FfM: Räumung Waldcamp
Das Waldcamp im Kelsterbacher Wald gegen den den Ausbau des Frankfurter Flughafen wird derzeit geräumt.
Das Waldcamp im Kelsterbacher Wald gegen den den Ausbau des Frankfurter Flughafen wird derzeit geräumt. Baumhäuser sind besetzt. Das Camp besteht seit Mai 2008 und wird von unabhängigen AktivistInnen und Aktionsgemeinschaften betrieben. In der Vergangenheit gab es Aktionen wie die Besetzung der Rodungsmaschinen, Demonstrationen zum Flughafen und im Wald, des Lautstarken Protestes im Stadtparlament und viele kleine Aktionen mit denen wir es Schaften regelmäßig die Thematik in die Öffentlichkeit zu bringen. Zuletzt wurde das Camp wie ein Kafig eingezäunt und der täglichen Überwachung und Repression durch Polizei ausgesetzt. Wegen der Proteste sind 800 Polizisten und über 300 Securitys dauerhaft im Einsatz. Heute will die Fraport dem ein Ende setzen. Die Räumung des Camp wird allerdings nicht daran hindern weiterhin Aktionen und Demonstrationen durchzuführen. Wir bleiben Standhaft gegen die zerstörerischen Pläne der Fraport und wehren uns gegen eine Gesellschaft die uns Menschen keine Perspektive bietet.
Infos unter waldbesetzung.blogsport.de
Infos unter waldbesetzung.blogsport.de
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
Solidemo gegen die Räumung
Heute abend, Mittwoch, 18.2.,
Solidemo gegen die Räumung und Fraports Diktat der Verhältnisse in Gießen:
20 Uhr, Kirchplatz
Anschl. würde ich gerne den Film "Im Zentrum der Macht" zeigen, eine Doku über Fraports Einflussnahme auf politische Prozesse, Ort muss noch gefunden werden
WEITERSAGEN!!!
Aktueller Stand 10.30 Uhr
Seit dem Morgen ist die Polizei mit etwa 20 Polizeikletterern und
zwei Hubwagen im Walddorf im Einsatz. Mindestens ein Baumbesetzer
wurde bisher geräumt. Die Polizei entfernt Seile aus den Bäumen.
Aktuell versucht sie, das ROBIN WOOD-Baumhaus mit einem Hubwagen zu
erreichen.
Die Polizei be- bzw. verhindert die Beobachtung ihres Einsatzes durch
die Presse: Den anwesenden JournalistInnen wird der Zugang zum Camp
verwehrt mit der (falschen) Begründung, sie bräuchten dafür eine
Genehmigung der Fraport. Der Pressesprecher der Fraport, Schwalm, ist
angeblich auf dem Weg.
ticker
für die Wiederbegrünung der Startbahn 18 West!
Polizei räumt Protestcamp
Einsatzkräfte der Polizei haben mit der Räumung des Protestcamps im Kelsterbacher Wald begonnen. Das Gelände sei hermetisch abgeriegelt, sagte der Sprecher der Aktivisten, Sascha Friebe, am Mittwoch auf ddp-Anfrage. Etwa 100 Polizisten arbeiteten sich seit dem Morgen von Baumhaus zu Baumhaus. Ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport beschrieb die Situation dagegen als »völlig entspannt«.
Die Polizei bestätigte die Räumungsaktion. Um 7.30 Uhr habe ein Gerichtsvollzieher begonnen, den Räumungsbeschluss zu verlesen, sagte ein Polizeisprecher auf ddp-Anfrage. Am Dienstag habe Fraport vor dem Landgericht Darmstadt den Räumungsbeschluss erwirkt, hieß es weiter. Mit Hebebühnen würden die Polizisten auf die Plattformen gehievt.
Derzeit halten sich nach Angaben von Ingrid Kopp, Sprecherin des Bündnisses der Bürgerinitiativen, rund 40 Aktivisten im Camp auf. Die Abriegelung führt sie darauf zurück, dass die Polizei keine Zeugen wolle. »Die wollen keine Zuschauer haben«, sagte Kopp.
Die Bäume auf dem Gelände des Protestcamps werden nach Fraport-Angaben nicht sofort gerodet, sondern voraussichtlich erst im Herbst. Das Gebiet müsse zunächst vermessen und nach Kampfmitteln abgesucht werden, sagte ein Fraport-Sprecher. Bereits im Januar hatte der Flughafenbetreiber mit den Fällarbeiten für den Bau der neuen Landebahn begonnen.
Die Grünen kritisierten die Räumung des Camps scharf. »Mit der heutigen Räumung des Camps im Kelsterbacher Restwald schaffen CDU/FDP-Landesregierung und Fraport heute endgültig vollendete Tatsachen ohne die juristische Entscheidung im Hauptverfahren abzuwarten«, sagte ein Sprecher der Landtagsfraktion. Die Räumung sei eine übereilte Maßnahme, die aufgrund sinkender Fluggast- und Frachtzahlen nicht nötig sei.
Die Gemeinde Kelsterbach hat den Aktivisten inzwischen ein rund 500 Meter vom derzeitigen Camp entferntes Gelände angeboten, um dort das Lager aufzuschlagen. Dort sollen allerdings nur Wohnwagen und Zelte, jedoch keine Hütten geduldet sein. Aktivisten-Sprecher Friebe kündigte an, das Angebot anzunehmen. Das Alternativ-Camp liege nicht auf dem von Fraport beanspruchten Gelände.
Medienvertretern ist Zugang verwehrt
Wie die Polizei berichtete, sind zahlreiche Polizisten zur Absicherung der Räumung am Ort. Zu den Beamten gehören auch technische Spezialkräfte, die in der Lange sind, Demonstranten von Bäumen zu holen.
Ein Sprecher der Umweltschutzorganisation „Robin Wood“ berichtete, die Besetzer seien am Morgen um 8 Uhr von Beamten umringt worden. Es habe zunächst keine Auseinandersetzungen gegeben. Medienvertretern wird der Zugang zum Camp allerdings verwehrt. Ungefähr 30 Journalisten sind vor Ort. Ihnen wurde erst nach heftigem Protest der Zugang zum Gelände gestattet.
Die Polizei hat zunächst die Ausbaugegner, die sich ebenerdig aufhielten, festgenommen und vom Gelände geführt. Als nächstes sollen die Besetzer aus den Bäumen geholt werden, wozu die Polizei erst einmal damit beschäftigt ist, zu erfassen, wie viele der Aktivisten und Ausbaugegner sich in den Baumhäusern und Wipfeln verschanzt haben. Die Beamten werden derweil mit Kot und Urin beworfen.
Die Ausbaugegner harren seit Mai vergangenen Jahres in dem Camp aus, wo sie in Zelten lebten und Holzhütten bauten. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel hatte Anfang Januar einen Eilantrag der Umweltverbandes BUND gegen die Baugenehmigung für die vierte Landebahn abgewiesen und damit die vom Flughafenbetreiber Fraport beantragte Rodung des Geländes im Kelsterbacher Wald zugelassen (wir haben berichtet). Seitdem mussten die Waldbesetzer ständig mit der Räumung des Geländes rechnen.
Bereits vergangenen Freitag (13.) hatte unter großem Polizeiaufgebot eine Teilräumung des Camps stattgefunden. Seit dem Vormittag haben die Ausbaugegner keinen Zugang mehr zum Wald. Ob es der Polizei heute noch gelingt, das Camp komplett zu räumen, ist derzeit offen.
Mittlerweile haben die Camper auch politische Unterstützung erhalten: Die hessischen Landtagsfraktion der Linken war gegen Mittag nach Kelsterbach gekommen, um sich über die aktuellen Entwicklungen vor Ort zu informieren. Am Nachmittag wollen sie das Thema in die Sitzung des Landtags einbringen.
kleine Presseschau
- FAZ:
- Bullen:
wie Bullengewalt euphemistisch umschrieben wird:
"Bisher wurden in dem sogenannten "Robin Wood-Baumhaus" fünf Personen angetroffen, von denen sich vier angekettet hatten. Diese Fesseln wurden durch Spezialkräfte der Polizei fachgerecht gelöst und die Personen mit hydraulischen Gabelstaplern sicher auf den Waldboden gebracht."
- taz:
- zdf:
Interview mit Baumaktivist
TICKER
Das RobinWood-Baumhaus ist geräumt! Die Polizei hat alle 4 angeketteten Personen mittels Flex (Trennschleifer) vom Baum gelöst und in Gewahrsam genommen. Aktuell werden die Hebebühnen + Sprungtuch an einer weiteren Plattform aufgebaut, auf der sich mindestens eine Person aufhält. - Radio-Querfunk Interview aus dem Baumhaus während der Räumung
----------------
Wir zahlen nicht für eure Krise! Für eine solidarische Gesellschaft
Demonstrationen am 28. März in Frankfurt/Main und in Berlin
Radio-Interviews aus dem Wald
Demo in Gießen
Hoffentlich eine kraftvolle Demo, auch wenn wir nicht vor Ort sind können wir Widerstand zeigen.
AKTELLER STAND
UPDATE (16:16):
Gerade kam der Gefangenentransporter mit den KlettererInnen aus dem RoWo-Baumhaus beim Polizeipräsidium in Frankfurt an. Dort sind die ersten Leute auch schon wieder aus derm Gewahrsam entlassen worden. Der Hauptteil des Camps ist anscheinend von Personen geräumt. Unklar ist wie es um die Baumhäuser im Eingangsbereich des Camps steht.
Aktion Waldbesetzung
Inhaltlich geht es um Gründe für den Flughafenausbau; potentielle Möglichkeiten zum Protest/ Widerstand; Ziele der Aktion und deren Verwirklichung...
Solidemo in Gießen
Das ist für Gießener Verhältnisse und spontan nicht so schlecht, allerdings gab es tatkräftige Unterstützung von außerhalb...
Auf dem Transpi war zu lesen: "Mehr Bäume weniger Flieger! Gegen die Räumung des Waldcamps! Gegen FRAPORT!"
Vom Kirchenplatz gab es noch einen spontanen Spaziergang unter dem Sprechchor "Naturschutzgebiet statt Profit" zum Berliner Platz. Den versuchte das einzige Polizeifahrzeug noch frontal zu stoppen. Sie sahen dann aber ein, dass der Aufwand nicht lohnte, da der Zug schon fast angekommen war. (Dafür begleitete ein Zivifahrzeug (silberner Golf o.ä. GI EZ 624) die letzte Gruppe noch bis zum Bhf...)
Auf dem Berliner Platz gab es eine kurze Darstellung der Situation:
Es ist nicht so, dass in "Zeiten der Krise" halt einem Wirtschaftsunternehmen von Politikerseite Vorrang vor Anwohnerbedürfnissen eingeräumt wird. FRAPORT hat seit Jahren ihre Lobbyvertreter direkt in den Aufsichtsämtern und Ministerien sitzen, um dort ihre Wünsche durchzusetzen, Auflagen abzumildern und sich Genehmigungen selbst zu erteilen (s.
Hier gibt es keine unabhängige Abwägung zwischen "Bürgerrechten" und Unternehmensinteressen. Die "Bürger" haben einfach nichts mehr zu sagen, und diesen Zustand müssen wir ändern!
Deshalb war auch die Waldbesetzung absolut nötig und richtig! Wir müssen uns wieder für unsere eigenen Belange einsetzen, weil das niemand so gut kann wie wir selbst!
In den 80er Jahren wurde die Bewegung gegen die Startbahn West niedergeknüppelt, und 20 Jahre wird das Versprechen, es würde kein weiterer Baum mehr für den Flughafen fallen, erneut gebrochen. Es ist ganz offensichtlich, worum es geht, und welche Werte hier zählen, aber wir werden das nicht länger mit ansehen!
Widerstand jetzt und überall! Protest ist, zu sagen, wenn mir etwas nicht passt. Widerstand ist, das verhindern, was mir nicht gefällt (frei nach Ulrike Meinhof). Nimm deine eigenen Belange in die Hand!
FRAPORT ist nicht unverwundbar! Es ist noch lange nicht vorbei!
letzter stand
Das Camp ist geräumt, die Hütten zerstört doch der Widerstand geht weiter.
Gegen 21:00 waren alle in gewahrsam genommenen BesetzerInnen wieder auf freiem Fuß. Die Fraport drohte jedoch (laut FR/ s.u.) mit Strafanzeigen und hohen Geldbußen.
Doch auch wenn unser Camp geräumt ist: WIR GEBEN NICHT AUF!
Danke an alle MitbewohnerInnen, UnterstützerInnen und alle am Flughafenwiderstand beteiligten Menschen!
Lasst Wut zu Wiederstand werden. Lasst Tränen zu Taten werden, lasst Bauzäune zu Barrikaden werden, Startbahnen zu Skateparks, Terminals zu Baulücken, aber lasst Wälder Wälder bleiben.
Demo gegen den Flughafenausbau am 21.02.09 um 14 Uhr in Kelsterbach!
Außerdem gibts ne dauerhafte Mahnwache, die zwischen Mönchswaldsee und dem Parkplatz ist! Das heißt ihr könnt dort jederzeit hingehen und könnt auch dort übernachten bzw campen!
www.flughafen-bi.de
www.waldbesetzung.blogsport.de
Gespräch mit Monika Lege von Robin Wood
Interview:
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Die Seite "waldbesetzung.blogsport.de" — leider nicht im wald
Warum regt ihr euch auf? — Alternativ
VON WEGEN privatem gebiet — du schlaumeier
schade! — click
saludos solidarios — no importa