Bauerndemo in Frankfurt.
Gestern demonstrierten die Bauern in Frankfurt mit Traktoren und einen lebenden Schwein. Hier ein Fotobericht.
Ein etwas ungewöhnliches Thema für Indymedia. Zudem, was gehn uns die Bauern an? S Fressen kauft man doch bei Aldi und Penny. ;-)))) Ok, der Witz ist auch nicht mehr ganz neu. Nicht gerade die Zielgruppe? Die sind ja nicht links und außerdem sind die nicht vegan. Ha ha ha, sehr witzig.
Ok, hier eben mal einige Fotoimpressionen, die einfach das Erscheinungsbild der Demo zeigen. Zu diesem Anlass hatten sie sogar die Traktoren geputzt, man wollt ja keine Erde auf dem Opernplatz hinterlassen. Der Opernplatz wurde kurzfristig zur Nutzfahrzeugausstellung. Selbst beim Erntedankfest auf der Zeil bekommt man so eine Treckersammlung nicht geboten. Demo in Sonnenblumengelb, doch trotzdem keine Wahlkundgebung der FDP, schon weil die soviel Leute kaum zusammenbekommen. An der Börse war eine Aktion mit einen lebenden Schwein vorgesehen, sorry da war ich noch nicht dabei. Hat noch was zu erledigen und war deswegen grad in der Ecke. Dies nur um nicht den Eindruck entstehen zu lassen, ich lauf jeder Demo hinterher. Werd ich etwas für bezahlt? Die Gesichter muß ich hier ja wohl nicht schwärzen, oder fängt wieder jemand an zu spinnen? Außerdem verirren sich Linke zu dieser inhumanen Zeit ohnehin nicht in die City, da pennen sie noch ihren Kater aus.
Kaum ist diese Demo beendet, kommt Schichtwechsel. Noch ne Demo, diesmal die Flughafenausbaugegner, die eine Raddemo nach Kassel veranstalten und hier grad Station machen. Typisch Frankfurt.
Siehe auch:
http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&key=standard_document_37134204
Bauernprotest: Mit dem Schwein an die Börse | Nachrichten | hr
Bauernprotest
Mit dem Schwein an die Börse
Tausende Landwirte haben am Freitag im Frankfurter Bankenviertel demonstriert. Sie trieben ein Schwein vor die Börse, um auf ihre wirtschaftliche Lage aufmerksam zu machen.
Neben der Skulptur "Bulle und Bär" gab es am Freitag auch ein Schwein auf dem Platz vor der Börse zu sehen: Bauernverbands-Präsident Gerd Sonnleitner präsentierte die Sau Josi, die auf dem Rücken die Aufschrift trug: "Banken haben Schwein gehabt." Mit der Aktion sollte auf "die existenzbedrohende Situation in den landwirtschaftlichen Betrieben" hingewiesen werden. Auf Transparenten beklagten die Landwirte: "Danke, Banker haben Rettungsschirme, Bauern Finanzlöcher." Nach einer Sternfahrt mit 200 Treckern versammelten sich nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes (DBV) rund 2.500 Bauern aus mehreren Bundesländern zu einer Kundgebung auf dem Opernplatz.
Die Landwirte aus Hessen und benachbarten Bundesländern wollen mit der Demonstration auf ihre schlechte wirtschaftliche Lage aufmerksam machen. "Nicht nur Opel, Commerzbank und Karstadt stehen auf dem Spiel, auch eine von Bauern getragene mittelständische und ländliche Wirtschaft", sagte Sonnleitner vor den Demonstranten mit Fingerzeig auf die nahen Bankentürme.
Neben 25.000 Opel-Mitarbeitern und 50.000 Karstadt-Beschäftigten seien auch 380.000 landwirtschaftliche Betriebe und ihre Familien in Deutschland systemrelevant. Die Landwirtschaft fordere deshalb bei steigenden Kosten und sinkenden Preisen für Milch, Getreide und Raps ein Konjunkturpaket, wie es für die Banken geschnürt wurde, so der Bauernverband.
"Banker haben Schwein, Bauern den Salat"
Der erneute Protest nach der jüngsten Demonstration in Berlin solle auch dafür sorgen, dass die von der Bundesregierung in Aussicht gestellte Entlastung bei der Agrardiesel-Steuer "nicht kurz vor dem Ziel aus der Kurve fliegt", erklärte Sonnleitner.
Die Bundesregierung hatte kürzlich beschlossen, die Steuer auf Agrardiesel von 40 auf 25,65 Cent pro Liter zu senken. Am Donnerstag erhielt der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) von der EU-Kommission die Zusage, dass die Steuerentlastung gebilligt und in Brüssel eine Ausnahmegenehmigung erteilt werde. Außerdem soll ein Großteil der EU-Direktbeihilfen für die Landwirte bereits Mitte Oktober ausgezahlt werden und nicht - wie sonst üblich - erst im Dezember.
Milchbauern reichen Entlastungen nicht
Die angekündigten Entlastungen, wie die Senkung der Agrardiesel-Steuer, halten die Landwirte allerdings nicht für ausreichend. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter hatte Anfang der Woche erklärt, die Lage der Milchbauern sei "derzeit so desolat, dass jede finanzielle Hilfe willkommen ist". Das Problem werde so aber nicht gelöst.
Der Verband rechnete vor, dass ein Milchbauernhof mit 60 Kühen und einer Fläche bis zu 60 Hektar nur 350 Euro Rückerstattung der Agrardieselsteuer erhalte, während er durch den niedrigen Milchpreis 63.000 Euro Verlust mache. Die meisten Milchbetriebe kämen ohnehin nicht an die bisherige Obergrenze für den ermäßigten Steuersatz von 10.000 Litern heran. Die Hauptforderung der Milchbauern ist eine zentrale Mengensteuerung der Milch. Dadurch sollen Überproduktionen und damit verbundene Dumpingpreise verhindert werden.
Ok, hier eben mal einige Fotoimpressionen, die einfach das Erscheinungsbild der Demo zeigen. Zu diesem Anlass hatten sie sogar die Traktoren geputzt, man wollt ja keine Erde auf dem Opernplatz hinterlassen. Der Opernplatz wurde kurzfristig zur Nutzfahrzeugausstellung. Selbst beim Erntedankfest auf der Zeil bekommt man so eine Treckersammlung nicht geboten. Demo in Sonnenblumengelb, doch trotzdem keine Wahlkundgebung der FDP, schon weil die soviel Leute kaum zusammenbekommen. An der Börse war eine Aktion mit einen lebenden Schwein vorgesehen, sorry da war ich noch nicht dabei. Hat noch was zu erledigen und war deswegen grad in der Ecke. Dies nur um nicht den Eindruck entstehen zu lassen, ich lauf jeder Demo hinterher. Werd ich etwas für bezahlt? Die Gesichter muß ich hier ja wohl nicht schwärzen, oder fängt wieder jemand an zu spinnen? Außerdem verirren sich Linke zu dieser inhumanen Zeit ohnehin nicht in die City, da pennen sie noch ihren Kater aus.
Kaum ist diese Demo beendet, kommt Schichtwechsel. Noch ne Demo, diesmal die Flughafenausbaugegner, die eine Raddemo nach Kassel veranstalten und hier grad Station machen. Typisch Frankfurt.
Siehe auch:
http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&key=standard_document_37134204 Bauernprotest: Mit dem Schwein an die Börse | Nachrichten | hr
Bauernprotest
Mit dem Schwein an die Börse
Tausende Landwirte haben am Freitag im Frankfurter Bankenviertel demonstriert. Sie trieben ein Schwein vor die Börse, um auf ihre wirtschaftliche Lage aufmerksam zu machen.
Neben der Skulptur "Bulle und Bär" gab es am Freitag auch ein Schwein auf dem Platz vor der Börse zu sehen: Bauernverbands-Präsident Gerd Sonnleitner präsentierte die Sau Josi, die auf dem Rücken die Aufschrift trug: "Banken haben Schwein gehabt." Mit der Aktion sollte auf "die existenzbedrohende Situation in den landwirtschaftlichen Betrieben" hingewiesen werden. Auf Transparenten beklagten die Landwirte: "Danke, Banker haben Rettungsschirme, Bauern Finanzlöcher." Nach einer Sternfahrt mit 200 Treckern versammelten sich nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes (DBV) rund 2.500 Bauern aus mehreren Bundesländern zu einer Kundgebung auf dem Opernplatz.
Die Landwirte aus Hessen und benachbarten Bundesländern wollen mit der Demonstration auf ihre schlechte wirtschaftliche Lage aufmerksam machen. "Nicht nur Opel, Commerzbank und Karstadt stehen auf dem Spiel, auch eine von Bauern getragene mittelständische und ländliche Wirtschaft", sagte Sonnleitner vor den Demonstranten mit Fingerzeig auf die nahen Bankentürme.
Neben 25.000 Opel-Mitarbeitern und 50.000 Karstadt-Beschäftigten seien auch 380.000 landwirtschaftliche Betriebe und ihre Familien in Deutschland systemrelevant. Die Landwirtschaft fordere deshalb bei steigenden Kosten und sinkenden Preisen für Milch, Getreide und Raps ein Konjunkturpaket, wie es für die Banken geschnürt wurde, so der Bauernverband.
"Banker haben Schwein, Bauern den Salat"
Der erneute Protest nach der jüngsten Demonstration in Berlin solle auch dafür sorgen, dass die von der Bundesregierung in Aussicht gestellte Entlastung bei der Agrardiesel-Steuer "nicht kurz vor dem Ziel aus der Kurve fliegt", erklärte Sonnleitner.
Die Bundesregierung hatte kürzlich beschlossen, die Steuer auf Agrardiesel von 40 auf 25,65 Cent pro Liter zu senken. Am Donnerstag erhielt der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) von der EU-Kommission die Zusage, dass die Steuerentlastung gebilligt und in Brüssel eine Ausnahmegenehmigung erteilt werde. Außerdem soll ein Großteil der EU-Direktbeihilfen für die Landwirte bereits Mitte Oktober ausgezahlt werden und nicht - wie sonst üblich - erst im Dezember.
Milchbauern reichen Entlastungen nicht
Die angekündigten Entlastungen, wie die Senkung der Agrardiesel-Steuer, halten die Landwirte allerdings nicht für ausreichend. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter hatte Anfang der Woche erklärt, die Lage der Milchbauern sei "derzeit so desolat, dass jede finanzielle Hilfe willkommen ist". Das Problem werde so aber nicht gelöst.
Der Verband rechnete vor, dass ein Milchbauernhof mit 60 Kühen und einer Fläche bis zu 60 Hektar nur 350 Euro Rückerstattung der Agrardieselsteuer erhalte, während er durch den niedrigen Milchpreis 63.000 Euro Verlust mache. Die meisten Milchbetriebe kämen ohnehin nicht an die bisherige Obergrenze für den ermäßigten Steuersatz von 10.000 Litern heran. Die Hauptforderung der Milchbauern ist eine zentrale Mengensteuerung der Milch. Dadurch sollen Überproduktionen und damit verbundene Dumpingpreise verhindert werden.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
Europaweiter Protest der Milchbauern - Bauern
Für den Fall, dass die EU auf die Forderungen der Bauern nicht reagiert, werden bereits europaweite Milchboykott-Maßnahmen vorbereitet. Länderübergreifend gemeinsam zu kämpfen, ist eine wichtige Schlussfolgerung aus dem Milchboykott im letzten Jahr, der teilweise durch Milchlieferungen aus anderen Ländern unterlaufen wurde. Es zeigt aber auch die wachsende Orientierung der kämpferischen Bauern an den Erfahrungen der Arbeiterbewegung.
Statt mit den Bauern des europäischen Milcherzeuger-Verbands gemeinsam zu demonstrieren, hat der Deutsche Bauernverband für den gleichen Tag zu einer Demonstration in Berlin aufgerufen, an der sich heute mehrere tausend Landwirte - teilweise mit ihren Traktoren - beteiligten. Das ist zum einen die Reaktion auf den zunehmenden Unmut der eigenen Basis, aber auch der Versuch der CSU-orientierten Bauernverbands-Spitze um Gerd Sonnleiter, die Bauernproteste zu vereinnahmen und zu spalten.
Statt wirksame Forderungen nach Erhöhung der Erzeugerpreise auf Kosten der Handelsmonopole aufzustellen, orientiert der Deutsche Bauernverband auf ein "Krisenpaket für die Landwirtschaft". Es soll eine Senkung der Steuern auf Agrardiesel und eine vorgezogene Auszahlung der EU-Betriebsprämie beinhalten. Das ist nichts anderes als eine staatliche Subventionierung des Preiskampfs der Konzerne, der auf Kosten der Masse der Bauern ausgetragen wird. Der ruinöse Preiskampf wird damit akzeptiert und mit Steuergeldern lediglich etwas abgedämpft.
Kein Wunder, dass sich die Bundeskanzlerin umgehend zu Verhandlungen darüber bereit erklärte, während sie den in Berlin bis Anfang letzter Woche demonstrierenden Bäuerinnen des BDM (siehe "rf-news"-Bericht) jegliche Gespräche verweigerte. Es ist ein durchsichtiges Manöver, um vor den Wahlen den berechtigten Zorn der Bauern zu besänftigen.
Im Telefoninterview mit "rf-news" sagte Ingrid Strobel vom Bund Deutscher Milchviehhalter: "Wir haben die Aktion in Brüssel bereits seit Wochen mit geplant. Wichtig ist uns, das wir Bauern uns einheitlich in Europa darstellen. Wir können die von uns erzeugten hochwertigen Lebensmittel nicht so billig verkaufen. Mit dem Vorgehen des Bauernverbandes und seinen Forderungen sind wir dagegen nicht einverstanden und beteiligen uns nicht an der Aktion in Berlin. Da wird nur gegen Symptome gekämpft und nicht an die Ursachen gegangen. Der Bauernverband hat auch bisher die Arbeit von uns torpediert und uns nicht akzeptiert."
SOZIALE - NEWS
www.myspace.com/sozialenews
tägl. News per Mail
Peinliches Gejammer trotz Subventionsflut
Zu "Hitler":
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
unglaublich
Und so einer scheisse wird auf indymedia ein forum geboten. landwirtschaft mit tieren (zumal vor allem in westeuropa) ist bestandteil einer gesellschaft, die überworfen und überwunden gehört. aber reaktionärer müll ist auf indy ja zu haufe zu finden...
ey du hippie
Schwein
Wo nun genau der Unterschied darin besteht Menschen oder Tiere zu töten, vermag natürlich trotzdem keiner von euch Bratwurst-Revolutionären zu sagen... das Schmerz- und Angstempfinden ist genau das Gleiche. Esst ihr mal weiter eure Burger..
revolution und fleisch
typisch
Anderes Thema: Die Bauern sitzen doch an der Quelle, bzw. die sind doch die Quelle. Sollen die doch unter sich ausmachen, dass sie weniger liefern, schon dürfte das Problem weitestgehend behoben sein. Wieder irgendwelche anderen Personen anjammern und nach Hilfe betteln, ist wiedermal typisch.
Schwein
Super, ihr Veganer...
Ich esse zwar auch kein Fleisch, aber: Wer bei Aldi oder Lidl (oder sonst einem Supermarkt) einkauft, sollte sich erstmal an die eigene Nase fassen, bevor er sich für einen besseren Menschen hält... und wer nur im Bioladen einkauft, sollte sich fragen ob er mit dem vielen Geld nicht erstmal andere Übel bekämpfen sollte.
Umweltverträgliche Landwirtschaft braucht in jedem Fall Tiere, da Sie viele Aufgaben übernehmen können, die sonst maschinellen Einsatz oder Agrochemie nötig machen.
Ich bin sicher kein Freund unserer industrialisierten Landwirtschaft, aber bevor man den Mund zu weit aufreißt sollte man erstmal anfangen zu denken.
tolle statements...
das ist vom prinzip her wahr, nur kannst du deine aussage lediglich auf deutschland beziehen. wenn weniger milch geliefert wird (bsp), wie im letzten sommer, importieren die discounter aus eu-nachbarstaaten wie polen, frankreich etc. und diese werden mit sicherheit nicht auf den mehrgewinn verzichten. außerdem haben sie durch den staat/eu bessere produktionsbedingungen, zb. in fr. nur 0,6 ct dieselsteuer statt wie in d. zzT 40 ct. dass ist schon mal ein enormer kostensenkungsfaktor.
ps.
thx for the statement from the person who said dass es ohne tiere nicht geht, zb. mikroorganismen, tierischen dünger etc... ja, es ist so.
und bei noch so viel kritik an tieressen etc.: man bedenke bitte auch mal die vielen menschlichen existenzen die daran hängen, sowie die DEMOGRAPHISCHE entwicklung in regionen wie zb. der altmark (nördl. sachsen anhalt), die ohne LW (fast) komplett tot wäre...
Veganismus = Barbarei
ergo: militanter veganismus ist der totfeind der emanzipation, da er den menschen verbietet in einen wahrlich menschlichen zustand einzugehen
Militante Veganer: Fuck off!
relativ guter text der "jungen linken":
links (?)