Anmerkung der Moderationsgruppe:
Trotz der Bitte, de.indymedia.org zum Veröffentlichen von eigenen Berichten und selbst recherchierten Reportagen zu nutzen, wurde hier ein Termin, ein Aufruf, die Einladung zu einer Veranstaltung oder die Ankündigung einer Aktion reinkopiert.
Es ist nicht das Ziel von Indymedia, ein möglichst umfassendes Infoportal incl. Terminkalender anzubieten. Indymedia will eine Plattform für engagierte MedienmacherInnen und ihren eigenen Inhalte bieten. Das Veröffentlichen von Terminen, Aufrufen und Einladungen gehört nicht zu den Zielen des Projektes. Mehr Informationen, warum sich Indymedia nicht zum Veröffentlichen von Terminen eignet, findest Du hier. Bitte nutze stattdessen die verlinkten Terminkalender-Seiten.
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Demonstration in Essen gegen Naziladen
Die Polizei hat die angemeldete Route der Demo gegen den Thor Steiner Laden "Oseberg" in Essen verboten. Somit findet auch die Auftaktkundgebung nicht, wie geplant am Willy-Brandt-Platz, sondern am Hirschlandplatz statt.
Neuigkeiten zur Demo:
"Die Essener Polizei hat die angemeldete Route für die Demonstration am kommenden Samstag per Auflage verboten. Die Auftaktkundgebung soll nun auf dem Hirschlandplatz stattfinden. Da der Anmelder gegenüber der Polizei bereits seine Zustimmung zu den Auflagen signalisiert hat, haben juristische Bemühungen keine Aussicht auf Erfolg.
Am Samstag werden DemosanitäterInnen vor Ort sein, außerdem wird es einen Ermittlungsausschuss geben. Die Nummer wird auf der Demo bekannt gegeben."
Quelle: http://antifaessen.blogsport.de/2009/06/04/letzte-infos/
Aufruf der Antifa Essen Z zur Demo:
Am 3. April diesen Jahres eröffnete der Laden „Oseberg“ auf der Viehofer Straße in der Essener Innenstadt. „Oseberg“ vertreibt Kleidung der Marke „Thor Steinar“, die von Rechten für Rechte produziert wird. Besitzer des Ladens ist die brandenburgische „MediaTex GmbH“, die etliche Filialen betreibt und mit „Oseberg“ jetzt versucht, in Nordrhein-Westfalen Fuß zu fassen.
Angehörige der rechten Szene treten mittlerweile in Bezug auf ihren Kleidungsstil wesentlich pluralistischer auf, als es vor dem Ende der 90er Jahre der Fall war. Waren zu Zeiten der Rostocker und Solinger Pogrome Rechtsextreme noch klar in die Gruppen der klassischen Braunhemden-und-Scheitel-Träger und Skinheads mit Boots, Bomberjacken und Deutschlandshirts zu unterscheiden, änderte sich dies in der letzten Zeit massiv. Zu der anschließenden Verwirrung trug bei, dass sich in der Szene neue Marken und Stile etablierten und die „Neuen Nazis“ Kleidungsstile linker Gruppierungen adaptieren: So gibt es noch immer Lehrer, die nach bestem Wissen und Gewissen Schüler, die Kleidung der Marken „PitBull“ oder „Lonsdale“ tragen, mit deren vermeintlich rechten Ansichten konfrontieren. Oder andersherum Menschen, die Demonstrationsteilnehmer mit Buttons an der Mütze, auf denen schwarz-rote Flaggen abgebildet sind, per se für Linke halten, nicht wissend, dass so genannte Autonome Nationalisten diese Symbole kopieren. „Thor Steinar“ hat in dem Kontext dieser Entwicklung in der rechten Szene einen festen Platz erobert. „Thor Steinar“-Träger sind neue Nazis, die die alten nationalistischen, rassistischen und antisemitischen Inhalte in Kombination mit trendig-sportlicher Kleidung verbunden sehen und damit auch nach Außen ein moderneres, schickeres Bild vermitteln wollen.
Gegen „Oseberg“ gab es seit seiner Eröffnung massiven Protest. Innerhalb kürzester Zeit bildete sich ein relativ breites Bündnis aus Essener Gruppen, die bereits lange gegen Nazis aktiv sind. Es fanden zwei Demonstrationen statt, die beide gut besucht waren und lautstark auf die Unerwünschtheit des Ladens aufmerksam machten. Bei der letzten Demonstration kam es allerdings zu erheblichen Repressionen durch die Polizei, die die DemoteilnehmerInnen immer wieder zu provozieren suchte. Ungeachtet dessen wurde der Protest fortgesetzt: So wurden Flyer in der Innenstadt und an die umliegenden Läden verteilt, Aufkleber geklebt, die Scheiben des Ladens wurden vielfach bemalt, schließlich eingeworfen und das Ladeninnere mit einer übel riechenden Substanz bedacht. Der Ladenbesitzer, der angibt, seine Räumlichkeiten nur unter Vorspiegelung falscher Tatsachen vermietet zu haben, möchte dem Betreiber nun kündigen. Da sich solche Prozesse aber meist relativ lang hinziehen, ist weiterhin Engagement gefragt.
Dass Beharrlichkeit durchaus Erfolg haben kann, zeigt die Erfahrung mit dem Bochumer Naziladen „Goaliat“ sowie dem Dortmunder „Alte Liebe“, die beide ihre Tore schließen mussten, nachdem die Reparaturkosten und Einnahmen in keinem Verhältnis mehr standen.
Wir machen uns nichts vor: Wenn es uns gelingt, „Oseberg“ zum Schließen zu bringen, bleibt das Naziproblem hier dasselbe. Antifaschistischer Protest darf sich nicht darauf beschränken, das Erscheinungsbild der eigenen Stadt als „sauber“ zu präsentieren, während in den Außenbezirken der Nazimob MigrantInnen, Punks und generell Andersdenkenden das Leben schwer macht. Unser Prostest gegen „Oseberg“ soll hier stellvertretend für den Protest gegen alle Scheiß Nazis, ihre Läden und Klamotten, ihre Musik, Fanzines, Parteien, Gruppierungen, gegen ihre Inhalte und ihr Dasein stehen.
Quellen:
http://antifaessen.blogsport.de/2009/05/24/aufruf-demo-gegen-oseberg/ ( Aufruf zur Demo )http://de.indymedia.org/2009/05/252213.shtml ( Weitere Infos zum Naziladen Oseberg )
"Die Essener Polizei hat die angemeldete Route für die Demonstration am kommenden Samstag per Auflage verboten. Die Auftaktkundgebung soll nun auf dem Hirschlandplatz stattfinden. Da der Anmelder gegenüber der Polizei bereits seine Zustimmung zu den Auflagen signalisiert hat, haben juristische Bemühungen keine Aussicht auf Erfolg.
Am Samstag werden DemosanitäterInnen vor Ort sein, außerdem wird es einen Ermittlungsausschuss geben. Die Nummer wird auf der Demo bekannt gegeben."
Quelle: http://antifaessen.blogsport.de/2009/06/04/letzte-infos/
Aufruf der Antifa Essen Z zur Demo:
Am 3. April diesen Jahres eröffnete der Laden „Oseberg“ auf der Viehofer Straße in der Essener Innenstadt. „Oseberg“ vertreibt Kleidung der Marke „Thor Steinar“, die von Rechten für Rechte produziert wird. Besitzer des Ladens ist die brandenburgische „MediaTex GmbH“, die etliche Filialen betreibt und mit „Oseberg“ jetzt versucht, in Nordrhein-Westfalen Fuß zu fassen.
Angehörige der rechten Szene treten mittlerweile in Bezug auf ihren Kleidungsstil wesentlich pluralistischer auf, als es vor dem Ende der 90er Jahre der Fall war. Waren zu Zeiten der Rostocker und Solinger Pogrome Rechtsextreme noch klar in die Gruppen der klassischen Braunhemden-und-Scheitel-Träger und Skinheads mit Boots, Bomberjacken und Deutschlandshirts zu unterscheiden, änderte sich dies in der letzten Zeit massiv. Zu der anschließenden Verwirrung trug bei, dass sich in der Szene neue Marken und Stile etablierten und die „Neuen Nazis“ Kleidungsstile linker Gruppierungen adaptieren: So gibt es noch immer Lehrer, die nach bestem Wissen und Gewissen Schüler, die Kleidung der Marken „PitBull“ oder „Lonsdale“ tragen, mit deren vermeintlich rechten Ansichten konfrontieren. Oder andersherum Menschen, die Demonstrationsteilnehmer mit Buttons an der Mütze, auf denen schwarz-rote Flaggen abgebildet sind, per se für Linke halten, nicht wissend, dass so genannte Autonome Nationalisten diese Symbole kopieren. „Thor Steinar“ hat in dem Kontext dieser Entwicklung in der rechten Szene einen festen Platz erobert. „Thor Steinar“-Träger sind neue Nazis, die die alten nationalistischen, rassistischen und antisemitischen Inhalte in Kombination mit trendig-sportlicher Kleidung verbunden sehen und damit auch nach Außen ein moderneres, schickeres Bild vermitteln wollen.
Gegen „Oseberg“ gab es seit seiner Eröffnung massiven Protest. Innerhalb kürzester Zeit bildete sich ein relativ breites Bündnis aus Essener Gruppen, die bereits lange gegen Nazis aktiv sind. Es fanden zwei Demonstrationen statt, die beide gut besucht waren und lautstark auf die Unerwünschtheit des Ladens aufmerksam machten. Bei der letzten Demonstration kam es allerdings zu erheblichen Repressionen durch die Polizei, die die DemoteilnehmerInnen immer wieder zu provozieren suchte. Ungeachtet dessen wurde der Protest fortgesetzt: So wurden Flyer in der Innenstadt und an die umliegenden Läden verteilt, Aufkleber geklebt, die Scheiben des Ladens wurden vielfach bemalt, schließlich eingeworfen und das Ladeninnere mit einer übel riechenden Substanz bedacht. Der Ladenbesitzer, der angibt, seine Räumlichkeiten nur unter Vorspiegelung falscher Tatsachen vermietet zu haben, möchte dem Betreiber nun kündigen. Da sich solche Prozesse aber meist relativ lang hinziehen, ist weiterhin Engagement gefragt.
Dass Beharrlichkeit durchaus Erfolg haben kann, zeigt die Erfahrung mit dem Bochumer Naziladen „Goaliat“ sowie dem Dortmunder „Alte Liebe“, die beide ihre Tore schließen mussten, nachdem die Reparaturkosten und Einnahmen in keinem Verhältnis mehr standen.
Wir machen uns nichts vor: Wenn es uns gelingt, „Oseberg“ zum Schließen zu bringen, bleibt das Naziproblem hier dasselbe. Antifaschistischer Protest darf sich nicht darauf beschränken, das Erscheinungsbild der eigenen Stadt als „sauber“ zu präsentieren, während in den Außenbezirken der Nazimob MigrantInnen, Punks und generell Andersdenkenden das Leben schwer macht. Unser Prostest gegen „Oseberg“ soll hier stellvertretend für den Protest gegen alle Scheiß Nazis, ihre Läden und Klamotten, ihre Musik, Fanzines, Parteien, Gruppierungen, gegen ihre Inhalte und ihr Dasein stehen.
Samstag || 6. Juni || 14 Uhr || Essen - Hirschlandplatz
Quellen:
http://antifaessen.blogsport.de/2009/05/24/aufruf-demo-gegen-oseberg/ ( Aufruf zur Demo )http://de.indymedia.org/2009/05/252213.shtml ( Weitere Infos zum Naziladen Oseberg )
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Polizeibericht
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
was war denn — heute in essen los?
echt peinlicher Auftritt — ...
Peinlich Peinlich — Antifa
"das leben des brion — Blackbox
sichtweise der dinge — arthur