Athen Handgranaten Anschlag auf Linkestruktur

athen 25.02.2009 14:52 Themen: Antirassismus Militarismus Weltweit
Gestern Handgranatenanschlag verübt in Athen,beim Netzwerk der Solidarität für Flüchtlinge und Migrantinnen in Exarchia.
Gestern, 24.02.09, 22.05 Uhr, wurde auf das Steki Metanaston ("Kneipe der Migranten") in der Tsamandou-Str. in Athen ein Handgranatenanschlag verübt. Das Steki liegt im Hochparterre. In dem Gebäude befinden sich auch die Büros des Netzwerks für Polit. und Soziale Rechte. Im Steki tagen verschiedene Gruppen der Radikalen Linken sowie Verbände der Schwulen und Lesben Athens. Gestern Abend fand dort eine Diskussion der Gruppe der Kriegsdienstverweigerer statt. Gleichzeitig tagte der Koordinationsausschuss des Netzwerks.



Um 22.05 Uhr hörten wir von der Straße her den Knall einer starken Explosion. Nachdem wir zunächst annahmen, daß jemand eine Gasbrenner-Explosion ausgelöst habe (wie sie häufig in Athen vorkommen), mußten wir auf der Straße feststellen, daß es keine Überreste eines solchen Brenners gab. Vielmehr fanden sich Reste einer Handgranate ("Verteidigungs-Handgranate").



Teilnehmer der Diskussion der Kriegsdienstverweigerer, die sich in dem zur Straße gelegenen Hauptraum des Steki befanden, hatten einen Schlag gegen eine Scheibe gehört. Unmittelbar danach ereignete sich die Explosion. Wir stellten fest, daß die betreffende Scheibe zerbrochen war. Jedoch verhinderte offenbar die Plastikfolie, die von innen gegen die Scheibe geklebt war, daß die Handgranate in das Steki flog. Stattdessen prallte sie von der Folie ab, fiel auf das Vordach des Souterrains und von dort in das mit Beton eingefriedete Beet, in dem sich ein Baum befindet. Direkt neben dem Baum explodierte die Handgranate, wobei sie einen Krater hinterließ.



Die Explosion war so stark, daß verschiedene Scheiben im Gebäude des Steki, alle Scheiben der genau gegenüber liegenden Kneipe "Athinaion" sowie die Scheiben des Eingangs des schräg gegenüberliegenden Mehrfamilienhauses brachen. In einigen Scheiben des Athinaions fanden sich kleine Einschlagslöcher, wie sie typisch für die Splitter von Handgranaten sind.



Wir sind alle einigermaßen erschüttert über den Vorfall. Hätte die Plastikfolie nicht gehalten, wäre die Handgranate ins Steki geflogen und wir hätten jetzt möglicherweise Tote, sicher aber Verletzte zu beklagen.



Es gibt bislang keine Hinweise auf mögliche Täter. Das Wahrscheinlichste ist ein Angriff von Faschisten, der sich gegen das Steki Metanaston richtete.



Das als erste Information. Heute Mittag findet dazu eine Pressekonferenz statt. Presseerklärung wird übersetzt nachgesendet.

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Ergänzungen

Ein Foto...

Mick 25.02.2009 - 17:43
...von dem Krater ist zur Zeit auf der Startseite von Indymedia Athen

 http://athens.indymedia.org/

Der Standart schreibt:

Leser 25.02.2009 - 18:16
Vor dem Büro einer linksgerichteten Menschenrechtsorganisation in der Innenstadt von Athen ist am frühen Mittwochmorgen ein kleinerer Sprengsatz detoniert. Nach Polizeiangaben entstand Sachschaden, verletzt wurde niemand.

Die Organisation Netzwerk für politische und soziale Rechte setzt sich für die Rechte von Häftlingen und illegal Eingewanderten ein. Bei dem Sprengsatz handelte es sich den Angaben zufolge vermutlich um eine Granate. (APA/AP)

Blog zu Athen reaktiviert

... 25.02.2009 - 18:17
Der Blog www.occupiedlondon.org/blog/ wurde reaktiviert. Es wird von dem Handgranatenattentat berichtet und angekündigt, in den nächsten Wochen wieder regelmäßig Beiträge zu veröffentlichen.

Bilder zum Direktklick

Berber 26.02.2009 - 10:58
Einfach hier klicken und runter scrollen:
 http://athens.indymedia.org/front.php3?lang=el&article_id=995666

Akropolis wegen Streiks geschlossen

http://www.kurier.at 26.02.2009 - 10:59
Mitarbeiter des griechischen Kulturministeriums fordern die Einstellung von mehr Personal. Die Blockade des Eingangs könnte bis Sonntag dauern.

Touristen können seit Donnerstagmorgen das Wahrzeichen Athens, die Akropolis, nicht mehr besuchen. Streikende Mitarbeiter des griechischen Kulturministeriums sperrten am Morgen den Eingang. Bis zur üblichen täglichen Schließung um 15.00 Uhr Ortszeit solle niemand durchgelassen werden, berichtete das Staatsradio. Die Streikenden fordern die Einstellung von mehr Personal.

Auch Teilzeit-Beschäftigte unterstützen den Arbeitskampf. Sie fordern neue Verträge mit dem Kulturministerium. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Museumswärter, die während der Tourismus-Saison eingestellt werden. Die Streikenden drohen bei Nichterfüllung ihrer Forderungen bis Sonntag den Akropolis-Eingang zu blockieren.

Bazonline schreibt:

Leser 26.02.2009 - 21:08
In Griechenland dauert die Serie von Anschlägen an: Rund 100 Vermummte haben mit Steinen und Brandflaschen die Büros der konservativen Athener Zeitung «Apogevmatini» angegriffen.

Bei den Anschlägen in Athen entstand erheblicher Sachschaden. Zudem wurden mehr als zehn Autos beschädigt. Zwei Fahrzeuge brannten völlig aus, berichtete das Staatsfernsehen (NET).

Die Autonomen hatten sich zuvor aus einer kleinen Demonstration von etwa 400 Menschen gelöst, die gegen einen Angriff mit einer Handgranate auf die Büros einer Menschenrechtsorganisation am vergangenen Dienstag in Athen auf die Strasse gegangen waren. Damals wurde niemand verletzt. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Randalierer auseinander zu treiben.

Schüsse auf Sitz von TV-Sender

Bereits am vergangenen Donnerstag hatten Unbekannte einen griechischen Fernsehsender mit automatischen Waffen unter Beschuss genommen. Auch damals wurde niemand verletzt. Unbekannte hatten in den vergangenen Wochen mit Maschinenpistolen und Handgranaten einen Polizisten verletzt und eine Polizeistation nahe Piräus angegriffen.

 http://bazonline.ch/ausland/europa/Vermummte-attackieren-Zeitungsbueros-in-Athen/story/17011662

Artikel in der Jungen Welt

Leser 26.02.2009 - 21:09

Griechischer Gangster mit Heldenqualitäten

http://www.sueddeutsche.de 26.02.2009 - 21:12
Proteststimmung in Griechenland: Nachdem Vassilis Paleokostas per Hubschrauber aus dem Gefängnis türmen konnte, wird der Gangster für öffentliche Ämter empfohlen(...)

Ganzen Artikel lesen:  http://www.sueddeutsche.de/panorama/131/459770/text/

Unbekannte Täter warfen Handgranate gegen Fen

UNITED ANTIFA 01.03.2009 - 15:21
Unbekannte Täter warfen Handgranate gegen Fenster eines linken Netzwerkzentrums

Am späten Dienstag abend des 24. Februar wurde eine der bekanntesten linken Strukturen in Athen angegriffen. Unbekannte Täter warfen eine Handgranate gegen ein Fenster des Gebäudes, das vom »Netzwerk für politische und soziale Rechte« und dem »Netzwerk für Migranten« genutzt wird. Das Netzwerk für politische und soziale Rechte ist ein seit mehr als zwei Jahrzehnten aktiver Zusammenschluß verschiedener Gruppen der außerparlamentarischen radikalen Linken. Zum Zeitpunkt des Anschlags fand in dem von den Attentätern angegriffenen Raum eine von etwa 35 Menschen besuchte Veranstaltung der griechischen Vereinigung für Kriegsdienstverweigerer statt. In einem Nebenraum tagte der Koordinationsausschuß des Netzwerkes.

Nur die von innen gegen die Scheibe geklebte starke Plastikfolie verhinderte, daß die Handgranate in die Menschenmenge flog. Während die Scheibe von der Wucht des Wurfes zerbrach, prallte die Handgranate an der Folie ab und fiel in einen steinernen Blumenkasten vor dem Gebäude, wo sie explodierte. Die Druckwelle zerstörte mehrere Scheiben des Netzwerkgebäudes sowie der umliegenden Häuser. Splitter der Handgranate schlugen in den Scheiben der gegenüberliegenden Kneipe ein.

Erste Ermittlungen der Polizei ergaben, daß es sich bei der verwendeten Handgranate um eine Splittergranate sowjetischer Bauart handelt, die sich bei der Explosion in etwa 80 tödliche Splitter zerlegt. Wäre der Anschlag gelungen, hätte es Verletzte, wahrscheinlich sogar Tote gegeben. Zeugen aus der gegenüberliegenden Kneipe hatten mehrere Täter gesehen, die nach der Explosion in einem blauen Renault Megane geflüchtet seien. Das von ihnen notierte Kennzeichen ist nach polizeilichen Angaben gar nicht vergeben. Die Polizei geht von einem organisierten Anschlag einer Gruppe von Tätern aus.

Von einem mörderischen Angriff gegen ein antirassistisches Zentrum redete ein Sprecher des Netzwerkes am Mittwoch auf einer Pressekonferenz. In der Vergangenheit seien die Netzwerke und ihre Mitglieder zwar schon häufiger telefonisch oder auch persönlich bedroht worden. Niemals zuvor habe es jedoch einen derartigen Angriff gegeben. Seit den durch die tödlichen Schüsse eines Polizisten auf einen 15jährigen Schüler ausgelösten wochenlangen Straßenschlachten zwischen Polizei und Jugendlichen sei die linke Szene Ziel von tätlichen Angriffen rechtsextremer und parastaatlicher Organisationen sowie der Verleumdung der Massenmedien.

 http://www.jungewelt.de/2009/02-27/026.php

UNITED ANTIFA
Internationale Berichte
 http://www.myspace.com/unitedantifa

 http://antifasozialbetrug.siteboard.de/antifasozialbetrug-forum-21.html

Nachbetrachtung der Riots in Griechenland

Radio Blau, Leipzig 99,2 MHz 02.03.2009 - 16:37
Interview mit einem Athener zu den Ursachen der Dezember-Riots nach dem Mord an Alexis in Griechenland und zur möglichen Bedeutung dieser Aufstände als Beginn einer größeren politischen Revolte.

Klick auf:  http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=26636

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