"Sicherheitskonferenz" in Bahrain

Jubal 27.02.2009 12:00 Themen: Militarismus SiKo München Weltweit
"Sicherheitpolitik" in Zeiten der Finanzkrise:
Internationale Konferenz in Bahrain am 24./25.02.2009

Am diesjährigen "Bahrain Security Forum and Exhibition" nahm eine internationale Riege von Innenpolitikern und "Sicherheits"-Experten teil. Darunter befanden sich der Innenminister von Bahrain, Al Khalifa, Interpol-Präsident Hul-Khoo, der ehemalige US-Heimatschutzminister Chertoff sowie der ehemalige Londoner Polizeichef Ian Blair. Blair hatte seinen Posten nach der Affäre um die Erschießung des unschuldigen Brasilianers Jean Charles de Menezes durch Polizisten räumen müssen
(siehe  https://www.taz.de/1/leben/koepfe/artikel/1/der-letzte-blair-der-gehen-muss/).
Die Konferenzteilnehmer vertraten die Ansicht, dass Sicherheit nur durch eine Zusammenarbeit der Polizei und bewaffneter Truppen sowie nachrichtendienstliche Kooperation zwischen beiden realisiert werden könne.
Am zweiten und letzten Tag der Konferenz, an der mehr als 600 Experten, Spezialisten und Akademiker aus diversen Ländern teilnahmen, konzentrierten sich die Diskussionen auf die neuen Herausforderungen im Bereich der inneren Sicherheit in den USA und Europa sowie die Rolle des Militärs bei Planungen für zivile Ausnahmesituationen.

Die Redner der Konferenz kamen auch auf die Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftskrise zu sprechen. Der bahrainische Sicherheitschef, General Az-Ziyani, definierte einige der Gefahren und Bedrohungen, die möglicherweise auf die Staaten zukämen, wozu die Verschlechterung der globalen Ökonomie und ein Anstieg der Arbeitslosenrate auch in der Golfregion gehörten. Durch letzteres Problem drohten vermehrte Unruhen in der Region.
Interpol-Präsident Hul-Khoo warnte davor, die internationale polizeiliche Zusammenarbeit zu gefährden, indem man angesichts der globalen Finanzkrise Budgets kürze.

Ein weiteres Thema war die effektive Kontrolle der Grenzen, sowohl am Persischen Golf als auch außerhalb desselben. Bahrains Innenminister Al Khalifa meinte, ein gemeinsamer Ansatz würde hier Terroristen die Zufluchtsräume und Möglichkeiten nehmen, Angriffe aus Drittstaaten heraus durchzuführen.

Quellen:
Al-Jazeera
 http://www.aljazeera.net/NR/exeres/3E52A431-A818-47A3-AC15-E8CDD56EFF51.htm

Think Tank für Militär- und Sicherheitsfragen "The Royal United Services Institute", offenbar Mitveranstalter der Konferenz
 http://www.rusi.org/news/rss/ref:N49A6DBCF2F267/
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Ergänzungen