Interview mit einem Isländischen Anarchisten
Island ist eines der wenigen Länder in denen seit beginn der Finanzkrise durch Druck auf der Straße die Regierung gestürzt wurde. Der Interviewpartner spricht über die Gründe der in Island sehr starken Krise und über radikale Straßen Proteste die in Island bisher keine Tradition haben.
Island wurde im Gegensatz zu anderen Europäischen Ländern sehr stark von der Krise getroffen. Alle Banken mußten verstaatlicht werden und die Isländische Krone ist auf ein drittel ihres Wertes gefallen. Die Isländischen Banken haben vor der Krise den 12 fachen Umsatz des Isländischen Bruttosozialbetrages gehabt. Entsprechend groß ist die Krise welche viele Menschen in der Bevölkerung auch direkt betrifft da Kredite oft in Ausländischen Währungen gehandelt wurden.Die Straßenproteste die jetzt sehr spontan auf der Straße entstanden sind haben vor kurzem die Regierung zum Rücktritt gezwungen. In Island hat es solche Art von Proteste oder so etwas wie eine anarchistische/autonome/linksradikale Szene nicht gegeben. Diese ist erst in den letzten Jahren unter anderen auch im Umfeld um die Kampagne von Saving Iceland die sich mit direkten Aktionen gegen die Zerstörung der Isländischen Wildniss durch Schwerindustrie gewehrt hatte entstanden. Was jetzt in Island möglich war und ist berichtet der Aktivist. Das in diesem Bevölkerungsarmen Land vieles anders ist zeigt sich an der Geschichte von der am ende des Interviews berichtet. So war der isländische Präsident auf Höhe der Proteste sogar bereit sich mit einer Gruppe Vermummter die vor seinem Wohnsitz Demonstrierten zu treffen ohne das diese ihre Masken absetzten.Das Audio Interview ist in Englischmehr infos unter: Aftaka The Icelandic Government has Collapsed… and then what? - A Letter from Icelandic Anarchists
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Ergänzungen
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Liebe Anarchisten
in Island wurde durch den Druck der Strasse keineswegs DIE Regierung gestürzt, sondern eine Regierung des Kapitals dankte ab, um einer anderen Regierung des Kapitals Platz zu machen.
Gibt es noch etwas Naiveres, als Euch?
Ananda
Liebe/r Anada
erstmal anhören
Und zu denen die den Beitrag hier schon komtiert haben ohne das interview zu hören, tut das mal. Das interview gibt einen ziemlich differenzierten Bericht über die Situation in Island. Er ist gegenüber den Protesten auch sehr kritisch, da die Proteste jetzt aufgrund des Regierungsechsel praktisch aufgehört haben.
also erst hinhören dann meckern
Lieber Name
na ja, ich meinte nicht die Anarchisten als Freunde der (wohl auch) weltweiten Anarchie (= soziale Ordnung/Gleichheit ohne Herrschaft), da dürfte die „Naivität“ vielleicht gleich stark sein, sondern Anarchisten als Freunde von Straßenumzügen und „Regierungsstürzte“.
Ananda
@ Ananda
@Anada
große worte schwingen und kapitalismus durch staats-kapitalismus ersetzen wollen und das auch noch weltweit?
ach ja...
@ananda
Hat trotzdem gelacht: Die weltweite Anarchie
aktiv
Wer nichts macht, kann nichts falsch machen.
Wie naiv ist es denn, jeden Protest und jedes Ergebniss als reaktionär zu verdammen.... Als stände die Revolution vor der Tür und wir könnten uns das erlauben. Sollten wir nicht dankbar sein, über Menschen die anfangen etwas zu machen? Zu kämpfen...
Seit realistisch und versucht das unmögliche!
kleine schritte
Mission accomplished? Nein.
Objective complete? Vielleicht.