1.Mai in Berlin // Ticker

reporter 01.05.2009 14:37
Dies soll ein Ticker sein, der in mehr oder minder regelmäßigen Abständen über die Geschehnisse am heutigen 1.Mai in Berlin berichtet. Bitte helft mit Falschmeldungen rauszufiltern und gebt auch eigene Meldungen ab.
In Berlin stehen heute neben einer Gewerkschaftsdemo mit klassenkämpferischen Block, einem Naziaufmarsch, der MayDay-Parade, der Stalinisten- und Maoistendemo und der revolutionären 1.Mai-Demo etliche Events an. Lasst uns Ticker-artig zusammentragen, wie die Geschehnisse aussehen. Die ersten Nachrichten schreibe ich zum Teil aus Morgenpost-Ticker( http://www.morgenpost.de/berlin/article1084346/NPD_Anhaenger_wollen_durch_Koepenick_ziehen.html) und persönlichen Gesprächen auf.

Bei der Nazikundgebung mit anschließender Kurzdemonstration haben sich aktuell etwa 500 Neonazis eingefunden. Diesen stehen etwa 2000 Gegendemonstranten gegenüber. Dazwischen befinden sich 1000Polizeibeamte. Auf der hinführenden S-Bahn-Strecke der S3 haben Antifaschisten brennende Autoreifen auf die Schienen gelegt gehabt und (wie auch immer) ein Stellwerk manipuliert, weshalb die Anreise für Nazis und Antifas erschwert wurde. Am S-Bahnhof Köpenick gab es eine Sitzblockade, weshalb die S-Bahn zeitweise den Strom abschalten musste. Es sind viele Antifas von Außerhalb vor Ort.

Wie die Morgenpost berichtet hat inzwischen auch das MyFest in Kreuzberg angefangen.

Die Stalinisten und Maoisten haben mit rund 150 Personen auf ihrer Demonstration einen historischen Tiefpunkt erreicht, der sehr eindringlich das Bild dieses niedergehenden Aufzugs beschreibt. Im Vorjahr waren es noch etwa 500 Leute.

Auch der MayDay, so die Polizei, ist erstaunlich schwach besucht. Die Veranstalter hatten im Vorfeld mit Repression wegen der durch die Friedrichstraße angemeldeten Route zu kämpfen. Trotzdem wurden hier bis zu 10000 Menschen erwartet. Wie die Morgenpost berichtet sind es dort aktuell lediglich 50-100 Leute. Obwohl das MayDay-Bündnis sich mit dem Paradenkonzept auf der richtigen Seite zur Massenbewegung sieht und deshalb in der Vergangenheit immerwieder versuchte die 18 Uhr-Demonstration zu defamieren, scheint es nun als müsste der Vorbereitungskreis zu dieser Parade sein Konzept neu oder gänzlichst überdenken. Im Vorfeld des Aufzugs vom MayDay und der 18 Uhr-Demo hatten vor allem Letztere auch immer wieder ihren Kooperationswillen bekundet, auf welchen vor allem von FelS abgewunken wurde.

Von der Gewerkschaftsdemonstration sind keine genauen Zahlen bekannt. Es dürften allerdings nicht die angemeldeten 20000 Teilnehmer gewesen sein. Es ist auch nicht bekannt, wieviele Teilnhemer im klassenkämpferischen Block waren.

Um 18 Uhr startet am Kottbusser Tor die revolutionäre 1.Mai-Demonstration unter dem Motto "Kapitalismus ist Krieg und Krise!" zu der über 10000 Personen erwartet werden. Diese ist die jährliche "Krawall-Demo" in Berlin. Die Polizei hat angekündigt sich zurückhalten zu wollen. Im Vorfeld kritisierten Teile des Abgeordnetenhauses von Berlin, Boulevard-Presse und selbst hochrangige Mitglieder der Partei Die.Linke den Anmelder der Demonstration, Kirill Jermak, scharf. Dieser ist ebenfalls Mitglied der Linkspartei und in der Fraktion der Linken in der Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Lichtenberg. Die Antikapitalistische Linke innerhalb der Linkspartei solidarisierte sich mit der 18 Uhr-Demonstration und dem Anmelder. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei wolle Anzeige gegen den Anmelder erstatten, weil er den Einsatzhundertschaften des letzten Jahres einen faschistischen Korpsgeist vorwarf.

Bitte setzt die Berichterstattung fort!
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Ergänzungen

mayday-zahl erhöht sich

vomHandyAus 01.05.2009 - 15:04
der mayday ist inzwischen auf etwa 900-1000personen angewachsen. trotzdem wesentlich kleiner als erwartet

meldung

berliner afa 01.05.2009 - 15:06
-ca 20 neonazis wurden angeblich in köpenick geklatscht (anl`er)
-steinwürfe auf ein haus in dem ein nazi wohnt und rauskam um den hitlergruß zu zeigen ---> er festgenommen, wohnung (scheiben) stark beschädigt
-brennende barris in f-hain
-bushaltestellen, mc dreck und banken wurden beschädigt in f-hain
-spontandemonstration in f-hain
-nazis müssen ihr "familienfest" im innenhof der parteizentrale abhalten, sind wohl recht gefrustet

Revolutionärer 1. Mai in Istanbul

Sozialistix 01.05.2009 - 15:08
In Istanbul ist es anlässlich des 1. Mai zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen.
Mehrere Personen wurden festgenommen, die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Die Demonstranten warfen mit Steinen. Zu der Kundgebung hatten mehrere Gewerkschaften, linke Parteien und die pro-kurdische Partei DTP aufgerufen. Das türkische Parlament hatte erst an diesem Mittwoch den 1. Mai wieder zu einem gesetzlichen Feiertag erklärt.
Er war nach dem Militärputsch 1980 von der Liste der offiziellen Feiertage gestrichen worden. In der Türkei erinnert der “Tag der Arbeit” auch an den 1. Mai 1977, als bei einer Demonstration am Taksim-Platz in Istanbul 34 Menschen getötet wurden. In den vergangenen Jahren ist es dort am 1. Mai mehrmals zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und und Demonstrnaten gekommen.

Quelle und Video:  http://de.euronews.net/2009/05/01/ausschreitungen-in-istanbul/

Soziale & antifaschistische Unruhen weltweit!

Indy für Sektierer??

anni 01.05.2009 - 15:14
Was soll denn diese blödsinnige Spalterei und Hetze??

"Obwohl das MayDay-Bündnis [...] in der Vergangenheit immerwieder versuchte die 18 Uhr-Demonstration zu defamieren"

Abgesehen davon, dass Du Worte die Du nicht schreiben kannst auch nicht benutzen solltest, solltest Du auch nicht lügen! Schau Dir Indymedia an und Du merkst genau, wer da gegen wen hetzt...

"Im Vorfeld des Aufzugs vom MayDay und der 18 Uhr-Demo hatten vor allem Letztere auch immer wieder ihren Kooperationswillen bekundet, auf welchen vor allem von FelS abgewunken wurde."

Und was soll diese Lüge? Es gab überhaupt keine Kooperationsgespräche oder Angenbote von keiner Seite...

Beide haben wie Trachtenvereine einfach ihr Konzept durchgezogen als sei nix gewesen...

Indy bitte diesen Beitrag löschen! Die Intention ist nicht zu informieren, sonder nzu desinformieren, zu spalten und zu hetzen...

Ist der von den Bullen geschrieben oder von einem Verrückten??


http://www.dernewsticker.de/news.php?id=10963

nicht_anwesend 01.05.2009 - 15:14
Berlin (ddp-bln). Begleitet von massiven Ausschreitungen Linksextremer haben am Freitag Proteste gegen die Mai-Feierlichkeiten der NPD im Berliner Ortsteil Köpenick begonnen. Eine Sitzblockade von Hunderten Demonstranten aus der autonomen Szene auf dem S-Bahnhof Köpenick wurde von der Polizei aufgelöst. Dabei kam es zu massiven Ausschreitungen und mehreren Festnahmen. Der S-Bahnverkehr musste etwa eine Stunde unterbrochen werden.

Auf dem Bahnhof bot sich nach der Blockade Augenzeugen zufolge ein Bild der Verwüstung. Plakate waren heruntergerissen und Schaukästen zersplittert. Zur Zahl der Festnahmen konnte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage zunächst keine Angaben machen.

Eine gemeinsame Kundgebung des «Bündnisses für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick» und des «Bündnisses gegen Rechts» mit rund 600 Demonstranten vor dem Bahnhof verlief dagegen friedlich. An der Kundgebung nahmen unter anderen die Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Die Linke) und Abgeordnetenhauspräsident Walter Momper (SPD) teil.

Die rechtsextreme Partei will in ihrer Bundeszentrale in der nahe gelegenen Seelenbinderstraße ein sogenanntes Familienfest ausrichten. Ursprünglich hatte eine Kundgebung auch auf dem Mandrellaplatz stattfinden sollen. Die habe die NPD aber abgesagt, so dass sich die Veranstaltung auf die NPD-Bundeszentrale beschränkt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. NPD-Gegner hatten diesen Veranstaltungsort als besonders provokant empfunden. Der Platz trägt den Namen des katholischen Amtsrichters Rudolf Mandrella, der für seinen NS-Widerstand ermordet wurde.

Ein geplanter Auftritt des Rechtsextremisten Herbert Schweiger war von der Polizei verboten worden.

(ddp)

bilder aus köpenick

photoheini 01.05.2009 - 15:27

Nazi-Angriff in Dortmund

Antifa 01.05.2009 - 15:38
Wie auf "Der Westen" zu lesen ist, wurde die Gewerkschaftsdemo in Dortmund von 200-300 Nazis angegriffen.
Wenn hier im Ruhrgebiet nicht bald was passiert, können sich Linke hier ganz warm anziehen.
Antifa heißt Angriff!
 http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/dortmund/2009/5/1/news-118550907/detail.html

5000 Menschen auf der Mayday-Parade

rot 01.05.2009 - 16:48
Sieben Lautsprecherwagen +++ Gute Stimmung +++ Massenhafte Farbbeutelwürfe auf das Bundesfinanzministerium

bessere Informationen bietet der Taz-Ticker

michi 01.05.2009 - 17:02
Bin kein Taz-Fan, aber die Taz läuft Indymedia heute deutlich den Rang ab. Informationen zu allen Demos und scheinbar auch Vorort-Berichterstattung. Hier werden ja scheinbar nur Agenturmeldungen und Bullenzahlen reproduziert...


 http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/49-festnahmen-am-vorabend/

16.17, Bundesfinanzministerium, Wilhelmstraße: Grauer Granit, das war einmal. Die Fassade des Ministeriums ist seit wenigen Minuten bunt gesprenkelt. Rund zwei Dutzend Telinehmer der Mayday-Parade haben sie mit Farbeiern beworfen.


16.48, Online: Die Mayday-Organisatoren versenden per Mail eine Presserklärung zur Farbattacke auf das Finanzministerium (siehe 16.17 Uhr). Darin heißt es: "Das war keine unpolitische Randale sondern eine deutliche Meinungsäußerung. Wenn große Demonstrationen mit mehreren 10.000 Teilnehmern keine Bedeutung mehr haben und es immer noch Maßnahmen wie Hartz IV gibt, ist es verständlich wenn die Menschen andere Ausdrucksformen suchen. Das Finanzministerium scheint für viele ein symbolisches Objekt gewesen zu sein um zu zeigen, dass sie mit den derzeitigen Verhältnissen nicht einverstanden sind." Insgesamt seien etwa 60 Farbeier geflogen.

16:30

Roland Ionas Bialke 01.05.2009 - 17:17
Die Polizei steht mit Teilen der 3. Hundertschaft der 1. Bereitschaftspolizeiabteilung der Berliner Polizei (13) Skalitzerstr./ Ecke Mariannenstrasse - An der selben Stelle stehen auch viele Fahrzeuge der 1. Berietschaftspolizeiabteilung mit Hunden drin (1Z). Am Kottbusser Tor stehen (auffällig) viele PolizistInnen der Bundespolizei.

Sonst scheint nicht viel passiert zu sein, die Menschen widmen sich eher partypolitischen Dingen.

Vermutlich in den letzten Tagen haben Sprayer und/oder Sprayerinnen an einer Hauswand (Bethaniendamm 19) gegenüber der Köpi die Parole "DIE GRENZE VERLÄUFT NICHT ZWISCHEN OBEN UND UNTEN SONDERN ZWISCHEN DIR UND MIR" gesprüht. Scheint Kritik an der Köpi zu sein und in einer sehr waghalsigen Abseilaktion enstanden zu sein. Die Freifläche ist wirklich riesig und direkt auf die Köpi ausgerichtet.

indy hetzt?

fuckoff 01.05.2009 - 17:17
nana, mit verallgemeinerung sollte man vorsichtig umgehen. ja vielleicht steht da ein nicht wahrheitsgemäßer beitrag, aber du musst bedenken, dass auf indy jeder alles posten kann. natürlich können hier mayday hasser, bullen, nazis, antifakinder, etc posten und mit sicherheit, ist ein bestimmter teil totaler bockmist, aber trozdem ist indy eine relativ zuverlässige informationsplattform. reg dich nich so über irgendwelche schwachsinns kommentare auf, steh drüber

Bilder aus Köpenick und Mitte

A 01.05.2009 - 17:20
Bilder von der Antifa-Exkursion nach Köpenick und vom Mayday in Mitte:

 http://is.gd/vShU

Buntes Finanzministerium

some guy 01.05.2009 - 17:39
Während der Mayday-Parade am 01. Mai 09 ereignete sich um etwa 16:20 eine Farbattacke auf das Finanzministerium. Etwa 60 sogenannte Farbeier wurden aus dem Demonstrationszug heraus auf das Gebäude geworfen. Die Demonstration mit ca. 4000 Teilnehmern geht bisher ungestört weiter.

„Das war keine unpolitische Randale sondern eine deutliche Meinungsäußerung. Wenn große Demonstrationen mit mehreren 10.000 Teilnehmern keine Bedeutung mehr haben und es immer noch Maßnahmen wie Hartz IV gibt, ist es verständlich wenn die Menschen andere Ausdrucksformen suchen. Das Finanzministerium scheint für viele ein symbolisches Objekt gewesen zu sein um zu zeigen, dass sie mit den derzeitigen Verhältnissen nicht einverstanden sind.“ kommentierte Sprecherin Hannah Schuster.

Um ca. 18:00 wird es einen umfassenderen Rückblick auf die diesjährige Mayday-Parade geben.

Mayday!

bathtubgin 01.05.2009 - 17:45
Hier ein kurzer Eindruck vom Mayday gegen zwei rum (also eine gute Weile vor dem Kommentar hier), Stimmung war ziemlich gut und zum Artikelautor kann ich nur sagen: Wer zählen kann ist klar im Vorteil. Wenn du schon den Mayday dissen willst, dann doch aber bitte mit etwas mehr Stil und Akkuratheit. Naja, mir hat es seht gut dort gefallen.

Stand ca. 22:30

Roland Ionas Bialke 01.05.2009 - 23:35
Die 18 Uhr-Demonstration begann auch wirklich um 18 Uhr, was überraschend war. Am Kottbusser Tor war zu dieser Zeit keine Polizei zu sehen. Die Demonstration zog Richtung Süden, stoppte einige hundert Meter weiter, als die Bundespolizei die DemonstrantInnen aufhielten. Es folgten radikale Redebeiträge, was ich so noch nie erlebt hatte. Einmalig - Die Menschen die das organisiert haben, sind authentisch geblieben, haben den meisten Menschen aus der Seele gesprochen und zeigten grossen Mut.

Nachdem es dann weiterging provozierten wieder BundespolizistInnen einen Block weiter, wurden jedoch sofort und entschlossen attackiert. Die PolizistInnen waren von diesen Vorgehen sichtlich überrascht. Die Demonstration zu dann aber nicht mehr südlich weiter, ursprünglich sollte es zum Hermannplatz gehen, sondern bog wieder zurück auf die Skalitzer Strasse. An der dortigen Tankstelle wurden sofort wieder PolizistInnen entschlossen attackiert.

Es ging weiter durch das Myfest, und es schien, als ob alles so werden würde wie in den letzten Jahren. Blieb es aber nicht. Als die Demonstration wieder zwei Blöcke aus dem Myfest draussen war, griff die Polizei erneut diese mit ihrer repressiven Anwesenheit an. Wieder ergriffen die DemonstrantInnen, zum grossen Teil mit Sturmhauben vermummt, die Initiativen. Ein Flaschenhagel regnete auf die Polizei nieder. Sehr laute Böller wurden geworfen, Schilder flogen - So als ob es die letzten 5 Jahre nicht gegeben hätte.

Die Polizei war diesmal etwas zahlreicher vertreten und zog erstmal nicht so schnell ab. Schliesslich bildeten sich, als die Demonstration in die Wiener Strasse einbog, um und in der Demonstration Gruppen von gepanzerten BereitschaftspolizistInnen. Die Situation eskalierte, die PolizistInnen wurden massiv angegriffen, versuchten zurückzuschlagen, was aber nicht gelang. Extrem viele DemonstrantInnen wehrten sich einfach, zwei Polizeiautos wurden massiv angegriffen.

Wieder am Kottbusser Tor angekommen wurde die Demonstration von den VeranstalterInnen für vorzeitig beendet erklärt. Und genau ab da war dann wieder fast alles so wie in den letzten Jahren. Die DemonstrantInnen agierten selbstbewusster und entschlossener, aber als die Polizei in die Demonstration einsickern konnte und der Lautsprecherwagen am Kottbusser Tor stehen blieb, war die Bewegung weg. Ein gutes Konzept, eine gute Organisation, aber der Flächenbrand konnte nicht entzündet werden.

Zwar griffen die Menschen kurz danach wieder die überraschten PolizistInnen an, aber sie bewegten sich nicht mehr (gemeinschaftlich). Die Polizei hatte kurz nach der Beendigung die Lage unter Kontrolle. Es wurden noch einige Feuer entzündet, ein paar Flaschen geworfen - Aber die Polizei gewann ab diesen Moment. Es danach etliche Festnahmen und Flaschenwürfe gegen PolizistInnen, die dann PassantInnen trafen.

Ca. ab 22 Uhr am Kottbusser Tor die ganze Süd-Seite abgeriegelt, es gab einen "Sitzstreik" von zumeist jungen Leuten und die U-Bahn fährt am Kottbusser Tor durch, ist geschlossen.

Persönliches Fazit: Mal abgesehen davon, dass ich eine riesige Angst hatte und mich nicht auf sowas vorbereitet hatte, gab es heute endlich wieder militanter Aktivismus aus einer Demonstration heraus. Die Leute die sich vorbereitet hatten, hatten die Polizei bis zur Wiener Strasse unter Kontrolle. Die Entscheidung nicht nach Neukölln zu gehen, war dann aber ein Fehler und so wurde in alte Verhaltensmuster zurückgefallen. Die OrganisatorInnen haben die Demonstration einfach nur super durchgeführt, ein Wunder, dass der Lautsprecherwagen nicht angegriffen wurde. Wahrscheinlich entschieden sich die OrganisatorInnen deshalb die Demonstration früher zu beenden. Ich habe kurz einige Journalisten gesprochen, die waren auch sehr begeistert, dass sie wieder was zu berichten haben. Es brennt wieder, heizen Wir es an!! Meinen Respekt an die OrganisatorInnen.

@Roland

bob 02.05.2009 - 01:23
Sicherlich hast du Recht, dass die entschlossenheit von der dynamischen Situation der Demonstration positiv beeinflusst wurde und diese Dynamik beim vorzeitigen Ende verloren ging. Allerdings halte ich es für es für eine gute Idee, dass die Demo wieder zurück zum Kotti gelenkt wurde. Man stelle sich vor wie die Bullen ausgetickt wären, wenn wir durchs (nahezu) menschenleere Neukölln gelaufen wären. Und nach Xberg hätten sie uns auch nicht mehr gelassen. Sicherlich eine schwierige Frage, die sich die Demoleitung dann zu stellen hatte, aber ich denke es war die Richtige Entscheidung. Außerdem hat man ja in den letzten Wochen gesehen, dass das meiste ausserhalb von Versammlungen geht und zudem mit einem niedrigeren Repressionsrisiko vorort einhergeht.

Die Rückkehr des Kreuzberger 1. Mai

Kreuzberger 02.05.2009 - 01:51
Momentan geht es durch alle Medien: Die Ausschreitungen im berliner Bezirk Kreuzberg waren die schwersten seit 5 Jahren. Innensenator Körting gerät unter Druck, da er die Lage anscheinend falsch eingeschätzt hatte.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Zeige die folgenden 9 Kommentare an

Nicht falsch — Alb

Haha — lachmichtot

@Alle — Antifaschistische Linke Berlin

roland bialke — laber nich son scheiss