Clapped-out nuke to come back on stream

Diet Simon 20.06.2009 02:10 Themen: Atom
As Germany's economics minister says no nuclear power stations are to be built in the country, one of its oldest anhd most accident-prone is to come back on stream. Big protests are planned.
BERLIN (AFP) — Germany's economy minister on Friday ruled out building new nuclear power stations but said the life of some reactors might be extended and the development of alternative technologies stepped up.

"We need limited extensions until we are able to work with sensible alternative technologies in an economical and environmentally friendly manner," Karl-Theodor zu Guttenberg told the Sueddeutsche Zeitung daily in an interview.

"That includes the possibility of equipping existing nuclear power stations with state-of-the-art technology in order to make them even safer and more efficient," the conservative minister said.

 http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5hV9-gU3FYUP2EYl52KML1v6zNLuw

The news comes as one of Germany’s most accident-prone nuclear power stations – Krümmel, about 40 km southeast of Hamburg – gets permission to start working again after being shut down for two years following a fire. It’s not yet known publicly when it will restart.

The environmental activism group Robin Wood notes that there have been more than 300 technical breakdowns in the nuke, which was taken into operation in 1983 and is owned half each by the Vattenfall and E.ON power companies.

Since 1986, an overly high incidence of leukaemia in children has been found in the surrounding area. While Krümmel has been suspected, it has not been possible to establish the cause of the cases.

“We are most deeply disappointed by all in responsibility. Not a single leukaemia case in the area has been cleared up,” says Jan Becker of the north German activists contratom.

Environmental activists demand that Krümmel be shut down for good. Robin Wood’s energy consultant, Dirk Seifert, calls it “one of the most clapped-out reactors of Germany”.

“More than 300 incidents since it started up and an above-average leukaemia occurrence in its vicinity allow only one conclusion: further operation of this scrap reactor is irresponsible.”

Seifert argues further that there was no need to expose people to the high risks because the past two years when the nuke was not producing showed that the power supply was assured problem-free without it.

“In fact, in the same period Vattenfall still made huge profits.

“The future belongs to renewable energies, not ancient nukes.”

Today a vigil will be held outside the power station starting at 6 pm.

Another large protest action, a blockade of Krümmel, is planned for Friday 3 July. In addition to hundreds of local protesters, farmers from the Wendland area, where the Gorleben nuclear waste dump is located, are also expected. Tractors and people are to form a blockade outside the main gate.

“Now they’re pretending that everything’s in the best possible order. But the opposite is the case,” says Becker. “We’re going to set a clear signal against resumption of operation and for shutting down all atomic installations.”

For the Robin Wood aspects of this article contact: Dirk Seifert 0011 49 176 / 48 11 84 42,  energie@robinwood.de and/or Ute Bertrand, ROBIN WOOD Media consultant, 0011 49 40 / 380 892-22,  presse@robinwood.de,  http://www.robinwood.de/energie .

Becker says “useful tips for such days” are at
 http://www.gipfelsoli.org/rcms_repos/Tools/bezugsgruppenreader.pdf,  http://www.contratom.de/
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Ergänzungen

Pressegespräch vor der Staatsanwaltschaft

ASSE-II-Rechtshilfefonds e.V. 20.06.2009 - 04:02
Kontakt: Claus Schröder, Pfingstanger 20, 38173 Sickte ( 0173 / 8326462

Presse-Gespräch / Fototermin

Montag, 22. Juni 2009

10.15 Uhr

vor der Staatsanwaltschaft Braunschweig

Turnierstraße 1, 38100 Braunschweig‎

mit:

Eckbert Duranowitsch, an Leukämie erkrankter ehem. Mitarbeiter der ASSE II
Claus Schröder, ASSE-II-Rechtshilfefonds

Zum Auftakt einer neuen Runde in der juristischen Auseinandersetzung um die (auch per­sönlichen) Verantwortlichkeit für die ASSE II laden wir Sie hiermit zu einem Pressegespräch und Fototermin vor der Staatsanwaltschaft Braunschweig ein.


Für Rückfragen:

Claus Schröder, 0173 / 8326462

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Mit freundlichen Grüssen

 pressedienst@ag-schacht-konrad.de






"Endlager und kein Ende?"

Wolfgang Ehmke 20.06.2009 - 04:03
Vom 17. - 19. Juni hatte die Evangelische Akademie Loccum zu einer Tagung zur
Atommüllproblematik eingeladen, trotz des problematischen Termins mitten in
der Woche konnte die Studienleiterin Dr. Monika Müller 8o Teilnehmer aus
Behörden, Verbänden, Wirtschaft und Politik begrüßen. Vor allem die
Vorkommnisse in der Asse II hätten den Anstoß gegeben, die unterschiedlichen
Akteure an einen Tisch zu bekommen, um politische Lösungen in der
Atommüllendlagerung auszuloten.

Doch die Chancen der Verständigung scheinen gering. Die Suche nach Wegen zu
einer Endlagerung hochradioaktiver Abfälle in Deutschland seien aus
unterschiedlichen Gründen verstellt, unterstrich Wolfgang Ehmke für die BI
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg auf der Tagung: In den Kreisen der Industrie
würde auf die bereits getätigten Investitionen in Gorleben verwiesen, über
eine vergleichende und ergebnisoffene Endlagersuche seien die
Koalitionspartner in Berlin zerstritten und die Umweltverbände sowie Anti-
AKW-Initiativen pochten auf die Prämisse des Atomausstiegs, bevor zum
Reizthema Atommüll konstruktiv Stellung bezogen würde.

Heike Wiegel von der Asse-Begleitgruppe hatte zuvor noch einmal die
Skandalgeschichte des absaufenden Endlagers skizziert, das nur zu einem
geringen Teil als Forschungseinrichtung, zum überwiegenden Teil jedoch als
billige Atommülldeponie genutzt wurde. Politische Vorgaben und nicht
geologische Erwägungen hätten dort den Ausschlag gegeben, räumte Wolfram
König, Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, in der Debatte ein.

König machte sich stark für die Empfehlungen der Arbeitskreises Endlagerung
(AK End), der sich unter der Rot-Grünen Bundesregierung auf ein transparentes
und vergleichendes Suchverfahren verständigt hatte. Ohne ein solches
Verfahren würden am Ende Klagen gegen Gorleben das Projekt über Jahre
blockieren können. "Auf diesem Wege ließen sich auch die Verfahrensfehler in
Gorleben heilen", hofft König und spielte auf die undurchsichtige Gründe für
die Standortbenennung an. "Ein Weiter-So in Gorleben kann es nicht geben,"
räumte er ein. Seit Beginn des Moratoriums im Jahr 2000 hätten sich die
Rahmenbedingungen verändert. Es würde kein Ein-Endlagerkonzept mehr
verfolgt, weil mit dem Schacht Konrad ein Endlager für die schwach- und
mittelaktiven Abfälle genehmigt sei, der Stand von Wissenschaft und Technik
habe sich weiterentwickelt und die mögliche Rückholbarkeit der Abfälle werde
als Option diskutiert.

Dissens herrschte in der Diskussion über die Folgerungen, die aus dem Asse II-
Debakel hinsichtlich des prospektiven Endlagers im Salzstock Gorleben zu
ziehen seien. Die Vorfestlegung auf Gorleben allen geologischen Bedenken zum
Trotz manifestiere sich in dem Eingeständnis, dass erhebliche Mittel schon in
den Ausbau zum Endlager geflossen seien, derartige Fehler der Standortsuche
ließen sich nicht heilen, unterstrich Wolfgang Ehmke in seinem Referat. Vor
kurzen hatte die BI vorgerechnet, dass von den 1,51 Mrd. Euro, die in Gorleben
versenkt wurden, rund 50% bereits für den Ausbau eines Endlagers verwandt
wurden: "Das Vertrauen in die Redlichkeit der Politik ist grundlegend zerstört,
in der Asse II wie in Gorleben."

Wolfgang Ehmke 01709 510 56 06

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow - Dannenberg e.V.
Rosenstr. 20 29439 Lüchow

Büro: Tel: 05841-4684 Fax: -3197
 buero@bi-luechow-dannenberg.de