Bundeswehrvortrag in Wolfenbüttel gestört
Die Linksjugend [‘solid] Braunschweig – Wolfenbüttel und Peine störten gestern Abend einen pro‐militaristischen Vortrag der Bundeswehr.
Im Wolfenbütteler Hotel Antoinette war gestern Abend Oberstleutnant Lange, Sprecher für den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan, Gastgeber. Das Hotelmanagement und die Bundeswehr luden zu einem Vortrag über Afghanistan. In ihm sollte die Situation der Soldaten und Bürger in Afghanistan geschönt und der Kriegseinsatz der Frauen und Männer als humanitärer Dienst für Frieden und Sicherheit dargestellt werden. Die rund 50 Gäste waren vom Einsatz der Bundeswehr überzeugte Pensionisten, einige wenige Personen mittleren Alters und etwa 20 Schülerinnen und Schüler.
Nach den ersten Ausführungen des Oberstleutnants standen die beiden [‘solid] Aktivisten auf, hielten die Friedensfahne hoch und sagten laut „Nein zu Krieg!“. Ein Raunen ging durch den Saal und einer der älteren Herren entriss schnellstmöglich die Fahne. Der Sprecher der Bundeswehr beschimpfte die jungen Protestierenden als „link“. Sie sollten sich setzen, den Vortrag zu Ende hören und könnten im Anschluss ein Gespräch mit ihm führen. Das Kontra, er und die Bundeswehr seien link, da sie versuchten mit verlockenden Angeboten und falschen Aussagen die Militarisierung der Gesellschaft voranzutreiben und junge Leute für lebensgefährliche Kriegseinsätze zu missbrauchen, machte den Pressesprecher perplex. Dem verdutzten Oberstleutnant kam ein Hotelmitarbeiter zu Hilfe der die Friedensprotestler aus dem Saal geleitete. Den anwesenden Schülerinnen und Schülern konnten auf dem Weg hinaus noch Aufkleber gegen Krieg und die Bundeswehr gegeben werden.
Wir hoffen einige der jungen Leute vor den Schrecken des Kriegseinsatzes gerettet zu haben.
Die Linksjugend [‘solid] Braunschweig – Wolfenbüttel und Peine
Nach den ersten Ausführungen des Oberstleutnants standen die beiden [‘solid] Aktivisten auf, hielten die Friedensfahne hoch und sagten laut „Nein zu Krieg!“. Ein Raunen ging durch den Saal und einer der älteren Herren entriss schnellstmöglich die Fahne. Der Sprecher der Bundeswehr beschimpfte die jungen Protestierenden als „link“. Sie sollten sich setzen, den Vortrag zu Ende hören und könnten im Anschluss ein Gespräch mit ihm führen. Das Kontra, er und die Bundeswehr seien link, da sie versuchten mit verlockenden Angeboten und falschen Aussagen die Militarisierung der Gesellschaft voranzutreiben und junge Leute für lebensgefährliche Kriegseinsätze zu missbrauchen, machte den Pressesprecher perplex. Dem verdutzten Oberstleutnant kam ein Hotelmitarbeiter zu Hilfe der die Friedensprotestler aus dem Saal geleitete. Den anwesenden Schülerinnen und Schülern konnten auf dem Weg hinaus noch Aufkleber gegen Krieg und die Bundeswehr gegeben werden.
Wir hoffen einige der jungen Leute vor den Schrecken des Kriegseinsatzes gerettet zu haben.
Die Linksjugend [‘solid] Braunschweig – Wolfenbüttel und Peine
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Ergänzungen
Hochschulen forschen für den Krieg
Im Jahr 2008 hat die Bundesregierung 1,1 Milliarde Euro dafür gezahlt,
dass an Hochschulen und in so genannten An-Instituten Rüstungsforschung
betrieben wird. Das Bundesministerium für Verteidigung (BMVg) vergab
Aufträge für bundeswehrrelevante und wehrtechnische Forschung an
Hochschulen in zehn Bundesländern. Insgesamt führen 27 Hochschulen
derartige Projekte durch. Daneben erhielten auch einschlägige
Forschungseinrichtungen wie die Forschungsgesellschaft für Angewandte
Naturwissenschaften (FGAN), das Deutsche Zentrum für Luft – und
Raumfahrt (DLR) oder die Fraunhofer Gesellschaft Aufträge. Im Rahmen des
7. Forschungsprogramms der EU wird an Hochschulen auch im
„Forschungsprogramm für die zivile Sicherheit“ gearbeitet, dessen
Ergebnisse teils ebenfalls „sicherheitsrelevant“ sind. Gleichzeitig ist
2007 das deutsche Forschungsprogramm zur „zivilen Sicherheit“ gestartet.
Die Forschungsprojekte reichen insgesamt von der Entwicklung besserer
Panzerungen über wehrpsychologische Projekte bis hin zu
sozialwissenschaftlicher Forschung. Auch in der Lehre gibt es
Verbindungen zwischen Hochschulen und der Bundeswehr. Von einzelnen
Vorträgen mit Jugendoffizieren über Personalüberschneidungen bis hin zum
Studiengang „Military Studies“ bestehen teils „erfreulich intensive“
Kooperationen, wie es im Jahresbericht der Jugendoffiziere 2007 heißt.
Sarah Nagel stellt in ihrer IMI-Studie "Hochschulen forschen für den
Krieg" diese Aspekte der Militarisierung von Forschung und Lehre dar und
geht auch auf Versuche von Angestellten und Studierenden ein, sich
dagegen zu wehren. Die Studie enthält auch eine Liste aller
Universitäten, von denen bekannt ist, dass sie u.a. Rüstungsforschung
betreiben.
In Bernau bei Berlin Aktion gegen Bundeswehr
Mehr Infos:
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Von Pferden und Menschen — Zappa
Achtung, nasser Regen! — Marco
Werbung — Oi!
lächerlich — irrelevant