Scheinbesetzungen in Münster

Unterstützer_innen des Q8 22.06.2009 12:30 Themen: Freiräume Repression Soziale Kämpfe
In der Nacht von Sonntag auf Montag haben die BesetzerInnen des Gebäudes Am Mittelhafen (Q8) an rund 20 leerstehenden Gebäuden sowie Brücken Transparente angebracht (Beispielsweise: "Zentrum= 0€, Räumung und Einsatz= unbezahlbar). Wir wollten damit unseren Bedarf nach einem Sozialen Zentrum erneut Ausdruck verleihen. Wir wollten zeigen, dass es in Münster ausreichend Leerstand gibt und dass eine erneute Räumung somit den Konflikt keinesfalls lösen wird, da weitere Besetzungen folgen werden.
Der Bedarf nach einem Sozialen Zentrum wird nicht dadurch kleiner, dass man uns konsequent ignoriert. Wir wollen mit den Stadtwerken und der Stadt Münster zumindest mal reden. Wir werden uns auch weiterhin von keiner Räumung und keiner Repression unterkriegen lassen. Wir haben bis jetzt durchgehalten und wir werden es weiter tun, unser Anliegen ist legitim und ein Zentrum in Münster absolut notwendig. Ewig kann die Stadt uns nicht ignorieren. Ewi können sie uns nicht einfach weiter räumen. Ewig kann sie nicht alle Gebäude direkt abreißen, sobald sie eins hat räumen lassen, denn sonst wird Münster bald sehr ausgedünnt sein.


Untersützt uns, kommt vorbei, organisiert Veranstaltungen! Beleben wir das Q8, was ideal als Zentrum ist.
Kommt am Tag der Räumung um 18Uhr zur Demo vor die Stadtwerke/Borchert Theater/ Cineplex (10min zu Fuß vom Bahnhof)

Und sorry ür die schlechte Bildqualität
Creative Commons-Lizenzvertrag Dieser Inhalt ist unter einer
Creative Commons-Lizenz lizenziert.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

Erklärung zu den Orten der Bilder

jemensch aus Münster 22.06.2009 - 12:46
1. Das Bild ganz oben: Ein Wohnhaus am Aasee was derzeit luxussaniert wird. (Transpi: Soziales Zentrum statt Yuppi Tempel)

2. Die Klostergärten: Hier enstehen massenweise Eigentumswohnungen (Quadratmeterpreis derzeit 6000€) inkl. Security. Ein Vorversuch einer Gated Community (Transpi: Kein Tag ohne Autonomes Zentrum)

3. Die Brücke an der Hafenstraße beim Bahnhof (Transpi: Gekommen um zu bleiben)

4. Ein Haus an der Ecke Warendorfer Straße/ Ring, was derzeit saniert wird (Transpi: Jetzt reichts, Münster wird geräumt)

"Versetzt"-Trägerverein solidarisiert sich

Observer 28.06.2009 - 15:38
Der Verein ask e.V. – er war Mieter des alternativen Treffpunkts „Versetzt“ an der Grevener Straße 53 – hat sich per Presseerklärung mit den Forderungen der Hausbesetzer im Hafengebäude solidarisiert. Zugleich können die Mitglieder die eingeleitete Strafanzeige der Stadtwerke gegen die Aktivisten nicht nachvollziehen.

Man sei darüber "empört", heißt es in der Mitteilung. Doch das Unternehmen ist Eigentümer des in Beschlag genommenen Bürokomplexes, es hat mehrfach auf den "illegalen Charakter" der Fremdnutzung hingewiesen. Auch baurechtlich sei die unzulässig, verweist der Energieversorger auf das benachbarte, nur wenige Meter entfernt liegende Gefahrgutlager der Firma Lehnkering. Partys oder Konzerte könnten deswegen erst recht nicht organisiert werden.

„Der Konflikt um ein Soziales Zentrum“, argumentiert wiederum allgemein der ask, "wird sich immer weiter verschärfen.“ Selbst seien „sämtliche Hausaufgaben erledigt“ worden, um in der Sache voranzukommen: „Wir haben den Verein gegründet, ein umfangreiches Konzept verfasst, Bürgeranträge an den Rat gestellt, auf dem freien Markt gesucht. Aber nirgendwo bei den Verantwortlichen fanden wir wirkliche Unterstützung oder ehrlichen Willen.“

Räumung als Bumerang

Statt nun „umsichtig zu reagieren“, lasse die Stadtverwaltung abermals erkennen, dass sie einen politisch-sozialen Konflikt nicht anderweitig bereit sei zu lösen als über „Repressionen“. Dabei könne eine erneute Räumung der Immobile kein Mittel sein, vielmehr werde sich ein solcher Einsatz, so prophezeien es die Unterzeichner, als "Bumerang" erweisen.

"Den Leuten im Haus ist durchaus bewusst, in welcher Situation sie sich befinden. Gerade dies scheint ihnen aber die Vehemenz und Ausdauer zu verleihen, mit der sie bereits Planungen für weitere kreative Aktionen, beispielsweise für die Zeit des Wahlkampfes und darüber hinaus, entwickeln.“ Gleichzeitig versuche man, den Anspruch einer Begegnungsstätte mit Leben zu füllen.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Zeige die folgenden 2 Kommentare an

räumungstermin? — (muss ausgefüllt werden)

Räumungstermin — Kalender