"Pro-Köln" Mahnwache "ABGEPFIFFEN!"
AUFGESTANDEN!
Das aufstehen war für die AktivistInnen heute vermutlich die größte Hürde die zu nehmen war, aber nachdem die letzten Tage ordentlich Motivation getankt wurde, tat die Sonne heute ihr übriges und jeder hat sich wie abgesprochen auf den Weg nach Köln-Ehrenfeld gemacht.Ein wenig overdressed und spießig hatte man sich zurecht gemacht, schließlich wollte man sich ein wenig dem spießbürgerlichen Umfeld von „pro-Köln“ anpassen.HINGEGANGEN!
Wie immer sammelten sich die Rechtspopulisten um ihren Vorsitzenden Markus Beisicht ein paar hundert Meter vom Kundgebungsort entfernt, um dann unter Polizeischutz gemeinsam in Richtung Moschee zu marschieren. Das Polizeiaufgebot war wie auch in den letzten Monaten unverhältnismäßig groß. Keine Chance für die Ehrenfelder AnwohnerInnen und andere protestierende ihren Unmut zu äußern.Der Demonstrationszug geht auf der anderen Straßenseite an uns vorbei. Einige bekannte Gesichter sind dabei – Beisicht, Rouhs, die üblichen Verdächtigen halt. Auch dabei Martin Schöppe, Jugendbeauftragte von „pro-Köln“, im Smalltalk mit einem Genossen aus dem Bündnis. Die Polizei scheint alles im Griff zu haben, beobachtet die TeilnehmerInnen, filmt, das Übliche. An den Absperrungen zum Kundgebungsort steigt nochmal der Puls, aber nix passiert – alle drin.
Die Stimmung bei „pro-Köln“ ist zu diesem Zeitpunkt nahezu euphorisch. „So viele neue, junge Gesichter!“ hört man.
Martin Schöppe nutzt die Gelegenheit und schwallt die „Neuen“ zu. Sichtlich gut gelaunt kämpft er sich durch die „Massen“. Etwa +/- 50 sind es mal wieder, uns nicht eingeschlossen. Es werden Deutschlandfahnen verteilt, verschiedene Banner und Schilder. Das Bündnis nimmt dankend an.
CDU Überläufer Jörg Uckermann ist damit beschäftigt Fahnen und Transpis in Position zu bringen. Kurze, knackige Befehle - Das Fußvolk pariert, und schon ist die Kundgebung vor lästigen Fotografen geschützt.
Kurze Zeit später wird Uckermann als erster Redner angekündigt. Endlich!
ABGEPFIFFEN!
Das war das Stichwort. Unser Transpi wird ausgepackt, Plakate hoch gehalten und die ersten Worte gehen in einem Pfeifkonzert unter. Nachdem die Maske fallen gelassen wurde dauerte es doch überraschend lange, bis Polizei und die RassistInnen von „pro-Köln“ die Lage erkennen.Die TeilnehmerInnen empört, die Polizei am schmunzeln. In Köln sagt man „Da mähste nix“ - Die Sache ist gelaufen. Absperrungen werden kurz aufgemacht und man begibt sich geschlossen nach draußen.
NACH DER AKTION IST VOR DER AKTION
Der heutige Tag hat deutlich gemacht, dass kreativer antifaschistischer Protest fernab von konventionellen Protestformen zum Erfolg führen kann.Am 9.Mai ruft das „Bündnis gegen pro-Köln“ dazu auf, den zweiten Anti-Islamisierungskongress zu besuchen und ihn aktiv direkt vor Ort zu stören und letztendlich zu verhindern. Auf die Frage wie das möglich sein soll, haben wir heute eine eindrucksvolle Antwort gegeben.Obwohl sich wie bei den letzten malen nicht mehr als die üblichen 50 RassistInnen in nahezu familiärer Atmosphäre an der Mahnwache beteiligt haben, war es "pro-Köln" nicht möglich, potenzielle „StörerInnen“ vom Kundgebungsort fernzuhalten. Wie soll ihnen das am 9.Mai gelingen, bei deutlich mehr zu erwartenden Gästen die überregional und z.T. Auch aus dem Ausland anreisen? Die Polizei wird auch am 9.Mai nicht in der Lage sein uns von den RassistInnen zu unterscheiden. Wie heute werden wir dieses mal zu hunderten auf den Platz gelangen und „pro-Köln“ und ihren rassistischen Verbündeten wie bereits am 20.September in die Suppe spucken. Dabei wird es nicht nur bei einer symbolischen Aktion bleiben - Das Ziel ist und bleibt die Verhinderung ihrer rassistischen Hetze.Auf nach Köln am 9.Mai! Spielabbruch für Europas Rechtspopulisten!Euer„Bündnis gegen pro-Köln“
Aufruf, Aktionskonzept und aktuelle Infos für den 9.Mai auf
www.hingegangen.mobi

(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
Bilder
@20:55
hxxp://www.pi-news.unnett/2009/04/letzte-mahnwache-in-ehrenfeld/
URL müßt ihr selber reparieren, nicht daß die Schwachmaten am ende noch Google Hits kriegen.
Antiislamkongress 09
Videos der Aktion
Stammen aber von "pro Köln" bzw. PI.
Mobivideo zum Anti-Islam-Kongess NR.2
Kongress findet in Deutz statt / Demo geplant
Als Begründung des Gerichtsbeschlusses wird auf die Notwendigkeit von ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen verwiesen, welche auf dem Roncalliplatz auf Grund der Innenstadtlage nicht gewährleistet werden könnten. In diesem Fall hätten der Hauptbahnhof sowie die nahe gelegene Einkaufsmeile "Hohe Straße" stillgelegt werden müssen. Basis des Sicherheitskonzeptes der Polizei sei demzufolge eine "sachgerechte Abwägung zwischen dem Demonstrationsrecht des Veranstalters und den Rechten unbeteiligter Dritter".
Damit ist die Klage der rechtsextremen Gruppierung "pro Köln" gegen den Barmer Platz als Kundgebungsort abgewiesen worden. Gegen die gerichtliche Entscheidung kann innerhalb von zwei Wochen Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht in Münster eingelegt werden. Wie das Verhalten von "pro Köln" einzuschätzen ist, wird dieses Recht wohl in jedem Fall in Anspruch genommen werden - geisterte vor einigen Monaten doch die Feststellung des Vorsitzenden Markus Beisicht "Roncalliplatz steht für uns nicht zur Disposition" umher.
UPDATE 14.4.09, 16.33 h: Sie sind so durchschaubar! Zitat: "Wir werden selbstverständlich gegen diesen skandalösen Beschluss Beschwerde vor dem zuständigen Oberverwaltungsgericht in Münster einlegen. Notfalls werden wir den Rechtsstreit auch vor das Bundesverfassungsgericht tragen." Zudem haben sie einen "großen Demonstrationszug mit über 2.000 Teilnehmern ausgehend vom Barmer Platz in Deutz bis nach Ehrenfeld zur Venloer Straße angemeldet". Mal abgesehen davon, dass die Demonstration in dieser Form wohl sowieso nicht genehmigt werden wird, stellt deren Ankündigung nichts anderes als einen letzten Hilfeschrei von "pro Köln" dar. Durch die Tatsache, dass die Demo am Barmer Platz starten soll, lässt sich schlussfolgern, dass selbst die Pro's sich nichts von ihrer Beschwerde in Münster erhoffen und der Roncalliplatz als Veranstaltungsort ohnehin abgeschrieben ist. Als Ersatz dafür - auch damit man die Innenstadt nicht gänzlich aus den Händen geben muss - wird versucht, diesen Gewaltmarsch von immerhin fünf Kilometern durchzuführen, um einem möglichst großen Teil der Bevölkerung die rechtsextreme Propaganda um die Ohren schlagen zu können. Ein weiterer Beweis der Unfähigkeit von "pro Köln", seriöse und bürgernahe Politik zu betreiben. Der geplante Umzug wird im Falle von dessen Genehmigung jedenfalls wieder Steuergelder in Millionenhöhe verplempern - dank "pro Köln". Herzlichen Glückwunsch!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Yeah — ole
Pro Köln ist so lustig! — hehe
Ähhhm — Rolfo
@ rolfo — lala
auch an Rolfo — blablabla
Schöne Aktion — nie wieder deutschland
Konzept — deinname
@ "Konzept" — ...