Staatsakt ohne Widerspruch?

gesehen 22.05.2009 13:34 Themen: Globalisierung Medien Militarismus Repression Ökologie
Der offizielle Staatsakt zum 60. Geb. der BRD ist ohne Widerspruch verlaufen - besonders Ekelhaft: die ersten Menschen, denen Köhler(Bundespräsident) in der einzigen Ansprache während der Stunde dankte und wo es den ersten Beifall gab, das waren "unsere Soldaten der Bundeswehr..."
Der Staatsakt mit hunderten geladenen Gästen ist vorüber - was bleibt, ist ein schaler Geschmack... auch wenn mensch nichts anderes davon erwartet, von solch nationalbetonten Unsinn.

Es gab einen 15 Minütigen relativ lose zusammen gehakten Film über die Geschichte der BRD/ aber auch der DDR/. Er begann mit Aufnahmen aus KZs und den Ruinen des II Weltkrieges mit der Unterlegung der Orginalasufzeichnung der Frage "Wollt ihr den totalen Krieg"? So weit so gut - dass dies in diesem Film vorkam, ansonsten alles gemischt, die üblichen Bilder, Aufbau, Wohlstand, Mauerbau, Studentenbewegung 68, Kniefall... RAF...Mauerfall zwischendrin ein paar Bilder aus der DDR und dem Leben der anderen, dann Antiterrorgesetze, Fußball - WM...danach verhaltenes klatschen der Anwesenden.

Die Rede Köhlers ging mit den Worten los: Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, liebe Landsleute... dann kam ein typischer Abriss und Abgesang über die "fleißigen, leistungsfähigen, arbeitenden Menschen im Westen und denen im Osten... die die Früchte ihrer Arbeit jedoch nicht erhielten, wie ihre Brüder und Schwestern im Westen" usf. Köhler predigte, erzählte, kein Beifall nirgends - dann die erste echte Danksagung an eine bestimmte Gruppe von Menschen, die den "Frieden schützen" und "Menschenrechte durchsetzten helfen" mit ihrer "gefährlichen" Arbeit - die Soldaten und Soldatinnen... Beifall, die Kamera von ARD filmt die Bundeswehrsoldaten in den Rängen... soviel zur Geschichtsvergessenheit und Kritiklosigkeit der Veranstaltung.

Einzig zum Schluss, ohne jedoch auf die eigene Verantwortung und derer die da in den Reihen sitzen einzugehen, kommt etwas anregender Stoff: ein weiter so und das messen des Wohlstandes an materiellen Wachstum allein, kann es nicht mehr geben, es muss eine ökologisch nachhaltige industrielle Wirtschaftserneuerung geben, die die Ressourcen nicht weiter verbraucht und die Soziale und Kulturelle Arbeit, das was Menschen für andere Menschen tun, das muss viel höher bewertet werden...aber am Ende doch alles im Kapitalismus - nur nutzte Köhler wieder die Formel von der sozialen Marktwirtschaft...

Die Veranstaltung verlief ohne Widerspruch - die Sichtweise, der Herrschenden wurde wieder über sämtliche Medien ausgekippt. Hoffen wir, dass uns morgen bei der Demo in Berlin gutes einfällt, dem was entgegen zu setzten...
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Meinung — Marc

Objektivität? — Kurde78

@kurde78 — Objektivität!

Objektivität vorhanden — Juergen Binder

Kurde 78 — dummes zeug

Dummes Zeug? — Kurde78

Verfassungsbruch — Kirchhof's Geist