Frankfurt: Soliaktion gegen Räumung in Erfurt
Frankfurt am Main: Spontane Soliaktion gegen die Räumung des besetzten Hauses in Erfurt. Demonstrant_innen stürmen „My Zeil“.
Am 16.04.09 versammelten sich um 19h ca. 150 Menschen an der Bockenheimer Warte, um ihre Solidarität mit dem am morgen gewaltsam geräumten, besetzten Haus in Erfurt zu bekunden. In den Seitenstrassen hatten sich bereites dieverse Einsatzkräfte der Polizei postiert. Diese überraschend, verschwand der Zug in der U-Bahn, um gemeinsam zur Hauptwache (Innenstadt) zu fahren. Dort formierte sich schnell eine Spontandemo in Richtung des vor kurzem groß gefeierten, neuen Frankfurter Prestigeobjektes „My Zeil“ in der Haupteinkaufsstrasse. Es wurden Parolen skandiert wie: „ Kein Gott, kein Staat, kein Mietvertrag“ und „Kein Tag ohne – Autonomes Zentrum“.
Auf diese Situation waren offensichtlich weder die Bullen, noch die Securities vorbereitet.
Unter Einsatz von Feuerwerkskörpern und mit brennendem Benggalo stürmten die Demonstrant_innen das Einkaufszentrum. Ein kleiner, unkoordinierter Trupp Bullen rannte hinterher und versuchte, während der Rauch sich verteilte und Mülleimer flogen, der Lage Herr zu werden. Die Demonstrant_innen verließen das Einkaufszentrum wieder, gefolgt von sich vermehrender Polizei, zu der nun auch eine Hundestaffel gestoßen war. Gegen Ende der Einkaufsstrasse zerstreuten sich die Demonstrant_innen. Sich untereinander streitend, schafften es die Bullen nur, einem Teil der Demonstration hinterher zu kommen. Die einzige vorhandene Bullenwanne raste auf eine Gruppe von Demontrationsteilnehmer_innen zu – eine Aktion, die nur deshalb nicht zu schwereren Verletzungen führte, da die Teilnehmer_innen gerade noch rechtzeitig zur Seite sprangen. Weitere Demonstrant_innen wurden von der Hundestaffel bedrängt. Leider kam es zu drei Ingewahrsamnahmen, bei denen ein Demonstrant eine Kopfverletzung erlitt.
Dennoch: der (Häuser)-Kampf geht weiter...........
Solidarische Grüße aus Frankfurt
Auf diese Situation waren offensichtlich weder die Bullen, noch die Securities vorbereitet.
Unter Einsatz von Feuerwerkskörpern und mit brennendem Benggalo stürmten die Demonstrant_innen das Einkaufszentrum. Ein kleiner, unkoordinierter Trupp Bullen rannte hinterher und versuchte, während der Rauch sich verteilte und Mülleimer flogen, der Lage Herr zu werden. Die Demonstrant_innen verließen das Einkaufszentrum wieder, gefolgt von sich vermehrender Polizei, zu der nun auch eine Hundestaffel gestoßen war. Gegen Ende der Einkaufsstrasse zerstreuten sich die Demonstrant_innen. Sich untereinander streitend, schafften es die Bullen nur, einem Teil der Demonstration hinterher zu kommen. Die einzige vorhandene Bullenwanne raste auf eine Gruppe von Demontrationsteilnehmer_innen zu – eine Aktion, die nur deshalb nicht zu schwereren Verletzungen führte, da die Teilnehmer_innen gerade noch rechtzeitig zur Seite sprangen. Weitere Demonstrant_innen wurden von der Hundestaffel bedrängt. Leider kam es zu drei Ingewahrsamnahmen, bei denen ein Demonstrant eine Kopfverletzung erlitt.
Dennoch: der (Häuser)-Kampf geht weiter...........
Solidarische Grüße aus Frankfurt
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Ergänzungen
Firebird
die andere seite der medaille
ich wusste heute früh, als ich den eingestellten text lass, nicht ob ich weinen oder lachen sollte. aber dazu gleich mehr. vielmehr habe ich das gefühl, dass einige unter realitätsverlust und wahrnehmungsstörungen leiden... welche vielleicht sogar bezeichnend sind und synonym stehen für den desolaten zustand der linksradikalen "szene" in frankfurt.
sicher, jeder beitrag ist subjektiv objektiv und erzählt damit die wahrheit der erlebnisse der teilnehmenden person/en - die einzige wahrheit. aber diese schilderung der gestrigen erlebnisse spottet jeder beschreibung. interessant und fast schon amüsant ist, dass wir im anschluss an die demo -wir saßen mittlerweile bei einem kühlen bier zusammen um das geschehene aufzuarbeiten- eben jenen obigen artikel (mehr aus flachs und parodie) eins zu eins vor unseren geistigen augen zu papier brachten.
eine kurze zusammenfassung aus meiner sicht:
man traf sich auf dem uni-gelände - vor dem café koz. gegen halb acht setzten sich geschätzte 100 Personen (eine wohlwollende schätzung) in bewegung. angekommen am scheußlichen glas-stahl-beton-konsum-tempel „my zeil“ wurde dieser umgehend gestürmt (o-ton) – eigentlich sind wir nur -wie geschätzte x andere leute zuvor- und jeder „normalo“ durch den eingang in den innenbereich der postmodernen kirche gegangen. dort wurden wir relativ schnell von den securitys aufgehalten und ca. 10-15 bullen schnitten uns den weg ab. nach einer rangelei kam es zu einer (oder zwei) ingewahrsamnahmen seitens der bullen.
zum bilde: vor uns eine kette aus vielleicht 6 securitys, dahinter die hand voll bullen mit dem oder den gefangen genommenen und dahinter der „linksradikale“ und zu allem entschlossene mob – achtung ironie, bitte nicht stolpern (zu diesem zeitpunkt waren mindestens noch 50 demo-teilnehmer im tempel anwesend). entschlossene gefangenenbefreiung? fehlanzeige! vorne arbeiteten sich –vergeblich- ca. 10 genossen an den securitys ab um (so schien es) die „gefangenen“ zu befreien, der großteil der demo-teilnehmer war da bereits geflüchtet. aufgrund der dann eintretenden zahlenmäßigen unterlegenheit ein aussichtsloser kampf, welcher nach kurzem hin und her eingestellt und der rückzug angetreten wurde.
nach kurzem sprint aus dem kaufhaus um die ecke stand mensch vor einer bullenwanne (in worten: einer!) mit 3 oder 4 unbehelmten insassen, welche sich den flüchtenden in den weg stellte. und was machte der gefährliche, linksradikale mob? ich erspare mir weiteres…
anschließend verteilten sich die demo-teilnehmer in alle richtungen und die kraftvolle und entschlossene demo war nach insgesamt geschätzten 10 minuten vorbei (ok, 20 minuten, da wir 10 minuten auf die u-bahn warten mussten) bevor sie überhaupt angefangen hatte.
dem bericht zu folge muss also irgendwo in frankfurt noch eine demo stattgefunden haben! denn die demo auf der ich war, war erbärmlich in ihrer entschlossenheit, durchschlagskraft und noch dazu total unkoordiniert. das einzig positive ist, dass sich überhaupt 100 leute von ihren sofas runter bequemt haben. aber angesichts der größe und des einzugsgebietes rund um frankfurt ist auch das eher erbärmlich und ein armutsbeweiß der bestehenden linksradikalen szene in frankfurt und umgebung…
scheinbar ist es mittlerweile eine erfolgsmeldung wert -ja eine erfolgreiche demo gewesen, wenn 5 böller und 3 bengalfackeln gezündet wurden...
p.s. bitte verbessert mich
Mittendrin statt nur dabei
Zu kritisieren habe ich jedenfalls, dass es keinerlei politisches Motiv für diese Aktion gab. Klar, wir wussten, das wir für die erfurter GenossInnen eine Soli-Aktion machen. Aber wusste das sonst noch einer? Wir hätten vor dem KoZ eine Kundgebung machen können, dann auf der Zeil eine weitere Kundgebung machen können. Wenn nicht im stehen, dann im laufen. Es ist, glaube ich, bekannt, das die Frankfurter Szene extrem gespalten ist. Aber mittlerweile zweifle ich nicht nur an der Fähigkeit der Leute, sich auszutauschen, sondern ich zweifle auch an dem Willen bzw. der Radikalität der Leute, sich für Ziele einzusetzen. Als in MyZeil ein Genosse oder eine Genossin(konnte ich nicht erkennen) von der Polizei auf den Boden gedruckt wurde, habe ich mich gefragt, warum keiner was macht. Es wurde zwar gefordert, die Person freizulassen, aber es folge keine Aktion. Ich befand mich im hinteren Teil des Mobs und als ich gerade auf dem Weg nach vorn war, kam mir der Mob schon wieder entgegen. Es waren schließlich nur Bullen ohne Helm, ohne Schild, ohne Knüppel. Wir rufen immer "Ohne Helm und ohne Knüppel seit ihr nichts!" Und was machen wir dann? Ohne Masse ab 1.000 aufwärts sind wir auch nichts, hat es für mich den Anschein. Wir waren in zahlenmäßiger Überlegenheit. Die Bullen wussten doch gar nicht, was sie machen sollten.
Also wie gesagt, diese gesamte Soli-Aktion war sinnfrei und man hätte es auch sein lassen können. Am Ende habe ich mich schon geärgert, das ich dabei war. Denn ich hatte eigentlich etwas anderes vor. Etwas besseres, wenn ich es im nachhinein betrachte. Es fehlt einfach die Vernetzung. Organisation muss ja nicht sein. Aber eine Vernetzung. Das man sich vom sehen kennt oder so. Oder das man die handy nummern austauscht. Funktioniert ja ganz einfach.
Widerstand muss vernetzt sein. Ansonsten kann ich dazu nur meine lieben Freunde, die Borg, zitieren: "Widerstand ist zwecklos!"
Kamm doch rüber...
... um was es ging. Zumindest in der Presse. Natürlich sollte mensch solche Aktionen
in Zukunft besser planen, aber für eine so kurze Mobilisierungszeit von ein paar Stunden ist es doch ok.
Hier der FR-Artikel:
STURM AUF MYZEIL
Von Jana Schulze
Polizeieinsatz in Frankfurt
"Es war ein kurzer, prägnanter Auftritt", beschreibt ein Mitarbeiter eines Herrenausstatters den Moment als eine Gruppe Demonstranten am Donnerstagabend gegen 20 Uhr mit einem Bengalischen Feuer durch die Einkaufsgalerie My Zeil stürmt. Rund 70 junge Männer und Frauen sind es, viele von ihnen schwarz gekleidet, einige sind vermummt. "Sie sind wie eine Horde Wilder durch das Erdgeschoss gerannt", sagt der Verkäufer. "Wir haben dann alle relativ schnell, wenn auch nur für kurze Zeit, die Läden geschlossen."
Die Frankfurter Polizei spricht von "Personen, die dem linken Spektrum zuzurechnen sind". Nachdem am frühen Donnerstagmorgen im thüringischen Erfurt ein besetztes Haus mit einem großen Polizeiaufgebot und Hubschraubern geräumt worden war, hatten die dortigen Aktivisten bundesweit zur Solidarität aufgerufen. Auch nach Frankfurt hallt der Ruf: 19 Uhr, Treffpunkt KOZ, Campus Bockenheim, lautet die Ankündigung, die per Internet an alle Mitstreiter und Unterstützer geht. "Nach diesem Aufruf konnten wir uns denken, dass da was kommt und haben auf dem Campus geschaut, wie es sich entwickelt", sagt Polizeisprecher Manfred Füllhardt. Die Demonstranten sprechen von "diversen Einsatzkräfte in den Seitenstraßen rund um die Bockenheimer Warte". Dort hätten sich, so die Linksaktivisten, rund 150 Menschen zur Kundgebung versammelt.
Per U-Bahn fahren die Demonstranten in die Innenstadt bis zur Hauptwache, laufen dann über die Zeil schnurstracks auf Frankfurts neue Vorzeigegalerie "My Zeil" zu. Ein Bengalisches Feuer wird entzündet, ein Böller fliegt durch die Luft. Die Schwarzgekleideten rufen Anti-kapitalistische-Parolen "Kein Chef, kein Staat, kein Mietvertrag" und "Kein Tag ohne – Autonomes Zentrum". Dann geht alles blitzschnell, ein Demonstrant rennt mit dem Bengalisches Feuer ins Erdgeschoss und wirft es von sich. Seine Sympathisanten jagen hinter her, dahinter kommen Polizisten angerannt. Die Demonstranten werfen Plastikflaschen, kicken Mülleimer um. Ein Verkäufer und ein Sicherheitsbeamter werden dabei leicht verletzt. Die Läden verschließen ihre Türen.
Eine Hundestaffel der Polizei rückt als Verstärkung an. Es kommt zum Gerangel zwischen Demonstranten und Polizisten. "Es ging zur Sache", sagt Polizeisprecher Füllhardt. Einige seiner Kollegen hätten Tränengas ins Gesicht gesprüht bekommen. Nach knapp 20 Minuten wabert nur noch etwas Rauch durchs Erdgeschoss von My Zeil ein. Die Polizisten haben drei Männer festgenommen – wegen "Widerstand gegen die Staatsgewalt" und "Landfriedensbruch". Sieben Randalierer müssen ihre Personalien angeben. Der Rest der Aktivisten kann der Polizei entkommen.
Laut Polizei splitten sie sich in kleine Gruppen auf, verteilen sich auf die Innenstadt. "In der Stiftstraße hat dann noch einer der Demonstranten gegen ein Polizeifahrzeug getreten", sagt Müllhardt. In einem Internet-Blogg der Demonstrationsteilnehmer heißt es, nach dem Sturm auf My Zeil sei "die einzige, vorhandene Bullenwanne raste auf eine Gruppe von Demonstrationsteilnehmer" zugerast und die Menschen zur Seite gesprungen. Mittlerweile sind die drei Festgenommenen wieder frei.
FR hat verstanden um was es ging
war nicht perfekt, aber für die kürze der Mobilisierungszeit doch ok.
Hier der FR Artikel
Demonstration in Frankfurt
Sturm auf My Zeil
Von Jana Schulze
Polizeieinsatz in Frankfurt
"Es war ein kurzer, prägnanter Auftritt", beschreibt ein Mitarbeiter eines Herrenausstatters den Moment als eine Gruppe Demonstranten am Donnerstagabend gegen 20 Uhr mit einem Bengalischen Feuer durch die Einkaufsgalerie My Zeil stürmt. Rund 70 junge Männer und Frauen sind es, viele von ihnen schwarz gekleidet, einige sind vermummt. "Sie sind wie eine Horde Wilder durch das Erdgeschoss gerannt", sagt der Verkäufer. "Wir haben dann alle relativ schnell, wenn auch nur für kurze Zeit, die Läden geschlossen."
Die Frankfurter Polizei spricht von "Personen, die dem linken Spektrum zuzurechnen sind". Nachdem am frühen Donnerstagmorgen im thüringischen Erfurt ein besetztes Haus mit einem großen Polizeiaufgebot und Hubschraubern geräumt worden war, hatten die dortigen Aktivisten bundesweit zur Solidarität aufgerufen. Auch nach Frankfurt hallt der Ruf: 19 Uhr, Treffpunkt KOZ, Campus Bockenheim, lautet die Ankündigung, die per Internet an alle Mitstreiter und Unterstützer geht. "Nach diesem Aufruf konnten wir uns denken, dass da was kommt und haben auf dem Campus geschaut, wie es sich entwickelt", sagt Polizeisprecher Manfred Füllhardt. Die Demonstranten sprechen von "diversen Einsatzkräfte in den Seitenstraßen rund um die Bockenheimer Warte". Dort hätten sich, so die Linksaktivisten, rund 150 Menschen zur Kundgebung versammelt.
Per U-Bahn fahren die Demonstranten in die Innenstadt bis zur Hauptwache, laufen dann über die Zeil schnurstracks auf Frankfurts neue Vorzeigegalerie "My Zeil" zu. Ein Bengalisches Feuer wird entzündet, ein Böller fliegt durch die Luft. Die Schwarzgekleideten rufen Anti-kapitalistische-Parolen "Kein Chef, kein Staat, kein Mietvertrag" und "Kein Tag ohne – Autonomes Zentrum". Dann geht alles blitzschnell, ein Demonstrant rennt mit dem Bengalisches Feuer ins Erdgeschoss und wirft es von sich. Seine Sympathisanten jagen hinter her, dahinter kommen Polizisten angerannt. Die Demonstranten werfen Plastikflaschen, kicken Mülleimer um. Ein Verkäufer und ein Sicherheitsbeamter werden dabei leicht verletzt. Die Läden verschließen ihre Türen.
Eine Hundestaffel der Polizei rückt als Verstärkung an. Es kommt zum Gerangel zwischen Demonstranten und Polizisten. "Es ging zur Sache", sagt Polizeisprecher Füllhardt. Einige seiner Kollegen hätten Tränengas ins Gesicht gesprüht bekommen. Nach knapp 20 Minuten wabert nur noch etwas Rauch durchs Erdgeschoss von My Zeil ein. Die Polizisten haben drei Männer festgenommen – wegen "Widerstand gegen die Staatsgewalt" und "Landfriedensbruch". Sieben Randalierer müssen ihre Personalien angeben. Der Rest der Aktivisten kann der Polizei entkommen.
Laut Polizei splitten sie sich in kleine Gruppen auf, verteilen sich auf die Innenstadt. "In der Stiftstraße hat dann noch einer der Demonstranten gegen ein Polizeifahrzeug getreten", sagt Müllhardt. In einem Internet-Blogg der Demonstrationsteilnehmer heißt es, nach dem Sturm auf My Zeil sei "die einzige, vorhandene Bullenwanne raste auf eine Gruppe von Demonstrationsteilnehmer" zugerast und die Menschen zur Seite gesprungen. Mittlerweile sind die drei Festgenommenen wieder frei.
Soli-Demo Darmstadt
/// Samstag 18.April
/// 14:00 Uhr
/// Darmstadt
/// Ludwigsplatz (
@krista
"....Die Frankfurter Polizei spricht von "Personen, die dem linken Spektrum zuzurechnen sind". Nachdem am frühen Donnerstagmorgen im thüringischen Erfurt ein besetztes Haus mit einem großen Polizeiaufgebot und Hubschraubern geräumt worden war, hatten die dortigen Aktivisten bundesweit zur Solidarität aufgerufen...."(FR)
FR
"Nachdem am Donnerstagmorgen im thüringischen Erfurt ein besetztes Haus von der Polizei geräumt worden war, hatten die dortigen Aktivisten bundesweit zur Solidarität aufgerufen."
Hausbesetzung: Linke randalieren in «My Zeil»
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
polizeipresse
Frankfurt (ots) - Heute gegen 19.00 Uhr versammelte sich eine Gruppe von etwa 70 Personen, die dem linken Spektrum zuzurechnen sind, auf Campus Bockenheim, KOZ.
Im Internet war es zu bundesweiten Solidarisierungsaufrufen gekommen, da am Morgen des 16.04. in Erfurt ein besetztes Haus geräumt wurde.
Die Gruppierung fuhr dann gegen 19.45 Uhr mit der U-Bahn in die Innenstadt zur Hauptwache. Auf der Zeil, in Höhe "My Zeil", wurden Bengalische Feuer entzündet und die Gruppierung versuchte, in das genannte Kaufhaus einzudringen. Den Einsatzkräften gelang es die Personen aus dem Erdgeschoss zu entfernen. Bei der Räumung von "My Zeil" kam es zu drei Festnahmen und sieben Personalienfeststellungen. Gegen die Beamten wurde dabei Pfefferspray eingesetzt.
Anschließend teilten sich die Personen in Kleingruppen in der Innenstadt auf. (Manfred Füllhardt, 069-75582116)
Rufbereitschaft hat Herr Füllhardt, Telefon 0173-6597905
Soli-Demo am Freitag in Köln
Treffpunkt ist 18 Uhr am Rudolfplatz!
Für 1, 2, 3, viele Squats!
environment
umwelt
joop
finde solis wie in weimar tolllllllllll
nur muszen die erfurt sein
kommt alle
wir machen die räumung so teuer wie möglich
die innenstadt gehört platt gemacht
sie haben es so gewollt
kein vergeben kein vergessen
erfurt hat abgegessen
die Szene ist schon größer > 100
Da ich keine Lust mehr auf coolen Kindergartenaktionismus habe. Danke, für die Ergänzung an r2de. Diese treffen mit andere Erzählungen eher überein.
Solange der Realitätsverlust einiger(vieler?) Szenemenschen anhält wird sich wohl auch nichts ändern. Für mich zudem sehr schwierig da ich keiner Gruppe oder großen Combo angehöre.
Die Häuser denen, die drinnen wohnen (wollen)!
Solidarische Grüße
Brand-Spenden-Barometer
Die Menschen im Topf-und-Söhne-Squat haben sich verteidigt, sie haben gekämpft. Sie haben sich nicht in die systemstabilisierende Zwangsjacke eines Vereinskonstruktes drängen lassen. Das heisst sie haben die Forderungen von vielen Vertreten und zwar für uns alle. Und wir, "die vielen", müssen uns nun fragen: Was sind wir bereit zu tun? Wollen wir so weitermachen wie bisher oder endlich die längst überfällige Rechnung präsentieren?
Da in Deutschland Meinungsfreiheit für Systemkritikerinnen nicht mehr geduldet wird und Demonstrationen daher kein Medium mehr sind um Meinung zu äussern, ist es an der Zeit, andere Wege zu beschreiten. Dezentral, individuell und unaufhaltsam. Solidarität ist mehr als ein inflationär benutztes Wort. Solidarität ist Abrechnung. Wir können dafür sorgen, dass sie sich nicht die Hände reiben und sich freuen, weil ein paar Container brannten, einige Hunderttausend Euros an Sachschaden entstanden sind, und auf "unserer" Seite, wieder mehr Menschen qua Kriminalisierung und Repression out-of-action sind, sie aber dennoch Millionen verdienen. Räumung muss teuerer sein als der angestrebte Profit. Und wer mich fragt, dem sage ich doppelt so teuer ist noch zu billig. Für dezentrale Brandprotestformen und ein ein Brand-Spenden-Barometer, damit ich weiss wieviel ich betragen muss.
@schiedsrichterin
weiß dein vorgesetzter davon?
@r2d2
@soli
Solidemo in Karlsruhe
Samstag, 25.04.09 - 16h - Karlsruhe
Pfungstadt: Brandanschlag auf Handyladen
Zur Tatzeit hatten ein oder mehrere Täter mit einem Hammer eine Öffnung in die Scheibe der Eingangstür zum Handyladen geschlagen und einen brennenden Molotowcocktail (Sektflasche gefüllt mit Brandbeschleuniger) hineingeworfen. Hierdurch fing der Parkettboden im Eingangsbereich Feuer.
Ein zufällig vorbeikommendes Paar entdeckte den Brand und verständigte die Feuerwehr. Sonstige Beobachtungen haben diese Zeugen nicht gemacht.
Bei Eintreffen der Feuerwehr loderten die Flammen bereits 1 Meter hoch, konnten aber gelöscht werden. Im Laden wurden außer dem Parkettboden noch zwei Kopierer vom Feuer zerstört.
Über dem Geschäft befindet sich eine bewohnte Wohnung. Zum Zeitpunkt des Brandausbruches schliefen deren Bewohner. Bei einer unbemerkten Ausdehnung des Feuers bestand für diese Lebensgefahr. Niemand wurde verletzt!
Ach wie toll
Armes Deutschland (jaja, Deutschland von der Karte streichen...)