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Es ist nicht das Ziel von Indymedia, ein umfassendes Infoportal incl. Forum für die Verlautbarungen politischer Gruppen anzubieten. Indymedia will ein Plattform für engagierte MedienmacherInnen und ihren eigenen Inhalte bieten. Indymedia will nicht als virtueller Flugblattständer für die Verbreitung, Kritik und Diskussion konkurrierender teilweise dogmatischer Ideologien herhalten. Das Veröffentlichen von Gruppenstellungnahmen und Flugblatttext gehört nicht zu den Zielen des Projektes. Mehr Informationen darüber, warum sich Indymedia nicht zum Diskutieren von politischen Texten eignet, findest Du hier. Bitte nutze stattdessen die verlinkten Online-Diskussionsforen.
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Schon gehört: ungültig wählen wird der Renner
parlamentarische Wahlen - langweilig und ohne echte Alternative zwischen all der gleichen Scheiße? Das muss nicht sein! Nach langem zögern formiert sich eine Kampagne zum ungültig wählen. Sie geht von Dir aus und sich verbreitet sich schnell. Sprich auch du mit Deiner NichtwählerIn des Vertrauens, damit Sie das nächste mal hingeht und mit einem zornigen Gesicht auf dem großen hässlichen Blatt sagt: Nein, meine Stimme gebe ich nicht...
zwischen 20 und 40 % das sind die Quoten, die bei den vergangenen Landes- Bundes- und Europawahlen den NichtwählerInnen zu vielen. Eigentlich Grund genug, dies endlich in eine Quote der Zornigen, unwilligen und des globalisierungskritischen Antikapitalistischen Widerstandes umzuwandeln und den Leuten die Möglichkeit zu geben, die Wahl für Ihren Unmut mit dem dargebotenen Müll der Parteien und dem System als solches Ausdruck zu verleihen. Was fehlt, das ist ein gemeinsames Symbol auf den Zetteln, womit sich die Herrschaften und Frauschaften als Vertreter der gegenwärtigen Macht den Ars... abwischen können, was Sie ja nach den Wahlen eh irgendwie tun.
Die Idee: JedeR malt auf sein Stimmzettelchen ein großes zorniges Gesicht, gern mit nem Spruch, aber ein Gesicht, das klar macht: Wir lassen uns nicht länger als Stimmvieh für System mißbrauchen und es reicht uns! Also los ran an die NichtwählerInnen und all denen, die eigentlich schon lange nur mit schlechten Gewissen das vermeindlich kleinste Übel wählen.
Die Kampagne startet jetzt und ist als Selbstläufer unschlagbar, wenn du es willst!
Die Idee: JedeR malt auf sein Stimmzettelchen ein großes zorniges Gesicht, gern mit nem Spruch, aber ein Gesicht, das klar macht: Wir lassen uns nicht länger als Stimmvieh für System mißbrauchen und es reicht uns! Also los ran an die NichtwählerInnen und all denen, die eigentlich schon lange nur mit schlechten Gewissen das vermeindlich kleinste Übel wählen.
Die Kampagne startet jetzt und ist als Selbstläufer unschlagbar, wenn du es willst!
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Ergänzungen
leerer Stimmzettel
@ man 04.02.2009 - 21:30
@man
ungueltig!
Ungueltig waehlen ist die einzige Moeglichkeit und dabei spiel ich auch keiner Partei in die Haende, da die ungueltigen Stimmen zur Gesamtheit der Stimmen zaehlen und somit den Parteien ein kleinen Teil des Geldes abnehmen.
Wer nicht waehlt ist der Bloede, weil dadruch veraendert sich die finanzielle Lage der Parteien kein bisschen.
Aber was soll das Tohuwabohu. Ich glaub nicht daran das die ungueltigen Stimmen wirklich finanziell oder ideologisch auch nur ansatzweise an den dogmatischen Demokratievorstellungen der Regierenden kratzen werden. Und ob die wirklich weniger Geld kriegen... wer weiss.
also
außerdem gibt es tatsächlich parteien, deren ziele zwar nicht besonders umfassend sind, die aber doch recht symphatisch rüberkommen und bei denen es soldarisch ist, denen die stimme zu geben (wegen parteifinazierung...kohle brauchts nunmal). mir fallen da spontan die tierschutzpartei und die frauenpartei ein.
andererseits fänd ichs auch mal sehr interessant, wenn die "linke" (wieso mussten sie sich so nennen, WIESO?) an einfluss gewinnen würde. aber mich schreckt der rassismus lafontains zu sehr ab, um sie zu wählen.
Wahlen ändern nichts - Wesentliches!
Ein "Wahlen ändern nichts" stimmt aber auch nicht in dieser Plattheit. Eher wie oben beschrieben: Wahlen ändern nichts Wesentliches! Denn Wahlen sind auch immer (wie Lenin schon sagte) das Thermometer der Klassenauseinandersetzung, das (je nach seinem "Temperaturstand") die proletarische Klasse ermutigen oder auch in Hoffnungslosigkeit werfen kann. Die bürgerliche Klasse reagiert immer ganz fix, wenn das sozialistische Thermometer ansteigt - und sei es nur die Linkspartei, die da plötzlich problemlos über die 5%-Hürde kommt. Dann wird auch schon mal ganz tief in die Antikommunismus- und Dreck-Kiste gegriffen wird. (Oder eben auch versucht, die politischen Inhalte der Linkspartei soweit zu entschärfen, daß sie vollkommen systemstabilisiernd wirkt, siehe Regierungsbeteiligung in Berlin.)
Linke parlamentarische Vertretungen (z.B. in Form der Linkspartei) können trotzdem ein gutes Forum sein, um sozialistische Positionen stärker in öffentlichen Diskursen zu verankern und die außerparlamentarischen Bewegungen in ihrem Kampf zu unterstützen; sie brauchen aber auch immer den Druck von linken Bewegungen, sonst verkommen sie im opportunistischen Sumpf.
Große Kreuze auf dem Wahlzettel oder Absentismus bei der Wahl tut der bürgerlichen Klasse kein bißchen weh - es wird im Gegenteil sogar noch die Apathie derjenigen erhöht, die von diesem Gesellschaftssystem in prekäre, scheinbar hoffnungslose Zustände geworfen werden. Venezuela und Bolivien zeigen ja sehr gut auf, was passiert, wenn diese "passiven, vergessenen und sich selbst aufgegebenen" Massen plötzlich direkt angesprochen werden und selbst die Bühne des gesellschaftlichen Handelns betreten. Es entsteht ein gesellschaftlicher Sog, der enorm viel zu gunsten der arbeitenden Klasse verändern kann.
über das ungültig wählen
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
das — man
blabla — peter hartz
@man — phantomias
autonomer — kommunist
@ Kommunist — dadaüberall
ungültig-/wählen,nicht wählen? — Ungültig-/Wähler/Nichtwähler