Ahlen: Pro-Bundeswehr Aktion
Im westfälischen Ahlen brachten am Donnerstagnachmittag rund zehn junge Menschen ihre Unterstützung für die deutsche Armee zum Ausdruck indem sie mit Flugblättern für mehr globale deutsche Friedenseinsätze und den Dienst an der Waffe warben. Anlass war ein großer Zapfenstreich auf dem Marktplatz der 55.000-Einwohner Stadt, bei dem auch Verteidigungsminister Franz Josef Jung anwesend war.
Das Echo auf das „I love Bundeswehr-Unterstützungskommando“ war positiv: „Richtig so“, sagten zahlreiche Mitbürger. In schicken Anzügen verteilten die jungen Menschen mehrere hundert Flugblätter mit der Überschrift „Für weltweiten Frieden – Bundeswehr unterstützen“. Einige idealistischen so genannten Friedensbewegten (das Wort kenne ich nicht ^^) gefielen die Flugblätter weniger: „Was soll denn der Quatsch?“.
Spätestens beim erblicken des Transparents mit der Aufschrift „Frieden für den Allerwertesten – Krieg ist geil“ wurden selbst die Kriegs – Verzeihung – Friedensbefürworter skeptisch.
Nach einiger Zeit marschierte die Polizei auf und ernannte einen Verantwortlichen für die Aktion. Wegen fehlendem Aufdruck eines presserechtlich Verantworlichen wurde das Verteilen von Flugblättern untersagt. Die Meinungshüter störten sich wohl vor allem an der aufgedruckten Forderung „Panzer statt Polizeiautos“. Die Meinungshüter (ist das 2. Mal in Folge, mir fällt aber grad nix Besseres ein) stellten kurzerhand die Personalien aller beteiligten fest und kontaktieren per Funkgerät die Zentrale: „Von der Personengruppe geht keine Gefahr aus“.
Die Aktivisten ließen sich von dieser Schikane nicht entmutigen für unsere kämpfenden Truppen in Afghanistan zu werben – das Flugblatt wurde kurzerhand laut vorgelesen. Die Situation beruhigte sich. Einige illoyale Aktivisten fielen der restlichen Gruppe in den Rücken und breiteten ein Armee-feindliches „Soldaten sind Mörder – Kurt Tucholsky“-Transparent aus, was zu einer Diskussion zwischen den jungen Menschen führte. Die Meinungshüter schauten dem Treiben grinsend zu.
Plötzlich bemerkten die Wehrmachts-Fans einen zivil gekleideten Mann mittleren Alters, der das Geschehen filmte. Auf die Frage ob der Mann von der Polizei sei reagierte dieser nicht – die anderen Anwesenden Polizisten murmelten etwas Undeutliches. Die Bitte das Filmen einzustellen wurde ignoriert, auch die Frage warum gefilmt werde blieb ohne Antwort. Schließlich stellten die jungen Bundeswehr-Unterstützer den leitenden Polizisten zu Rede und klärten ihn darüber auf, dass Filmen von Versammlungen nur erlaubt sei, wenn davon auszugehen sei, dass aus der Versammlung heraus Straftaten begangen würden – was bei der Pro-Bundeswehr Versammlung nicht der Fall war. Immerhin waren schon die Personalien aller Beteiligten aufgenommen worden und die Polizei war zeitweise personell stärker gewesen besetzt als die jungen Menschen. Immerhin gab der leitende Polizist die Telefonnummer seiner Dienststelle preis, was zu einem Beschwerdeanruf führte. Die Ankündigung, juristisch gegen das illegale Filmen vorzugehen, zeigte Wirkung. Nach fünf Minuten verkündete der verantwortliche Polizist, dass das Video umgehend gelöscht werde. Nachprüfbar ist dies natürlich nicht, da der Kameramann in der Zwischenzeit verschwunden war.
Trotz der unsolidarischen Polizei war der Einsatz des „I love Bundeswehr-Unterstützungskommandos“ ein Erfolg. Die Damen und Herren in Kleid bzw. Anzug zogen zufrieden von dannen. Der große Zapfenstreich auf dem Marktplatz konnte in guter alter Wehrmachts-Tradition samt Fackelmarsch durchgeführt werden. Dass die halbe Stadt gesperrt wurde um dem deutschen Friedensminister Franz Josef Jung für wenige Stunden die Ehre zu erweisen finden die jungen Bundeswehr-Aktivisten nicht problematisch.
Spätestens beim erblicken des Transparents mit der Aufschrift „Frieden für den Allerwertesten – Krieg ist geil“ wurden selbst die Kriegs – Verzeihung – Friedensbefürworter skeptisch.
Nach einiger Zeit marschierte die Polizei auf und ernannte einen Verantwortlichen für die Aktion. Wegen fehlendem Aufdruck eines presserechtlich Verantworlichen wurde das Verteilen von Flugblättern untersagt. Die Meinungshüter störten sich wohl vor allem an der aufgedruckten Forderung „Panzer statt Polizeiautos“. Die Meinungshüter (ist das 2. Mal in Folge, mir fällt aber grad nix Besseres ein) stellten kurzerhand die Personalien aller beteiligten fest und kontaktieren per Funkgerät die Zentrale: „Von der Personengruppe geht keine Gefahr aus“.
Die Aktivisten ließen sich von dieser Schikane nicht entmutigen für unsere kämpfenden Truppen in Afghanistan zu werben – das Flugblatt wurde kurzerhand laut vorgelesen. Die Situation beruhigte sich. Einige illoyale Aktivisten fielen der restlichen Gruppe in den Rücken und breiteten ein Armee-feindliches „Soldaten sind Mörder – Kurt Tucholsky“-Transparent aus, was zu einer Diskussion zwischen den jungen Menschen führte. Die Meinungshüter schauten dem Treiben grinsend zu.
Plötzlich bemerkten die Wehrmachts-Fans einen zivil gekleideten Mann mittleren Alters, der das Geschehen filmte. Auf die Frage ob der Mann von der Polizei sei reagierte dieser nicht – die anderen Anwesenden Polizisten murmelten etwas Undeutliches. Die Bitte das Filmen einzustellen wurde ignoriert, auch die Frage warum gefilmt werde blieb ohne Antwort. Schließlich stellten die jungen Bundeswehr-Unterstützer den leitenden Polizisten zu Rede und klärten ihn darüber auf, dass Filmen von Versammlungen nur erlaubt sei, wenn davon auszugehen sei, dass aus der Versammlung heraus Straftaten begangen würden – was bei der Pro-Bundeswehr Versammlung nicht der Fall war. Immerhin waren schon die Personalien aller Beteiligten aufgenommen worden und die Polizei war zeitweise personell stärker gewesen besetzt als die jungen Menschen. Immerhin gab der leitende Polizist die Telefonnummer seiner Dienststelle preis, was zu einem Beschwerdeanruf führte. Die Ankündigung, juristisch gegen das illegale Filmen vorzugehen, zeigte Wirkung. Nach fünf Minuten verkündete der verantwortliche Polizist, dass das Video umgehend gelöscht werde. Nachprüfbar ist dies natürlich nicht, da der Kameramann in der Zwischenzeit verschwunden war.
Trotz der unsolidarischen Polizei war der Einsatz des „I love Bundeswehr-Unterstützungskommandos“ ein Erfolg. Die Damen und Herren in Kleid bzw. Anzug zogen zufrieden von dannen. Der große Zapfenstreich auf dem Marktplatz konnte in guter alter Wehrmachts-Tradition samt Fackelmarsch durchgeführt werden. Dass die halbe Stadt gesperrt wurde um dem deutschen Friedensminister Franz Josef Jung für wenige Stunden die Ehre zu erweisen finden die jungen Bundeswehr-Aktivisten nicht problematisch.
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Ergänzungen
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
schönes ding das
"Schicke" Anzüge?
Schick geht anders, meine Damen und Herren!
peinlich, peinlich
mehr kann man dazu nicht sagen!
welche Ironie !!!! boahhh wahnsinnig toll
werden
Tolle Aktion
Wie kann mensch sich nur über den Aufzug der Aktivistinnen lustig machen?
Ich muss sagen, dass solche Aktionen öfter gestartet werden sollten!
Egal in welchen Anzügen oder Hosen!
Solidarische Grüße
supi