Zwitterprozess: Nächste Runde + Demo 20.5.
Während PolitikerInnen weiterhin meist nur labern [1], muss die zwangskastrierte Intersexuelle Christiane Völling auch nach dem Sieg auch in 2. Instanz weiter vor Gericht um ihr Recht kämpfen: Der inzwischen rechtskräftig verurteilte Chirurg will "partout nicht zahlen". Zwischengeschlecht.org ruft auf zur Demo vor dem Prozess vor dem LG Köln.
Am 3. September 2008 hatte das Oberlandesgericht Köln den Chirurgen, der Christiane Völling seinerzeit ohne Einwilligung die inneren Geschlechtsorgane entfernte, definitiv zur Zahlung eines Schmerzensgeldes verurteilt. Der 5. Senat des OL urteilte einstimmig, der Zwangsoperateur habe Christiane Völling "nicht hinreichend aufgeklärt und sie daher mangels wirksamer Einwilligung schuldhaft in ihrer Gesundheit und ihrem Selbstbestimmungsrecht verletzt" (5 U 51/08). [2]
Es war das erste Verfahren überhaupt, wo es einem intersexuellen Menschen gelungen war, einen Chirurgen wegen genitalen Zwangsoperationen vor den Richter zu bringen, kurz vor Ablauf der absoluten Verjährungsfrist. Auch heute noch werden Zwitter systematisch zwangsoperiert. Da den Zwittern selbst jeweils die wahre Natur der Eingriffe verheimlicht wird, besteht für die meisten gar keine Möglichkeit, die Mediziner vor Gericht zu bringen, weil die Taten vorher längst verjährt sind.
Chirurg will auf keinen Fall zahlen
Das Verfahren geht nun am 20. Mai 2009 wieder zurück ans Landgericht, wo über die Höhe des Schmerzensgeldes verhandelt wird. Der verurteilte Chirurg Prof. Dr. L. will "partout nicht zahlen", wie er bekannt gab: "Er ließ das Gericht wissen, dass er aus damaliger medizinischer Sicht alles richtig gemacht habe. Und deshalb in keinem Fall bereit sei zu zahlen." (Express, 23.3.2009) [3] Einen Vergleichsvorschlag des Gerichts habe Prof. Dr. L. abgelehnt.
Obwohl sich das Verfahren schon 2 Jahre hinzieht, lässt sich Christiane Völling durch die erneute Hinhaltetaktik von Prof. Dr. L. nicht zermürben: "Da ist er an die Falsche geraten!"
Kundgebung vor dem Landgericht Köln
Die genitalen Zwangsoperationen an Zwittern müssen so schnell wie möglich beendet werden!
Zwischengeschlecht.org fordert "Menschenrechte auch für Zwitter!" und ruft auf zur Kundgebung unmittelbar vor der Verhandlung:
>>> Mittwoch, 20. Mai 2009, 14:00 Uhr
>>> Landgericht Köln, Luxemburger Straße 101, 50939 Köln
Kommt alle! Ünterstützt die Zwitter in ihrem Kampf gegen genitale Zwangsoperationen und für ihre Menschenrechte auf körperliche Unversehrtheit, Selbstbestimmung und Würde!
[1]
Aktuelles Beispiel:
http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2009/05/05/Fachgesprach-der-Grunen-Berlin-Mi-27509-14-18h
Aktuelle Ausnahme (bestätigt die Regel in vielerlei Hinsicht):
http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2009/05/11/2-neue-Kleine-Anfragen-Zur-Situation-intersexueller-Menschen-im-Bundestag
[2]
Bericht zum OLG-Sieg:
http://de.indymedia.org/2008/09/226177.shtml
Das vollständige Urteil:
http://www.justiz.nrw.de/nrwe/olgs/koeln/j2008/5_U_51_08beschluss20080903.html
Pressespiegel:
http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2008/09/10/Von-Zwangsoperateur-schuldhaft-in-Selbstbestimmungsrecht-verletzt-Zwitterprozess-Pressespiegel-OLG-4608
[3]
http://www.express.de/nachrichten/region/koeln/zwitter-prozess---arzt-will-nicht-zahlen_artikel_1235811412629.html
Regelmässige Updates:
http://zwischengeschlecht.info
Es war das erste Verfahren überhaupt, wo es einem intersexuellen Menschen gelungen war, einen Chirurgen wegen genitalen Zwangsoperationen vor den Richter zu bringen, kurz vor Ablauf der absoluten Verjährungsfrist. Auch heute noch werden Zwitter systematisch zwangsoperiert. Da den Zwittern selbst jeweils die wahre Natur der Eingriffe verheimlicht wird, besteht für die meisten gar keine Möglichkeit, die Mediziner vor Gericht zu bringen, weil die Taten vorher längst verjährt sind.
Chirurg will auf keinen Fall zahlen
Das Verfahren geht nun am 20. Mai 2009 wieder zurück ans Landgericht, wo über die Höhe des Schmerzensgeldes verhandelt wird. Der verurteilte Chirurg Prof. Dr. L. will "partout nicht zahlen", wie er bekannt gab: "Er ließ das Gericht wissen, dass er aus damaliger medizinischer Sicht alles richtig gemacht habe. Und deshalb in keinem Fall bereit sei zu zahlen." (Express, 23.3.2009) [3] Einen Vergleichsvorschlag des Gerichts habe Prof. Dr. L. abgelehnt.
Obwohl sich das Verfahren schon 2 Jahre hinzieht, lässt sich Christiane Völling durch die erneute Hinhaltetaktik von Prof. Dr. L. nicht zermürben: "Da ist er an die Falsche geraten!"
Kundgebung vor dem Landgericht Köln
Die genitalen Zwangsoperationen an Zwittern müssen so schnell wie möglich beendet werden!
Zwischengeschlecht.org fordert "Menschenrechte auch für Zwitter!" und ruft auf zur Kundgebung unmittelbar vor der Verhandlung:
>>> Mittwoch, 20. Mai 2009, 14:00 Uhr
>>> Landgericht Köln, Luxemburger Straße 101, 50939 Köln
Kommt alle! Ünterstützt die Zwitter in ihrem Kampf gegen genitale Zwangsoperationen und für ihre Menschenrechte auf körperliche Unversehrtheit, Selbstbestimmung und Würde!
[1]
Aktuelles Beispiel:
http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2009/05/05/Fachgesprach-der-Grunen-Berlin-Mi-27509-14-18h Aktuelle Ausnahme (bestätigt die Regel in vielerlei Hinsicht):
http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2009/05/11/2-neue-Kleine-Anfragen-Zur-Situation-intersexueller-Menschen-im-Bundestag [2]
Bericht zum OLG-Sieg:
http://de.indymedia.org/2008/09/226177.shtml Das vollständige Urteil:
http://www.justiz.nrw.de/nrwe/olgs/koeln/j2008/5_U_51_08beschluss20080903.html Pressespiegel:
http://blog.zwischengeschlecht.info/post/2008/09/10/Von-Zwangsoperateur-schuldhaft-in-Selbstbestimmungsrecht-verletzt-Zwitterprozess-Pressespiegel-OLG-4608 [3]
http://www.express.de/nachrichten/region/koeln/zwitter-prozess---arzt-will-nicht-zahlen_artikel_1235811412629.html Regelmässige Updates:
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
In Frankreich keine Geisteskrankheit mehr
Die französischen Organisatoren des internationalen Tags gegen Homophobie und Transphobie am Sonntag sprachen von einer "historische Entscheidung". Zahlreiche Prominente und Politiker forderten nach dem Beschluss Frankreichs auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf, Transsexualität nicht mehr als Geisteskrankheit einzustufen. Einem entsprechenden Aufruf der Zeitung "Le Monde" schlossen sich auch der Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit und Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek an.
20-Jährige gewinnt Transsexuellen-Wettbewerb
"Ich bin sehr aufgeregt", sagte die als Mann geborene zierliche Frau, als sie im Badeort Pattaya ungläubig und mit zitternden Händen die silberne Krone auf ihrem Kopf berührte. "Sie gab kluge Antworten und sieht wunderschön aus", sagte Marut Sarowat als einer der Juroren zur Begründung für die Wahl.
Einen kleinen Honda und umgerechnet 2860 Euro in bar darf die Siegerin mit nach Hause nehmen - zusätzlich zu der Ehre, vor 15 Millionen Fernsehzuschauern in einem der umkämpftesten Schönheitswettbewerbe des Landes gewonnen zu haben. Horden von Fotografen, Kamerateams und Gratulanten umscharten Sorrawee nach ihrem Erfolg.
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Merkel & Co: Einladung zu Zwitterprozess
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