Kein Eis für Homosexuelle

Haranui 05.05.2009 23:08
Das Homophobie immer und überall ein Thema ist wird durch einen Fall aus Berlin deutlich.
Bereits vergangenen Samstag ereignete sich am Berliner Eiscafe "Dolce Freddo" in der Maaßenstr. ein Paradebeispiel für Homophobie.
Ein lesbisches Pärchen wurde wegen öffentlicher Küsserei aus dem Eiscafe geworfen.
Der Besitzer begründete dieses vorgehen damit, dass auch Kinder zusehen könnten und er auch türkische und arabische Kunden habe die soetwas nicht wollen.
Den vollständigen Artikel gibt es hier:
 http://www.tagesspiegel.de/berlin/Nollendorfplatz-Schoeneberg-Homophobie;art270,2789604

Einen solchen Fall gibt es leider öfters als mensch denk, aber leider reagieren die Betroffenen damit einfach die Lokalität zu wechseln und machen solche Fälle viel zu selten öffentlich.

Homophobie aber auch die Abscheu gegenüber all jenen, die nicht ins Mann-Frau-Schema passen ist leider brutale Realität.
Das fängt bei skeptischen Blicken gegenüber Homosexuellen Pärchen, Transsexuellen und co an, geht über Auftritte homophober (meist Reggae) Musiker und endet in der Verfolgung Homosexueller (z.B. gerade massiv in Polen) und sogar der Todesstrafe in manchen Ländern (siehe:  http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:World_homosexuality_laws.svg&filetimestamp=20090418225408 )

Allen Opfern solchartiger Vorfälle soll hier nahegelegt werden die Fälle direkt öffentlich zu machen, dies kann auch anonym per e-mail an Beratungsstellen (z.B. SchwulLesbischen Gruppen, Themenbezogenen Magazinen oder Blogs, Antifa-und Gendergruppen, Aidshilfe, etc.) gemacht werden.

Zu dem Berliner Fall gibt es kommenden Samstag, den 09. Mai um 14 Uhr eine Küss-Aktion vor der Eisdiele Dolce Freddo an der Maaßenstr.6 in Berlin Schöneberg unter dem Motto "Dolce Freddo – Jetzt wird geknutscht. Knutschen bis der Wirt kommt"

Wer will kann seinen Protest auch per Telefon unter: (030) 216 81 89
per E-mail unter:  webmaster@dolce-freddo-berlin.de
oder schriftlich an: Paolo Savaris Maaßenstr.6 10777Berlin
kundtun.
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Ergänzungen

Zum Titel und Nazis

Haranui 05.05.2009 - 23:39
Der Titel "kein Eis für Homosexuelle" wurde wie mir leider erst nach dem Abschicken des Artikels aufgefallen ist auch von der rechten Internetseite Altermedia verwendet, welche den Fall verwendet um über Migranten und generell Ausländer herzuziehen und um einen Vergleich zu ziehen zwischen den Rauswurf und das Nichtbewirten von Nazis und diesem Berliner Fall.

Anspielungen und Verallgemeinerungen

Berliner im Ausland 07.05.2009 - 19:46
> Auftritte homophober (meist Reggae) Musiker
Ach komm, es gibt viiiele homophobe Musiker, z.B. auch im Hiphop (prominentes Beispiel G-Hot oder Eminem), in der harten Rockmusik und sogar Pop. Was du da schreibst hat die Tendenz zur Verallgemeinerung, die ich nicht für richtig halte.

Und ein bisschen mehr Hintergrundinformation über Homo-Verfolgung in Polen wäre auch angebracht. Zumindest ein Link... mehr Sorgfalt beim Schreiben von Artikeln, sonst ist es ein Tagbucheintrag!

Die Küss-Aktion vor dem Schuppen findick aber ne knorke Sache!

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