Spanien will mit Manipulation Basken regieren
Gewonnen haben die baskischen Wahlen klar die moderaten Nationalisten und in Galicien stürzten die Sozialisten (PSOE) erwartungsgemäß ab und die Postfaschisten haben die absolute Mehrheit zurückgewonnen. Nach dem Ausschluss der linken baskischen Unabhängigkeitsbewegung will die PSOE in einer spanisch-nationlistischen Front mit den Postfaschisten der Volkspartei (PP) regieren, obwohl sie weit entfernt von einer Stimmenmehrheit sind und die knappe Sitzmehrheit duch die Verbote nur herbeimanipuliert haben. Die baskische Linke hat sich nicht einschüchtern lassen, mehr als 100.000 Menschen haben die Verbotenen gewählt.
"Ich fühle mich dazu legitimiert, den Wandels anzuführen", sagte der Kandidat der spanischen Sozialisten (PSOE) am späten Sonntag. Auf den ersten Blick sieht es auch so aus, als hätte Patxi López mit 24 Sitzen und kapp 31 % der Stimmen ein gutes Wahlergebnis erzielt. Doch klar gewonnen hat die die Wahl erneut die Baskisch-Nationalistischen Partei (PNV). Der bisherige PNV-Regierungschef Juan José Ibarretxe hat fast 39 % und 30 Sitze im Regionalparlament in Gasteiz (Vitoria) erreicht. Die PNV hat zudem die beiden bevölkerungsreichsten Provinzen Biskaya und Gipuzkoa klar gewonnen. Die PSOE konnte nur knapp vor der PNV das dünn besiedelte Alava gewinnen.
Weil aber in jeder Provinz, unabhängig von der Bevölkerungszahl, 25 Parlamentarier gewählt werden, sieht López eine Chance, erstmals nach 30 Jahren die moderaten Nationalisten aus dem Regierungssitz "Ajuria Enea" zu verdrängen, damit wäre die Rechnung der PSOE aufgegangen, durch den Ausschluss der linken Unabhängigkeitsbewegung im Baskenland die Macht zu übernehmen. "Ich halte an meinem Wort und meiner Absicht Ziel fest, die nötige Unterstützung für ein Projekt des Wandels anzuführen". Damit zielt er auf die Unterstützung der ultrakonservativen spanischen Volkspartei (PP) und eine Rechtsabspaltung der Sozialisten. Die PP ist erwartungsgemäß auf 14 % geschrumpft und López kann nur eine Sitzmehrheit bekommen, wenn er auch den Sitz der Union, Volk und Demokratie (UPyD) hinter sich bringt, die erstmals mit gut 2 % ins Parlament einziehen. Er muss eine spanische Front in der "Autonomen Baskischen Gemeinschaft" (CAV) aus Parteien schmieden, die sich in Spanien scharf beharken.
Ibarretxe sieht sich über sein sehr gutes Ergebnis bestätigt, weiter die CAV zu regieren. Er will sofort Gespräche zur Regierungsbildung aufnehmen. "Es kommt uns zu, die Verhandlungen mit den übrigen Parteien zu beginnen", sagte er. Er will zunächst mit der PSOE sprechen, denn eine große Koalition kann nicht ausgeschlossen werden. Denn im Dezember hat die PNV der PSOE im spanischen Parlament schon eine knappe Mehrheit für den Haushalt beschafft.
Ibarretxes Problem ist, dass die bisherigen Koalitionspartner wegbrachen. Die Vereinte Linke (IU) hat ihren Absturz fortgesetzt und wird mit 3,5 % nur noch einen statt drei Sitze einnehmen. Die Baskische Solidaritätspartei (EA) erhielt knapp 4 %, das sind nur noch zwei statt sieben Sitze,deren Chef Unai Ziarreta hat erwartungsgemäß seinen Posten zur Verfügung gestellt. Er übernimmt die Verantwortung für das Debakel. Einen Teil der Stimmen der Sozialdemokraten gingen an die PNV und ein anderer Teil zu den Linksnationalisten von Aralar, die mit gut 6 % und vier Sitzen einen Erfolg erzielten. (Siehe auch info-baskenland.de)
Wichtig bei der Bewertung ist, dass alle Parteien der linken Unabhängigkeitsbewegung ausgeschlossen waren und sie erstmals seit dem Ende der Franco-Diktatur nicht im Regionalparlament vertreten ist. Gut 100.000 Menschen haben trotz schärfster Repression (siehe hier: info-baskenland.de) die verbotenen Parteien trotzdem gewählt. Das wären, wenn die Stimmen nicht ungültig gewertet würden, sieben Sitze. Deshalb kommt es zu diesem verzerrten Ergebnis. Viele ihrer Wähler blieben auch zu Hause, weshalb die Wahlbeteiligung 15 % niedriger lag als die 2005. Damals erreichten die nun ebenfalls verbotenen baskischen Kommunisten (EHAK) mit 12,5 % neun Sitze.
Der baskische IU-Chef hat die Konsequenzen noch nicht gezogen, da folgt er seinem spanischen Vorbild folgt, der lange die Verantwortung für den Absturz nicht übernehmen wollte. Javier Madrazo beklagt ein schweres "Demokratiedefizit". Er warf der PSOE "Schiebung" vor. "Das neue Parlament bildet nicht die baskische Gesellschaft ab, sondern ist durch die Illegalisierung einer politischen Kraft verzerrt, die das klare Ziel hatte, die sozialistische Partei zu begünstigen", wie er schon vor den Wahlen gemacht hatte. Er hat Recht, denn am Wählerverhalten hat sich nichts geändert. Die bisherige Regierungskoalition hat auch ohne die illegalisierten Stimmen deutlich mehr Stimmen erhalten, als der spanisch-nationalistische Block, mit dem López die Regierung bilden will.
Gegenüber den spanischen Parlamentswahlen im März 2008 hat die PSOE im Baskenland sogar mehr als 100.000 Stimmen verloren. Damit zeigt sich auch, dass es nicht gut steht. Sollten die Sozialsten die spanische Front aufbauen können, sitzt deren Regierung allerdings auf dem Schleudersitz, der jederzeit in Strassburg ausgelöst werden kann. Mit den Verboten hat Madrid Fakten zu schaffen versucht, bevor der Europäischen Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg möglicherweise sogar das Batasuna-Verbot kippt, das ja als Begründug aller weiteren Verbote dient. Im Schnellverfahren war dafür extra von der PP mit Hilfe der Sozialisten ein neues Parteiengesetz durch alle Instanzen gepeitscht worden, um Batasuna 2003 verbieten zu können. Seither kann eine Partei schon verboten werden, weil sie Anschläge nicht so verurteilt, wie es die Regierung fordert. Eine Verbindung von Batasuna zur ETA wurde nie bewiesen, denn dann hätte man die Partei auch nach dem alten Gesetz verbieten können.
Dieses Gesetz wurde gerade vom UNO-Sonderbeauftragten für Menschenrechte scharf kritisiert. Martin Scheinin ist "beunruhigt darüber, welche Vielfalt an Bestimmungen“ des Parteigesetzes Verbote ermöglichen. "Schwammige" Formulierungen "können so interpretiert werden, dass sie auch auf jede politische Partei zutreffen, die mit friedlichen Mitteln ähnliche politische Ziele verfolgt, wie terroristische Gruppen.“ Er forderte, die "vagen Formulierungen des Gesetzes an die internationalen Kriterien in Bezug auf die Einschränkung der Meinungsfreiheit anzupassen". Auch, die Strafrechtsbestimmungen zu "Terrorismus seien zum Teil vage". Es käme zu einer "Ausweitung des Terrorismuskonzepts auf Handlungen", die nicht in Verbindung zu schweren Gewaltakten stünden.
Ganz abgesehen von den Entwicklungen im Baskenland hat sich in aller Deutlichkeit in Galicien gezeigt, dass auch die sozialistische Zentralregierung, wegen des Versagens in der heftigen Wirtschaftskrise, auf dem Schleudersitz sitzt. In dieser Autonomieregion hatte 2005 die Koalition aus PSOE und dem Nationalistischen Block Galiciens (BNG) erstmals seit dem Ende der Diktatur die Macht abgejagt. Doch sie erfüllte auch die schwachen Erwartungen nicht. Die Koalition wurde in Galicien abgestraft und hier hat die PP die absolute Mehrheit erwartungsgemäß zurück gewonnen. Das ist ein harter Schlag für sie sozialistische Zentralregierung, die für ihr Versagen in der Wirtschaftskrise nun in Galicien die Rote Karte erhalten hat. Die PSOE versagt in der Krise völlig, weshalb viele aus Mangel an linken Alternativen in Spanien sich wieder stärker der PP zuwenden. Nach den neuen Arbeitslosenzahlen sind nun schon offiziell 3,5 Millionen Menschen arbeitslos.
© Ralf Streck den 03.03.2009
Zur Zeichnung - Die drei großen Verlierer der Wahlen:
Weil aber in jeder Provinz, unabhängig von der Bevölkerungszahl, 25 Parlamentarier gewählt werden, sieht López eine Chance, erstmals nach 30 Jahren die moderaten Nationalisten aus dem Regierungssitz "Ajuria Enea" zu verdrängen, damit wäre die Rechnung der PSOE aufgegangen, durch den Ausschluss der linken Unabhängigkeitsbewegung im Baskenland die Macht zu übernehmen. "Ich halte an meinem Wort und meiner Absicht Ziel fest, die nötige Unterstützung für ein Projekt des Wandels anzuführen". Damit zielt er auf die Unterstützung der ultrakonservativen spanischen Volkspartei (PP) und eine Rechtsabspaltung der Sozialisten. Die PP ist erwartungsgemäß auf 14 % geschrumpft und López kann nur eine Sitzmehrheit bekommen, wenn er auch den Sitz der Union, Volk und Demokratie (UPyD) hinter sich bringt, die erstmals mit gut 2 % ins Parlament einziehen. Er muss eine spanische Front in der "Autonomen Baskischen Gemeinschaft" (CAV) aus Parteien schmieden, die sich in Spanien scharf beharken.
Ibarretxe sieht sich über sein sehr gutes Ergebnis bestätigt, weiter die CAV zu regieren. Er will sofort Gespräche zur Regierungsbildung aufnehmen. "Es kommt uns zu, die Verhandlungen mit den übrigen Parteien zu beginnen", sagte er. Er will zunächst mit der PSOE sprechen, denn eine große Koalition kann nicht ausgeschlossen werden. Denn im Dezember hat die PNV der PSOE im spanischen Parlament schon eine knappe Mehrheit für den Haushalt beschafft.
Ibarretxes Problem ist, dass die bisherigen Koalitionspartner wegbrachen. Die Vereinte Linke (IU) hat ihren Absturz fortgesetzt und wird mit 3,5 % nur noch einen statt drei Sitze einnehmen. Die Baskische Solidaritätspartei (EA) erhielt knapp 4 %, das sind nur noch zwei statt sieben Sitze,deren Chef Unai Ziarreta hat erwartungsgemäß seinen Posten zur Verfügung gestellt. Er übernimmt die Verantwortung für das Debakel. Einen Teil der Stimmen der Sozialdemokraten gingen an die PNV und ein anderer Teil zu den Linksnationalisten von Aralar, die mit gut 6 % und vier Sitzen einen Erfolg erzielten. (Siehe auch info-baskenland.de)
Wichtig bei der Bewertung ist, dass alle Parteien der linken Unabhängigkeitsbewegung ausgeschlossen waren und sie erstmals seit dem Ende der Franco-Diktatur nicht im Regionalparlament vertreten ist. Gut 100.000 Menschen haben trotz schärfster Repression (siehe hier: info-baskenland.de) die verbotenen Parteien trotzdem gewählt. Das wären, wenn die Stimmen nicht ungültig gewertet würden, sieben Sitze. Deshalb kommt es zu diesem verzerrten Ergebnis. Viele ihrer Wähler blieben auch zu Hause, weshalb die Wahlbeteiligung 15 % niedriger lag als die 2005. Damals erreichten die nun ebenfalls verbotenen baskischen Kommunisten (EHAK) mit 12,5 % neun Sitze.
Der baskische IU-Chef hat die Konsequenzen noch nicht gezogen, da folgt er seinem spanischen Vorbild folgt, der lange die Verantwortung für den Absturz nicht übernehmen wollte. Javier Madrazo beklagt ein schweres "Demokratiedefizit". Er warf der PSOE "Schiebung" vor. "Das neue Parlament bildet nicht die baskische Gesellschaft ab, sondern ist durch die Illegalisierung einer politischen Kraft verzerrt, die das klare Ziel hatte, die sozialistische Partei zu begünstigen", wie er schon vor den Wahlen gemacht hatte. Er hat Recht, denn am Wählerverhalten hat sich nichts geändert. Die bisherige Regierungskoalition hat auch ohne die illegalisierten Stimmen deutlich mehr Stimmen erhalten, als der spanisch-nationalistische Block, mit dem López die Regierung bilden will.
Gegenüber den spanischen Parlamentswahlen im März 2008 hat die PSOE im Baskenland sogar mehr als 100.000 Stimmen verloren. Damit zeigt sich auch, dass es nicht gut steht. Sollten die Sozialsten die spanische Front aufbauen können, sitzt deren Regierung allerdings auf dem Schleudersitz, der jederzeit in Strassburg ausgelöst werden kann. Mit den Verboten hat Madrid Fakten zu schaffen versucht, bevor der Europäischen Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg möglicherweise sogar das Batasuna-Verbot kippt, das ja als Begründug aller weiteren Verbote dient. Im Schnellverfahren war dafür extra von der PP mit Hilfe der Sozialisten ein neues Parteiengesetz durch alle Instanzen gepeitscht worden, um Batasuna 2003 verbieten zu können. Seither kann eine Partei schon verboten werden, weil sie Anschläge nicht so verurteilt, wie es die Regierung fordert. Eine Verbindung von Batasuna zur ETA wurde nie bewiesen, denn dann hätte man die Partei auch nach dem alten Gesetz verbieten können.
Dieses Gesetz wurde gerade vom UNO-Sonderbeauftragten für Menschenrechte scharf kritisiert. Martin Scheinin ist "beunruhigt darüber, welche Vielfalt an Bestimmungen“ des Parteigesetzes Verbote ermöglichen. "Schwammige" Formulierungen "können so interpretiert werden, dass sie auch auf jede politische Partei zutreffen, die mit friedlichen Mitteln ähnliche politische Ziele verfolgt, wie terroristische Gruppen.“ Er forderte, die "vagen Formulierungen des Gesetzes an die internationalen Kriterien in Bezug auf die Einschränkung der Meinungsfreiheit anzupassen". Auch, die Strafrechtsbestimmungen zu "Terrorismus seien zum Teil vage". Es käme zu einer "Ausweitung des Terrorismuskonzepts auf Handlungen", die nicht in Verbindung zu schweren Gewaltakten stünden.
Ganz abgesehen von den Entwicklungen im Baskenland hat sich in aller Deutlichkeit in Galicien gezeigt, dass auch die sozialistische Zentralregierung, wegen des Versagens in der heftigen Wirtschaftskrise, auf dem Schleudersitz sitzt. In dieser Autonomieregion hatte 2005 die Koalition aus PSOE und dem Nationalistischen Block Galiciens (BNG) erstmals seit dem Ende der Diktatur die Macht abgejagt. Doch sie erfüllte auch die schwachen Erwartungen nicht. Die Koalition wurde in Galicien abgestraft und hier hat die PP die absolute Mehrheit erwartungsgemäß zurück gewonnen. Das ist ein harter Schlag für sie sozialistische Zentralregierung, die für ihr Versagen in der Wirtschaftskrise nun in Galicien die Rote Karte erhalten hat. Die PSOE versagt in der Krise völlig, weshalb viele aus Mangel an linken Alternativen in Spanien sich wieder stärker der PP zuwenden. Nach den neuen Arbeitslosenzahlen sind nun schon offiziell 3,5 Millionen Menschen arbeitslos.
© Ralf Streck den 03.03.2009
Zur Zeichnung - Die drei großen Verlierer der Wahlen:
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Ergänzungen
Ziemlich einfältig
Willst du ernsthaft behaupten, 35 % der Basken lehnen das System ab. In den USA wären das also nach deiner platten Lesart über 50 %. Dort ist aber vielen eher völlig egal, wer regiert.
Nationalistische Linke
Demos in Spanien
Polizeidemonstration in Madrid
In Madrid gingen unterdessen tausende Polizisten für eine bessere Entlohnung auf die Straße. Nach Angaben der Veranstalter demonstrierten zwischen 22.000 und 25.000 Polizisten. Das Innenministerium nannte eine Zahl von 7.000 Protestierenden. Es war die zweite Demonstration von Polizisten innerhalb von fünf Monaten.
Studenten-Krawalle in Barcelona
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Feuer zerstört Theater in Valencia
Das Feuer brach in der Nacht gegen zwei Uhr in der Calle Murillo aus. Die Brandursache ist noch nicht geklärt. Die Flammen griffen auf das Princesa-Theater über, das Dach stürzte völlig ein.
In der Straße mussten vorsorglich mehrere Häuser evakuiert werden, für die etwa 30 Nachbarn des leer stehenden Theaters bestand aber keine unmittelbare Gefahr.
Erschwert wurden die Löscharbeiten durch die nur geringe Straßenbreite.
Nach dem das Feuer gelöscht war, blieb noch eine Truppe Feuerwehrmänner zur Sicherheit vor Ort. Das Gebiet wurde abgeriegelt, die Überreste des Theaters sind stark Einsturz gefährdet.
Das Princesa Theater war 1853 erbaut worden. Die Pläne stammten von dem Architekten José Zacarías Camaña,. Vor 20 Jahren war das Theater, das sich in privaten Besitz befindet, dann geschlossen worden. Die Stadt Valencia hatte an dem Gebäude aufgrund seines historischen Wertes Interesse an einem Erhalt, konnte aber wohl mit den Eigentümern zu keiner Einigung über eine kulturelle Nutzung kommen.
1999 geriet das Gebäude in die Schlagzeilen, als es von einigen Menschen besetzt wurde. Als die Polizei das Gebäude räumen wurde, gab es einen Todesfall, als einer der Hausbesetzer auf der Flucht vor der Polizei auf die Bühne fiel.
Wahlen sind Scheisse
Was an der PNV so fortschrittlich sein soll, musst Du mal verraten. Dieser Provinz-"Nationalismus" zieht doch nur Stimmen noch dem Motto: Baskisches Geld soll im Baskenland bleiben. Protektion oder Christlich Bayrische Volkspartei? Profit von BBVA und Eroski ist eben auch Surplus der Arbeit von Migranten. Der Begriff "Nation" ist hier voellig anachronistisch. Welche mittelalterlich /steinzeitlichen Argumente auch dafuer bemueht werden.
Sicher die Rechnung der PSOE ist aufgegangen. Alle anderen sind auf den Leim gegangen.
EB-B/IU. Der rosa-guene Llamanzares-Fluegel, hat versagt, als Juniorpartner / Mehrheitsbeschaffer fuer unsoziale Politik abgestraft. Zu recht. Links blinken und rechts fahren, Ministerposten. Das raecht sich, wie in Italien oder Berlin.
Die Albertzale Linke hat ein Drittel Stimmen verloren. Aralar vertritt eine andere Politik, oder? Ausserdem ist z.B. ein Prozent Nullstimmen normal (wegen der Anarchisten).
Das Parteienverbot auch eine Drohgebaerde gegen die uebrige revolutionaere Linke.
Welche Fehler wurden gemacht?
Die meisten Aktionen der ETA sind nicht mehr nachvollziehbar, sind unerklaert und erklaeren sich auch nicht aus sich. Oft spielen Sie der PSOE direkt in die Haende.
Drei Tage vor den Nationalwahlen einen PSOE-Stadtrat zu erschiessen, hat dieser einen unerwartet hohen Stimmengewinn gebracht - durch den Effekt der sehr oefentlichkeitswirksam trauernden Witwe. Nichts schweisst mehr zusammen, wie ein gemeinsamer Feind. Der spanische Nationalismus braucht die ETA (und umgekehrt).
Die selbsterklaerten Alt-68er fehlt es zum 50. Jubilaeum an internationalistischen Bezuegen, auch zur Migration und zur sogenannten Vierten Welt. Eine Isolation zeigt sich auch im europaeischen Rahmen. Es gibt ja starke linker Regionalbewegungen (Korsika, Schottland), sogar eine parlamentarische Fraktion "Europa der Regionen". Die Welt und Spanien hat sich sehr wohl in den letzten 40 Jahren geaendert.
Wo steht denn was von PNV = gut?
Waehlen, welche Moerder mir befehlen ...
Falls Du es nicht gemerkt hast. Einem Drittel der Basken war dieses Spielchen scheissegal. Sie sind gar nicht zur Wahl gegangen.
@ Sabina
Die Parteienverbote sind in hohem Maße fragwürdig, ja, falsch und undemokratisch. Politisch haben sich jedoch Bewegungen, die sich von terroristischer Gewalt nicht distanzieren, selbst außerhalb jeglichen emanzipatorischen Bezugsrahmens gestellt. Die ETA ist eine Mörderbande, keine Befreiungsbewegung, und die Abertzale versäumt es immer wieder, sich von ihr ein für allemal abzuwenden.
Unabhängig davon, ob dies wünschenswert wäre oder nicht, wird es ohnehin nie einen eigenständigen baskischen Staat geben. Das ist vollkommen unrealistisch.
Nation Ralf
(unabhaengig davon ist dieWahl natuerlich geschoben... wie immer in Spanien. Ich bin ueberzeugt, dass die ETA laengst von Geheimdienst unterwandert und gesteuert ist. Es passt immer alles so gut fuer die Regierichen)
Polizei räumt besetzte Universität
Wie die Polizei mitteilte, hatten die Beamten am Morgen eine seit vier Monaten besetzt gehaltene Fakultät im Zentrum der zweitgrößten Stadt Spaniens gestürmt. Bei den Auseinandersetzungen wurden drei Demonstranten festgenommen.
Das Gebäude war im November von etwa hundert Studenten besetzt worden, die damit gegen den sogenannten Bologna-Prozess zur Angleichung der Studiengänge in der EU protestieren wollten.
Mit der Reform soll das Studiensystem bis 2010 europaweit vereinheitlicht werden. Dabei geht es insbesondere um die Einführung gleichwertiger Bachelor-, Master- und Doktorandenabschlüsse.
Als nicht-Spanier (und -Baske)...
Spanien will nun doch die Truppen aus dem Kos
Spanien verärgert die Bündnispartner mit der plötzlichen Erklärung, die Truppen aus dem Kosovo abzuziehen. Zwar ruderte Madrid am Wochenende zurück, doch nun goss die Verteidigungsministerin so richtig Öl ins Feuer und hat die Entscheidung offen damit begründet, dass Madrid gegen die Unabhängigkeit des Kosovos sei. Dahinter steht die Angst vor den Unabhängigkeitsbestrebungen von Katalanen und Basken.
Und nun kommt doch ein "EU-Konjunkturpaket"...
Ralf Streck 20.03.2009
...in homöopathischer Dosis: Deutschland kostet es eine Milliarde Euro.
Allerdings sollen auch die Notfonds der EU und des IWF mit vielen weiteren Milliarden aufgefüllt werden Es ist erstaunlich, wenn Medien, die der Bundeskanzlerin nahe stehen, es als "Erfolg" Merkels feiern, dass nun auch eine EU-Konjunkturspritze kommt, die von den Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Mitgliedsstaaten in Brüssel beschlossen wurde. Berlin muss von den fünf Milliarden Euro etwa eine Milliarde aufbringen, wogegen sich die Bundesregierung lange sträubte. Auch über den "Notfallfonds" für EU-Länder, die am Rande des Staatsbankrotts stehen, kommen weitere Milliardenkosten auf Berlin zu und dann ist da noch der IWF, der ebenfalls die Hand weit aufhält.
Die Pessimisten bei der Weltbank
Erneut gibt die Weltbank eine düstere Prognose der Lage der Weltwirtschaft ab und dürfte erneut näher an der Wahrheit liegen
Nach Ansicht der Weltbank wird die Weltwirtschaft im laufenden Jahr um bis zu 2 % schrumpfen. "Wir werden demnächst eine Prognose abgeben, die wahrscheinlich zwischen 1 % und 2 % liegt", sagte Weltbank-Präsident Robert Zoellick am Samstag in Brüssel. "Einen derartigen Rückgang haben wir seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr erlebt, eigentlich seit der Weltwirtschaftskrise nicht mehr", fügte er an. Die pessimistischere Prognose rührt auch daher, dass nun auch die Weltbank von einem schwächeren Wachstum von 6,5 % in China ausgeht.