London: Widerstand gegen Flughafenausbau
Widerstand gegen den Ausbau des größten Flughafens Europas
Wie auch beim zweitgrößten Flughafen in Frankfurt gibt es in London massiven Widerstand gegen den Ausbau des Flughafens Heathrow. Dort soll eine dritte Startbahn gebaut werden. Auch alle vier anderen Londoner Flughäfen sollen bis zu den Olympischen Spielen 2012 ausgebaut werden.
Widerstand gibt es von AnwohnerInnen, von Klimaschützern wie der Organisation Plane Stupid, und anderen unabhängigen KlimaaktivistInnen, von Prominenten und anderen Betroffenen.
2007 gab es ein Camp for climat action gegen die 3. Startbahn in Heathrow. Der Widerstand ist lebendig, Aktionen finden am laufenden Band statt.
Wie auch beim zweitgrößten Flughafen in Frankfurt gibt es in London massiven Widerstand gegen den Ausbau des Flughafens Heathrow. Dort soll eine dritte Startbahn gebaut werden. Auch alle vier anderen Londoner Flughäfen sollen bis zu den Olympischen Spielen 2012 ausgebaut werden.
Widerstand gibt es von AnwohnerInnen, von Klimaschützern wie der Organisation Plane Stupid, und anderen unabhängigen KlimaaktivistInnen, von Prominenten und anderen Betroffenen.
2007 gab es ein Camp for climat action gegen die 3. Startbahn in Heathrow. Der Widerstand ist lebendig, Aktionen finden am laufenden Band statt.
Leo Murray von Plane stupid sagt: Heathrow ist die wichtigste Frontlinie im Kampf gegen den Klimawandel geworden. Aktivisten mit viel Erfahrung treffen auf jüngere Aktivisten um zusammen den Widerständigen vor Ort zu helfen ihre Häuser und Gärten zu verteidigen. Wir haben aus den Erfahrungen der Anti-Autobahn-Bewegung gelernt. Vorbereitungen für den Widerstand haben viel früher begonnen als das damals in Twyford Down oder Newbury der Fall war. Wenn die Pläne einer dritten Startbahn nicht fallen gelassen werden wird die Regierung es mit einer gut vorbereiteten Kampange zu tun bekommen.“
In England gab es in den 90er Jahren eine sehr starke Anti-Autoverkehr-Bewegung, die sich auf dem Land durch Bauplatzbesetzungen von Autobahnen ausdrückte und in den Städten durch Reclaim the streets-partys oder critical masses . Anfang des neuen Jahrtausends entwickelte sich daraus eine sehr starke Klimabewegung, die nicht auf individuelle Konsumumstellung setzt, sondern klimaschädliche Industriezweige wie den Flugverkehr direkt angreift. Im Jahr 2007 fand in London beispielsweise das zweite camp for climat action statt. Das zum einen den Ausbau des Flughafens mit direkten Aktionen angriff (Das Hauptbüro der BAA, (Flughafenbetreiberin wie hier die Fraport) wurde für 24 Stunden blockiert), zum anderen wurde auf dem Camp ein CO2 neutrales Leben ausprobiert und es fand Weiterbildung zu Klimafragen auf dem Camp statt.
Doch nicht nur radikale KlimaaktivistInnen leisten Widerstand gegen die Ausbaupläne, sondern auch die AnwohnerInnen haben die Schnauze voll. Die alte Allianz von Grau- und Langhaarigen also mal wieder.
700 Häuser des Dorfes Sipsons müssten für die Startbahn weichen. Tausende Menschen wären von Abgasen und Lärm betroffen. Ihr neuester Plan: Sie haben eine Wiese gekauft auf Startbahnfläche. Diese wurde in tausend kleine Stücke unterteilt und an andere FlughafengegenerInnen verkauft. So müssen erst alle Tausend enteignet werden.
Aber auch direkte Aktionen finden laufend statt: So wurde neulich Peter Mandelson getortet, der Mitverantwortlich für die Entscheidung für eine 3. Startbahn ist. Der Flugverkehr des Flughafens Stansted, ebenfalls in London, der ebenfalls ausgebaut werden soll, wurde für einen Tag lahmgelegt indem KlimaaktivistInnen die Startbahn besetzten und dort campierten. Flash Mobs im Terminal oder andere kreative Aktionen stehen auf der Tagesordnung.
Im Januar wurde das Projekt 3. Landebahn von der Regierung beschlossen. Die Starts und Landungen würden in Heathrow mit der neuen Bahn von 480 000 auf 700 000 steigen. 27 Millionen Tonnen CO2 würde der Flughafen jährlich ausstoßen. Doch noch ist das Projekt zu verhindern. Der rechtliche Weg hat bessere Chancen als im Normalfall, da z.B. die konservative Partei, und der Bürgermeister von London gegen diesen Ausbau sind. Und der Widerstand von unten ist entschlossen.
Auch beim zweitgrößten Flughafen in Europa, in Frankfurt gibt es Widerstand gegen den Flughafenausbau. Ein dreivierteljahr lang besetzten AktivistInnen den Wald, der der neuen Startbahn zum Opfer fallen muss, und es größtenteils auch schon tat. Die Besetzung wurde inzwischen geräumt, der Widerstand soll aber weitergehen. So sagt Betina Setzer zum Beispiel: „Wie auch in Heathrow wollen wir diesen Sommer ein Klimacamp organisieren, in Kelsterbach, das den Flughafenausbau mit direkten Aktionen angreifen soll. Wir sehen uns in einem internationalem Zusammenhang des Widerstandes gegen Flughafenausbaupläne. Wenn die Menschen überall das gesamte Jahr lang sich zu tote schufften und in ihren drei Wochen Uhrlaub dann fliehen müssen, selber Schuld, aber dann sollen sie nicht dabei die Luft verpesten, die auch ich und alle anderen Menschen auch Atmen müssen, und sie sollen nicht das Klima zerstören, wovon auch ich und alle anderen Menschen auch betroffen sind.“
An der Mahnwache gegen die Landebahn Nordwest werden am 20. April abends, AktivistInnen gegen den Ausbau von Heathrow erzählen aus ihren Erfahrungen.
Social Chance, not climat chance
Erst wenn das letzte Hüttendorf geräumt ist, der letzte Baum gefällt und der letzte Quadratmeter zubetoniert ist, werdet ihr feststellen, dass auf Beton kein Gemüse wächst!
http://waldbesetzung.blogsport.de/
http://klimaschutzvonunten.blogsport.de/
http://www.planestupid.com/
In England gab es in den 90er Jahren eine sehr starke Anti-Autoverkehr-Bewegung, die sich auf dem Land durch Bauplatzbesetzungen von Autobahnen ausdrückte und in den Städten durch Reclaim the streets-partys oder critical masses . Anfang des neuen Jahrtausends entwickelte sich daraus eine sehr starke Klimabewegung, die nicht auf individuelle Konsumumstellung setzt, sondern klimaschädliche Industriezweige wie den Flugverkehr direkt angreift. Im Jahr 2007 fand in London beispielsweise das zweite camp for climat action statt. Das zum einen den Ausbau des Flughafens mit direkten Aktionen angriff (Das Hauptbüro der BAA, (Flughafenbetreiberin wie hier die Fraport) wurde für 24 Stunden blockiert), zum anderen wurde auf dem Camp ein CO2 neutrales Leben ausprobiert und es fand Weiterbildung zu Klimafragen auf dem Camp statt.
Doch nicht nur radikale KlimaaktivistInnen leisten Widerstand gegen die Ausbaupläne, sondern auch die AnwohnerInnen haben die Schnauze voll. Die alte Allianz von Grau- und Langhaarigen also mal wieder.
700 Häuser des Dorfes Sipsons müssten für die Startbahn weichen. Tausende Menschen wären von Abgasen und Lärm betroffen. Ihr neuester Plan: Sie haben eine Wiese gekauft auf Startbahnfläche. Diese wurde in tausend kleine Stücke unterteilt und an andere FlughafengegenerInnen verkauft. So müssen erst alle Tausend enteignet werden.
Aber auch direkte Aktionen finden laufend statt: So wurde neulich Peter Mandelson getortet, der Mitverantwortlich für die Entscheidung für eine 3. Startbahn ist. Der Flugverkehr des Flughafens Stansted, ebenfalls in London, der ebenfalls ausgebaut werden soll, wurde für einen Tag lahmgelegt indem KlimaaktivistInnen die Startbahn besetzten und dort campierten. Flash Mobs im Terminal oder andere kreative Aktionen stehen auf der Tagesordnung.
Im Januar wurde das Projekt 3. Landebahn von der Regierung beschlossen. Die Starts und Landungen würden in Heathrow mit der neuen Bahn von 480 000 auf 700 000 steigen. 27 Millionen Tonnen CO2 würde der Flughafen jährlich ausstoßen. Doch noch ist das Projekt zu verhindern. Der rechtliche Weg hat bessere Chancen als im Normalfall, da z.B. die konservative Partei, und der Bürgermeister von London gegen diesen Ausbau sind. Und der Widerstand von unten ist entschlossen.
Auch beim zweitgrößten Flughafen in Europa, in Frankfurt gibt es Widerstand gegen den Flughafenausbau. Ein dreivierteljahr lang besetzten AktivistInnen den Wald, der der neuen Startbahn zum Opfer fallen muss, und es größtenteils auch schon tat. Die Besetzung wurde inzwischen geräumt, der Widerstand soll aber weitergehen. So sagt Betina Setzer zum Beispiel: „Wie auch in Heathrow wollen wir diesen Sommer ein Klimacamp organisieren, in Kelsterbach, das den Flughafenausbau mit direkten Aktionen angreifen soll. Wir sehen uns in einem internationalem Zusammenhang des Widerstandes gegen Flughafenausbaupläne. Wenn die Menschen überall das gesamte Jahr lang sich zu tote schufften und in ihren drei Wochen Uhrlaub dann fliehen müssen, selber Schuld, aber dann sollen sie nicht dabei die Luft verpesten, die auch ich und alle anderen Menschen auch Atmen müssen, und sie sollen nicht das Klima zerstören, wovon auch ich und alle anderen Menschen auch betroffen sind.“
An der Mahnwache gegen die Landebahn Nordwest werden am 20. April abends, AktivistInnen gegen den Ausbau von Heathrow erzählen aus ihren Erfahrungen.
Social Chance, not climat chance
Erst wenn das letzte Hüttendorf geräumt ist, der letzte Baum gefällt und der letzte Quadratmeter zubetoniert ist, werdet ihr feststellen, dass auf Beton kein Gemüse wächst!
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen