Abschiebeknäste zu Baulücken
250 Leute demonstrierten heute lautstark zum Abschiebeknast in Berlin-Köpenick.
Tiptop Wetter und 1a Stimmung gab es heute auf der Demonstration zum Abschiebeknast Grünau in Berlin Köpenick. Um 14 Uhr versammelten sich heute rund 250 DemonstrantInnen in Adlershof, um gegen die rasisstische Migrationspolitik und ins Besondere gegen die Abschiebeknäste Berlins, Deutschlands und Europas zu protestieren.
Nachdem die Cops eine gute halbe Stunde brauchten, um heraus zu finden, ob ein Aufkleber mit der Aufschrift 'have you ever squatted an airport', den ein Demonstartionsteilnehmer mit sich führte, zu einer Straftat aufruft, konnte die Demo durch die Köpenicker Innenstadt endlich starten. Laut antirassistisce Parolen skandierend und von Redebeiträgen begleitet - zum Beispiel zur Massenabschiebung nach Vietnam mit einer air berlin Chartermaschine am vergangenen Montag, zur aktuellen Situation der Roma Flüchtlinge in Berlin und zum GASiM (Gemeinsame Analyse- und Strategiezentrum illegale Migration) - lief der Demonstrationszug zum Abschiebeknast.
Jährlich durchlaufen einige Tausend Menschen das Gefängnis in Köpenick, denen nichts anderes vorgeworfen wird, als dass sie hier leben wollen. Ihre Haft dauert bis zu einem halben Jahr und länger. Anwaltliche Unterstützung bekommen sie keine. Aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse wissen viele gar nicht, was ihnen vorgeworfen wird. Die Folge ist ein oft monatelanges Warten in der Beschäftigungs- und Perspektivlosigkeit, ohne zu wissen, ob und wann sie abgeschoben oder entlassen werden. Etwa 80% der Abschiebungen in Berlin geschehen aus dem Knast heraus, gleichzeitig muss fast die Hälfte der Inhaftierten wieder entlassen werden, weil sie gar nicht abgeschoben werden können.
Immer wieder kam es in den vergangenen Jahren im Abschiebegefängnis Köpenick zu Hungerstreiks gegen die schlechten Haftbedingungen. Immer wieder kommt es aus Angst vor Abschiebung und Verzweiflung zu Selbstverletzungen und Suiziden der Inhaftierten.
Heute haben die DemonstrantInnen ihre Solidarität mit den Inhaftierten zum Ausdruck gebracht. Vor dem Knast fand ein Konzert mit Les Refugiés und Vickson statt. Flummis und Luftballons sollten den im Knast Sitzenden eine bunte Grußbotschaft sein. Zwar wurden sie vor der Kundgebung in die hinteren Zellentrakte verlegt, doch bleibt zu hoffen dass das abschließend leidenschaftlich laute 'no boarder no nation - stop deportation!' sie dennoch erreicht hat.
Nachdem die Cops eine gute halbe Stunde brauchten, um heraus zu finden, ob ein Aufkleber mit der Aufschrift 'have you ever squatted an airport', den ein Demonstartionsteilnehmer mit sich führte, zu einer Straftat aufruft, konnte die Demo durch die Köpenicker Innenstadt endlich starten. Laut antirassistisce Parolen skandierend und von Redebeiträgen begleitet - zum Beispiel zur Massenabschiebung nach Vietnam mit einer air berlin Chartermaschine am vergangenen Montag, zur aktuellen Situation der Roma Flüchtlinge in Berlin und zum GASiM (Gemeinsame Analyse- und Strategiezentrum illegale Migration) - lief der Demonstrationszug zum Abschiebeknast.
Jährlich durchlaufen einige Tausend Menschen das Gefängnis in Köpenick, denen nichts anderes vorgeworfen wird, als dass sie hier leben wollen. Ihre Haft dauert bis zu einem halben Jahr und länger. Anwaltliche Unterstützung bekommen sie keine. Aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse wissen viele gar nicht, was ihnen vorgeworfen wird. Die Folge ist ein oft monatelanges Warten in der Beschäftigungs- und Perspektivlosigkeit, ohne zu wissen, ob und wann sie abgeschoben oder entlassen werden. Etwa 80% der Abschiebungen in Berlin geschehen aus dem Knast heraus, gleichzeitig muss fast die Hälfte der Inhaftierten wieder entlassen werden, weil sie gar nicht abgeschoben werden können.
Immer wieder kam es in den vergangenen Jahren im Abschiebegefängnis Köpenick zu Hungerstreiks gegen die schlechten Haftbedingungen. Immer wieder kommt es aus Angst vor Abschiebung und Verzweiflung zu Selbstverletzungen und Suiziden der Inhaftierten.
Heute haben die DemonstrantInnen ihre Solidarität mit den Inhaftierten zum Ausdruck gebracht. Vor dem Knast fand ein Konzert mit Les Refugiés und Vickson statt. Flummis und Luftballons sollten den im Knast Sitzenden eine bunte Grußbotschaft sein. Zwar wurden sie vor der Kundgebung in die hinteren Zellentrakte verlegt, doch bleibt zu hoffen dass das abschließend leidenschaftlich laute 'no boarder no nation - stop deportation!' sie dennoch erreicht hat.
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