Münster: 1000 Menschen demonstrieren für Atomausstieg
Heute demonstrierten in Münster an die 1000 Leute für den sofortigen Atomausstieg. Das war die größte Anti-Atom--Demo in NRW seit den Castor-Transporten von Rossendorf nach Ahaus in 2005. Die Demo stand unter dem Motto "Tschernobyl mahnt: Keine Renaissance der Atomenergie - Atomanlagen sofort stilllegen" und war eine von bundesweit drei zentralen Demos. Morgen finden um 14 Uhr zwei weitere Kundgebungen vor den AKWs Krümmel und Neckarwestheim statt.
Auch im Münsterland ist das Wiedererstarken der Anti-Atom-Bewegung zu spüren. Was letzten November in Gorleben begann, im Februar in Berlin und zwischen Schacht Konrad und ASSE sowie im März auf der RWE-Aktionswoche weiterging, hat nun auch in Münster wesentlich mehr Menschen auf die Straßen gebracht als in den letzten Jahren.
Immer mehr Leute merken, dass der Atomausstieg kein automatischer Prozess ist, dass auf die Unterschrift der großen Energiekonzerne nichts zu geben ist und dass die Neubaupläne für AKWs in ganz Europa zu einer Renaissance der Atomkraft führen könnten - wenn wir jetzt nicht gemeinsam den Atomwahn stoppen.
So sprachen auf der Demo in Münster unter anderem AtomkraftgegnerInnen aus Bulgarien, Frankreich und Russland. Albena Simeonova forderte RWE auf, das Erdbeben-AKW Belene nicht zu bauen, Cécile Lecomte rief zu Widerstand gegen den EPR-Bau in Flamanville und Penly (geplant) auf, während Rashid Alimov den sofortigen Stopp des Uranmüllexports von Gronau, Almelo und Frankreich nach Russland forderte. Wo die Atomindustrie international agiert, muss sich auch der Widerstand international vernetzen. Mehrere RednerInnen forderten zudem die Auflösung der großen Atomkonzerne und einen Umstieg auf Erneuerbare Energien.
Der Tag begann mit einem netten Radkorso vom Hauptbahnhof, wo regelmäßig die Uranmülltransporte nach Russland durchrollen. Bei der Auftaktkundgebung kündigte die BI Ahaus entschiedenen Widerstand gegen neue Atommülltransporte ins Zwischenlager Ahaus an, die schon ab 2010 aus La Hague und dem Kernforschungszentrum Jülich rollen könnten. Der AKU Gronau forderte die sofortige Stilllegung der UAAs Gronau und Almelo.
Danach setzte sich der bunte Demozug in Bewegung, der im Laufe der Demo noch weiter wuchs. Am Ende ging es an der Bezirksregierung vorbei, wo seit 2006 auf Beschluss der Landesregierung NRW im Geheimen die Genehmigungsanträge für neuen Atommüll nach Ahaus bearbeitet werden - Öffentlichkeit unerwünscht. Auf der Abschlusskundgebung heizten dann Zaunkönig und Pit Budde ordentlich ein - die Stimmung war super und die Demo macht Hoffnung, dass die nächsten Monate noch einige größere Aktionen zu erwarten sind. Allen ist klar, die Demo heute war ein ermutigender Auftakt - beim nächsten Mal müssen wir noch mehr werden!
Gleich morgen geht es weiter vor den AKWs Krümmel und Neckarwestheim. Wir selbst fahren nach Krümmel - und senden solidarische Grüße an den Neckar!
Und am 5. September geht es natürlich zur bundesweiten Demo nach Berlin - die Mobilisierung dafür muss schon jetzt beginnen, damit wir die 16 000 aus Gorleben noch toppen.
Apropos: In Gronau steht noch immer der nächste Uranmülltransport nach Russland abfahrbereit auf den Gleisen. Derzeit rechnen wir mit dem Abtransport nächste Woche. Haltet euch auf dem Laufenden unter www.urantransport.de !!
Atomanlagen sofort stilllegen - Atomkonzerne auflösen !!
Immer mehr Leute merken, dass der Atomausstieg kein automatischer Prozess ist, dass auf die Unterschrift der großen Energiekonzerne nichts zu geben ist und dass die Neubaupläne für AKWs in ganz Europa zu einer Renaissance der Atomkraft führen könnten - wenn wir jetzt nicht gemeinsam den Atomwahn stoppen.
So sprachen auf der Demo in Münster unter anderem AtomkraftgegnerInnen aus Bulgarien, Frankreich und Russland. Albena Simeonova forderte RWE auf, das Erdbeben-AKW Belene nicht zu bauen, Cécile Lecomte rief zu Widerstand gegen den EPR-Bau in Flamanville und Penly (geplant) auf, während Rashid Alimov den sofortigen Stopp des Uranmüllexports von Gronau, Almelo und Frankreich nach Russland forderte. Wo die Atomindustrie international agiert, muss sich auch der Widerstand international vernetzen. Mehrere RednerInnen forderten zudem die Auflösung der großen Atomkonzerne und einen Umstieg auf Erneuerbare Energien.
Der Tag begann mit einem netten Radkorso vom Hauptbahnhof, wo regelmäßig die Uranmülltransporte nach Russland durchrollen. Bei der Auftaktkundgebung kündigte die BI Ahaus entschiedenen Widerstand gegen neue Atommülltransporte ins Zwischenlager Ahaus an, die schon ab 2010 aus La Hague und dem Kernforschungszentrum Jülich rollen könnten. Der AKU Gronau forderte die sofortige Stilllegung der UAAs Gronau und Almelo.
Danach setzte sich der bunte Demozug in Bewegung, der im Laufe der Demo noch weiter wuchs. Am Ende ging es an der Bezirksregierung vorbei, wo seit 2006 auf Beschluss der Landesregierung NRW im Geheimen die Genehmigungsanträge für neuen Atommüll nach Ahaus bearbeitet werden - Öffentlichkeit unerwünscht. Auf der Abschlusskundgebung heizten dann Zaunkönig und Pit Budde ordentlich ein - die Stimmung war super und die Demo macht Hoffnung, dass die nächsten Monate noch einige größere Aktionen zu erwarten sind. Allen ist klar, die Demo heute war ein ermutigender Auftakt - beim nächsten Mal müssen wir noch mehr werden!
Gleich morgen geht es weiter vor den AKWs Krümmel und Neckarwestheim. Wir selbst fahren nach Krümmel - und senden solidarische Grüße an den Neckar!
Und am 5. September geht es natürlich zur bundesweiten Demo nach Berlin - die Mobilisierung dafür muss schon jetzt beginnen, damit wir die 16 000 aus Gorleben noch toppen.
Apropos: In Gronau steht noch immer der nächste Uranmülltransport nach Russland abfahrbereit auf den Gleisen. Derzeit rechnen wir mit dem Abtransport nächste Woche. Haltet euch auf dem Laufenden unter www.urantransport.de !!
Atomanlagen sofort stilllegen - Atomkonzerne auflösen !!
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Ergänzungen
Fotos
Heute Krümmel und Neckarwestheim!
1,000 at anti-nuclear demo in Münster
The local SOFA group says this was the biggest anti-nuclear demonstration in the state of North-Rhine Westphalia (the most populous) since nuclear waste was trucked 600 kilometres on autobahns from Rossendorf, near Dresden, in east Germany to a storage hall in nearby Ahaus (45 km) in 2005.
Münster’s was one of three central demos throughout Germany to mark the anniversary of the Chernobyl explosion in Ukraine and to demand that there be no renaissance of nuclear energy.
Today, Sunday (Germany is eight hours behind Queensland) two more protest rallies are being called outside nuclear power stations at Krümmel (40 km southeast of Hamburg) and Neckarwestheim (170 km south of Frankfurt).
SOFA suggests that a resurgence of the anti-nuclear movement can also be felt in the Münster area.
What had started last November with 16,000 protesters in Gorleben (
“More and more people are realizing that getting out of nuclear power is no automatic process, that the signature of the big power companies is worthless and that the plans to build new nuclear power stations throughout Europe could lead to a renaissance of nuclear power.”
Speakers in Münster included nuclear opponents from Bulgaria, France and Russia.
· Albena Simeonova called on RWE, a German transnational utilities giant, not to build a nuclear station at earthquake-prone Belene in Bulgaria.
· Cécile Lecomte called for resistance against the new type of European Pressurized Reactors being built at Flamanville in Normandy and planned for Penly (building to start in 2012) where it will join an already operating nuke on the English Channel coast.
· Rashid Alimov demanded immediate cessation of transportation to Russia of depleted uranium waste from the enrichment plant at Gronau (26 linear kilometres from Münster), Almelo und France.
A long train is ready to move from the Gronau factory compound to Rotterdam where a ship is waiting to take another load of depleted uranium to Russia. Progress can be followed at www.urantransport.de.
Where nuclear industry works internationally, resistance to it must also network internationally, SOFA wrote.
Several speakers also demanded that the big nuclear companies be dissolved and that the energy supply be converted to renewable sources.
Münster has a population of 270,000, about 48,500 of whom are students. Known as “the bicycle capital of Germany” it has also been voted the country's most liveable city.
Bilder von der Demo
Fot
1000 Menschen gegen Betrieb von AKW Krümmel
Geesthacht (dpa/lno) - Mehr als 1000 Atomkraftgegner haben am Sonntag gegen eine erneute Inbetriebnahme des Atommeilers Krümmel in Geesthacht protestiert. Krümmel dürfe nicht wieder ans Netz gehen, forderten Umweltverbände und Anti-Atom-Initiativen. Nachdem jüngst ein Kind in der Elbmarsch an Leukämie erkrankt ist, hatten bereits Ärzte und Bürger das endgültig Aus des Meilers gefordert. Im Umkreis von etwa fünf Kilometern um das AKW Krümmel sind seit 1989 neunzehn Kinder an Blutkrebs erkrankt. Hauptanlass der Demonstration war der 23. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl.
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Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
wo ist die Nachricht zu den Plänen der CDU??? — selman