Gegen Neonazis und Dortmunder Zustände!
Am Sonntagmorgen, gegen 1 Uhr früh, griffen etwa zehn dunkel gekleidete Personen einen 40jährigen Mann an und schlugen so heftig auf ihn ein, dass die Ärzte im Krankenhaus von akuter Lebensgefahr sprechen. Das Opfer liegt weiterhin im künstlichen Koma. Die Polizeipresse spricht in diesem Zusammenhang von einem „versuchte[n] Tötungsdelikt“. Die Staatsanwaltschaft hüllt sich bisher weitgehend in Schweigen und will zu dem Vorfall keine konkreteren Angaben machen. Die Täter konnten vorerst flüchten, sind aber bekannt und stehen unter massivem Druck, sich der Polizei zu stellen. Laut Presseberichten hätten sich die Angreifer den Mann „gezielt ausgesucht“: Auf im Internet veröffentlichten Bildern ist das Opfer mit einem antifaschistischen T-Shirt zu sehen, welches er auch in der Nacht des Überfalls getragen haben soll.
Egal was die offiziellen Ermittlungen letztlich ergeben: Es ist in Dortmund nicht unwahrscheinlich Opfer neonazistischer Gewalt zu werden. Dass die Stadt ein großes Naziproblem hat, zeigt sich nicht nur an dem jährlich stattfindenen bundesweiten Naziaufmarsch zum „Antikriegstag“ in Dortmund. Denn nicht vergessen werden dürfen die Internet-„Outings“ zumeist jugendlicher Linker, tätliche Angriffe auf AntifaschistInnen, attackierte Wahlkreisbüros von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE, Anschläge auf das HippiH-Haus, die Zone 10 und das Taranta Babu, sowie die vier von Neonazis begangenen Morde in Dortmund. Diese sprechen eine deutliche Sprache und sind Beweis genug für die hiesige Nazibedrohung.
Deshalb haben wir allen Grund unseren Protest auf die Straße zu tragen. Nach dem brutalen Naziangriff auf die DGB-Kundgebung am 1. Mai, jetzt noch ein versuchter Mord auf Grund des Tragens eines T-Shirts mit antifaschistischem Slogan. Es reicht!
Kein Vergessen den Opfern neonazistischer Gewalt!
Gegen Neonazis und Dortmunder Zustände!
Keine Homezone für Nazis!
Deshalb kommt zur antifaschistischen Spontan-Demonstration:
23.05.2009 (Samstag) / 13 Uhr / Dortmund / Hauptbahnhof (Vorplatz)
Deshalb haben wir allen Grund unseren Protest auf die Straße zu tragen. Nach dem brutalen Naziangriff auf die DGB-Kundgebung am 1. Mai, jetzt noch ein versuchter Mord auf Grund des Tragens eines T-Shirts mit antifaschistischem Slogan. Es reicht!
Kein Vergessen den Opfern neonazistischer Gewalt!
Gegen Neonazis und Dortmunder Zustände!
Keine Homezone für Nazis!
Deshalb kommt zur antifaschistischen Spontan-Demonstration:
23.05.2009 (Samstag) / 13 Uhr / Dortmund / Hauptbahnhof (Vorplatz)
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
Presse zum Vorfall
wäre doch gut zu wissen, wer das organisiert
auf deren hompage findet mensch nämlich noch weitere infos:
04./05. September in Dortmund
...
Auch wenn die Ultra-Szene als solche nicht automatisch als Rechtsextrem einzustufen ist, ist dennoch der ganze Habitus sehr einladend für Neofaschisten, dort "unterzutauchen", und unter "falschem Namen" aktiv zu werden.
Siehe z.B. Hier:
The Unity haben sich distanziert
Mods:
löscht bitte den Nazispam, die Fakekommentare (ultras ge) etc
Nazis haben zuviel Tagesfreizeit, geht mal lieber anständig deutsch-schaffend arbeiten.
Dortmunder SPD zu Neonaziüberfall
SPD-Aktuell
[Zurück]
Nazi-Überfall auf DGB-Kundgebung - Dortmunder SPD fordert lückenlose Aufklärung
Der brutale Überfall auf die Teilnehmer der DGB-Kundgebung zum 1. Mai durch ca. 300 militante Neonazis stellt nach Ansicht der Dortmunder SPD eine weitere Eskalationsstufe in der Entwicklung der Neonazi-Szene in NRW dar.
Dazu der Parteivorsitzende Franz-Josef Drabig: „Es dürfte nun auch dem Letzten klar sein, wie ernst diese Bedrohung für unseren Rechtsstaat ist. Das war keine Auseinandersetzung zwischen extremistischen Gruppen, wie es oft von Seiten der bürgerlichen Fraktion und des Staatsschutzes dargestellt wird. Hier sind friedliche Bürgerinnen und Bürger ohne Vorwarnung und ohne Grund von randalierenden Nazihorden brutal angegriffen worden. Es hat keine Provokation oder dergleichen stattgefunden. Die Nazis haben zum wiederholten Male ihr wahres Gesicht gezeigt. Diese Menschen haben weder Respekt vor dem Gesetz noch vor einem Menschenleben.“
Mit Unverständnis nimmt die SPD das offenkundige Versagen des Staatsschutzes zur Kenntnis. Es ist ein Unding, dass 300 gewaltbereite Neonazis quer durch die Republik fahren können, ohne dass Vorkehrungen für eine ausreichende Polizeipräsenz getroffen werden. Innenminister Wolf muss sich fragen lassen, ob er auf dem „rechten Auge blind“ ist.
Anscheinend ist die Dortmunder Polizei vom Staatsschutz nicht darauf eingestellt worden, dass sie auf etwa 300 brutal agierende Rechte Horden treffen würde. Anders ist nicht zu erklären, wie es den Nazis gelungen ist, vom Hauptbahnhof in Richtung der Maikundgebung zu gelangen. Dem besonnenen Handeln des DGB ist es zu verdanken, dass es nicht zu weiteren Eskalationen gekommen ist.
„Es ist notwendig, die Unzulänglichkeiten dieses ungeheuerlichen Versagens des NRW Innenministeriums lückenlos aufzuklären. Es ist unerträglich, dass die normale Schutzpolizei ohne entsprechende Ausrüstung sich einer Übermacht von randalierenden braunen Horden ausgesetzt sieht. Zu den Vorgängen muss Herr Minister Wolf im Landtag Stellung nehmen“, so Drabig weiter.
Kai Neuschäfer, Vertreter der SPD im Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus, dazu: „Spätestens in Dortmund mit seiner Funktion als Verkehrsknotenpunkt hätte die Polizei entsprechend präsent sein müssen. Zumal bekannt war, dass die Neonazis auf dem Weg nach Siegen zu einer Kundgebung unterwegs sind. Da wird jeder Sonderzug zu einem Fußballspiel intensiver begleitet. Die genauen Hintergründe des Überfalls müssen nun lückenlos aufgeklärt werden. Wir können jetzt nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.“
Ganz ausdrücklich müssen sich die Teilnehmer der Maikundgebung des DGB bei den mutig und entschlossen handelnden Dortmunder Polizeikräften bedanken, die sich dem gutorganisierten und gewaltbereiten Mob entgegengestellt haben.
Die Dortmunder SPD unterstützt die Aussage des Polizeipräsidenten Herrn Hans Schulze, dass vor dem Hintergrund dieser Vorgänge eine Neubewertung des geplanten Naziaufmarsches am 5. September notwendig geworden ist. Dazu Neuschäfer: „Unter dem Eindruck des 1. Mai, erscheint es kaum verantwortbar, eine derart große Zahl von militanten Faschisten durch Dortmund marschieren zu lassen. Die Personen, die am 5. September zu erwarten sind, werden zum großen Teil identisch mit den Gewalttätern von letzter Woche sein.“
Die SPD hofft auf eine konsequente Bestrafung der Gewalttäter. Nichtsdestotrotz muss neben Repression immer auch Prävention treten. So setzt sich die SPD für eine Verstetigung von Präventions- und Aussteigerprogrammen, etwa durch die Einrichtung einer Bundesstiftung gegen Rechtsextremismus ein. Ein entsprechender Beschluss wurde auf dem letzten SPD Parteitag gefasst.
Mit freundlichen Grüßen,
Franz-Josef Drabig, Vorsitzender Christa Becker-Lettow, Geschäftsführerin
Erste Festnahme!
Siehe POL-PM...
21.05.2009 | 20:32 Uhr
POL-DO:
Nachtrag zum versuchten Tötungsdelikt Hohe Straße/Ecke Sonnenstraße vom 17.05.09
Dortmund, Hohe Straße/Sonnenstraße (ots) - Lfd. Nr.: 0602
Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Dortmund und der Polizei Dortmund.
Am heutigen Donnerstag wurde ein 18jähriger Dortmunder vorläufig festgenommen. Der Zustand des Opfers ist unverändert, es besteht weiterhin Lebensgefahr.
Weitere Auskünfte werden derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht erteilt.
Sachbearbeitende Staatsanwältin ist Frau Carola Jakobs.
Polizei Dortmund
Leitstelle
Presse berichtet auch:
2. Festnahme & Nazis mit kalten Füßen...
POL-DO: Nachtrag zum versuchten Tötungsdelikt vom 17.05.09 in Dortmund
Dortmund, Hohe Straße / Sonnenstraße (ots) - Lfd. Nr.: 0609
Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Dortmund und der Polizeibehörde Dortmund
Der 18jährige Dortmunder, der gestern vorläufig festgenommen wurde, wurde heute dem Haftrichter beim Amtsgericht Dortmund vorgeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erging ein Haftbefehl wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.
Ein 20jähriger Dortmunder wurde am heutigen Tage vorläufig festgenommen. Über eine Vorführung beim Haftrichter wird morgen entschieden werden.
Bei insgesamt neun Beschuldigten wurden bislang Wohnungsdurchsuchungen durchgeführt. Die Ermittlungen dauern an. Zur Motivlage können derzeit noch keine verlässlichen Angaben gemacht werden.
Der Zustand des Opfers ist unverändert.
Weitere Auskünfte können aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht erteilt werden.
Polizei Dortmund
Pressestelle
________________
Die Dortmunder Nazis um Dennis Giemsch lassen derweil verlautbaren, dass es eine Medienkampagne sei, die lediglich ihrer Kriminalisierung diene. Weiter versuchen sie den Vorfall zu entpolitisieren bzw. als "Unfall" darzustellen:
"Die genauen Umstände der Auseinandersetzung sind bisher noch nicht bekannt. Zwar ist dieser Vorfall bedauerlich, aber in einer 600.000 Einwohnerstadt wie Dortmund auch nicht unüblich. Immerhin reicht, wie der Fall von Ermyas M. in Potsdam, welcher nach wahllosen Beleidigungen gegen Passanten in einen Konflikt mit 2 Personen verwickelt wurde, gezeigt hat, ein einziger Schlag auf die falsche Stelle um einen Menschen in Lebensgefahr zu bringen. [...] Obwohl nach dem bisherigen Ermittlungsstand keine rechten Jugendlichen an den Auseinandersetzungen beteiligt waren, versucht die antideutsche „Antifa Union Dortmund“ diesen Fall nun durch ihre Demonstration zu politisieren." (Zitat der Nazis)
Scheinbar kriegen sie kalte Füße, sonst würden sie die Angelegenheit einfach ignorieren...
In anderen Foren (von BvB Fans) spekulieren einige offensichtliche Nazis, ob nicht die Gruppe Union der Täterkreis sei, wenn sie doch soviel "Detailwissen" hätten. Das ist natürlich ausgekochter Unsinn. Gemeinhin wird ihnen reaktionäre Politik und Spaltertum vorgeworfen, aber ein solcher Zusammenhang erschließt sich nimmer.
Ob das Opfer je wieder aufwacht, ist unklar. Ebenso, ob er dann Folgeschäden davonträgt. Sein Zustand ist weiter hochgradig kritisch, er liegt nach wie vor im Koma.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
a — b
Beweise — Günther
ick — wünsch
wie lächerlich! — horst
Demo sicher sinnvoll — Mensch
nasen — nasenjäger
Auf die Fresse — Blogger
Für die Nazis wirds ein bitterer Herbst — spittingteeth
Dortmund... — Kp
Jedi-Ritter — Moppel
ansage — bomber ed harris