Die Krise heisst Kapitalismus - Aktion
Die Krise heißt Kapitalismus – Banken und Konzerne Enteignen !
Aktion zur Mobilisierung für die Demo 'wir zahlen nicht für eure krise' (28. März) am Freitag, 21.März in Berlin
Letzten Freitag mittag auf der Berliner Einkaufsmeile Friedrichstrasse. Ein blauer Übertragungswagen der ARD, eine Wanne. Dahinter: die Hertie School of Governance, eine private Elite-Hochschule. Dort drin: eine Podiumsdiskussion mit dem Titel "Der Staat und die Finanzmarktkrise", mit Vertretern von Bundesbank, Hypo Real Estate und des Finanzministeriums. Draußen: tut sich was..
Aktion zur Mobilisierung für die Demo 'wir zahlen nicht für eure krise' (28. März) am Freitag, 21.März in Berlin
Letzten Freitag mittag auf der Berliner Einkaufsmeile Friedrichstrasse. Ein blauer Übertragungswagen der ARD, eine Wanne. Dahinter: die Hertie School of Governance, eine private Elite-Hochschule. Dort drin: eine Podiumsdiskussion mit dem Titel "Der Staat und die Finanzmarktkrise", mit Vertretern von Bundesbank, Hypo Real Estate und des Finanzministeriums. Draußen: tut sich was..
Etwa 50 Leute haben sich versammelt und vor dem Eingang ein Transparent entrollt mit der Aufschrift „Banken und Konzerne enteignen. Die Krise heißt Kapitalismus. Reichtum umverteilen!" Auf Schildern heißt es „Kapitalismus abwracken!“ und natürlich: „Wir zahlen nicht für die Krise! Demo 28. März“. Zahlreiche Pressekameras klicken. Die Polizei findet’s nicht so gut und verweist die Protestierenden auf die andere Straßenseite. Dort werden bei strahlendem Sonnenschein Demoaufrufe an die PassantInnen verteilt, während RTL filmt...
"Hier diskutieren diejenigen, die durch ihre neoliberale Politik der letzten Jahre mitverantwortlich für die Krise sind, darüber wie der Staat für sie die Profite sichern und die Verluste der Banken und Finanzmarktakteure auf die Gesellschaft abwälzen kann. Die Rechnung wird spätestens nach der Bundestagswahl präsentiert werden: Entlassungen, Kurzarbeit, und Kürzungen im Bildungs- und Sozialbereich.", erklärt Michael Prütz für das Berliner Bündnis "Wir zahlen nicht für Eure Krise! Für eine solidarische Gesellschaft!" in einer Pressemitteilung zu der Aktion.
Denn bei dieser Veranstaltung sitzen, so die Eigenwerbung, erstmals so illustre VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in einer Runde: die Ökonomin Beatrice Weder di Mauro (eine der sogenannten fünf neoliberalen Wirtschaftsweisen), Michael Endres (Aufsichtsratschef der Hypo Real Estate), CDU-Politiker Kurt Biedenkopf (aus dem Lenkungsausschuss des Bankenrettungsfonds Soffin) sowie der Bundesbankpräsident Axel Weber. Der sagt dann auch „ Die Krise birgt auch eine Chance“. Was er meint: die Chance für einen neuen Kapitalismus, eine möglicherweise post-neoliberale Neu-Formatierung des Verhältnisses von Staat und Markt, um neue Regulierungen, um einen neuen Kapitalismus.
Das Bündnis 'Wir zahlen nicht für eure Krise' aus u.a. Gewerkschaften, antikapitalistischen Gruppen, Attac und der Linkspartei fordert, dass die Verursacher der Krise zur Kasse gebeten werden. "Die Politik der letzten Jahrzehnte hat soziale Ungleichheit verschärft und gesellschaftlichen Reichtum massiv privatisiert" erklärt Christina Kaindl für das Bündnis.
"Statt riesige Summen für die Rettung von Banken und Konzernen ohne grundlegende Veränderungen der Eigentumsverhältnisse auszugeben, muss jetzt eine radikale Demokratisierung von Wirtschaft und Gesellschaft vorangetrieben werden."
In einem ‚Aufruf von Intellektuellen, Kulturschaffenden und KünstlerInnen’ für die Demonstrationen am 28.März und globale Proteste gegen die Krise heisst es zur Kritik des herrschenden Krisenmanangements:
„Die Regierungen versprechen Garantien. Doch für wen? Können wirklich Vermögensbestände gesichert werden, die ein Vielfaches des Bruttosozialprodukts ausmachen? Wer zahlt dafür, wer trägt die Kosten? Bisher ist es den Reichen und Mächtigen in der Regel gelungen, das Risiko abzuwälzen: Sozialisierung der Verluste, Privatisierung der Gewinne. Es gibt keine Transparenz. Unter dem Vorwand des Krisennotstands wird die Demokratie weiter eingeschränkt. Die Gesetze zur Sicherung der Finanzmärkte ermächtigen die Regierungen, an der Öffentlichkeit, an den Parlamenten vorbei zu handeln: Lenkungsausschuss, Leitungsausschuss, G8, G20, Aktivitäten überall: Neue Ordnung, neue Regulierung, neuer Kapitalismus.
Wir müssen zeigen, dass wir das nicht akzeptieren. Sollen wir dieselben, die das alles verursacht und mitbetrieben haben, so weitermachen lassen? Wir müssen es selbst in die Hand nehmen. Jetzt. Die Gesellschaft muss über Alternativen jenseits des Kapitalismus nachdenken und neue Perspektiven entwickeln. Wir sollten sofort damit anfangen. Aktive Intoleranz gegenüber denen, die uns ausplündern!“. (der vollständige Aufruftext unter: www.kapitalismuskrise.org/aufruf-intellektuelle-kulturschaffende-kuenstler)
Informationen zur Demo: www.kapitalismuskrise.org
Antikapitalistischer ‚floating’ Block: „Die Krise heisst Kapitalismus!“, Aufruf und Infos zum Block: www.kapitalismuskrise.org/floating-block
"Hier diskutieren diejenigen, die durch ihre neoliberale Politik der letzten Jahre mitverantwortlich für die Krise sind, darüber wie der Staat für sie die Profite sichern und die Verluste der Banken und Finanzmarktakteure auf die Gesellschaft abwälzen kann. Die Rechnung wird spätestens nach der Bundestagswahl präsentiert werden: Entlassungen, Kurzarbeit, und Kürzungen im Bildungs- und Sozialbereich.", erklärt Michael Prütz für das Berliner Bündnis "Wir zahlen nicht für Eure Krise! Für eine solidarische Gesellschaft!" in einer Pressemitteilung zu der Aktion.
Denn bei dieser Veranstaltung sitzen, so die Eigenwerbung, erstmals so illustre VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in einer Runde: die Ökonomin Beatrice Weder di Mauro (eine der sogenannten fünf neoliberalen Wirtschaftsweisen), Michael Endres (Aufsichtsratschef der Hypo Real Estate), CDU-Politiker Kurt Biedenkopf (aus dem Lenkungsausschuss des Bankenrettungsfonds Soffin) sowie der Bundesbankpräsident Axel Weber. Der sagt dann auch „ Die Krise birgt auch eine Chance“. Was er meint: die Chance für einen neuen Kapitalismus, eine möglicherweise post-neoliberale Neu-Formatierung des Verhältnisses von Staat und Markt, um neue Regulierungen, um einen neuen Kapitalismus.
Das Bündnis 'Wir zahlen nicht für eure Krise' aus u.a. Gewerkschaften, antikapitalistischen Gruppen, Attac und der Linkspartei fordert, dass die Verursacher der Krise zur Kasse gebeten werden. "Die Politik der letzten Jahrzehnte hat soziale Ungleichheit verschärft und gesellschaftlichen Reichtum massiv privatisiert" erklärt Christina Kaindl für das Bündnis.
"Statt riesige Summen für die Rettung von Banken und Konzernen ohne grundlegende Veränderungen der Eigentumsverhältnisse auszugeben, muss jetzt eine radikale Demokratisierung von Wirtschaft und Gesellschaft vorangetrieben werden."
In einem ‚Aufruf von Intellektuellen, Kulturschaffenden und KünstlerInnen’ für die Demonstrationen am 28.März und globale Proteste gegen die Krise heisst es zur Kritik des herrschenden Krisenmanangements:
„Die Regierungen versprechen Garantien. Doch für wen? Können wirklich Vermögensbestände gesichert werden, die ein Vielfaches des Bruttosozialprodukts ausmachen? Wer zahlt dafür, wer trägt die Kosten? Bisher ist es den Reichen und Mächtigen in der Regel gelungen, das Risiko abzuwälzen: Sozialisierung der Verluste, Privatisierung der Gewinne. Es gibt keine Transparenz. Unter dem Vorwand des Krisennotstands wird die Demokratie weiter eingeschränkt. Die Gesetze zur Sicherung der Finanzmärkte ermächtigen die Regierungen, an der Öffentlichkeit, an den Parlamenten vorbei zu handeln: Lenkungsausschuss, Leitungsausschuss, G8, G20, Aktivitäten überall: Neue Ordnung, neue Regulierung, neuer Kapitalismus.
Wir müssen zeigen, dass wir das nicht akzeptieren. Sollen wir dieselben, die das alles verursacht und mitbetrieben haben, so weitermachen lassen? Wir müssen es selbst in die Hand nehmen. Jetzt. Die Gesellschaft muss über Alternativen jenseits des Kapitalismus nachdenken und neue Perspektiven entwickeln. Wir sollten sofort damit anfangen. Aktive Intoleranz gegenüber denen, die uns ausplündern!“. (der vollständige Aufruftext unter: www.kapitalismuskrise.org/aufruf-intellektuelle-kulturschaffende-kuenstler)
Informationen zur Demo: www.kapitalismuskrise.org
Antikapitalistischer ‚floating’ Block: „Die Krise heisst Kapitalismus!“, Aufruf und Infos zum Block: www.kapitalismuskrise.org/floating-block
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
Where is my fuckin´ happiness?!
Aufruf zum antikapitalistischen Block auf der Demonstration “Wir zahlen nicht für eure Krise!” am 28. März 2009 in Berlin. 12 Uhr. Rotes Rathaus
Aufruf wird unterstützt von: Antifaschistische Aktion Bernau, Antifaschistische Schüler_innen Vernetzung (Berlin), Antifa Jugendaktion Kreuzberg (Berlin), Autonome Neuköllner Antifa (Berlin), Emanzipative Antifaschistische Gruppe (Berlin), Fast Forward (Hannover), Redical M (Göttingen) und TOP B3RLIN.
Tony Soprano, fiktiver Mafiaboss aus suburbia, wird von Panikattacken geplagt und kann seinen Job nur mit Hilfe von Prozac und Psychotherapie erledigen. Denn das erhoffte Glück stellt sich auch mit Haus, Frau und Kindern nicht ein. In einer Sitzung sagt er seiner Therapeutin: „Ich habe gestern im history channel gesehen, dass wir die einzige Nation sind, die das Glück in der Verfassung garantiert. But Where is my fuckin´ happiness?!“ Die Antwort der Therapeutin fällt ebenso richtig wie staatstragend aus: verfassungsmäßig verbrieft ist nur das Streben nach Glück, nicht das Glück selbst.
Der Antibürger Soprano ist hier ganz der Staatsbürger auch wenn er bürgerliche Verkehrsformen sonst außer Acht lässt. In der Krise appelliert er an den Staat und will von ihm sein Glück bekommen. Erfüllen wird sich dieses Versprechen bekanntlich nie. Indem Staaten das Streben nach Glück in die Form kapitalistischer Konkurrenz bannen, sorgen sie allein dafür, dass das Hamsterrad nie stillsteht. Die zur Hoffnung verdammten und doch permanent frustrierten Bürger drängen wieder und wieder zur Anrufung des Staats. Er soll wirkliches Glück herbeiführen, während seine rechtlichen Garantien die Voraussetzung des kapitalistischen Hauens und Stechens sind...
mehr vom aufruf unter:
Die Verursacher der Krise
sozialrevolutionären und antinationalen
Auf zum sozialrevolutionären und antinationalen Block auf der Krisen-Demo am 28.03. in Frankfurt/M
Wir haben eine eigene Auftaktkundgebung organisiert, da wir zwar gemeinsam mit anderen gegen die Bezahlung der Krise durch uns protestieren wollen, im Gegensatz zu anderen aber jede Flickschusterei, d.h. Rettungspakete am Kapitalismus, ablehnen.
Kommt zum sozialrevolutionären und antinationalen Block auf der Krisen-Demo am
Samstag, dem 28.03.2009 nach Frankfurt/M.
Treffpunkt um 12 Uhr in Bockenheim, Senckenberganlage / Beethoven-Platz
Mobiclip
oder auch hochauflösend hier:
mobi-video
Teilverbot der Demonstration
Nr. I 24. 03. 2009
Thema: Polizei kriminalisiert Teilnehmer an Demonstration „Wir zahlen
nicht für Eure Krise“ am 28.März 2009
Dazu erklärt Evrim Baba, frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin
Die Einschränkung des Versammlungsrechtes wird offensichtlich zum Gewohnheitsrecht. Erneut versucht die Berliner Polizei den angemeldeten Routenverlauf einer Demonstration zu reglementieren und einzuschränken. Betroffen ist diesmal die Demo „Wir zahlen nicht für eure Krise“ am 28. März 2009.
Skandalös ist dabei vor allem, die schon zur Regel werdende Vorabkriminalisierung von Veranstalter/innen, Unterstützer/innen und Teilnehmer/innen von Veranstaltungen bei Kooperationsgesprächen und in den Begründungen von Einschränkungen durch die Polizei.
So wird darauf verwiesen, dass viele Objekte entlang der angemeldeten Route vor den „Wutausbrüchen“ der Teilnehmer/innen nicht ausreichend geschützt werden könnten. Nicht nur, dass dies einem Offenbarungseid der Hilflosigkeit der Polizei gleichkommt. Unterstellt wird damit den Teilnehmer//innen, diese seien lediglich auf Krawall aus. Um diese abstrusen Behauptungen zu unterlegen, greift die Behörde auch manipulativ auf einzelne Ausschreitungen oder Internetveröffentlichungen zurück. Diese stehen überwiegend weder zeitlich noch örtlich in einem Zusammenhang mit der angemeldeten Demonstrationen. Es ist nicht hinnehmbar, dass über einzelne Personen eine gesamte Veranstaltung kriminalisiert wird. Derartige Versuche sind auch schon in Gerichtsentscheidungen als rechtswidrig eingestuft worden.
Gerade nach den öffentlich gewordenen Verstößen und Übergriffen von Polizeibeamtinnen und -beamten in den vergangenen Wochen und Monaten, muss sich die Polizei selbst ein paar Fragen zur Rechtstreue von Beamtinnen und Beamten stellen. Einen Generalverdacht gegen alle Beamtinnen und Beamte der Polizei wird sie daraus aber wohl auch nicht abgeleitet sehen wollen.
Ich fordere den Innensenator Erhardt Körting dazu auf, die Art und Weise des Umgangs der Polizei mit Demonstrationsanmelder/innen, -teilnehmerinnen und Unterstützer/innen zu überprüfen und die angemeldete Route für die Demonstration „Wir zahlen nicht für Eure Krise“ zu gewährleisten.
Wir zahlen nicht für eure Krise!
Wir zahlen eure Krise nicht Jingle zum 28.3.09
Wir zahlen nicht für eure Krise! Für eine solidarische Gesellschaft
Demonstrationen am 28. März in Frankfurt/Main und in Berlin
Österreich
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Aktionen gegen die Krise — Zorn gegen Kapitalismus
Blick online schreibt: — Merry Lou
@leftvision Mobiclip — ex-verdianerin
Intellektuellenaufruf — xxx
Der echten Antikap-Block Aufruf gibts hier: — alles andere ist fake
Zählen — Anwesender
ex-verdianerin — LV
antikapitalistischer block in frankfurt — no nato. no war.