Münster: Akute Räumungsdrohung &neuer Squat

die Besetzer_innen 03.03.2009 13:02 Themen: Freiräume Repression Soziale Kämpfe
Grevener Straßen News: Alle rechneten mit einer Räumung, stattdessen gibt es eine neue Besetzung!
Samstag Nacht verabschiedete sich der letzte legale Mieter aus der Nr.53 mit einer Abschiedsparty.
Gestern morgen zog die letzte Nachbarin aus dem Haus Nr. 51 aus, woraufhin direkt das Gebäude von der Firma Orbis Deutschland GmbH (ORBIS Deutschland GmbH Linkstraße 12 10785 Berlin) verbarrikadiert wurde. Doch sie lernen nicht aus der Geschichte: Weder Mauern noch Stahl hält uns davon ab für unsere Rechte zu kämpfen. Seit den frühen Morgenstunden ist nun auch die Grevener Straße 51 gesquattet.
Gestern verbreitete sich die Angst, das besetzte Versetzt würde heute morgen geräumt werden. Die Anzeichen sprachen dafür: Der letzte legale Mieter ist nun ausgezogen, die Stadtwerke kündigten an heute morgen das Wasser in der gesamten Straße abzustellen und die Bauarbeiter von nebenan unterhielten sich darüber, dass sie ja heute eh wiederkommen müssten.

Die Morgenstunden verstrichen und keine Hundertschaft war in Sicht. Stattdessen haben wir uns das mittlerweile komplett verbarrikadierte Nachbarhaus angesehen und befunden, dass es viel zu schön zum Abriss ist und kurzerhand besetzt. Wir möchten an dieser Stelle der Firma Orbis Deutschland GmbH aus Berlin, die bundesweit Häuser "sichert" dafür danken, dass sie uns viel Arbeit abgenommen hat. Aufhalten werden uns natürlich auch keine professionell angebrachten Stahlgitter, auch wenn sie zugegebenermaßen etwas abschreckend wirken.

Bereits in der Nummer 57 hatte die Stadt vor zwei Jahren versucht uns davon ab zuhalten sie zu besetzen, indem sie sie komplett inklusive des ersten Stockes zumauerte. Es gibt keine Mauern, die stark genug sind unseren Wunsch nach einem Zentrum zu bändigen. Es gibt keine Stahlgitter, die dick genug sind den Wohnraum unter verschluss zu halten, der in Münster so dringend benötigt wird.

Leider hat die Firma Rohde in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Münster die kompletten Sanitäranlagen zerstört und den Strom abgeklemmt. Dabei nahmen sie billigend in Kauf, dass auch die Mieter_innen des Hauses daneben, die an diesem Telefon und Stromnetz hingen, nun ersteinmal im dunkeln ohne Telefon leben müssen.
Wir fragen uns warum? Warum muss Wohnraum so mutwillig zerstört werden? In diesem Haus könnten Menschen leben, die jetzt aufgrund neoliberaler Zeiten an den Stadtrand gedrängt werden. Sie könnten das Haus füllen und beleben. Die Stadt zerstört dies absichtlich um ihre Macht zu demonstrieren und einen Radweg zu bauen!


Für bezahlbaren Wohnraum!
Für ein Soziales Zentrum!
Für die soziale Revolution!


Kommt vorbei und bringt euch ein. Achtet auf Ankündigungen, speziell die Räumung. Am TagX gibt es 18Uhr eine Demo durch Münsters Innenstadt. Treffpunkt: Grevener Straße.
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Ergänzungen

Asbest und Abenteuer

http://jungle-world.com/ 03.03.2009 - 20:12
Vor zehn Jahren wurde das Autonome Zentrum in Heidelberg geräumt. Ehemalige erzählen von der Geschichte des ersten und letzten linken Hauses in der verschlafenen Universitätsstadt.(...)

Weiterlesen:  http://jungle-world.com/artikel/2009/06/32601.html

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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