Boehringergelände immer noch besetzt
Die Besetzung des Baugeländes von Boehringer Ingelheim
Seit dem 2. Juli haben etwa 20 Aktivist_Innen ein Gelände in Hannover besetzt, auf dem das Tierversuchslabor des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim gebaut werden soll.
Der Pharma-Konzern plant Im Herbst 2009 auf diesem Grundstück ein neues Tierversuchslabor in der Nähe der hannoverschen TiHo zu bauen, um dort Impfstoffe an Schweinen zu testen, welche vor allem in der Massentierhaltung genutzt werden.
Nach dem es schon nach am ersten Tag so aussah , als ob die Besetzer_Innen durch ein massives Polizeiaufgebot geräumt werden würden, mussten die Cops wieder abziehen , da Boehringer und die Stadt die Besetzung vorerst dulden, also ist die erste Hürde genommen und der Widerstand gegen Boehringer wird weitergehen.
Weitere Infos unter:
http://boehringerbesetzung.blogsport.de/
Der Pharma-Konzern plant Im Herbst 2009 auf diesem Grundstück ein neues Tierversuchslabor in der Nähe der hannoverschen TiHo zu bauen, um dort Impfstoffe an Schweinen zu testen, welche vor allem in der Massentierhaltung genutzt werden.
Nach dem es schon nach am ersten Tag so aussah , als ob die Besetzer_Innen durch ein massives Polizeiaufgebot geräumt werden würden, mussten die Cops wieder abziehen , da Boehringer und die Stadt die Besetzung vorerst dulden, also ist die erste Hürde genommen und der Widerstand gegen Boehringer wird weitergehen.
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http://boehringerbesetzung.blogsport.de/
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Ergänzungen
keine tierversuche irgendwo
Keine Tierversuche weder hier noch irgendwo
Der Pharma-Konzern Boehringer Ingelheim plant wie wir wissen ein neues Tierversuchslabor in der Nähe der hannoverschen TiHo zu bauen, um dort Impfstoffe für die Massentierhaltung an Schweinen zu testen.
Das Tierversuchslabor von Boehringer ist nur ein Beispiel von vielen.
Hannover ist eine Tierversuchshochburg in Deutschland. In vielen Instituten der Medizinischen Hochschule, der Tierärztlichen Hochschule sowie der Universität und dem Frauenhofer-Institut für Toxologie und Aerosolforschung fallen Tiere der wissenschaftlichen Forschung in Tierversuchen zum Opfer.
Das Tiere für die Pharmaindustie in Tierversuchen benutzt, verbraucht und getötet werden ist in unserer Gesellschaft Normalität.
Boehringer ist dabei nur exemplarisch zu betrachten , und im Kontext mit anderen Unternehmen zu sehen, denen es in erster Linie um das Erwirtschaften von Profiten geht.
Das Boehringer keine Rücksicht auf Mensch, Tier und Umwelt nehmen um sein Profit zu maximieren, das hat die Politik des Konzerns in der Vergangenheit bewiesen. So lieferte Böhringer einen wichtigen Bestandteil zur Herstellung des in Vietnam eingesetzen Entlaubungsmittel „Agent Orange“, dessen verheerenden Folgen ja bekannt sind.
Ein aktuelles Beispiel für Boehringers rücksichtslose Politik ist ein Aids-Medikament für die Behandlung HIV- infizierter Kinder. Dieses wird zur Zeit in Indien produziert. Böhringer hat dort einen Patentantrag auf den benutzten Wirkstoff gestellt und will künftig den vierfachen Preis für das Medikament verlangen. Böhringer ist sich in diesem Zusammenhang auch nicht zu fein dafür selbst Apotheken und Medikamentengroßhändlern in Kenia mit rechtlichen Schritten zu drohen, sollten sie das indische Pärparat importieren. Auf die vielen betroffen Kinder wird keinerlei Rücksicht gebübt.
Das Pharmaunternehmen Boehringer steht hier repräsentativ für ein Wirtschaftssystem, das ausschliesslich auf der Erwirtschaftung von Profiten aufgebaut ist, und beinhaltet die logische Konsequenz, das so viel wie möglich zum Produkt/zur Ware gemacht wird. Das bedeutet in der Realität, eine Unterdrückung in nahezu allen Lebensbereichen und aller Lebewesen durch die Gewalt des Marktes.
Die Auswirkungen dieses globalen Wirtschaftssystems bedeuten in vielen Ländern , Verarmung, Verelendung und Hungersnöte, sie sind aber auch konkret in den reichen Ländern spürbar, wo immer mehr Menschen von Armut durch Arbeitslosigkeit Massenentlassungen, Lohnkürzungen und der Ausbeutung durch Billigjobs betroffen sind.
Tiere verkommen in diesem Wirtschaftssystem gänzlich zur Ware und dienen lediglich dem Zweck aus ihnen Gewinn zu machen.
Dabei wird Tieren in dieser industriellen Verwertung, selbstverständlich Gewalt angetan und das nicht nur bei Boehringer und in anderen Pharma-Unternehmen, wo sie für die Erforschung von Medikamenten und Kosmetika als Versuchsobjekte genutzt werden.
Sie werden auch für Nahrung und Kleidung ausgebeutet und umgebracht, zum Vergnügen getötet, zum Zeitvertreib ausgestellt und dressiert.
Das Tiere in unserer Gesellschaft nach Belieben benutzt werden dürfen ist quasi eine Naturkonstante, an dessen Tatsache selten gerüttelt wird. Sie gilt als normal und feststehend.
Tiere werden oft nur noch über ihren Nutzen wahrgenommen und in Kategorien eingeteilt. Nutztiere, Haustiere, Versuchstiere, Zootiere, Pelztiere und so weiter heißen sie heutzutage. Diese Kategorien spiegeln wider, welchen Stellenwert Tiere in unserer Gesellschaft haben. Sie sind für den Menschen da, werden aber nicht als Individuen wahrgenommen die eigene Bedürfnisse besitzten.
Jedes Tier ist ein aber Individuum, ein empfindungsfähiges Lebewesen und spürt sowohl physisches wie psychisches Leid. Doch diese wissenschaftliche Erkenntnis scheint in unserer Gesellschaft bedeutungslos zu sein, führt diese Anerkennung fundamentaler Eigenschaften nicht zur Anerkennung von der Unversertheit des Lebens von Tieren.
Der Gebrauch von Tieren ist in unserer Gesellschaft fest verankert, und wird von vielen Menschen oft nicht hinterfragt.
Das Verhältnis von Menschen zu den Tieren ist durch menschliche Gewalt gegenüber dem Tier geprägt.
Diese Gewalt gegenüber dem Tier gilt es aufzulösen. Es sollte ein solidarisches Miteinander mit dem Tier angestrebt werden, fernab von Ausbeutung und Unterdrückung.
Mir dem Verhindern von Boehringers Tierversuchslabor in Hannover, könnte damit ein Anfang gemacht werden.
Im Mensch-Tier Verhältnis zeigt sich ganz offensichtlich die Herrschaft und Unterdrückung die von Wirtschaftssystemen und bewusst gelenkten Normvorstellung ausgehen.
Für die Befreiung von Mensch und Tier.
Nein zu Boehringer!!
Kleines Update
Resonanz bei Anwohnern und auch Presse sind positiv und es kommen ständig Leute zu besuch, um mit uns zu diskutieren und zum weiter machen zu ermutigen. Der gestrige Vortrag zur Ferkelzuchtanlage in Alt-Tellin war gut besucht und sehr informativ (unterstützt die Leute dort, wenn ihr könnt!).
Aktuelle Termine gibt es immer auf der Webseite.
Das Gelände ist riesig und wir haben mehr als genug Platz, also packt Zelt und Schlafsack ein und besucht uns :)
Pressemitteilung vom 28.07.2009
„Dann müssen wir ihn runterschießen!“
Heute fand auf dem besetzten Boehringergelände der erste Großeinsatz statt. Etwa 70 Beamte und Beamtinnen vor Ort nahmen die Personalien aller Anwesenden auf. Als Begründung für den Einsatz wurden Parolen am Haus des Oberbürgermeisters Weil genannt. Die Beamten hielten sich 3 Stunden auf dem Gelände auf. Alle Zelte und Häuser wurden durchsucht. Hierbei wurden auch Privatsachen durchsucht.
Wir vermuten dass der Einsatz auch zur Aufklärung für eine bevorstehende Räumung und Einschüchterung dient. Probleme hatten die Beamten und Beamtinnen bei der Personalienfeststellung einer Person, welche sich auf einer Plattform in einer Eiche befand. Trotz der Ankündigung der Polizei eine Klettereinheit holen zu lassen wollte die Person nicht herunterkommen. Es ereignete sich folgende Situation, Beamter 1: „Hoffentlich pisst der jetzt nicht herunter“. Beamter 2:“Wenn der mir auf den Kopf pisst, müssen wir ihn herunterschießen!“ Die Besetzer und Besetzerinnen empfinden diese Aussage als illegitimen Angriff auf Leben und körperliche Unversehrtheit.
Aktivisten und Aktivistinnen forderten vom Einsatzleiter, die Einsatznummer des Beamten bekannt zu geben.
Am Ende haben die Beamten und Beamtinnen um 15:45 Uhr das Gelände verlassen, ohne die Personalien des Aktivisten festgestellt zu haben.
Es wird vermutet, dass die Polizei mit dieser Aktion eine Verunsicherung der BesetzerInnen bezwecken wollte. „Es kann nicht sein, dass eine Aktion, welche zum Ziel hat eine öffentliche Debatte über Sinn und Unsinn des Versuchslabors zu erzeugen, durch solche Polizeieinsätze kriminalisiert wird. und so die öffentliche Debatte unterbunden wird “, sagt Kerstin Müller, ein Unterstützerin der Besetzung.
Betina S., eine Bewohnerin der Besetzung meint:“ Wir werden uns durch diese Repression nicht einschüchtern lassen. Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass das, was wir tun, richtig ist. Weiterer Widerstand gegen Boehringers Vorhaben, welches unendliche Tierqualen erzeugen wird, ist notwendig!“
Der Einsatz der Polizei wird von den Besetzern und Besetzerinnen als unverhältnismäßig und kriminalisierend angesehen.
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Aktuelle Termine
Sonntag, 02. August, ab 12.00 Uhr:
Brunch.
Samstag, 01. August, Beginn steht noch nicht fest:
Kino mit „Earthlings“ und folgender Diskussion zum Film.
Samstag, 01. August, 12.00 Uhr:
Aktion in der Stadt mit Flyern und Straßentheater.
Freitag, 31. Juli, 20.00 Uhr:
Spieleabend (bringt Spiele mit).
Donnerstag, 30. Juli, 20.00 Uhr:
Direct-Action-Café + Vortrag.
Mittwoch, 29. Juli, 18.00 Uhr:
Holzverarbeitungsworkshop.
Dienstag, 28. Juli, 16.30 Uhr:
Vortrag „soziale Konstruktion des ‚Tieres‘ “.
Montag, 27. Juli, 14.00 Uhr:
Vortrag „Individualisierungsthese“.
Räumung!