Reclaim your Education – Globale Aktionswoche
Aufbauend auf dem "Internationalen Aktionstag gegen die Kommerzialisierung von Bildung" vom 5. Nov. 2008 ruft die „International Students Movement“ zu einer Globalen Aktionswoche für April 2009 (20.04. – 29.04.) auf.
Reclaim your Education – Globale Aktionswoche 2009
(20.04. – 29.04.)
Die „International Students Movement“ ist ein loses Netzwerk verschiedener (Studi-) Gruppen aus annähernd 30 Ländern auf 5 Kontinenten. Was uns verbindet, ist der Einsatz gegen die wachsende Kommerzialisierung von Bildung und für eine freie und emanzipatorisch ausgerichtete öffentliche Bildung, die allen Mitgliedern der Gesellschaft zugänglich ist.
Vermehrt realisieren Gruppen, dass die treibenden Kräfte und Zwänge, welche die Privatisierung und Kommerzialisierung von Bildung (sowie vieler anderer Lebensbereiche) vorantreiben, weltweit wirken. Wir können diesen nur effektiv entgegenwirken, wenn wir uns global verbünden und zusammen agieren.
StudentInnen, LehrerInnen, ArbeiterInnen und Eltern auf der ganzen Welt fragen sich zunehmend: “Dient das öffentliche Bildungssystem eigentlich primär den Interessen der Mehrheit der Bevölkerung oder vermehren sich die Anstrengungen ein Bildungssystem, welches vordergründig privatwirtschaftliche Interessen verfolgt, zu etablieren?“ Studiengebühren schießen - einmal eingeführt - in die Höhe, Universitäten und Schulen verwandeln sich zu Firmen, die Verschuldung der StudentInnen wächst und die öffentlichen Budgets für Bildung (im Gegensatz zu den Rüstungs- und Sicherheitsetats) sinken in den meisten Teilen der Welt.
Institutionen der (höheren) Bildung werden zunehmend abhängig von ihrer Fähigkeit Sponsoren aufzutreiben (meist von privatwirtschaftlichen, aber in zunehmender Anzahl auch von staatlichen bildungsfernen und kostenintensiven Institutionen wie der „Militärwirtschaft“; siehe „Military Studies“ in Potsdam und der Sonderforschungsbereich 700 an der FU Berlin).
In direkter Folge können vermehrt nur noch die Institute und Fachbereiche überleben, welche von Sponsoren als "zukunftsträchtig" und "rentabel" eingeschätzt werden. Öffentliche Bildungssysteme, vom Kindergarten bis zur Universität, müssen emanzipatorischen Aspekten Priorität zuordnen und für alle kostenfrei zugänglich sein.
Demokratie existiert nur, wenn die Gesellschaft aus emanzipierten und selbstbestimmten Individuen besteht, welche in der Lage sind, kritisch das soziale Umfeld, sowie Machtstrukturen innerhalb der Gesellschaft zu reflektieren.
Ein System, das diese Kriterien nicht erfüllt, dürfte sich nicht „demokratisch“ nennen.
Die Tatsache, dass Gruppen in mehr als 20 Ländern auf 5 Kontinenten am internationalen Aktionstag mitwirkten, zeigt, wie global diese Auseinandersetzung ist. Während der Woche zwischen dem 20. und 29. April werden sich Menschen auf der ganzen Welt verbünden, um gegen die Kommerzialisierungstendenzen und sogenannten „neo-liberalen“ Reformen im öffentlichen Bildungssektor vorzugehen.
Es hängt von jeder Gruppe selbst ab, an wie vielen Tagen sie sich beteiligt und in welcher Form sie ihrem Protest Ausdruck verleihen möchte. Dies können kleinere oder größere Aktionen sein. Aber es ist wichtig, diese Woche gemeinsam zu koordinieren. Setzt euch deshalb bitte mit uns in Verbindung, sobald ihr euch entschlossen habt, etwas im Rahmen der „Global Week of Action 2009“ auf die Beine zu stellen.
Bis jetzt unterstützen mehr als 30 Gruppen aus 20 Ländern (wie z.B. Frankreich, den U.S.A., den Philippinen, Bangladesch, Großbritannien, Kanada, Togo und Kolumbien) auf 5 Kontinenten den Aufruf für die globale Aktionswoche.
Let's get organized and unite in our struggle!
Weitere Informationen unter: www.emancipating-education-for-all.org
Fragen und Kommentare bitte an folgende Adresse schicken:
united.for.education@gmail.com
(20.04. – 29.04.)
Die „International Students Movement“ ist ein loses Netzwerk verschiedener (Studi-) Gruppen aus annähernd 30 Ländern auf 5 Kontinenten. Was uns verbindet, ist der Einsatz gegen die wachsende Kommerzialisierung von Bildung und für eine freie und emanzipatorisch ausgerichtete öffentliche Bildung, die allen Mitgliedern der Gesellschaft zugänglich ist.
Vermehrt realisieren Gruppen, dass die treibenden Kräfte und Zwänge, welche die Privatisierung und Kommerzialisierung von Bildung (sowie vieler anderer Lebensbereiche) vorantreiben, weltweit wirken. Wir können diesen nur effektiv entgegenwirken, wenn wir uns global verbünden und zusammen agieren.
StudentInnen, LehrerInnen, ArbeiterInnen und Eltern auf der ganzen Welt fragen sich zunehmend: “Dient das öffentliche Bildungssystem eigentlich primär den Interessen der Mehrheit der Bevölkerung oder vermehren sich die Anstrengungen ein Bildungssystem, welches vordergründig privatwirtschaftliche Interessen verfolgt, zu etablieren?“ Studiengebühren schießen - einmal eingeführt - in die Höhe, Universitäten und Schulen verwandeln sich zu Firmen, die Verschuldung der StudentInnen wächst und die öffentlichen Budgets für Bildung (im Gegensatz zu den Rüstungs- und Sicherheitsetats) sinken in den meisten Teilen der Welt.
Institutionen der (höheren) Bildung werden zunehmend abhängig von ihrer Fähigkeit Sponsoren aufzutreiben (meist von privatwirtschaftlichen, aber in zunehmender Anzahl auch von staatlichen bildungsfernen und kostenintensiven Institutionen wie der „Militärwirtschaft“; siehe „Military Studies“ in Potsdam und der Sonderforschungsbereich 700 an der FU Berlin).
In direkter Folge können vermehrt nur noch die Institute und Fachbereiche überleben, welche von Sponsoren als "zukunftsträchtig" und "rentabel" eingeschätzt werden. Öffentliche Bildungssysteme, vom Kindergarten bis zur Universität, müssen emanzipatorischen Aspekten Priorität zuordnen und für alle kostenfrei zugänglich sein.
Demokratie existiert nur, wenn die Gesellschaft aus emanzipierten und selbstbestimmten Individuen besteht, welche in der Lage sind, kritisch das soziale Umfeld, sowie Machtstrukturen innerhalb der Gesellschaft zu reflektieren.
Ein System, das diese Kriterien nicht erfüllt, dürfte sich nicht „demokratisch“ nennen.
Die Tatsache, dass Gruppen in mehr als 20 Ländern auf 5 Kontinenten am internationalen Aktionstag mitwirkten, zeigt, wie global diese Auseinandersetzung ist. Während der Woche zwischen dem 20. und 29. April werden sich Menschen auf der ganzen Welt verbünden, um gegen die Kommerzialisierungstendenzen und sogenannten „neo-liberalen“ Reformen im öffentlichen Bildungssektor vorzugehen.
Es hängt von jeder Gruppe selbst ab, an wie vielen Tagen sie sich beteiligt und in welcher Form sie ihrem Protest Ausdruck verleihen möchte. Dies können kleinere oder größere Aktionen sein. Aber es ist wichtig, diese Woche gemeinsam zu koordinieren. Setzt euch deshalb bitte mit uns in Verbindung, sobald ihr euch entschlossen habt, etwas im Rahmen der „Global Week of Action 2009“ auf die Beine zu stellen.
Bis jetzt unterstützen mehr als 30 Gruppen aus 20 Ländern (wie z.B. Frankreich, den U.S.A., den Philippinen, Bangladesch, Großbritannien, Kanada, Togo und Kolumbien) auf 5 Kontinenten den Aufruf für die globale Aktionswoche.
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Ergänzungen
Im SoSe 2009...
Die derzeitigen Zustände und Entwicklungen im Bildungssystem sind nicht weiter hin-nehmbar! Weltweit sind Umstrukturierungen aller Lebensbereiche nicht mehr gemeinwohl-orientiert, sondern den so genannten Gesetzen des Marktes unterworfen. Seit ein paar Jah-ren ist auch das Bildungssystem in den Fokus solcher "Reformen" geraten: Bildungsgebüh-ren und die Privatisierung treffen uns alle!
Die Finanz- und Wirtschaftskrise zeigt deutlich, dass die Auswirkungen wettbewerbsorien-tierter Entscheidungskriterien verheerend sind. In vielen Ländern protestieren Menschen dagegen, so z.B. in Mexiko, Spanien, Italien, Frankreich und Griechenland.
In diesem internationalen Zusammenhang steht der Bildungsstreik 2009.
Der anhaltende Protest gegen Studiengebühren und Sozialabbau in den letzten Jahren hat bei den Verantwortlichen in Medien, Wirtschaft und Politik zu wenig Wirkung gezeigt. Deswegen rufen wir nun dazu auf, unsere demokratischen Rechte in Form eines bundeswei-ten Bildungsstreiks wahrzunehmen. Hier werden pluralistische Aktionsformen (Demonstra-tionen, Blockaden, Besetzungen etc.) ihren Platz finden. Während einer bundesweiten Akti-onswoche vom 25.-29.05.2009 werden wir gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern im gesamten Bundesgebiet demonstrieren. Wir suchen das Bündnis mit vielen gesellschaftlichen Gruppen, wie Gewerkschaften und sozialen Bewegungen, die wir ausdrücklich einladen, mit uns zu protestieren, denn wir sind überall mit der gleichen Politik konfrontiert: An der Hochschule, in den Schulen und im Betrieb.
Ziel des Bildungsstreiks ist es, eine Diskussion zur Zukunft des Bildungssystems anzuregen. Des Weiteren sollen Möglichkeiten einer fortschrittlichen und emanzipatorischen Bildungs- und Gesellschaftspolitik aufgezeigt und durchgesetzt werden.
Dem Einfluss der maßgeblichen politischen und ökonomischen Interessen im
Bildungsbereich setzen wir unsere Alternativen entgegen:
• selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungsdruck und Konkurrenzdruck,
• freier Bildungszugang und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie Studien gebühren, Ausbildungsgebühren und Kita-Gebühren,
• öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft unter anderem auf Lehrinhalte, Studienstrukturen und Stellenvergabe und
• Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen.
Wir, die Projektgruppe Bildungssteik 2009, rufen zur Bildung regionaler und lokaler Bünd-nisse auf. Bringt Euch in unsere bundesweiten Planungen ein:
Ein anderes Bildungssystem ist möglich – und dringend nötig!
Projektgruppe Bildungsstreik 2009
Infos: www.bildungsstreik2009.de
Kontakt:
Datum
Darf man deswegen einmal zwischendurch aufklären, daß das Datum des - auf die Warm-Up-Aktionswoche des international Students Movement folgende - Bildungsstreikereignis - in der unteren Bildankündigung zu sehen - NICHT das hier genannte Datum ist, SONDERN der 15.-19. JUNI 2009.
JUNI. Das ist soviel wie der sechste Monat des Jahres, alternativ JUNO alternativ JUNE alternativ CZERWIEC.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Bildungsstreik - Termin — Dave
Datum — boger racon
leuven — roger bacon