Mahnwache für Demokratie im Iran

Th. Volkmann 21.06.2009 09:38 Themen: Weltweit
Am Samstag haben sich über 50 Menschen iranischer und deutscher Herkunft auf dem Tübinger Holzmarkt versammelt, um für Demokratie und Menschenrechte im Iran zu demonstrieren.
Auf den Plakaten forderten die Teilnehmer unter anderem die freie und faire Präsidentenwahlen, volle Presse- und Meinungsfreiheit und gleiche Rechte für alle Bürgerinnen und Bürger des Iran. Mehrere Redner erläuterten die Situation im Iran und drückten ihre Hoffnung aus, dass sich die Demokratiebewegung durchsetzen könne. In Sprechchören riefen sie "Nieder mit der Diktatur" und ließen die internationale Solidartät hochleben. Zu der Veranstaltung hatten iranische Bürger und der SPD-Ortsverein Tübingen aufgerufen. Im Rahmen der "Friedensstadt Tübingen" sind weitere Veranstaltungen geplant. Die örtlichen Medien "glänzten" durch Abwesenheit. Vielleicht war da eine Hauptversammlung der Kaninchenzüchter?
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Ergänzungen

June 26 Action Day

... 21.06.2009 - 10:18
Iranian Bus Workers (Vahed Syndicate)

In line with the recognition of the labour rights, we request that June 26 Action Day -- Justice for Iranian workers -- to include the human rights of all Iranians who have been deprived of their rights.

In recent days, we continue witnessing the magnificent demonstration of millions of people from all ages, genders, and national and religious minorities in Iran. They request that their basic human rights, particularly the right to freedom and to choose independently and without deception be recognized. These rights are not only constitutional in most of the countries, but also have been protected against all odds.

Amid such turmoil, one witnesses threats, arrests, murders and brutal suppression that one fears only to escalate on all its aspects, resulting in more innocent bloodshed, more protests, and certainly no retreats. Iranian society is facing a deep political-economical crisis. Million-strong silent protests, ironically loud with un-spoken words, have turned into iconic stature and are expanding from all sides. These protests demand reaction from each and every responsible individual and institution.

As previously expressed in a statement published on-line in May of this year, since the Vahead Syndicate does not view any of the candidates support the activities of the workers' organizations in Iran, it would not endorse any presidential candidate in the election. Vahed members nevertheless have the right to participate or not to participate in the elections and vote for their individually selected candidate.

Moreover, the fact remains that demands of almost an absolute majority of the Iranians go far beyond the demands of a particular group. In the past, we have emphasized that until the freedom of choice and right to organize are not recognized, talk of any social or particular right would be more of a mockery than a reality.

The Syndicate of Workers of Tehran and Suburbs Vahed Bus Company fully supports this movement of Iranian people to build a free and independent civil society and condemns any violence and oppression.

In line with the recognition of the labour rights, the Syndicate requests that June 26 which has been called by the International Trade Unions Organization 'Day of action' for justice for Iranian workers to include the human rights of all Iranians who have been deprived of their rights.

With hope for freedom and equality

The Syndicate of Workers of Tehran and Suburbs Vahed Bus Company

1.200 bei Demo in Wien gegen Regime im Iran

antifa.sozialbetrug 22.06.2009 - 13:09
Die Veranstaltung vor dem Parlament musste wegen Radikalen vorzeitig abgebrochen werden.

Rund 1.200 Menschen haben sich nach Polizeiangaben am Sonntagabend vor dem Parlament in Wien versammelt, um für eine Neuaustragung der Präsidentschaftswahlen im Iran demonstriert. Sprechchöre mit den Worten "Weg weg weg, die Mullahs müssen weg" und "Nieder mit der Diktatur" waren von den Protestteilnehmern zu hören. "Wir verurteilen den grausamen Mord an unseren Landsleuten und die Inhaftierung Hunderter Oppositioneller, Menschenrechtsaktivisten und Journalisten", erklärte einer der Veranstalter, Ahmad Hashemi, gegenüber der APA.

Freilassung gefordert. Man fordere die sofortige Freilassung der Inhaftierten und außerdem den freien Zugang zu allen Medien, da dies ein Grundrecht eines jeden Volkes sei, betonte Hashemi weiter. Zudem hätten internationale Organisationen und auch die UNO-Menschenrechtskommission dazu aufgerufen, die Freilassung aller politischen Gefangenen im Iran zu fordern. "Wir fordern alle Menschen dieser Welt, die für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte eintreten auf, ihre Stimmen gegen die Unterdrückung und die Missachtung der Menschenrechte im Iran zu erheben", so Hashemi.

Sperre. Die Ringstraße musste wegen der Kundgebung ab etwa 19.00 Uhr gesperrt werden. Transparente mit der Aufschrift "UNO help", "Free Iran" und "Silent Scream, wir sind alle vereint" waren vor dem Parlament zu sehen. Auch eine Lichterkette mit Hunderten Kerzen und Fackeln wurde gebildet.

Abbruch. Obwohl bis 22.00 Uhr angemeldet, wurde die Demonstration laut Polizei um 20.50 Uhr abgebrochen, da sich unter den Teilnehmern auch kleinere Gruppen, sogenannte "Hardliner", befunden hätten. Mit deren radikalen Botschaften hätten sich die Veranstalter nicht identifizieren wollen. Das Ziel sei zwar dasselbe, doch man wolle keine Gewalt, so Hashemi dazu. Trotz des vorzeitigen Abbruchs verlief die Protestaktion störungsfrei.

Proteste. Bereits seit Tagen finden im Iran Demonstrationen mit Hunderttausenden Teilnehmern gegen die Wiederwahl von Präsident Mahmoud Ahmadinejad statt. Der Regierung Wahlfälschung vorgeworfen. Am Samstag hatten sich Demonstranten Straßenschlachten mit der Polizei geliefert, mehrere Menschen wurden getötet.

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