Irans Staatsterror powered by Nokia Siemens
Diverse Medien berichten, dass Iran seine Internetknoten und Handynetze effektiv überwachen und manipulieren können - dank Nokia Siemens.
Dass man jede Meldung aus Iran mit großer Vorsicht aufnehmen muss, ist klar. Nicht deshalb, weil gegenwärtig alle Medien darauf hinweisen, dass sie behindert würden und Informationen nicht überprüfen könnten. Sie behindern sich auch sonst selbst genug und überprüfen auch sonst kaum etwas tief genug. Nein, man muss alle Meldungen aus Iran anzweifeln, weil man davon ausgehen darf, dass dort zig Interessengruppen, nicht zuletzt westliche Geheimdienste, auf allen Ebenen mächtig mitmischen.
Freilich kann man nicht viel falsch machen, wenn man Präsident Ahmadinedschad und seine Anhänger (wieso gibt es eigentlich solche?) des Wahlbetrugs bezichtigt und die Staatsgewalt gegen Demonstranten anprangert (wobei es auch genug Grund gäbe, die hiesige Staatsgewalt von Heilgendamm bis Tempelhof heftigst anzuprangern). Doch wenn man dann hört, dass wir die Technik liefern, welche die Unterdrückung trotz Handynetz und Internet gewährleistet, dann läuft einem doch einmal mehr die Galle über. Na klasse, sind es einmal nicht die Minen/Waffen von EADS/Daimler, die Angst und Schrecken verbreiten, dann sind es die Kommunikationstechnologien von Nokia Siemens, denn von dort stammen die Tools zur Überwachung und Manipulation der Kommunikationsstrukturen Irans. Absurderweise kann man sogar annehmen, dass nicht nur die Mullahs selbst darauf zugreifen, sondern auch der BND (vgl.
http://www.sueddeutsche.de/politik/479/472998/text/). Die scheinbare Ratlosigkeit und Unwissenheit der Bundesregierung wäre dann einmal mehr nur Heuchelei.
Vor solch einem Hintergrund bekommt die Empörung von Merkel und Co., aber auch jedes naiven Berichterstatters, also sehr schalen Beigeschmack. Geschäftemachen ist okay? Geheimdienstliches Melken ist okay? Manipulieren ist okay? Aber wenn der Iran dann endlich macht, was man von ihm erwartet und wozu man ihn bemächtigt, wenn nicht getrieben, hat, dann wird laut aufgeschreien? So geht's nicht. Das ist widerliche Scheinmoral, vor allem in Zeiten, in denen auch in Deutschland Zivilbullen Waffen auf Demonstranten richten.
Freilich kann man nicht viel falsch machen, wenn man Präsident Ahmadinedschad und seine Anhänger (wieso gibt es eigentlich solche?) des Wahlbetrugs bezichtigt und die Staatsgewalt gegen Demonstranten anprangert (wobei es auch genug Grund gäbe, die hiesige Staatsgewalt von Heilgendamm bis Tempelhof heftigst anzuprangern). Doch wenn man dann hört, dass wir die Technik liefern, welche die Unterdrückung trotz Handynetz und Internet gewährleistet, dann läuft einem doch einmal mehr die Galle über. Na klasse, sind es einmal nicht die Minen/Waffen von EADS/Daimler, die Angst und Schrecken verbreiten, dann sind es die Kommunikationstechnologien von Nokia Siemens, denn von dort stammen die Tools zur Überwachung und Manipulation der Kommunikationsstrukturen Irans. Absurderweise kann man sogar annehmen, dass nicht nur die Mullahs selbst darauf zugreifen, sondern auch der BND (vgl.
http://www.sueddeutsche.de/politik/479/472998/text/). Die scheinbare Ratlosigkeit und Unwissenheit der Bundesregierung wäre dann einmal mehr nur Heuchelei. Vor solch einem Hintergrund bekommt die Empörung von Merkel und Co., aber auch jedes naiven Berichterstatters, also sehr schalen Beigeschmack. Geschäftemachen ist okay? Geheimdienstliches Melken ist okay? Manipulieren ist okay? Aber wenn der Iran dann endlich macht, was man von ihm erwartet und wozu man ihn bemächtigt, wenn nicht getrieben, hat, dann wird laut aufgeschreien? So geht's nicht. Das ist widerliche Scheinmoral, vor allem in Zeiten, in denen auch in Deutschland Zivilbullen Waffen auf Demonstranten richten.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Zu dieser Thematik...
der bessere Artikel:
Danke!
Iran: Gegen die Todesstrafe für christliche B
Das ist ein Aufruf zu einer “Emailaktion”, mit der das jüngst vom iranischen Parlament beschlossene, vom Wächterrat aber noch nicht bestätigte Gesetz, das dort die Todesstrafe für christliche Blogger vorsieht zu Fall gebracht werden soll.
Alles, was man tun muß, ist sich im englisch-sprachigen Kommentarbereich von pressTV.ir über dieses Gesetz zu beschweren - Beispieltext findet sich im Artikel.
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Export und Anwendung von Überwachungstechnik
Zur aktuellen Nutzung der Überwachungstechnik im Iran: Überwachung made in Germany
Zum Export solcher Überwachungstechnik: Datenjagd auf Dissidenten
Zu alltäglichen von solcher Überwachungstechnik auswertbaren Datenspuren: Datenschutz für Journalisten
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
praxistip: — angry cosmoproletarian youth