Verden: Aktion Tierhaltung- Klima- Flucht

go vegan 04.05.2009 13:11 Themen: Biopolitik Soziale Kämpfe Ökologie
Heute fand in Verden ein Aktionstag zum Themenkomplex: Tierprodukte Klimawandel und Flucht statt.
Wir suchten uns einen Netto als Aktionsfläche aus, dortgab es versteckte Theater, beklebe-Aktionen von tierischen Produkte, ein Transparent wurde gehängt, Flyer wurden verteilt, und mit veganen Aufstrichen die mit Brot verteilt wurden, sollte gezeigt werden dass es keinen Verzicht bedeutet keine tierischen Produkte mehr zu konsumieren. Für etwa eine Stunde bestimmte dieses Thema die Diskussionen im gesamten Netto.
Diese Aktionen fanden statt um darüber aufzuklären, dass der Verzehr von tierischen Produkten zu größeren Teilen verantwortlich ist für den Klimawandel wie der gesamte weltweite Verkehr. Und das der Klimawandel verantwortlich sein wird für Milliarden von Menschen die auf der Flucht sein werden, weil sie ihre Lebensgrundlagen verlieren
(auf Grund von Wüstenbildung, oder Wasserknappheit) und an den Grenzen zum reichen Norden verhungern werden.
Auf tierische Produkte wurden massenhaft Aufkleber geklebt mit Aufschriften wie: „Mein Futter wächst in Brasilien. Früher war da mal Urwald“, „Mein Futter wächst in Paraguay. Früher lebten da Menschen“ oder „1kg Rindfleisch verursacht 25 x mehr CO2 als 1 kg Weizen“.
Vor dem Supermarkt wurden „Einkaufszettel“ verteilt für die Zutaten von veganen Aufstrichen, die ebenfalls vor der Tür angeboten wurden, und die sehr gut ankahmen. Am Milchregal und an der Kasse fanden versteckte Theater statt, die darin endeten das über die Schlangen hinweg über den Verzehr von Tierprodukten debattiert wurde.
Und ein Transparent wurde vom Dach entrollt mit der Aufschrift: „Tierprodukte – Klimawandel – Flucht“
Außerdem wurden Flyer verteilt auf denen über die Hintergründe der Problematik aufmerksam gemacht wurde.

Hitergründe:
Die Landwirtschaft in D. produziert so viele Treibhausgase wie der Straßenverkehr. Mehr als die Hälfte davon entfallen auf die Rindfleisch- und Milchproduktion. Ein Kg Rindfleisch verursacht Treibhausgase in einer Menge, die einer Menge, die einer Autostrecke von Verden nach Hamburg entspricht. Der Treibhausgasausstoß von 1 Kg Getreide hingegen entspricht der Autostrecke vom Netto bis zum Bahnhof.

Treibhausgase verändern nicht nur die Atmosphäre, sondern gefährden auch grundlegende menschliche Bedürfnisse. Schon heute befinden sich 20 Millionen Menschen auf der Flucht, weil ihre Lebensgrundlagen durch die Folgen des Klimawandels zerstört wurden. Betroffen sind vor allem Menschen im globalen süden, die kaum zum Klimawandel beitragen.
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Schön.

Ww 04.05.2009 - 15:47
Sehr schöne Aktion!

Es ist schade, dass die ethischen Aspekte nicht ausreichen, dass sich Menschen mit der ganzen Problematik beschäftigen, aber der ökologische Ansatz ist auch ganz gut und oftmals für viele überzeugender.

Wer jede Art der Unterdrückung ablehnt, dazu etwas zum Umweltschutz beitragen möchte und damit einen erheblichen Beitrag gegen die Verdrängung der betroffenen Menschen ohne sich dabei Inkonsequenz vorwerfen lassen zu müssen, lebt vegan.

Jedenfalls klingt das ja nach einer ganz kreativen und durchaus erfolgreichen Aktion. Klasse!

Antispeziesistische Grüße!

Etwas verkürzt

ALF 04.05.2009 - 15:57
Ansich eine gute Aktion, allerdings habt ihr den Aspekt der Tierquälerei/tötung vergessen. Das ist schade, ist es doch ein so wichtiger Grund für die vegane Lebensweise.
Wenn dann sollten auch alle Aspekte, die gegen tierische Produkte sprechen genannt und erörter werden.

Ansonsten; weiter so!

Its the economy, stupid!

kommunistischer Antispe 04.05.2009 - 15:57
So ein Zeugs, nicht was ihr konsumiert sondern wie produziert wird, zerstört die "Umwelt". An der Art der gesellschaftlichen Produktion, nämlich der auf Profitmaximierung gerichteten kapitalistischen, ändern aber die tollsten veganen Brotaufstriche nix. Unter der sozialen Revolution und der Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln ist das aber leider nicht zu haben. Also hört auf den Leuten Illusionen zu machen und für doof zu verkaufen!

gute Aktion!

füllfüll 04.05.2009 - 16:28
Gute Aktion, den völlig depolitisierten einkaufs-lifestyle und die globalisierte fressindustrie mal anzuprangern, was auch der jean ziegler in seinem film gemacht hat (wurde doch erst kürzlich auf Arte gezeigt) das müßte täglich weiter thematisiert werden von einer (wie auch immer) öko- menschen-tier- und lebewesenfreundlichen linken. Muss ja nicht nur durch Konsumsteuerung passieren, dass sich was ändert, aber: AUCH dadurch, weil ohne irgendwelches umsteuern bei dem ganzen friß-dich-dusslig-apparat gehts wohl nicht, und die fakten sind lange bekannt. Allerdings hatte ich vor drei tagen, sprich am 1. mai den eindruck, dass hier in berlin der bratwurstfaktor jährlich noch ansteigt und dass jetz sogar fantastische neue WEGWERF-grills verkauft werden, damit sich der frühling mit der Aldi-familienpackung bratwürstl und der XXL-zucker-farbstoff-ketchup-flasche im park so richtig nachhaltig konsumieren läßt, nicht unter 800 kalorien pro kopf und zwar solange der vorrat reicht und bis der sozialismus greifbar wird, denn für uns gibt' s wahrscheinlich keine revolution ohne fettflecken.

@antispe kommunist

antispe anarchist 04.05.2009 - 16:52
Und wie zauberst du die Revolution herbei?
Ich halte auch nichts davon nur auf Konsumänderung auszusein. Aber beim Konsum von Tierprodukten ist das anders, weil es da egal ist wie die Sachen "Produziert" werden, Tiere leiden und sterben immer, und es ist immer klimaschädlicher als vegane Ernährung. Von daher ist konsumänderung notwendig egal unter welcher Wirtschaftsordnung.
veganismusundklimaschutz.blogsport.de
klimaschutzvonunten.blogsport.de
schweinerei.blogsport.de

Hex hex

kommunistischer Antispe 04.05.2009 - 17:44
@antispe anarchist: Die Frage nach der Ausbeutung der tierlichen Individuen bzw. die des gesellschaftlichen Naturverhältnisses haben aber die fleißigen Broteschmierer_innen aus Verden gar nicht gestellt, überhaupt gesellschaftliche Verhältnisse kommen bei ihnen nicht vor. Das die soziale Revolution eine Frage von Zauberei sei, habe ich übrigens gar nicht behauptet - nur das diese keine von Brotaufstrichen ist.

@ kommunistischer antispe

greta 04.05.2009 - 20:04
wenn man sich mit dem neuesten revolutions-blättchen vor den netto stellt, bleiben aber weniger leute stehen als vor nem bortkorb. man muss ja nicht immer den nicht linksradikal-politisierten menschen die theoriebombe an den kopf knallen. die menschen werden schon selber nachfragen: wieso beuten wir die welt aus um billiges fleisch zu essen? wie kann ausbeutung verhindert werden?
glaubst du, wer unter den bei der aktion gelieferten argumenten nicht über seinen/ihren fleischkonsum nachdenkt, der ist für einen verzicht auf kapitalische "vorteile" offen?
man muss zumindest einmal denkanstöße geben, sonst wär ne revolution echt leicht gemacht und schon geschafft.

bratwurst auf demo

essen 04.05.2009 - 20:17
ich hab nichts gegen nen bratwurststand auf ner demo warum auch nicht von mir aus auch tofubratwurst oder so ;)

frage

hallo 05.05.2009 - 14:42
hey. mal ne frage: als ihr die produkte im laden umetikettiert habt, habt ihr das heimlich gemacht oder offensichtlich? wenn heimlich, dann wie habt ihr das unauffällig hingekriegt während ihr parallel dazu noch so viele andere aktionen gemacht habt? und wenn offensichtlich: habt ihr da nicht stress mit haussecuritys oder bullen gekriegt? ich find das übrigens ne sehr schöne aktion :)

nur eine ideologisierte essstörung

. 05.05.2009 - 20:46
und die dürre bleiche aktivistin bestätigt den verdacht.

bambiknutschen ist reaktionäre regression.