nazis zu verprügeln kommen Antifas aus ganz SH, aber wenn es darum geht, sich staatlichem Rassismus in den Weg zu stellen und sich mit dessen Opfern zu solidarisieren erscheinen nur ein paar People!
An diese paar People: Großartig, dass ihr gekommen seid, obwohl's diesmal keine riots gab!

.....

...... 06.07.2009 - 22:31
Ersten: Mobilisierung?
Zweitens: Datum mit Uhrzeit passt nicht jedem, da doch nicht jeder Arbeitslos als Zecke ist.......

B: Über 5000 Ausweise entwendet

Antira-News 06.07.2009 - 23:15
Unbekannte rauben Tausende Blanko-Ausweise
Montag, 6. Juli 2009 20:15 - Von M. Behrendt; S. Pletl und P. Oldenburger

*

Diebe haben bei drei Einbrüchen innerhalb von drei Tagen tausende Ausweisdokumente in Blankoform aus Berliner Behörden und Ämtern gestohlen. Wie nun bekannt wurde, hatte sich bereits eine Woche zuvor ein ähnlicher Einbruch ereignet.
Unbekannte haben aus drei Berliner Dienstgebäuden mehr als 5000 Blanko-Ausweisdokumente sowie Dienstsiegel gestohlen. Die Einbrüche ereigneten sich in der Nacht zum vergangenen Freitag und am Wochenende. Nach Angaben der Polizei fielen den Tätern unter anderem unausgefüllte Reisepässe, Aufenthaltserlaubnisse und Visa in die Hände.
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Die Einbrecher waren in die Ausländerbehörde der Senatsinnenverwaltung in Moabit sowie in Bürgerämter in Reinickendorf und Prenzlauer Berg eingedrungen. Wie Morgenpost Online aus Sicherheitskreisen erfuhr, schließen Ermittler ein koordiniertes Vorgehen in allen Fällen nicht aus.
Der Einbruch in das Dienstgebäude an der Fröbelstraße in Prenzlauer Berg wurde Montag gegen 1.20 Uhr entdeckt. Etliche Türen und Aktenschränke waren aufgebrochen, jeweils etwa 100 vorläufige Reisepässe, Kinderausweise und Personalausweise fehlen. Die Täter lösten zudem Feuerlöscher aus und verwüsteten damit mehrere Räume; offenbar wollten sie Spuren verwischen. Dabei entstand an Computern und Druckern erheblicher Schaden.
„Das Bürgeramt bleibt voraussichtlich bis zum 15. Juli geschlossen, mit Ausnahme der Stelle für Dokumentenausgabe“, sagte der zuständige Stadtrat Jens-Holger Kirchner (Grüne). Die Kunden könnten sich bis dahin an die Standorte in Weißensee, Pankow und Karow wenden.
In der Nacht zu Sonntag waren Unbekannte in das Bürgeramt Reinickendorf-Ost an der Teichstraße eingedrungen. Gegen 10.35 Uhr wurde der Einbruch bemerkt. Laut Bezirksstadtrat Thomas Ruschin (CDU) fehlten Aufenthaltsgenehmigungen, vorläufige Ausweise, Pässe und Dienstsiegel. „Die Stempel werden den Tätern nicht mehr viel nützen, sie sind in der Fahndung“, sagte der Dezernent.
Der größte Schaden war bereits in der Nacht zum 3. Juli entstanden. Aus zwei Büroräumen der Ausländerbehörde am Friedrich-Krause-Ufer in Moabit wurden etwa 4700 Dokumenten gestohlen. Darunter jeweils mehrere Hundert Vordrucke von Aufenthalts- und Niederlassungserlaubnissen, Visa-Dokumente und Stempel. Die Senatsverwaltung für Inneres bestätigte den Vorgang und erklärte, die Dokumente seien den Vorschriften gemäß gesichert gewesen. „Die erforderlichen Schritte gegen einen Missbrauch der Dokumente sind eingeleitet“, sagte Innen-Sprecherin Isabelle Kalbitzer. Sie sprach von einer „herausragenden Dimension der Straftaten.
Bereits am Wochenende zuvor hatte es einen Einbruch in das Bürgeramt des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf an der Heerstraße gegeben. Dienstsiegel und Blankoformulare wurden gestohlen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Ein Wachmann einer Sicherheitsfirma hatte den Einbruch in die Büroräume der Behörde bemerkt. Dort hatten die Einbrecher mehrere Türen und Schränke aufgebrochen. Ob ein Zusammenhang mit den Taten vom vergangenen Wochenende besteht, wird noch ermittelt.

Lächerlich? Schrecklich finde ich das

m 07.07.2009 - 07:41
Ich glaube eher an die Unschuld einer Hure als an die Gerechtgikeit der deutschen Justiz!
In Dessau wird ein Mörder freigesprochen und in Bad Segeberg kommt man für Notwehr für zwei Jahre in den Bau. Achja und in der Ukraine werden wir dann als Agenten Russlands bezeichnet...

@Dr.Ox

tutgoarnixzursache 07.07.2009 - 20:10
Ich (und viele andere sicherlich auch) wären gekommen, wenn sie davon gewusst hätten (Mobilisierung?)...