Fotos: Wahlen im Iran - Proteste in Berlin

Umbruch Bildarchiv 19.06.2009 19:27 Themen: Repression Soziale Kämpfe Weltweit
Anläßlich des mutmaßlichen Wahlbetrugs im Iran gibt es Proteste jetzt auch in Berlin und anderen deutschen Städten. Am 15. Juni versammelten sich 1100 Exil-Iraner am Adenauer Platz zu einer Demonstration gegen das Regime von Ahmadinedschad.
Eine Fotoserie unter:
 http://www.umbruch-bildarchiv.de/bildarchiv/ereignis/150609irandemo.html
Aufgerufen hatte unter anderen die iranische Studentengemeinde von Berlin. Die Demonstration richtete sich gegen Wahlbetrug, Medienzensur und Gewalt gegenüber der Opposition. Gestern demonstrierten einige hundert Iraner vor dem Auswärtigen Amt in Berlin und informierten über die augenblickliche Situation im Iran. Verurteilt wurde das teils brutale Vorgehen von Sicherheitskräften. Sie forderten demokratische Rechte für den Iran, mehr Freiheit und Neuwahlen.
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Ergänzungen

Protest in Hamburg

CP 19.06.2009 - 21:41
Samstag, den 20. Juni/12:00 h/ Hamburg-Hauptbahnhof (Steintorwall/Glockengießerwall)/Protestkundgebung!

Die Revolution denken, sich mit dem Widerstand der Menschen im Iran solidarisieren! Gegen Tugendterrorismus, Antisemitismus und Repression – zerschlagt die Islamische Republik!

Aufruf:  http://cosmoproletarian-solidarity.blogspot.com/

Aufrufen tun u.a. Peyvand, die Arbeiterkommunistische Partei Iran, das CPI-nahe Solidaritätskomitee für die Arbeiter/innen im Iran und die Basisgruppe Antifaschismus Bremen.

Mehr als 100 000 demonstrieren in Teheran

antifa.sozialbetrug 19.06.2009 - 22:57
Die Opposition im Iran bleibt standhaft. Ungeachtet staatlicher Gewalt gegen Oppositionelle gingen auch am Mittwoch - dem fünften Tag in Folge - in der Hauptstadt Teheran wieder mehr als 100 000 Menschen auf die Straße.

Zugleich kündigte Oppositionskandidat Mir Hussein Mussawi an, die Massenproteste sollten solange fortgesetzt werden, bis die von Betrugsvorwürfen überschattete Präsidentschaftswahl wiederholt wird. Die Demonstranten forderten erneut die Annullierung der Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Mussawi rief seine Anhänger - ebenso wie der oberste Führer des Landes, Ajatollah Ali Chamenei bereits am Tag zuvor - zur Ruhe auf. Chamenei sagte das Nachzählen eines Teils der Stimmen zu.

Die Demonstranten blockierten im Zentrum der Hauptstadt Straßen und Plätze. Nach Augenzeugenberichten trugen sie grüne und schwarze Kleidung - grün als Farbe der Opposition, schwarz zum Zeichen der Trauer für die mindestens fünf in den Vortagen ums Leben gekommenen Demonstranten. Augenzeugen schätzten die Zahl der Teilnehmer auf mehr als 100 000. Verlässliche Angaben sind schwierig, weil das am Dienstag verhängte Berichterstattungsverbot für ausländische Medienvertreter über die Demonstrationen auch am Mittwoch galt. Größere Zwischenfälle wurden am Mittwoch zunächst nicht bekannt.

Nach Angaben aus der Opposition wächst die Unterstützung durch die Bevölkerung täglich. Die Demonstranten wurden am Mittwoch von Anwohnern mit Mineralwasser versorgt. Auch die Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi sowie einige Spieler der iranischen Fußball-Nationalmannschaft, die bei ihrem WM- Qualifikationsspiel in Südkorea mit grünen Armbändern spielten, schlossen sich der Bewegung Mussawis an. Der Fußball-Weltverband will den Vorfall untersuchen, da politische Äußerungen bei Länderspielen nicht gestattet sind.

Sprecher der Opposition hatten dazu aufgerufen, Ahmadinedschad nicht mit beleidigenden Äußerungen zu provozieren. Beobachter in Teheran mutmaßten, die Regierung wolle die Demonstranten als Randalierer und Krawallmacher darstellen. In den staatlichen Medien wurden vor allem Bilder veröffentlicht, die brennende Busse und Autoreifen zeigten. Mussawi warf der Regierung Intoleranz vor, weil sie die Berichterstattung behindere. Er forderte seine Landsleute auf, an diesem Donnerstag in Moscheen und auf Plätzen Trauerfeiern für die in den vergangenen Tagen getöteten Demonstranten abzuhalten.

US-Präsident Barack Obama äußerte sich im Gegensatz zu anderen westlichen Regierungschefs wie Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy zurückhaltend zum Wahlausgang im Iran. Für ihn sei der Unterschied zwischen Amtsinhaber Ahmadinedschad und dem unterlegenen Mussawi nicht so groß, wie dargestellt, sagte er dem US-Sender CNBC. Man müsse in jedem Fall mit einem System umgehen, dass «den Vereinigten Staaten historisch feindlich gesinnt sei».

Die größte Protestwelle seit der Islamischen Revolution vor 30 Jahren hat neben Teheran längst auch andere Städte des Landes erfasst. «Wir demonstrieren friedlich gegen Wahlbetrug, und alles, was wir wollen, ist die Annullierung der Wahl und Neuwahlen ohne Schwindel», sagte Mussawi bereits vor der Kundgebung am Nachmittag.

In einem offenen Brief verlangte Mussawi die Freilassung aller bei den Demonstrationen der vergangenen Tage Inhaftierter. Gemeinsam mit dem früheren Präsidenten Mohammed Chatami verurteilte er die Verhaftung von Demonstranten, darunter zahlreiche Journalisten, Anwälte, Studenten und Dissidenten. Auch der frühere Stellvertreter Chatamis soll unter Arrest sein. In Medienberichten war am Mittwoch von mehr als 100 Festgenommenen die Rede. «Solche gewaltsamen Übergriffe sind in keiner Weise mit den Grundsätzen der Islamischen Republik zu vereinbaren», heißt es in dem auf Mussawis Internetseite verbreiteten Botschaft an den Obersten Richter.

Seine Anhänger behalfen sich verstärkt mit Internetdiensten wie Twitter und Youtube, über die sie Bilder und Informationen austauschten. Twitter verschob auf Bitten der US-Regierung eigens Wartungsarbeiten am System, um den Informationsfluss unter den Oppositionellen nicht zu behindern. Telefon- und Mobilfunknetze wurden dagegen weiterhin von den staatlichen Stellen in Teheran zeitweise gestört. Die iranischen Revolutionsgarden forderten Betreiber von Internetseiten auf, keine Informationen zu verbreiten, die «zu Spannungen führen».

Der angegriffene Präsident Ahmadinedschad verteidigte das bekanntgegebene Wahlergebnis in einer Kabinettssitzung. Die Wahl demonstriere die Unterstützung für seine Regierungsarbeit. «De facto war die Wahl eine Volksabstimmung über das islamische System», sagte er. Die Regierung hatte am Mittwoch mehrere ausländische Botschafter in Teheran - darunter auch den deutschen - ins Außenministerium zitiert. Die westlichen Regierungen, die sich in den vergangenen Tagen skeptisch zum Wahlausgang geäußert hatten, sollten sich nicht in die inneren Angelegenheiten des Iran einmischen, hieß es.

In Berlin sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Mittwoch: «Wir sind sehr besorgt über das Ausmaß gewalttätiger Zusammenstöße.» Eine Überprüfung des Wahlergebnisses sei sehr berechtigt. «Wir gehen davon aus, dass es zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist.» Grünen-Chefin Claudia Roth forderte Neuwahlen. Ein Blutbad müsse verhindert, alle Verhafteten sollten unverzüglich freigelassen werden, verlangte die Grünen-Chefin in Berlin. Auch in Deutschland demonstrieren seit Tagen hunderte Iraner gegen die Wertung der Wahlen, so am Mittwoch in Köln.

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Auch die deutschen FreundInnen der Mullahs...

...haben Namen & Gesichter 20.06.2009 - 02:15
Falls sich jemand mit Kampagnen auskennt oder in welcher Form auch immer gerade Öffentlichkeitsarbeit in Sachen Iran-Soli macht, könnte dies eine von Schland aus verwertbare Info sein:

Die Lobbyisten-Organisation (besser: der racket) NUMOV - Nah- und Mittelost Verein e.V. (homepage:  http://www.numov.org) ist die 1950 gegründete direkte Nachfolgeorgaisation des 1934 gegründeten Deutschen Orient-Verein e.V. ( http://www.numov.org/index.php?option=com_docman&task=doc_download&gid=6).

Damals unter der Maßgabe nazistischer Expansionspolitik gegründet, verfolgen diese Institutionen bis heute vor allem das Ziel, deutsches Kapital in Nah- und Mittelost in noch viel mehr deutsches Kapital zu verwandeln. Dabei scheint dieser Zweck jedes Mittel zu heiligen. Konkret heißt dies, dass noch die größten Despotensäcke & die widerlichsten Verbrecherbanden als gute und verlässliche Geschäftspartner durchgingen, solange sie nur über den Austausch von Know-How/Wertarbeit `made in Germany´ und Rohstoffen zu Schepperpreisen den Außenhandel am Laufen hielten und den jeweiligen Markteinstieg ermöglichten. Ein `historisch gewachsener´ Schwerpunkt der Arbeit dieses Vereins ist die Vernetzung deutscher und iranischer Firmen, Personal- und Geldströme. Fast wörtlich findet sich dies Alles in folgenden Äußerungen der Vorstandsvorsitzenden Helene Rang ggü einem Gegner des iranischen Regimes - freilich völlig affirmativ formuliert und gemeint:  http://www.numov.org/content/view/628/124/1/7/lang,de_DE/

Ein prominentes Ding von vor 4 Monaten - wisst Ihr´s noch?:  http://www.numov.org/component/option,com_zoom/Itemid,105/catid,31/lang,de_DE/

Und - na klar - die Herrschaften aus dem Vorstand:  http://www.numov.org/content/view/49/55/lang,de_DE/

Treffen tun die sich ab und an in Berlin:

Jägerstraße 63 D
10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30-206410-0
Fax: +49 (0)30-206410-10
E-Mail:  numov@numov.de

und früher mal (keine Ahnung ob jetzt immer noch) in Hamburg:

Große Theaterstr. 1
20354 Hamburg
040 450331-0

Es ist auch unter `rein wirtschaftlichen´ Gesischtspunkten nicht egal, mit welcher Art von Regime Geschäfte eingefädelt werden. Unsere Trauer gilt den Opfern und ihren Angehörigen, unsere Wut den Mitschuldigen, die auf der Basis des perönlichen und alltäglichen Leids anderer Leute satte Asche machen.

NUMOV wegpacken! Solidarität mit den Protestierenden im Iran, Für ein sofortiges Ende der gewalttätigen Repression, Freiheit für alle politischen Gefangenen - jetzt!


21. Juni Großdemonstration Berlin

Info 20.06.2009 - 10:41
14.00 Uhr 14:00 Uhr – Versammlung am Stuttgarter Platz
Infos unter:  http://demoberlin.blogspot.com/2009/06/bundesweite-demonstration-fur-iran.html

urgent action amnesty international

mein name 20.06.2009 - 18:17

10 Unglaubliche Youtube Videos

rabie 21.06.2009 - 00:17
Ich finde es super von oppositionellen Demonstranten, dass sie den Mut haben sich gegen ihr verlogenes Regime zu stellen, das verdient Respekt und Annerkennung. Sogleich es eine Selbstverständlichkeit ist für seine Freiheit und Rechte zu demonstrieren,sei es mit oder ohne Gewalt.

Auf der Folgenden Seite ist kurz chronoligsch das Geschehen der Proteste in Teheran beschrieben und mit Youtube Videos dargestellt.

 http://mashable.com/2009/06/20/iran-youtube/

Besonders Brutal ist das Video von Gestern, den 20. Juni, indem zusehen ist das die Basij Miliz mit Sturmfeuergewehren auf die Demonstranten schießt. Und bei dem auch eine Frau ums leben kommt.

Es empfiehlt sich diese Videos NICHT ANzuSEHEN WENN MAN SCHWACHE NERVEN HAT, den hier ist nichts zensiert.

Aber ich finde es ist Wichtig, so etwas zu der schweren Stunde an die öffentlichkeit zu bringen, um zu zeigen wie Krank die Iranische Regierung ist... und das Die Westliche Gemeinschaft Partei ergreifen sollte.

weiterhin ist als Informationsquelle twitt.com zu nutzen, in dem es pro minute 1000 Postings zum Thema gibt.

@Support, sollte die Videodarstellung zu krass sein, dann bitte ich das zumindest die anderen Videos dargestellt werden könnten.