E.ON-Kommandobrücke geentert!
In Göttingen eroberten eine Monsterspinne und zahlreiche AntiAtomWesen mit Ketten, Haken und Kletterseilen die E.ON-Zentrale
Mit einer bis ins Detail sorgfältig geplanten und blitzartig ausgeführten Aktion wurde am 7. Juni 2009 gegen 15 Uhr in Göttingen die Zufahrt zu den Stadtwerken und E.ON blockiert. Die Brücke, die das Verwaltungszentrum mit der nächstgelegenen Straße verbindet, wurde mit schweren Ketten abgeriegelt. Daran kettete sich eine riesige und sehr gefährliche Spinne, so dass weder ein Hinüberklettern noch ein Drunterdurchkriechen ohne Gefahr für Leib und Leben möglich war. Die Spinne außerdem hielt ein Transparent mit der Aufschrift "e.off!".
Ein deutlich größeres, zweites Transparent wurde zeitgleich vom Brückengeländer herabgelassen. Es reichte bis auf die Wasseroberfläche und brachte dadurch den etwaigen Schiffsverkehr auf dem Leinekanal zeitweise zum Erliegen. Das Transparent zeigt ein Schiff mit Atomreaktor. Darüber schwebt eine schwarze Wolke, von der sich mit Säbeln, Ankern und Enterhaken bewaffnete Sonnen, Sägefische und weiteres Getier abseilen. Über der propellerbetriebenen Wolke flattert eine PiratInnenfahne.
Die blockierte Brücke ist einer der wichtigsten Zugänge zum E.ON-Zentrum für alle FußgängerInnen, die von Süden her kommend den eigentlichen Haupteingang nicht finden. Besonders sonntags (dem Tag der Blockade) ist diese (bis zu 2m breite) Brücke ein in seiner Bedeutung nicht zu überschätzendes Verbindungsglied im internationalen Geflecht von Atomkraftwerken im In- und Ausland, an denen E.ON beteiligt ist. Auch an dem umstrittenen geplanten EPR-Atomreaktor in Penly (Frankreich) hat E.ON Interesse bekundet.
Die Blockade steht im Zusammenhang mit den internationalen Aktionstagen gegen diese neue Reaktorgeneration. Die ersten Reaktoren dieses Typs werden momentan bereits in Frankreich und Finnland gebaut. In vielen europäischen Orten finden in diesen Tagen Protestaktionen statt [1] aus Solidarität mit französischen EPR-GegnerInnen, die am 9. Juni wegen Strommastbesetzungen vor Gericht stehen[2].
Über die Dauer der Brückenbesetzung und die Auswirkungen auf den Weiterbetrieb aller Atomanlagen weltweit verweigert E.ON bisher jede Aussage. Die Spinne und alle anderen Beteiligten konnten den Ort des Geschehens wieder unbehelligt verlassen.
[1]
http://www.nirgendwo.info
[2]
http://de.indymedia.org/2009/06/252599.shtml
Ein deutlich größeres, zweites Transparent wurde zeitgleich vom Brückengeländer herabgelassen. Es reichte bis auf die Wasseroberfläche und brachte dadurch den etwaigen Schiffsverkehr auf dem Leinekanal zeitweise zum Erliegen. Das Transparent zeigt ein Schiff mit Atomreaktor. Darüber schwebt eine schwarze Wolke, von der sich mit Säbeln, Ankern und Enterhaken bewaffnete Sonnen, Sägefische und weiteres Getier abseilen. Über der propellerbetriebenen Wolke flattert eine PiratInnenfahne.
Die blockierte Brücke ist einer der wichtigsten Zugänge zum E.ON-Zentrum für alle FußgängerInnen, die von Süden her kommend den eigentlichen Haupteingang nicht finden. Besonders sonntags (dem Tag der Blockade) ist diese (bis zu 2m breite) Brücke ein in seiner Bedeutung nicht zu überschätzendes Verbindungsglied im internationalen Geflecht von Atomkraftwerken im In- und Ausland, an denen E.ON beteiligt ist. Auch an dem umstrittenen geplanten EPR-Atomreaktor in Penly (Frankreich) hat E.ON Interesse bekundet.
Die Blockade steht im Zusammenhang mit den internationalen Aktionstagen gegen diese neue Reaktorgeneration. Die ersten Reaktoren dieses Typs werden momentan bereits in Frankreich und Finnland gebaut. In vielen europäischen Orten finden in diesen Tagen Protestaktionen statt [1] aus Solidarität mit französischen EPR-GegnerInnen, die am 9. Juni wegen Strommastbesetzungen vor Gericht stehen[2].
Über die Dauer der Brückenbesetzung und die Auswirkungen auf den Weiterbetrieb aller Atomanlagen weltweit verweigert E.ON bisher jede Aussage. Die Spinne und alle anderen Beteiligten konnten den Ort des Geschehens wieder unbehelligt verlassen.
[1]
http://www.nirgendwo.info [2]
http://de.indymedia.org/2009/06/252599.shtml
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Sturm auf Endlager Gorleben im Landtag
Von Interesse sei insbesondere die Rolle der Grünen-Europaabgeordneten Rebecca Harms bei der Erstürmung Ende Mai. Harms hatte sich hinter die Aktion der Aktivisten gestellt und erklärt, die Lager-Besetzung sei «das Mindeste» gewesen, «was passieren musste».
Am 29. Mai waren über 200 Atomkraftgegner gewaltsam in den oberirdischen Bereich des Erkundungsbergwerks Gorleben im Wendland eingedrungen und hatten das Gelände für rund zwei Stunden besetzt gehalten. Anlass für die Proteste waren Berichte vom Vortag, wonach schon in den 1980er Jahren damit begonnen wurde, den Salzstock Gorleben zum Endlager für Atommüll herzurichten. Bislang hieß es offiziell stets, Gorleben werde nur erkundet.