Erstes Bossnapping in Deutschland
Polizeieinsatz gegen soziale Unruhe - Autoarbeiter in Osnabrück sperrten Bosse ein. Passive Rolle der Linkspartei.
Eine Nachricht die völlig unterging...
"Wir lernen Französisch" - Lektion I: Bereits am 7. Mai hatten Arbeiter des insolventen Automobilwerks Karmann in Osnabrück eine Versammlung des Aufsichtsrates (also auch die Eigentümer) eingesperrt. Die Aktion war spontan. Etwa 400 Arbeiter sollen sich beteiligt haben. Die Aktion war mit einer Arbeitsniederlegung verbunden. Das Zufahrtstor zur Eigentümerversammlung wurde dabei mit Kabelbindern verriegelt. Es kam zu einem Polizeieinsatz. Der Polizeibericht ist online nicht mehr einsehbar.
Die Nachricht wurde aber weder auf indy (interessiert keinen, klar!) noch von junge welt (wieso nicht?) noch anderen linken Publikationen wie labornet oder DKP verbreitet. Es gab nur eine kleine Notiz in der örtlichen Zeitung.
Hintergrund des Protestes sind die Massenentlassungen beim Osnabrücker Autozulierer Karmann und die von den Gesellschaftern betriebene vorsätzliche Insolvenz um ihre Profite in der Krise zu sichern.
Fast 1900 Arbeiter sind von der Entlassungswelle betroffen, insgesamt sind es über 3000 die durch die Insolvenz und Entlassungen ihren Arbeitsplatz bedroht sehen. Vielen droht Hartz IV.
KAPITALISTEN WIE AUS DEM BILDERBUCH - "RÄUBERBANDE" KARMANN UND DIE RAFFGIER
Die Gesellschafter/Eigentümer hatten sich jahrelang mit einer geschickten Konstruktion aus dem erarbeiteten Vermögen Karmanns bedient. Das Unternehmen Karmann musste den Gesellschaftern hohe Summen für die Pachtung der Werkanlagen und des Firmen-Geländes zahlen. So sicherten die Eigentümer sich seit 1938 gegen Insolvenz ab - und gleichzeitig ihre Profite. Auf die Familie Karmann trifft jede verkürzte Kapitalismuskritik zu. Die Eigentümer sind als gierig verschrien. Familie Karmann gilt als "Räuberbande". So war die verstorbene Eigentümerin dafür bekannt sich gerne offizielle Banquette und Empfänge zu finanziellen Sonderkonditionen von mit der Stadt verbundenen Firmen ausrichten zu lassen. Mit Hinweis auf die ihre Verdienste für die Bewohner Osnabrücks. Tasächlich erschnorrten Karmanns jahrzehntelang Steuererlasse und andere Vergünstigungen von der Stadt Osnnabrück und anderen Körperschaften.
Mit der geplanten Insolvenz wurde auch vorerst eine Auffanggesellschaft verhindert, die die Entlassenen für zunächst ein Jahr vor Arbeitlosigkeit sichern sollte. Das Land Niedersachsen hatte dafür Gelder bereitsgestellt, die aber an einen von den Eigentümern zu zahlenden Einsatz gebunden waren. Weitere Folge der Insolvenz waren zunächst das Tausende ihre Löhne nicht erhielten und dadurch teilweise von Spenden der Kirche und der Gewerkschaft abhängig wurden. Auch jetzt ist nur für 500 Arbeiter die Produktion gesichert. Zulieferer und Abnehmer hungern das Werk quasi aus.
ANGST VOR SOZIALER UNRUHE
Die Nachricht ist deshalb so interessant weil immer wieder kolportiert wird, die deutschen Arbeiter und insbeondere die Karmannbelegschaft seien zu passiv und unpolitisch, wollten sich nicht ausreichend wehren. Im Gegensatz zu "den Franzosen". Tatsächlich gab es mehrere spontane Arbeitsniederlegungen und Protestmärsche zur Villa der Familie Karmann.
Allem Anschein können die Karmänner und -Frauen doch Französisch. Die Aktion entstand spontan weil sich die Eigentümer aus aus Angst vor der Belegschaft entschieden hatten die Aufsichtsratsversammlung nicht auf dem Werksgelände abzuhalten sondern außerhalb in einem separaten Gebäude. Dorthin zog die Mittagsschicht in einer Demonstration, dabei sperrte sie das Zufahrtstor. Die Gesellschafter hatten nicht auf den offenen Brief des Betriebsrats geantwortet, worin die Eigentümer zur finanziellen Unterstützung zum Erhalt des Werkes aufgefordert wurden.
LINKSPARTEI ALS SOZIALE UNRUHESTIFTER? .....VERGISS ES!
Warum weder DKP und Linke die Situation nutzen UM MEHR FÜR DIE BELEGSCHAFT RAUSZUSCHLAGEN ist unklar. Klar ist dass es im Betriebsrat IGM-Gewerkschafter gibt, die jeden Anschein von "sozialer Unruhe" vermeiden wollen und das es - wie überall - zunächst nur eine Minderheit in der Belegschaft ist, die Bereitschaft zu kämpfen zeigt. Von der LINKEN muss man aber verlangen, dass sie ihrer Rolle gerecht wird.
Auch wenn ihr die Rolle des sozialen Unruhestifters nur von Realos wie Wechselberg unterstellt wird. Die Linksfraktion im Landtag Hannover hatte in der Vergangenheit eine ihrer Versammlungen vor dem Werksgelände abgehalten. Aber insgesamt nutzt die Linke die Situation bei Karmann nicht dazu aus klarzumachen, dass sie "original sozial" sind (Neues Werbeplakat der Linken). Weder Lafontaine noch Gysi noch Klaus Ernst werden in Osnabrück sprechen. Die Linke plant keine Wahlkampfkundgebungen. Als Ausrede muss immer wieder die angebliche Passivität der Belegschaft herhalten.
Passiv ist aber die Linkspartei.
"Wir lernen Französisch" - Lektion I: Bereits am 7. Mai hatten Arbeiter des insolventen Automobilwerks Karmann in Osnabrück eine Versammlung des Aufsichtsrates (also auch die Eigentümer) eingesperrt. Die Aktion war spontan. Etwa 400 Arbeiter sollen sich beteiligt haben. Die Aktion war mit einer Arbeitsniederlegung verbunden. Das Zufahrtstor zur Eigentümerversammlung wurde dabei mit Kabelbindern verriegelt. Es kam zu einem Polizeieinsatz. Der Polizeibericht ist online nicht mehr einsehbar.
Die Nachricht wurde aber weder auf indy (interessiert keinen, klar!) noch von junge welt (wieso nicht?) noch anderen linken Publikationen wie labornet oder DKP verbreitet. Es gab nur eine kleine Notiz in der örtlichen Zeitung.
Hintergrund des Protestes sind die Massenentlassungen beim Osnabrücker Autozulierer Karmann und die von den Gesellschaftern betriebene vorsätzliche Insolvenz um ihre Profite in der Krise zu sichern.
Fast 1900 Arbeiter sind von der Entlassungswelle betroffen, insgesamt sind es über 3000 die durch die Insolvenz und Entlassungen ihren Arbeitsplatz bedroht sehen. Vielen droht Hartz IV.
KAPITALISTEN WIE AUS DEM BILDERBUCH - "RÄUBERBANDE" KARMANN UND DIE RAFFGIER
Die Gesellschafter/Eigentümer hatten sich jahrelang mit einer geschickten Konstruktion aus dem erarbeiteten Vermögen Karmanns bedient. Das Unternehmen Karmann musste den Gesellschaftern hohe Summen für die Pachtung der Werkanlagen und des Firmen-Geländes zahlen. So sicherten die Eigentümer sich seit 1938 gegen Insolvenz ab - und gleichzeitig ihre Profite. Auf die Familie Karmann trifft jede verkürzte Kapitalismuskritik zu. Die Eigentümer sind als gierig verschrien. Familie Karmann gilt als "Räuberbande". So war die verstorbene Eigentümerin dafür bekannt sich gerne offizielle Banquette und Empfänge zu finanziellen Sonderkonditionen von mit der Stadt verbundenen Firmen ausrichten zu lassen. Mit Hinweis auf die ihre Verdienste für die Bewohner Osnabrücks. Tasächlich erschnorrten Karmanns jahrzehntelang Steuererlasse und andere Vergünstigungen von der Stadt Osnnabrück und anderen Körperschaften.
Mit der geplanten Insolvenz wurde auch vorerst eine Auffanggesellschaft verhindert, die die Entlassenen für zunächst ein Jahr vor Arbeitlosigkeit sichern sollte. Das Land Niedersachsen hatte dafür Gelder bereitsgestellt, die aber an einen von den Eigentümern zu zahlenden Einsatz gebunden waren. Weitere Folge der Insolvenz waren zunächst das Tausende ihre Löhne nicht erhielten und dadurch teilweise von Spenden der Kirche und der Gewerkschaft abhängig wurden. Auch jetzt ist nur für 500 Arbeiter die Produktion gesichert. Zulieferer und Abnehmer hungern das Werk quasi aus.
ANGST VOR SOZIALER UNRUHE
Die Nachricht ist deshalb so interessant weil immer wieder kolportiert wird, die deutschen Arbeiter und insbeondere die Karmannbelegschaft seien zu passiv und unpolitisch, wollten sich nicht ausreichend wehren. Im Gegensatz zu "den Franzosen". Tatsächlich gab es mehrere spontane Arbeitsniederlegungen und Protestmärsche zur Villa der Familie Karmann.
Allem Anschein können die Karmänner und -Frauen doch Französisch. Die Aktion entstand spontan weil sich die Eigentümer aus aus Angst vor der Belegschaft entschieden hatten die Aufsichtsratsversammlung nicht auf dem Werksgelände abzuhalten sondern außerhalb in einem separaten Gebäude. Dorthin zog die Mittagsschicht in einer Demonstration, dabei sperrte sie das Zufahrtstor. Die Gesellschafter hatten nicht auf den offenen Brief des Betriebsrats geantwortet, worin die Eigentümer zur finanziellen Unterstützung zum Erhalt des Werkes aufgefordert wurden.
LINKSPARTEI ALS SOZIALE UNRUHESTIFTER? .....VERGISS ES!
Warum weder DKP und Linke die Situation nutzen UM MEHR FÜR DIE BELEGSCHAFT RAUSZUSCHLAGEN ist unklar. Klar ist dass es im Betriebsrat IGM-Gewerkschafter gibt, die jeden Anschein von "sozialer Unruhe" vermeiden wollen und das es - wie überall - zunächst nur eine Minderheit in der Belegschaft ist, die Bereitschaft zu kämpfen zeigt. Von der LINKEN muss man aber verlangen, dass sie ihrer Rolle gerecht wird.
Auch wenn ihr die Rolle des sozialen Unruhestifters nur von Realos wie Wechselberg unterstellt wird. Die Linksfraktion im Landtag Hannover hatte in der Vergangenheit eine ihrer Versammlungen vor dem Werksgelände abgehalten. Aber insgesamt nutzt die Linke die Situation bei Karmann nicht dazu aus klarzumachen, dass sie "original sozial" sind (Neues Werbeplakat der Linken). Weder Lafontaine noch Gysi noch Klaus Ernst werden in Osnabrück sprechen. Die Linke plant keine Wahlkampfkundgebungen. Als Ausrede muss immer wieder die angebliche Passivität der Belegschaft herhalten.
Passiv ist aber die Linkspartei.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
indy interessiert fast alles
die nachricht interessiert hier auf indy garantiert ne menge leutz und es wäre auch der richtige punkt um die arbeiterInnen auf indy aufmerksam zu machen - nur wenn niemensch davon weiß kann auch niemensch drüber schreiben. indy heißt selbst schreiben - das hast du ja jetzt auch selbst getan - meinen dank dafür. mich interessierts nämlich wohl.
Auch in Belgien
Die Polizei, die sich zum Teil im Gebäude befand, setzte Tränengas, Plastikgeschosse und Pfefferspray ein, während einige Demonstranten nicht davor zurückschreckten, Pflastersteine, Glaskugeln, Schraubenmuttern und stählerne Kugellager auf die Beamten zu werfen. Etwa 50 Polizisten und vier Panzerwagen warteten hinter dem Hauptsitz auf ihren Einsatz. Erst gegen 13.15 Uhr beruhigte sich die Lage wieder einigermaßen. Gewerkschaftsvertreter versuchten, die aufgebrachten Stahlarbeiter zu beruhigen.
Quellen
Neue OZ, Freitag 8. Mai 2009
"Belegschaft blockiert Aufsichtsrat
Zu einer erneuten spontanen Protestkundgebung ist es gestern Mittag vor dem Karmann-Verwaltungsgebäude in der Narupstraße gekommen. Demonstranten sollen dabei mit Kabelbindern ein Zufahrtstor blockiert haben, um den Aufsichtsrat einzusperren....[mehr]"
2) der renintente Rand der LINKEN
http://www.arbeit-fuer-karmann.de/Pressespieg
Arbeiter setzen Manager von ABB fest
Arbeitsamt eröffnet Sonderbüro für Kamänner
Eine Sicherheitsfirma patrolliert ohnehin innen und vor den Gebäuden auf und ab, seit dem es zu einem Übergriff mit Messerstecherei kam.
Noch was anderes
Bossnapping als gewerkschaftliches Mittel
Wie erhofft meldete sich auch die Politik zu Wort. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy versicherte in einem Interview, er werde sich »mit den Gewerkschaften zusammensetzen« und »die Fabrik retten«, obwohl deren Schließung nie zur Debatte stand. Möglicherweise war Sarkozy ein wenig verwirrt, da binnen drei Wochen schon zum vierten Mal protestierende Arbeiter ihre Vorgesetzten eingesperrt hatten.
Über Bossnapping als neue Politik zur Durchsetzung von gewerkschaftlichen Zielen sprachen Niko und Alex von Radio Corax mit Prof. Klaus Dörre. Dörre veröffentlichte unlängst das Buch "Prekarität, Abstieg, Ausgrenzung-Die soziale Frage am Beginn des 21. Jahrhunderts".
Titel der Ergänzung
Das stimmt, ja. Eine Freundin hat dadurch ein Job als Beraterin beim Arbeitsamt bekommen. Hier geht es darum, dass nunmal mehr Leute auf einmal arbeitslos sind und dadurch auch den Ämtern mehr Arbeit entsteht. Um Frust durch Wartezeiten bei Suchenenden und Vermittlern zu vermeiden (und sicher nicht aus Angst vor "sozialen Unruhen", falls Du das meinst), gibt es jetzt dieses Sonderbüro. Ist doch irgendwie auch logisch.
weitere Massenentlassung bekannt gegeben
karmann belegschaft rheine ( presse)
""Bin nicht böse, dass keine Steine fliegen"
Rheine. Wer am 1. Mai über Arbeit spricht, der kommt in Rheine am Thema Karmann nicht vorbei. Und wie explosiv die Lage inzwischen geworden ist, das musste am Freitag Heinz Pfeffer, I. Bevollmächtigter der IG Metall Rheine, bei seinem Schlusswort anlässlich der Maikundgebung in der Stadthalle erfahren.
Pfeffer berichtete von der Versammlung der Karmann-Beschäftigten am Vortag (siehe Bericht auf der 3. Lokalseite). „Wir haben eine brisante Veranstaltung erlebt, die nicht konfliktfrei war“, sagte Pfeffer und fügte hinzu, dass Teilnehmer durchaus gefordert hatten, auf die Barrikaden zu gehen und Steine fliegen zu lassen. An dieser Stelle brandete gestern spontan Beifall in der Maikundgebung auf. Beifall, der auch Pfeffer überraschte. „Ich bin nicht böse darüber, dass man doch keine Steine genommen und etwas eingeworfen hat. Damit lösen wir die Probleme nicht‘, stellte Pfeffer klar. Und dafür erhielt der Gewerkschafter, sichtlich erleichtert, genauso viel Beifall. Dennoch war der „Beifall an der falschen Stelle“, als der Redner davon berichtet hatte, dass Karmann-Beschäftigte zumindest verbal durchaus zu Gewalt bereit sind, anschließend ein viel diskutiertes Thema.
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Pfeffer warf am Freitag auch den Banken, die Karmann betreuen, eine Mitverantwortung für die jetzige Situation vor. „Die Banken haben gesagt, die Bürgschaft reicht als Absicherung nicht mehr aus, legt noch mal was drauf. Die Banken und das Verhalten der Gesellschafter haben dazu geführt, dass die Mitarbeiter jetzt ihr Geld nicht bekommen“, sagte Pfeffer.
Es gehe nicht alles moralisch und verantwortungsbewusst zu in dieser Gesellschaft. „Wir brauchen Gegenwehr, aber das geht nicht in dieser kleinen Runde“, sagte Pfeffer mit einem Blick in den Saal. „Wenn die Menschen in den Betrieben nicht mitziehen am 1. Mai, dann wird es nicht funktionieren“.
Dass dieser 1. Mai angesichts der Wirtschaftskrise ein besonderer Tag war, das wurde gestern auch durch die Anwesenheit von Landesarbeitsminister Karl-Josef Laumann deutlich. Der stand nicht auf der Rednerliste, er war als privater Besucher zu der DGB-Kundgebung in die Stadthalle gekommen.
Die Kundgebung des DGB-Rheine stand auch noch unter dem Einfluss der Ereignisse des vergangenen Jahres, als Aktivisten der NPD die Versammlung massiv beeinträchtigt hatten. Polizisten in Zivil im Saal und uniformierte Ordnungshüter vor der Stadthalle sorgten diesmal für Sicherheit. Allerdings waren in diesem Jahr weit und breit keine Störer in Sicht.
Rolf Hannemann vom DGB-Münsterland ging kurz auf die NPD ein. Insbesondere die Tatsache, dass einer der Hauptstörer des vergangenen Jahres jetzt Kandidat der NPD im Kreis Steinfurt für den Bundestag sei, entsetzte ihn. „Man kann nur mit dem Kopf schütteln, wenn solche Leute möglicherweise legal dahin kommen, wo wir sie nicht haben wollen“, sagte Hannemann.
Die aktuellen Forderungen der Gewerkschaften formulierte Claus Matecki, Mitglied des DGB-Bundesvorstandes, in seinem Vortrag. Vom Neuanfang für eine andere Wirtschaftsordnung bis hin zu scharfer Kritik an einer „Schuldenbremse“ im Grundgesetz ließ er kein Thema aus.
Bürgermeisterin Angelika Kordfelder hatte in ihrem Grußwort darauf hingewiesen, dass die Krise auch vor Rheine nicht Halt mache. Sie sehe ihre Aufgabe darin, als Ansprechpartnerin für die Menschen dazu sein.
VON REINER WELLMANN"
Karmann, Nazis, "Fremdarbeiter"
Karmann produzierte für Luftwaffe und Wehrmacht. Das Karmann-Werk lieferte Flugzeugteile an Junkers und baute Verdecke für Lastwagen und andere Wehrmachtsfahrzeuge. In der Osnabrücker Martinistraße Nr. 4 befand sich ein Zwangsarbeiterlager extra! für Karmann-"Fremdarbeiter". Ob die Familie auch Parteimitglieder - also richtige Nazis waren - keine Ahnung.
War der Royal Airforce aber egal - Karmann wurde n´paar mal kräftig zerdeppert.
Bei Angriffen wurden Zwangsarbeiter in Osnabrück von Luftschutzwarten häufig NICHT in die Bunker gelassen und fanden daher den Tod!
Hat Karmann eigentlich jemals die "Fremdarbeiter" entschädigt?
Arbeitskämpfe
SOZIALE - NEWS
www.myspace.com/sozialenews
tägl. News per Mail
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
quellen?
auch auf www.arbeit-fuer-karmann.de/Pressespiegel/Pressespiegel.htm war leider nichts zu finden was den artikel bestätigen würde.
schade eigentlich - denn das wäre tatsächlich eine nachricht wert gewesen.
kommntar:
das du, Richard Grove, hoffnung in dkp und linkspartei hast ist schade, zumal du sie an der föllig falschen stellung hast. arbeitskämpfe werden nicht von parteien geführt sondern von gewerkschaften. da wo die gewerkschaften sie nicht führen, tun es die arbeiterInnen eben ohne gewerkschaft und da wo sie nicht kämpfen - kämpft eben keiner mehr!
die macht zum handeln liegt aber einzig und allein bei den arbeiterInnen und nicht bei irgendwelchen politikerInnen.
die belegschaft von bike systems (strike bike) hat die richtung gewiesen (wenn sie auch noch nicht die lösung anzubieten hatten).
es bleibt zu hoffen das sich in den nächsten monaten mehr arbeiterInnen anfangen zu wehren, m besten ohne die gewerkschaften und natürlich ohne jede hoffnung auf irgend eine partei !!
wem nützt was
Die Junge Welt berichtet über einiges eben nicht. Klaro kann eine Zeitung nicht über alles berichten, aber zum Beispiel wurde zum Pfingstjugendtreffen - www.pfingstjugendtreffen.de - , wo immerhin 15.000+ Leute da waren inkl. Zukunftsdemo mit 3.500+ Leuten nicht berichtet.
Nicht auf indymedia schieben, da dies ein freies Newswire hat, wo -jeder-, außer Nazis schreiben können. Und wenn es dort noch nicht geschrieben worden ist, kann indy nix dafür.
egal
die linke würde es gern ausnutzen doch leider war sie nicht beteiligt und deshalb wird es dezent verschwiegen.
kommunisten aufs maul
brum
bzw. erträgt dieser planet nicht.
Titel der Ergänzung
Von "sozialer Unruhe" ist hier keine Spur. Unzufriedenheit ja, aber wer wäre nicht unzufrieden, wenn er grad seinen Job verloren hätte?
soziale Unruhe findet vorerst...! nicht statt
Und wenn dann aber sowas passiert wie die Aktion am 7. Mai tun genau diejenigen in der Linkspartei und am linken Rand der IGM, die immer Pessimismus über das Klassenbewußtsein der Arbeiter verbreiten weil sie die ja sooo gut kennen und "aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung" alles damit bloß nichts mehr draus wird.
Denn was nicht ist darf nicht sein.
Mann kann von Truppen wie der SAV ja halten was man will, aber genau das fehlt hier in OS: Agitation von außen mit einer klaren Kampfperspektive. Und die LINKSPARTEI macht das nicht, weil sie einfach entweder zu bräsig und bieder sind, weil sie bürgerliche Anerkennung wollen, oder weil sie durch die "Schule des organsierten Pessismismus" der SPD, GRüne und Gewerkschaften gegangen sind.
"Familie Karmann gilt als "Räuberbande"."
Endlich mal ein guter Beitrag
alles muß man selber machen...
kämpfen müssen die leute schon noch selber, auch wenn mt der linkspartei offensichtlich ein neuer glaube an den parlamentarismus gewachsen ist:-))).
also massig eintreten und die partei gestalten statt von außen ständig unsolidarisch zu polemisieren. platz genug ist. die zähne zeigt immer noch, wers maul aufmacht.
Karmänner treten ein wenn Lafontaine kommt
Ach, erst sollen die Arbeiter zur Linken kommen und dann geruht die Partei..
Der Schwanz wedelt nicht mit dem Hund! ...Und der Hund kommt zum Knochen.
Wenn die Belegschaft in Massen eintreten soll, muss erst mal die Linke zur Belegschaft sprechen. Und das macht man am besten in dem man ne Kundgebung mit Lafontaine durchführt.
Das Problem der Linkspartei in Niedersachsen ist dass sich zu viele nur für vordere Listenplätze engagieren und nur zu dem Zweck aktiv werden ganz vorne aufgestellt zu werden. Ansonsten ist das Problem dass die Gewerkschaftfunktionäre in der LINKEN in Verwaltungsapparat machen. Was anderes können die eh nicht! Sowas stinklangweiliges hat die Welt noch nicht gesehen. Wozu sollten Arbeiter in etwas eintreten wo sie wieder auf die gleichen Leute treffen die sie jahrzehntelang zum Stillhalten gemahnt haben?
Sagt was ihr wollt gegen Lafontaine - wenigstens ist er verbal radikal und haut auf den Putz.
@ so
Der Schwanz wedelt nicht mit dem Hund! ...Und der Hund kommt zum Knochen.
Wenn die Belegschaft in Massen eintreten soll, muss erst mal die Linke zur Belegschaft sprechen. Und das macht man am besten in dem man ne Kundgebung mit Lafontaine durchführt."
ich verstehe es nicht. die informationen stehen zur verfügung, die "partei" ist wider alle unkenrufe doch das, was die leute draus machen. wir sind hier nicht bei deutschland sucht den superpolitiker- erhebet die hintern und kümmert euch drum.
traditioneller gesprochen: kein gott,kein kaiser, kein tribun: nach der revolution müssen wir uns eh um alles selber kümmern, ich jedenfalls hätte es gerne dezentral- also sollten wir gleich mal damit anfangen die dinge selbst zu regeln. auf irgendwelche erlöser zu warten- und seien es saarländer:-) klappt nicht. autonome grüße
mimi
Linkspartei???
Angetreten sind die mal als "eine ganz andere Partei", als "Basispartei", als "Friedenspartei", als "Stimme der außerparlamentarischen Opposition"...
Nix von übrig geblieben.
Und die Linkspartei war noch nicht einmal in ihrer Gründung so fortschrittlich wie die Grünen damals, warum also sollten sie besser werden als die Grünen? Warum sollte es in der Linkspartei anders laufen?
Alle Parteianhänger sind mir Antworten darauf schuldig geblieben.
Die Grünen haben immerhin ein paar Jahre durchgehalten bevor sie auch zu "Spitzenkandidaten" übergegangen sind, bis sie das Rotationsprinzip aufgegeben haben und (fast) alle fortschrittlichen Kräfte aus der Partei ausgeschlossen hatten. Bei der Linkspartei ist jetzt schon ein geteilter Führerkult da - Oskar Lafontaine ist doch der Joschka Fischer der Linkspartei.
Parteien bringen keinen Fortschritt - Parteien sind Teil des Problems
Hoffentlich erkennen die ArbeiterInnen des Betriebs das!
Ich hoffe ja eh schon die ganze Zeit, dass aus den Betrieben eine Bewegung entsteht, die die linke Szene endlich mal überholt und außerparlamentarische Politik wieder auf einen ernsthaften Boden stellt - dafür brauchen wir keine Linkspartei und keine SzenemackerInnen.
@karmann, nazis, fremdarbeiter
thema durch
Karmann geht nach Ungarn, ist preiswerter. Die Belegschaft aus den selben Gründen zum Mediamarkt. Alle Beteiligten sind vorbildlich durchökonomisiert und darüber hinaus lernwillig.
Das gönn ich mir, das können wir uns erlauben, ich bin doch nicht blöd.
Es muckten die Regionalfürsten der hiesige Demokratur kurz auf, Politprominenz ward geladen, billig Bratwurst und Bier bei sozialverträglicher Rockmusik mit quengelnden Texttendenzen. Das Ganze bei Sonneschein am Samstagmorgen, so gemeinschaftlich, nett gemacht. Zum Kotzen schön!
Frau Dr. Kordtfelder war schwer betroffen, im Herzen ganz nah bei den "outgesourcten".
Die Jobbörse, aufwendig gestaltetes Projekt staatstragender Interessengruppen wurde doch besser abgesagt. Keiner wollte mitmachen. Es ist ja auch absurd zu glauben, Betroffenheit würde freie Stellen schaffen. So blauäugig ist nichtmal der Münsterländer mehr.
Haben wir Veratwortlichen nicht alles versucht? Müssen wir uns Untätigkeit vorwerfen lassen?
Gut, der Betriebsrat hat es besser gewusst und von vorne herein gelogen, die IG Metall war eher europäisch orientiert, konnte ihr Mitgefühl trotz aller Rollendiffusionen glaubhaft darstellen, nur..., wir sind auch nur Opfer der Umstände. Und das ist uns auch vollkommen klar!
Puh, dass war knapp...
mähmähmähmähhh, määäähhhhhh!!!!!!!
Vier Beine gut, ach...FUCK!
her mit weiteren Informationen
Wenn nun im Artikel das rare Auftreten der Linkspartei moniert wird, dann ist mit einem Kopfschütteln zu quittieren. Schließlich ist die Linkspartei keine Kampfpartei, sondern Teil des bloßen Parlamentarismus, ein Arzt am Krankenbett des Kapitalismus. Auch die dahinschlurfende DKP, die einen Art Tanz der Mumien vollführt, hat uns nicht weiter zu interessieren. Jetzt kommt es vielmehr darauf an, neue Kampfformen zu erleben, sie zu unterstützen, wo Erfolg da ist und sehen, wieweit auch entsprechende Organisation(en)sformen
sich herausschälen.
Es ist möglich, dass sich die politische Landschaft neu gestaltet und entsprechend formiert, doch das wird sich erst noch zeigen. Wir stehen jetzt jedenfalls vor neuen Bedingungen und Herausforderungen und es sieht so aus, als dass die allgemeine Entpolitisierung nun so langsam aufgebrochen wird.
Der Einfluß der traditionellen Gewerkschaft wird dabei keineswegs profitieren und das ist gut so. Möglich, dass sich demnächst so was wie eine alternative Gewerkschaft bildet, oder aber kleinere radikale Einzelgewerkschaften, man wird sehen. Vorstellbar ist in dem Zusammenhang auch, dass alternative Betriebsratslisten weiteren Zulauf erhalten, so dass die völlig korrumpierten DGB-Betriebsräte zurückgedrängt werden können. Die entsprechenden Aussichten sind so schlecht nun nicht. Und ganz wichtig, dass nun endlich die Streikbereitschaft zunimmt, und die auch ohne Gewerkschaftssegen! (Peter H.)
Soziale Unruhe? Yes, we can!
Zwei Mitstreitern des ersten 'Zahltag!' in Köln im Oktober 2007 wird vorgeworfen, den zweifelhaften Hausfrieden der ARGE Köln gebrochen, sich Polizeibeamten widersetzt und diese dabei verletzt zu haben. Sie sind angeklagt.
Bei diesem ersten 'Zahltag!' wurde erfolgreich durchgesetzt, dass das Foyer der ARGE am 'Zahltag!' ein sozialer Ort ist: Ein Treffpunkt für gegenseitige Beratung und Begleitung beim Termin an der ARGE, ein Veranstaltungs- und Diskussionsort und Ausgangspunkt direkter Auseinandersetzungen im Kampf gegen HartzIV und die ARGE als Institution dessen Umsetzung.
Ohne Zweifel zielt dieser Kriminalisierungsversuch auf die Aktion 'Zahltag!' als eine mittlerweile bundesweit verbreitete Form kollektiver Gegenwehr gegen die Entwürdigung und Entrechtung an den ARGEn und anderen Orten sozialer Ausgrenzung. Wir beantworten diese Kriminalisierung mit einem 'Zahltag der offenen Türen'. Denn die ARGE und nicht irgendein Amtsgericht ist unser eigentlicher Ort der Auseinandersetzung. Ein öffentliches Haus gewährt Einblicke in das unrühmliche Unrechtswesen der ARGE. Wir verhandeln an diesem Tag, was sich hier täglich hinter verschlossenen Bürotüren abspielt: Nötigung, Erpressung, Diebstahl, unterlassene Hilfeleistung, Amtsanmaßung und dergleichen mehr.
Es ist zynisch und dumm, den gebrochenen „Hausfrieden“ einer Institution wie der ARGE zu beklagen. Hier werden täglich und massenhaft Existenzen und deren menschliche Würde gebrochen. Brüchig ist längst der soziale Frieden. Ihr „Hausfrieden“ wird ihnen bald um die Ohren fliegen.
Oui, ca va peter – es wird knallen!
15. Juni 2009
9 Uhr 'Zahltag der offenen Türen' | ARGE Köln, Luxemburger Str, 121
12 Uhr 'Zahltag!' verteidigen! | Amtsgericht Köln, Luxemburger Str. (direkt neben der ARGE, Saal 247, Einchecken ab 11:30 Uhr)
Unsere Antwort auf ihre Repression:
'Zahltag!'
Kommt zahlreich !
The doors are open!
agenturschluss, köln
Zum Bossnapping bei Karmann
Auch in Deutschland werden mal Arbeiter munter und wehren sich, ohne vorher Bosse und Bullen und Bürgermeister um Erlaubnis zwecks Betretendürfen der Rasenflächen gebeten zu haben. Ich kann nur sagen, hier in Belgien findet jede Woche so ein Bossnapping statt. Die Presse hat sich schon daran gewöhnt. Und immer sind dies spontane Aktionen der Betroffenen, denn keine Gewerkschaft kann für "Straftaten" die Verantwortung übernehmen. Was also tun die Gewerkschaftsvertreter da? Sie sorgen dafür, daß zu recht hinterher gesagt werden kann, daß den Bossen kein Haar gekrümmt wurde, auch wenn sie mal eine Nacht zwangsweise über die Weiterführung des Unternehmens und Sicherung der gefährdeten Arbeitsplätze nachzudenken hatten.
In Deutschland bin ich nach zwei Jahren raus aus der ÖTV, denn die wollten nur meinen Beitrag für die dicken Gewerkschaftsmanagergehälter. Hier in Belgien fühle ich mich sauwohl in der Gewerkschaft. Etliche Gewerkschafter von der roten und grünen Gewerkschaft kennen sogar den "Rotfuchs". Und eine "Partei der Arbeit Belgiens" gibt es auch, die konsequent bei unseren Aktionen hier dabei ist. Gebt mal "goddiejens Brussels LBC" bei google ein und findet meine Videos von der Aktion am 2. Juni vor dem Sitz des belgischen Unternehmerverbands in Brüssel, organisiert von der grünen Gewerkschaft mit den Aktiven aus der Region.
Ich gratuliere den Arbeitern von Karmann, die endlich ein Zeichen der Kampfbereitschaft gesetzt haben. Ohne Kampf kein Sieg! Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren!
Hochsolidarische Grüße,
Jens-Torsten Bohlke aus Brüssel