700 Nazis auf Endstufe-Konzert in Brandenburg

redskin 03.02.2009 12:48 Themen: Antifa
Laut verschiedener Pressemeldungen fand am vergangenen Samstag den 31.1.09 auf dem Flugplatz-Briest in Brandenburg ein Neonazikonzert mit ca. 700 TeilnehmerInnen statt.
Es spielten u.a. die bekannten Nazibands Endstufe,Sturmwehr, Bloodline und Kommando Skin. Der Staatschutz hatte trotz der Grösse des Konzerts – es waren Nazis aus dem gesamten Bundesgebiet anwesend - anscheinend keine Ahnung von dem Nazitreffen. Erst im Laufe des Abends wurden dann 300 BeamtInnen zusammengezogen (Neben 3 Hundertschaften aus drei Bundesländern waren 13 Hundeführer, Bereitschaftspolizei, Räumpanzer und zwei Hubschrauber mit Wärmebildkameras vor Ort) , die das Konzert trotz es brandenburgischen Konzerterlasses aber nicht auflösten, sondern erst nach Ende der Veranstaltung die Personalien sämtlicher Konzertbesucher überprüften.

Bei dem Veranstalter des Konzertes soll es sich um einen der „ Polizei namentlich bekannte(n) Mann aus dem Norden Mecklenburg-Vorpommerns (handeln), der schon früher als Angehöriger der rechtsradikalen Szene aufgefallen ist. Er hatte sich der Polizei in der fraglichen Nacht als Veranstalter zu erkennen gegeben. Er behauptete, die Halle über eine Agentur „Tech Event“ gemietet zu haben.“

Dieses Konzert zeigt einmal mehr – dass es für die Nazis entgegen anderslautender Äusserungen des brandenburgischen CDU-Innenministers Schhönbohm – nach wie vor auch in Brandenburg möglich ist grosse Konzerte zu veranstalten. Auch auf dem Privatgelände des DVU-Abgeordneten Klaus Mann in Finowfurt fanden im Jahre 2008 mehrere Großveranstaltungen statt.

Das beste Mittel der Nazisubkultur entgegenzuwirken ist aber immer noch eine starke linke Subkultur. Organisiert selber Konzerte und leistet Widerstand gegen das braune Pack. Kultur und Widerstand – By any beat necessary!

Übrigens fand am selben Wochenende (31.1.09) ein NSHC- (Nationalsozialistisches Hardcore) Konzert in Thrima mit den Bands Fear Rains Down, Painful Life, Civil Disorder und 2 Minutes Warning statt. Dort sollen laut Nazis 150 - 200 Kameraden anwesend gewesen sein.

Bezüglich antifaschistischer Interventionen: auch Nazibands sind greifbar: die Bandmitglieder haben Namen und Adressen, müssen in Übungsräumen proben... Reisst die Leute aus ihrer Anonymität und macht das menschenverachtende Treiben dieser Bands publik! Keine Ruhe für Nazis - nirgendwo!

Presse zum Nazikonzert:

Veranstaltung auf Briester Flugplatz wird nach Stunden bangen Wartens aufgelöst
www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11420042/61009/

Fragen und Antworten zum Neonazi-Konzert Samstagnacht auf dem Flugplatz-Briest
www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11420985/61009/Fragen-und-Antworten-zum-Neonazi-Konzert-Samstagnacht-auf.html

Flugplatz Briest: 700 Skinheads bei Nazi-Konzert
www.meetingpoint-brandenburg.de/brbnews/article.php?article_file=1233458031.txt
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Ergänzungen

Mensch...

du Trottel... 03.02.2009 - 14:48
Thrima ist ne Band..... Gute antifaschistische Recherche!!! Weiter so.

Hardcore?

Crapcore! 03.02.2009 - 18:26
Lächerlich die oben genannten Bands als "Hardcore" zu bezeichnen... die sind einfach nur grotten schlecht und reihen sich in das Phänomen "Nazis sind auch musikalisch recht niveaulos" ein. Ob man nun versucht BlackMetal, Hardcore oder Oi-Punk nachzumachen - es bleibt schlechte Nazimugge.

Verlinker

noch mehr... 04.02.2009 - 10:36
Nicht nur in Brandenburg fand am 31.01.09 ein Neonazikonzert statt - auch zeitgleich eins in Sachsen, unter dem Motto "Hardcore until the end" und das zurückliegende Wochende ein in Sachsen-Anhalt:

Bereits am 24. Januar 2009 veranstalteten Rechtsextreme wiederholt in Genthin ein Neonazikonzert. In der Tanzbar „Neue Welt“ in Genthin/Altenplathow fand nicht die erste Musikveranstaltung der rechten Szene statt, wie der Pressesprecher des zuständigen Polizeireviers bestätigt. Bereits am 31. Oktober 2008 hatte die Polizei eine ähnliche Veranstaltung in den selben Räumlichkeiten aufgelöst. „Diesen Veranstaltungsort können Sie privat anmieten!“, preist die Inhaberin im Internet an. Noch im Frühjahr 2008 hatte die regionale Neonaziszene ein als „Baracke Genthin“ bekanntes Objekt als „nationalen Jugendclub“ angemietet und dort ebenfalls versucht Rechtsrockkonzerte zu veranstalten. Nach der Kündigung des Mietvertrages ist das Problem offensichtlich nicht verschwunden.

Die Folge des Nutzungsentzugs war ein Aufmarsch von etwa 250 Neonazis am 07. Juni 2008 mit der Forderung nach einem „nationalen Jugendzentrum“ gewesen.

siehe: Infothek Dessau

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