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Protesttage an der Uni Leipzig

Niemand 14.04.2009 09:31
Die Unzufriedenheit der Studierenden an der Universität Leipzig, welche insbesondere im Zuge der Bologna-„Reformen“ zugenommen hat, ist vielfältig und weit verbreitet. Da die Belange der Studierendenschaft bislang nicht in angemessener Weise gehört wurden, rufen wir zu Protest auf.
Die Unzufriedenheit der Studierenden an der Universität Leipzig, welche insbesondere im Zuge der Bologna-„Reformen“ zugenommen hat, ist vielfältig und weit verbreitet. Da die Belange der Studierendenschaft bislang nicht in angemessener Weise gehört wurden, rufen wir zu Protest auf.
Die Gültigkeit der Kritik der Studierenden ist dabei keine Frage von Mehrheit oder Minderheit. Wir behaupten weder, die gesamte Studierendenschaft zu vertreten, noch dies nicht zu tun. Kritik wird nicht durch Quantität gerechtfertigt, sondern durch Notwendigkeit und Inhalte. Rechtfertigen sollten sich vielmehr die Verantwortlichen in Gremien und Ämtern, sowie diejenigen Unzufriedenen, die Kritik nicht äußern und somit Strukturen, die sie eigentlich ablehnen, erhalten.
Die Protesttage bieten Raum, um ein grundlegendes Verständnis von Bildung und Universität zu diskutieren. An diesem Ideal sollen und müssen sich die aktuellen Zustände an der Uni Leipzig messen lassen. Gleichzeitig dient es als Basis für konkrete Forderungen, die gemeinsam mit allen Teilnehmenden des Protestes entwickelt werden. Ideale anzustreben, heißt nicht sich pragmatischen Lösungen zu verschließen oder sich der Handlungsfähigkeit zu berauben. Ideale setzen jedoch die Grenzen des zumutbaren Pragmatismus.
Der Schwerpunkt wird inhaltlich auf die Strukturen der Universität Leipzig gelegt. Die Diskussion sollte sich aber nicht darin erschöpfen, sondern vielmehr davon ausgehend gesamtgesellschaftliche Probleme wie fehlende Chancengleichheit beim Bildungszugang und den Zusammenhang von Bildung und Gesellschaftskritik mit einschließen.
Die Protesttage sind bewusst inhaltlich offen. Unser Ziel ist die aktive Mitgestaltung aller! Selbstbestimmung ist Teil des Ideals, das die Studierenden einfordern. Selbstbestimmung bedeutet immer auch Verantwortung. Wir stellen uns dieser Verantwortung.
Passivität stützt das Bestehende, deshalb: informieren, reflektieren, diskutieren und positionieren!

Resulution des Studentenrates:

Resolution

Verabschiedet durch die versammelte Studierendenschaft der Universität Leipzig auf der Vollversammlung am 5. November 2008.

Die StudentInnenschaft der Universität fordert:

1. Ein Studium nach eigenen Vorstellungen muss gewährleistet sein!

2. Freie Wahl im Wahlbereich mit der Möglichkeit ein Zweitfach auszubauen!

3. Kein Zwang zur Annahme von Modulen, die nicht ins individuelle Studienprofil passen! Aus der Ablehnung eines solchen Moduls dürfen weder beim BAföG noch sonstige Nachteile entstehen!

4. Zentrale Organisation und Koordination der Einschreibung inkl. eines elektronischen Einschreibesystems, welches den Besonderheiten der Universität Leipzig angepasst ist!

5. Umfassende und rechtssichere Informationen für die Studierenden!

6. KeinE StudentIn darf mehr zum Härtefall gemacht werden!

7. Garantie eines Masterstudienplatzes für Lehramtsbachelor, da der polyvalente Bachelor nicht berufsqualifizierend ist!

8. Einhaltung der Zeitfenster bei der Organisation von Modulen durch die Institute!

9. Bestandsschutz für auslaufende Studiengänge mit der Ermöglichung eines umfassenden und vielfältigen Studiums!

10. Umfassende Information der auslaufenden Studiengänge über ihre Rechte! Kein Druck zum schnellen Beenden des Studiums durch die Institute und Fakultäten!

11. Reform der Kapazitätsverordnung (KapVO) und Anpassung an tatsächliche Gegebenheiten!

12. Bereitstellung von Mitteln, die den Kapazitäten und Besonderheiten der Universität Leipzig angemessen sind!

13. Ausbau von Stellen statt Androhung von Kürzungen und Stellenabbau!

Sollten die Forderungen der Studierenden bis Ende des Wintersemesters 2008/09 (30.03.2008) auch dieses Mal mit Lippenbekenntnissen und sturer Fortsetzung der Verwaltung des Missstandes beantwortet werden, müssen die Verantwortlichen mit massivem Widerstand rechnen. Die Studierenden der Universität Leipzig behalten sich weitere Schritte vor.

Denn:

DIESEN ZUSTAND AKZEPTIEREN WIR NICHT LÄNGER!
DIESEN MISSSTAND LASSEN WIR NICHT ZUR NORM WERDEN!
UNSERE STUDIENGÄNGE MÜSSEN STUDIERBAR SEIN!

Die Studierenden der Universität Leipzig

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Running
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Mittwoch 15.04. (Tag 1)

Beginn: 10:45

danach :
* Kundgebungen
* offenes Mikrofon - Studierende und Dozierende sind aktiv aufgefordert ihre Meinung bzw. Kritik zu äußern

mittags:
* Essen

danach:
* Diskussionsrunden und Workshops (Phase 1) zum selbst aktiv werden rund um die Themen Universität, Bildung, Gesellschaft usw.
* offenes Mikrofon
* Diskussionsrunden (Phase 2)

abends:
* Essen


danach:
* Podiumsdiskussion mit Lehrenden und anderen Vertretern

abends:
* Verlesung der Solidaritäts- bekundungen, Diskussionen, Formulierung von Forderungen...
* Film, Musik...

Donnerstag 16.04. (Tag 2)

morgens:
* Frühstück

danach:
* Rektorat ist eingeladen

mittags:
* Resteessen

danach:
* kurze Ergebnispräsentation der Workshops und Diskussionsrunden

nachmittags:
* Vortrag zum Thema Bildung
* (Abschluss) Plenum - wie soll es weitergehen?
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Ergänzungen