Gruselkabinett trauert auf Dresdner Friedhof

aktion09 16.02.2009 21:22
Am Freitag wurde das Gedenken der gräberputzenden Völkerfreunde (Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge) und der evangelischen Kirchengemeinde auf dem Johannisfriedhof von Antifaschist_innen lautstark gestört.
Am Freitag den 13.02.09 störten Antifaschist_innen eine Gedenkveranstaltung des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge und der Evangelischen Kirche auf dem Johannisfriedhof. Während des „herzzerreißenden“ Redebeitrages von dresdner Schüler_innen, welche Augenzeug_innenberichte der Bombennacht vorlasen, kritisierten die Antifaschist_innen lautstark und mithilfe eines Transparentes diese Veranstaltung. Ziel war es der einseitigen Perspektive des Opfergedenkens etwas entgegenzusetzen. Bei den in der Veranstaltung gedachten Dresdner_innen handelte es sich eben auch um Täter_innen . Die Antifaschist_innen legten statt dessen den Fokus auf die NS-Gegner_innen und Opfern des NS-Regimes.


Die einseitige Sicht, dass die Bombardierung nur Opfer und Leid brachten ist verkürzt. Die dresdner Bevölkerung wird ohne jüdische, kommunistische und andere NS-Gegner_innen gedacht. Für diese bedeutete die Bombardierung auch Hoffnung auf Befreiung. Bestimmte Perspektiven – insbesondere der von NS-Opfern und NS-Gegner_innen – werden marginalisiert und vertuscht. Die Unsichtbarmachung dieser Perspektiven ist fester Bestandteil deutscher Geschichtsschreibung nach 1945. Zum Beispiel finden jüdische oder kommuinstische Perspektiven keine Beachtung im mehrheitsdeutschen Trauern. Während die Bombardierung Dresdens tausende Dresnder_innen emotional bewegt, wird beispielsweise der Tag der Befreiung vom NS kaum bis gar nicht gedacht.

Ein solch geschichtsrevisionistisches Gedenken findet Anklang bei tausenden Nazis. Durch dieses bürgerliche dresdner Rumgeopfere bleibt die viel zitierte Abgrenzung von den Nazis bloß ein rhetorischer Akt.
So verwundert es nicht, dass am 14.Februar mehr als 7000 trauende Nazis aus ganz Europa durch die Stadt liefen: Dresdner_innen ihr seid selber Schuld, braun bleibt braun!
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"kommunistischer NS-Gegner wird nicht gedacht

Graf Pankow 17.02.2009 - 13:30
An solchen Sätzen und an solchen sinnfreien Aktionen merkt man wie losgelöst von linken Traditionen die Antifa ist, und wie sie faktisch alles ideelle und räumlich-konkrete den Rechten überlässt.

Erstens, beauftragte die KPD in der Nachkriegszeit den bekannten Fotografen Richard Peter Sen. mit der Erstellung einer Fotodokumentation der Zerstörung Dresdens, - als Anklage gemeint, - und die wohl auch in die KPD/SED-Interpretation der Ereignisse vor dem Hintergrund des kalten Kriegs einreihte: sich also sowohl gegen Nazis als auch West-Alliierte richtete.

Zweitens, stieß der Angriff auf Dresden auf die Kritik damalige britischer Linker und weiter bürgerlicher Kreise; der Angriff war auch in militärischen Kreisen hoch umstritten.

Im Grunde genommen, kann man die antifa nur noch als Ansammlung esoterischer Zirkel bezeichnen. Mit linker Politik hat antifa nichts mehr zu tun.

@ Graf Pankow

SystemOpfer 17.02.2009 - 13:55
Ui, da haben sich einige Linke in ein paar Ländern dazu geäußert, dass sie die Bomben auf Dresden doof fanden. Nur die blöden deutschen Linken bzw. antideutschen Linken sehen das anders. Das ist alles so schlimm...ohhhhhh

Bomben auf Dresden, Irak, Gaza

a 17.02.2009 - 21:08
Naja, die AD-Antifa finden es immer gut wenn bombardiert wird, ob Dresden, Irak, oder Gaza... Hauptsache es trifft nicht die Bonzen, sondern die Proleten. ...Ihr seid menschenverachtende Faschisten, die den Weltgeist gepachtet haben. Dumm, dümmer, antideutsch, sächsiche ADS.