Transsexuelle Frauen in Genf
Erstmals seit Bestehen des deutschen Transsexuellengesetzes wehrt sich eine Gruppe transsexueller Frauen bei der UN in Genf dagegen, rechtlich und medizinisch als Männer mit Identitätsstörung behandelt zu werden. Am Montag, dem 26. Januar, präsentieren Delegierte des Vereins Aktion Transsexualität und Menschenrecht e.V. im Rahmen des internationalen Frauenrechtsabkommens CEDAW, ihren Bericht zur Situation transsexueller Frauen in Deutschland vor einem 23-köpfigen Komitee. Die Frauengruppe setzt sich für eine echte Anerkennung der geschlechtlichen Identität transsexueller Frauen ein und plädiert für eine Beendigung einer in Deutschland üblichen Praxis, das Geschlecht eines Menschen fast ausschließlich an seinen Genitalien zu messen.
Gerade die deutsche Sexualwissenschaft wird hiermit in Genf ebenso kritisiert, da diese bis heute fast ausschließlich damit beschäftigt ist, Theorien zu entwickeln, einem transsexuellen Mädchen, das mit Penis und Hoden geboren wurde, und von sich sagt "ich bin ein Mädchen", seine geschlechtliche und biologische Existenz abzusprechen, anstatt hier aktiv an der Verbesserung der medizinischen und rechtlichen Situation mitzuwirken. Der Verein Aktion Transsexualität und Menschenrecht e.V. setzt sich seit seinem Bestehen dafür ein, ein Umdenken zu bewirken und darauf hinzuweisen, dass es ethisch richtig und wissenschaftlich sinnvoller wäre, sich der Verbesserung der Situation transsexueller Menschen auf wissenschaftlicher und menschenrechtlicher Basis zu beschäftigen, anstatt hier Abhandlungen darüber zu verfassen, die den Satz "Ich bin ein Mädchen" zur Lüge erklären. Wer ein transsexuelles Mädchen zu einem "Jungen mit Identitätsstörung" erklärt, begeht laut Kim Schicklang, der 1. Vorsitzenden des Vereins bereits ein Menschenrechtsverbrechen.
Zu den auch in Deutschland alltäglichen Problemen transsexueller Frauen gehören öffentliche Diskriminierungen und Gewalttaten, Verlust des Arbeitsplatzes, Fehldarstellungen durch die Medien, wie der Behauptung, es gebe "Geschlechtsumwandlungen" und transsexuelle Frauen "wären mal Männer gewesen" - aber auch psychischer oder sexueller Missbrauch durch deutsche Gerichtsgutachter, die in den seltensten Fällen strafrechtlich verfolgt werden. Eine der wichtigsten Forderungen des Alternativberichtes ist daher auch die Forderung nach Abschaffung des sogenannten "Gutachterverfahrens" im deutschen Transsexuellengesetz, da dieses Verfahren gegen die Anerkennung der geschlechtlichen Identität transsexueller Menschen verstößt. Transsexuelle Frauen sind keine Männer mit Identitätsstörung. Transsexuelle Frauen sind Frauen. Oder anders: Es gibt Mädchen, die mit Penis, Hoden und xy-Chromosomensatz geboren werden.
Der Alternativbericht von Aktion Transsexualität und Menschenrecht e.V. findet sich hier:
http://www2.ohchr.org/english/bodies/cedaw/docs/ngos/MT_Germany43_en.pdf
http://www2.ohchr.org/english/bodies/cedaw/docs/ngos/MT_Germany43_ge.pdf
sowie unter:
http://www.mut23.de/texte/CEDAW_Transsexualit%E4t_final2.pdf
http://www.mut23.de/texte/CEDAW_Transsexualit%e4t_final_english.pdf
Zu den auch in Deutschland alltäglichen Problemen transsexueller Frauen gehören öffentliche Diskriminierungen und Gewalttaten, Verlust des Arbeitsplatzes, Fehldarstellungen durch die Medien, wie der Behauptung, es gebe "Geschlechtsumwandlungen" und transsexuelle Frauen "wären mal Männer gewesen" - aber auch psychischer oder sexueller Missbrauch durch deutsche Gerichtsgutachter, die in den seltensten Fällen strafrechtlich verfolgt werden. Eine der wichtigsten Forderungen des Alternativberichtes ist daher auch die Forderung nach Abschaffung des sogenannten "Gutachterverfahrens" im deutschen Transsexuellengesetz, da dieses Verfahren gegen die Anerkennung der geschlechtlichen Identität transsexueller Menschen verstößt. Transsexuelle Frauen sind keine Männer mit Identitätsstörung. Transsexuelle Frauen sind Frauen. Oder anders: Es gibt Mädchen, die mit Penis, Hoden und xy-Chromosomensatz geboren werden.
Der Alternativbericht von Aktion Transsexualität und Menschenrecht e.V. findet sich hier:
http://www2.ohchr.org/english/bodies/cedaw/docs/ngos/MT_Germany43_en.pdf
http://www2.ohchr.org/english/bodies/cedaw/docs/ngos/MT_Germany43_ge.pdf sowie unter:
http://www.mut23.de/texte/CEDAW_Transsexualit%E4t_final2.pdf
http://www.mut23.de/texte/CEDAW_Transsexualit%e4t_final_english.pdf
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Ergänzungen