B: Bildungsstreiktreffen 26.-29.03.09 Doku

Pony 05.04.2009 18:56 Themen: Bildung
Vom 26.03.2009 - 29.03.2009 fand an der Technischen Universität Berlin ein überregionales Bildungsstreiktreffen statt. Aktivistinnen aus verschiedenen Basisgruppen trafen sich um über das weitere vorgehen zum Bildungsstreik 2009 zu beraten. Das Projekt und vor allem seine Organisierung standen für nicht wenige im Fokus der Auseinandersetzung. Dieser Artikel möchte eine Blick auf den Organisierungsprozess und dessen Hintergründe sowie die aufgeworfenen Fragen werfen.


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Warum das hier?

Abendessen auf dem Bildunsstreiktreffen in Berlin, schwankende Stimmung, einige ärgern sich noch über das Fake (siehe Seite 13 der Doku) das während des Treffens an verschiedenen Orten auslag, andere sind enttäuscht über den bisherigen Ablauf des Treffens, mal wieder wurden endlose Forderungsdebatten geführt, die ihren Horizont beim Schlagwortaustausch finden ohne dabei zu entdenken das es auch Inhalte gibt die damitverbunden werden können. Eine zaghafte Stimme spricht in eine angeheiterte Runde am linken Aussenflügel der Essenstischanordnung.

„Wann kann ich mich denn hier mal über emanzipatorische Ansprüche unterhalten.“
„Is nich vorgesehen, mußte dir wohl erst den Raum nehmen.“
„Ja, aber wie denn.“
„Steig auf den Stuhl und sags halt allen.“- weiterhin Zaghaftigkeit und das Gespräch schweift ab zum Thema multiple Persönlichkeiten -
Stimme aus dem Off: „Die AG XY trifft sich jetzt im Raum Z.“
„Jetze! Du bist dran!“
„Die AG Emanzipatorische, herrschaftsfreie Vernetzung über den Bildungsstreik hinaus? trifft sich im CafePlanwirtschaft.“

Damit war eine illustre Runde geboren, so eine Wahrnehmung, deren Folgen hier beschrieben werden.

Eine Rezeption des Bildungsstreik-Prozesses

Im Vorfeld der Organisierung des Bildungsstreiktreffen in Berlin (26.03.2009-29.03.2009) gab es einigen Unmut über die bis dato gelaufenen Prozesse, an verschiedenen Punkten und in verschiedenen Zusammenhängen brodelte es.
Es entstand der Eindruck das einer inhaltlich tiefergehenden Auseinandersetzung kein Raum gelassen wurde, das vorhergehende Treffen in Heidelberg sollte eigentlich mehreren Ansprüchen gerecht werden, sowohl der kontinuierlichen, basisorientierten Vernetzung über den Bildungsstreik hinaus als auch der Organisierung eines Bildungsstreiks im Jahr 2009, laut einem Teilnehmer war vielen Leuten die nach Heidelberg gefahren sind zum größten Teil nicht einmal bewußt das sie sich auf einem Vernetzungstreffen befanden.
Die inhaltliche Diskussion und eine kontinuierliche Vernetzung traten daher in den Hintergrund, Gruppen und Personen die eine emanzipatorischen, herrschaftskritische Positionierung für wichtig erachteten fanden sich in den umkämpften Plena häufig an die „Wand“ gedrückt.
Ähnlich lief es an einigen Orten in den lokalen Zusammenhängen, studentische Gruppen nutzten ihre Stellung vor Ort um Organisationen im Schulspektrum zu vereinnahmen oder erst garnicht auf Demonstrationen zu Wort lassen zu kommen (Hannover). In Berlin gab es Probleme mit parteinahen Formierungen, die eine herrschaftskritische Positionierung schwer machten.

Situation

Auch auf dem Bildungsstreik-Treffen in Berlin liesen Menschen verlautbaren das sie „im Bildungstreikkongress nicht die Möglichkeit finden ihre Ideen der Hierarchiefreiheit einzubringen.“
Eine Schrift (Seiten 8-10 der Doku) die im Zusammenhang der Vernetzenden Organisierung(VO) entstand, bezog sich ausführlich auf den aktuellen Organisierungsprozess, doch die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit diesem Text war für einige nicht wahrnehmbar, eine Teilnehmerin meinte dazu: „Ich habe den Artikel gelesen und hätte mich gefreut, wenn wir die Gelegenheit gehabt hätten uns damit auseinanderzusetzen.“
Die Aussage bestätigte, dass kritische Stimmen an den Rand gedrängt wurden. Solch ein Ablauf konnte nicht allein auf ein passives, unbewußtes geschehenlassen zurückgeführt werden, vielmehr gab es Bestätigung das eine autoritäre Organisierung Befürworter findet, so fiel in einem Plenum der Satz: „Der Vorsitzende soll stärker durchgreifen.“
Ganz in der Logik von Verwertbarkeit wurden „Freiräume einem Effiziensgedanken untergeordnet, Diskussionen wurden damit beantwortet das `wir` keine Zeit hätten.“ beschreibt eine Teilnehmerin das Geschehen.

Wie unterschiedlich die Ansprüche an Organisierung sind bestätigte ein Vertreter vom bpm (bündnis für politik- und-meinungsfreiheit): „Es hakt zwischen den Menschen mit parteinaher Organisierung und denen die sich basisdemokratisch, herrschaftsfrei organisieren wollen. Was wir brauchen ist Vermittlung unter den Aktiven und keine zentrale Koordination eines Bildungsstreiks für Wahlkampfzwecke.“
Das es auch unterschiedliche Wahrnehmungen zur zeitlichen Perspektive einer Bildungsvernetzung gibt erläuterte ein Bildungsaktivistin wie folgt: „Ich beobachte das es ein Leg zwischen dem Anspruch auf temporäre Organisierung und einer kontinuierlichen Bildungskritik gibt. Unerfahrene Basisgruppen organisieren sich auf eine Woche hin, danach fallen sie in ein Loch, in dem sie nicht aufgefangen werden.“

Reaktion

Die BildungsaktivistInnen reagierten unterschiedlich, ein Teil fühlte sich beim „fordern und beschließen“ wohl und belies es auch dabei, ein anderer Teil verlies frustriert die Hahnenkampfarenen (Plena), ein weiterer machte sich Gedanken wie mit der Situation umgegangen werden konnte. So starteten erste zaghafte, unkoordinierte aber auch offensive Versuche Kritik Raum zu geben oder vielmehr nicht benutzten Raum zu füllen. Als auffälliger Punkt konnten hier ein Fake, das im Namen des Hochschulverbandes „die linke.SDS“ (Sozialistisch-Demokratischer Studierendenverband) herausgegeben wurde, benannt werden. Weiter zu benennen ist ein schlecht vorbereitetes aber immerhin existierendes Open Space (spezielleKonferenz-Methode), welches im wesentlichen aus einer Freifläche und einem Stuhl mit der Aufschrifft „Open Space“ bestand, nur alleine diese Deklaration des Raums stellte sich jedoch im späteren Prozess als sehr wirkungsvoll heraus. Ein weiteres wichtiges Element war das Ergebnis des oben beschriebenen Eingangs-Dialogs, ein spontan einberufenes Treffen zum Thema „Emanzipatorische, herrschaftsfreie Vernetzung über den Bildungsstreik hinaus?“
Die im Vorfeld und während des Treffens geschriebenen Kritiken gaben zusätzliche Impulse, die bekannten und im Text benannten Schriftstücke sind Teil dieser Dokumentation.
Mit dem spontanen Treffen setzte ein Prozess ein der das gesamte restliche Treffen begleitete ohne die vorgedachte Struktur und Tagesordnung gänzlich umzuschmeißen, es bildete sich ein parallel existierender Strang von Diskussionen. Grundvorraussetzung hierfür bildete der vorgesehene (Open Space) und spontan eingenommener Raum (Cafe Planwirtschaft), sowie das Bedürfnis vieler Aktiver eine andere Debatte als die vorgesehenezu führen.
Zentral waren die Überlegungen wie man es schafft mehr Freiräume für Inhaltliches zu schaffen, wie können wir solche Treffen zudem herrschaftsfreier organisieren und die Basisfrage: Was stellen wir uns überhaupt unter Vernetzung zwischen BildungsaktivistInnen vor?

Open Space

Das Treffen im Cafe Planwirtschaft sorgte für die notwendige Motivation um sich nach der Demonstration „Wir zahlen nicht für eure Krise!“ noch ausführlich mit den angekratzten Themen zu beschäftigen, als Treffpunkt hielt diesmal bis spät in die Nacht der als Open Space deklarierte Raum her. Dieser bestand aus nichts weiter als einer Plattform im Foyer des Mathegebäudes der Technischen Universität und den im Foyer befindlichenFreiflächen.
Durch die Offenheit des Treffens wuchs die Teilnehmerzahl auf etwa 70, startete es anfangs noch mit einer großen Runde, wurde von einigen TeilnehmerInnen aktiv auf die Bildung von Kleingruppen hingewirkt um die Fehler der plenaren Strukturen zu vermeiden. Es bildeten sich insgesamt 5 Arbeitsgruppen zu den Themen Demonachbereitung, Antikapitalismusdiskussion, Schüli-Studi-Verhältnis, Kinderrechte und EmanzipatorischeOrganisierung.
Die Demonachbereitung stellte eine unmittelbare Manöverkritik dar und wartete nicht erst eine längere Verzögerung ab. Das Thema Kinderrechte wurde durch eine spontan dazustoßende Aktive eingebracht und hätte unter Abwesenheit des Open Space keine Möglichkeit gehabt sich auf dem Gesamttreffenzu artikulieren.
Die Arbeitsgruppe „Emanzipatorische, herrschaftsfreie Vernetzung über den Bildungsstreik hinaus?!“ war die Fortsetzung des vorabendlichen Treffens und erfreute sich einer größeren Beliebtheit, worauf die Entscheidung fiel aus dieser Gruppe, weitere 4 Gruppen zu bilden. Wie wichtig dieser Gruppenprozess war zeigten Worte wie „einfach nur reden, darauf habe ich mich schon seit zwei tagen gefreut“, welche Ausdruck dafürsind wie wenig Möglichkeiten für Austausch für einige Anwesende bisher bestand.
Als ein sichtbares Ergebnis wurde eine Mindmap (Gedächtniskarte) entwickelt mit dem Titel der 4 Arbeitsgruppen, diese Karte ist ebenfalls Teil dieser Dokumentation.
Nachdem die 4 Arbeitsgruppen sich zum Thema „herrschaftsfreie Vernetzung“ ausgesprochen haben, wurden die unterschiedlichen Gespräche und Stränge noch einmal in einer gemeinsamen Runde dargestellt. Diese Runde traf sich anschließend mit allen anderen themenfremden Arbeitsgruppen, in Kurzform wurde erneut ein Überblick gegeben.

Intervention

Anschließendes Thema war die Betrachtung der weiteren Möglichkeiten zur Intervention in die Bildungsstreikorganisation, unterschiedliche Auffassung gab es darüber ob das nächste Vernetzungstreffen zum Bildungsstreik der richtige Ort für die Weiterführung der Debatte sein sollte. Es wurde formuliert das eine Begleitung der Organisierung des nächsten Treffen notwendig wäre um die im Open Space formulierten Bedürfnisse zu berücksichtigen, diese Begleitung soll die Möglichkeit des Open Space unterstützen ein Blick für die Bedürfnisse eines Open Space schaffen, schauen das der nötige Raum da ist und Sorge tragen das kein Druck zur Tagesordnung entsteht.
Es erklärten sich spontan Menschen aus der bisherigen Organisierung des aktuellen Treffens, der Koordinationsgruppe des Bildungsstreiks und aus SchülerInnenzusammenhängen zur Verfügung. Eine erste Einladung die nicht nur SchülerInnen und Studierende anspricht wird ebenfalls durch jemande vorbereitet.
Für den weiteren Organisationsprozess wurde verabredet eine Mailingliste anzulegen, hier war einigen jedoch auch bewußt, dass dies nur eine ad-hoc Lösung ist um die gemeinsame Kommunikation aufrecht zu erhalten. Um die enstandenen Ergebnisse zu streuen, wird eine Dokumentation inkl. Mindmap erstellt die sich an verschiedenen Stellen im Netz wiederfindet (siehe Mindmap in der Doku).

Konfrontation und Reflektion

Für den nächsten Tag war eine erneute Reflektion der geschehenen Abläufe im Open Space angesetzt, auf Grund der Zeitumstellung (1h vor), kam es zu einigen Verschiebungen, die Open Space Reflektion konnte jedoch mit einer 30minütigen Verspätung anfangen. Nach und nach sammelten sich die Leute und die ersten Gespräche fingen an. Auch für die offiziell angesetzten Termine gab es zeitliche Schwierigkeiten, so führtediese Situation dazu, dass das Open Space das Erste war was funktionierte.
Nachdem nun die VertreterInnen von Plenaren Strukturen sich anfingen zu organisieren, platzten sie erstmal in den Open Space um die Wichtigkeit von noch zu fällenden Beschlüssen und Forderungen zu betonen, hier wurde erstmals sehr öffentlich deutlich wie unterschiedlich Ansätze der Organisierung sein können. So erwiderten im Open Space organisierte AktivistInnen das eine Teilnahme an den Treffen freiwillige und bewußte Entscheidungen sind, nachdem dafür von der Plenumsvertreterseite dafür plädiert wurde das wirklich alle da sein sollten.
Die PlenumsvertreterInnen trommelten erneut für die Wichtigkeit ihrer Treffen und es solle sich auch keiner beschweren, wenn Beschlüße für den Bildungsstreik getroffen werden, die Open Space VertreterInnen könnten ja ruhig weiterreden.
Ein Aktivist kommentierte die Situation wie folgt: „Es war abzusehen, wir dürfen reden, aber der Hinweis das Macht woanders organisiert wird durfte nicht fehlen.“ eine andere Aktvistin ergänzte: „`dürfen` ja, aber erst nachdem man sich verteidigen mußte.“
Viele der bis dato Anwesenden folgten der „Wichtigkeit“ und verliessen den Open Space, es blieben jedoch etwa 15 Leuten, deren Zahl im Laufe des weiteren Reflektionsgespräches wieder auf etwa 40 Leute Anstieg.
Zum Abschluß fand noch eine gemeinsame Runde zum Thema „Schüli und Studi-Verhältnis“ statt, da für einige SchülerInnen die Abreise kurz bevor stand. Es wurde durch einige nochmals bekräftigt das die Einteilung in die verschiedene Stati ohne Vorteil ist und die Schranken und Hierarchien eher vergrößert werden.



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Links und Hinweise:

Die Liste zur weiteren Organisierung -
https://lists.spline.inf.fu-berlin.de/mailman/listinfo/openbs

HierarchNIE! - Reader und Texte zu Entscheidungsfindung von unten -
http://hierarchnie.de.vu/

Informationen zur Methode Open Space -
http://www.projektwerkstatt.de/hoppetosse/hierarchNIE/openspace.html</>

Idee „Offene Räume“ -
http://www.projektwerkstatt.de/hoppetosse/hierarchNIE/offenerraum.html

Bildungsstreik-Berlin - wiki:
http://www.bildungsstreik-berlin.de/wiki/


Bildungswiki mit Ursprung Bundesweite Vernetzung 2006:
http://wiki.bildung-schadet-nicht.de/

Vernetzende Organisierung:
http://vo.bildung-schadet-nicht.de/

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Ergänzungen

Fake zum SDS

Ergänzerin 05.04.2009 - 21:56
Anbei nochmal gesondert das Fake zum SDS, liest sich wirklich nett.




lokales Treffen Gießen

n.i.c.h.t. wichtig 05.04.2009 - 22:21
Das nächste Treffen zur Vorbereitung des Bildungsstreiks in Gießen findet am

Donnerstag, 9.4., 20.00 Uhr im Café Amélie, Walltorstr. 17

statt. Alle interessierten Menschen sind willkommen - ob mit oder ohne Einladung!

Fake zum SDS (in 2 Teilen)

Ergänzerin 05.04.2009 - 22:52
Da bei Indymedia die Bilder runtergerechnet werden, und damit die Bildqualität sinkt, hier nochmal der Fake in zwei Teilen und damit auch besser lesbar.

Wer ist wichtig?

Yellow Submarine 05.04.2009 - 23:56
Ohne den Artikel oder andere Organisierungen auf bundesweiter Ebene angreifen zu wollen möchte ich folgendes anbringen. Bundesweite Vernetzung ist sehr gut, allerdings sollten sich die Akteure nicht zu wichtig nehmen.

Ich möchte ein Beispiel dafür geben.

Auf einem der Bildungsstreiktreffen wurde ausführlich über die Forderungen eines Bildungsstreikes diskutiert. Dabei ging es durchaus in verschiedene Richtungen und es gab kontroverse Ansichten. Dies ist durchaus im Rahmen völlig ok und normal. Schließlich kam es jedoch zu Streitereien, die zum Verlassen des Raumes einzelner führte und wahrscheinlich auch zu nicht unbedingt "tragbaren Beschlüssen" an Forderungen.

Es ist durchaus sinnvoll, sich soweit für die eigenen Positionen einzusetzen. Nun ist dieses Treffen jedoch unabhängig davon nur eines von wenigen Schülerinnen und Studierenden, gegenüber Millionen anderer.
Es ist wichtig zu betonen, dass der Streik zu jedem Zeitpunkt ein Diskussionsangebot an die Schülerinnen und Studierenden darstellt. Am Beispiel der Forderungen lässt sich dies gut nachvollziehen. Auch diese werden im Hörsaal und/oder Open Space den Streikenden gegeben werden und dann im Prinzip neu diskutiert werden. Welche Ergebnisse sich daraus entwickeln ist nicht unbedingt vorher absehbar. Absehbar sind jedoch Veränderungen der Forederungen und Inhalte insgesamt.

Behaltet dies im Hinterkopf und konzentriert euch auch weiterhin um den Kontakt vor Ort zu den Schülerinnen und Studierenden, eine möglichst breite Basis zu erreichen. Dazu bieten alle Formen der Auseinandersetzung, wie ihr sie auf den Bildungsstreiktreffen praktiziert, von Plenardiskussionen bis Open Space Projekten eine gute Möglichkeit. Alle diese Möglichkeiten sollten spätestens in der Streikwoche für die TeilnehmerInnen zur Verfügung stehen.

Bildungsstreik in Hamburg

Hans Hanse 06.04.2009 - 10:20

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"Die Ungeheuerlichkeit der staatlichen Zumutungen an die Studierenden und Professoren wird nur noch übertroffen von der Bereitwilligkeit, mit der sich die Betroffenen alles gefallen lassen. Ohne diese Bereitwilligkeit der Betroffenen wäre die Umwandlung der Universität in eine Tretmühle und Lernfabrik gar nicht möglich."
Quelle: FAZ-net „Warum ich meinen Lehrstuhl räume“
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##GEGENDRUCK ORGANISIEREN##

►Nächstes Hamburgweites Bildungsstreiktreffen◄ (Studis und SchülerInnen)
Wann: Mo. 30. März ab 18:00 Uhr
Wo: Im Asta der HAW (Berliner Tor 11)

Schüler_innen-Bündnis HH:
Sonntag 5.4. um 15:00
Ex-HWP (Von-Melle-Park 9, S-Bahn Dammtor)

Infos:  http://www.bildungsstreik-hamburg.de/


Weitere Termine in HH:

- Mi. 08.04, 19h: „Bildungsstreik geil oder Scheiße“
Veranstaltung im Centro Sociale (Mehr Infos  http://bildungsactionhh.wordpress.com/)

- 18./19.04.09: Inhaltliches „Klausurtagungs-“-Wochenende

- 20.–24. April: Fakultätsweite Protestwoche an der Uni HH

- Fr. 24.04, 14Uhr: Demo “Bildung in der Krise“
Start Bhf Dammtor

- Di. 21.04.2009, 18h: Emanzipation und Bildung: Was heisst Politische Bildung von unten?
Veranstaltung mit Prof. Dr. Bernhard Claußen (Uni Hamburg)
Uni Hamburg // VMP 8, R105. (Mehr Infos:  http://bildungsactionhh.wordpress.com/)

Bildungsstreik in Hamburg (nächster Termin)

Hans Hanseline 06.04.2009 - 20:25
Der nächste Gesammt-Bildungsstreiktreffen in Hamburg ist
am Mo. 13.04.09 18:00 Uhr in der HAW (Berliner Tor 11)!!!

Lehrer erschüttert Frankreichs Schulsystem

Observer 09.04.2009 - 21:13
Die Bewegung der "Ungehorsamen"

Tausende Lehrer boykottieren die Reformen des Schulsystems. Eine nie dagewesene Bewegung erschüttert Frankreichs staatliche Schulbehörde - angezettelt hat sie ein einziger Lehrer.

"Ich schreibe Ihnen diesen Brief, denn heute kann ich aus Gewissensgründen nicht mehr schweigen! Die staatliche Schulbehörde ist nicht die Armee! Es gibt nicht auf der einen Seite die, die entscheiden, und auf der anderen, jene, die die Entscheidungen ausführen!" So beginnt der Brief, den der Grundschullehrer Alain Refalo im November 2008 an die Schulbehörde seines Bezirks Haute-Garonne in Südfrankreich geschickt hat.

Einen Tag später veröffentlicht der 44-jährige Lehrer diesen Brief in seinem Blog namens "Pädagogischer Widerstand für die Zukunft der Schule". Und hat damit eine ganze Protestbewegung unter französischen Grundschullehrern ins Rollen gebracht.

Innerhalb weniger Wochen ist Alain Refalo bei den französischen Lehrern zum Helden des "zivilen Ungehorsams" geworden - unterstützt von den Eltern seiner Schüler und gestärkt durch zahlreiche Kommentare auf seinem Blog.(...)

Weiterlesen:  http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/die-bewegung-der-ungehorsamen/

Blog unter: resistancepedagogique.blog4ever.com

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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naja die eine sichtweise — die andere

@die andere — Sabotage?

naja... — Ex-Studi

Anknüpfungspunkte — woh cares?

Standpunkt — the incorrect

befürwortend — studi

zu Anknüpfungspunkte — und nochmal ander

Anknüpfungspunkte2 — who cares?

Kinderkacke — Castro

Erwachsenenkacke — Billy the Kid

@anknüpfungspunkte — antiautoritäre

der fake... — studi

Nur EINE Ansicht — Anonymous

@kritik-nicht-versteherInnen inkl. yannick — kritiker der ersten stunde

Warum nicht auf Indy? — öffentlicher Kritiker

@warum nicht auf indy — kritiker der ersten stunde

Indymedai macht Diskussion — mitgeteilte Meinung