Atomindustrie: Ideologie zum Anfassen
Bundesamt für Strahlenschutz schreibt Referentenstelle aus. Kindern und Jugendlichen soll (schöne Seite der) Endlagerung nahe gebracht werden.
Salzgitter/Gorleben - Die Stelle ist befristet bis 2011. Bis dahin hat der oder die neue Angestellte am „Dienstort Gorleben“ den Kindern und Jugendlichen hoffentlich die schönen Seiten der Atomkraft und Endlagerung nahe gebracht – zumindest, wenn es nach dem Amt für Strahlenschutz geht. Das sucht nämlich „zum nächst möglichen Zeitpunkt“ einen Referenten mit Hochschulabschluss. Gut ausgebildet soll derjenige also sein und außerdem Erfahrungen in der Bildungsarbeit mitbringen, am besten schon einmal in einer Schule gearbeitet haben. So kann er oder sie den lieben Kleinen dann besonders gut vermitteln, dass das mit der Atomkraft und Endlagerung doch auch ganz schön sein kann, überhaupt nicht bedenklich gar nicht gefährlich und soo leicht verständlich.
Im Wortlaut des Bundesamtes für Strahlenschutz klingt das folgendermaßen: „Sie konzipieren, entwickeln und erproben Informations- und Bildungsmaterialien für Kinder und Jugendliche zu den Themenfeldern ‚Strahlenschutz’ und ‚Endlagerung’. Um mehr geht es also gar nicht, bloß um Bildung für junge Menschen - das Bundesamt für Strahlenschutz im Dienste der Aufklärung! Wenn das kein Grund zur Freude ist.
Es gibt wohl kaum jemanden, der um ein größeres Maß an Werbung und Öffentlichkeitsarbeit von einem guten Image entfernt ist als das Atommülllager Gorleben. Insofern ist nachvollziehbar, wenn dort dringend ein „Referent“ zur Imageaufpolierung gesucht wird. Aber darum geht es ja gar nicht, sondern vor allem um Bildung, ach ja, hätten wir fast schon wieder vergessen…
Eine Ehrlichkeit hat sich immerhin in die Stellenanzeige verirrt. So soll sich der Referent dem Themenfeld ‚Endlagerung’ widmen. In Gorleben. Komisch, wo es da doch nur ein „Zwischenlager“ und kein „Endlager“ gibt. Diese Namensunterscheidung wurde von offizieller Seite zumindest immer sehr bemüht eingehalten…
Im Wortlaut des Bundesamtes für Strahlenschutz klingt das folgendermaßen: „Sie konzipieren, entwickeln und erproben Informations- und Bildungsmaterialien für Kinder und Jugendliche zu den Themenfeldern ‚Strahlenschutz’ und ‚Endlagerung’. Um mehr geht es also gar nicht, bloß um Bildung für junge Menschen - das Bundesamt für Strahlenschutz im Dienste der Aufklärung! Wenn das kein Grund zur Freude ist.
Es gibt wohl kaum jemanden, der um ein größeres Maß an Werbung und Öffentlichkeitsarbeit von einem guten Image entfernt ist als das Atommülllager Gorleben. Insofern ist nachvollziehbar, wenn dort dringend ein „Referent“ zur Imageaufpolierung gesucht wird. Aber darum geht es ja gar nicht, sondern vor allem um Bildung, ach ja, hätten wir fast schon wieder vergessen…
Eine Ehrlichkeit hat sich immerhin in die Stellenanzeige verirrt. So soll sich der Referent dem Themenfeld ‚Endlagerung’ widmen. In Gorleben. Komisch, wo es da doch nur ein „Zwischenlager“ und kein „Endlager“ gibt. Diese Namensunterscheidung wurde von offizieller Seite zumindest immer sehr bemüht eingehalten…
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Kommerzialisierung — Franz Maier