Erneuter Nazianschlag in Fürth
In der Nacht von Montag, den 12.1. auf Dienstag, den 13.1. haben Neonazis das Auto einer Fürther Antifaschistin zerstört.
Die militante Naziszene um Matthias Fischer hat wieder einmal zugeschlagen. Diesmal demolierten sie das Auto einer Fürther Antifaschistin. Das Auto wurde in den letzten Jahren oft bei Kundgebungen und Demonstrationen gegen Rechts eingesetzt. Es leistete einen entscheidenden Beitrag an der Bekämpfung der NPD und des Rechtsextremismus. Überall wo es Auftauchte verbreitete es Angst und Schrecken unter den Neonazis. Ob in Gräfenberg, Nürnberg oder Fürth – immer bescherte es den Nazis eine Niederlage. So mussten Nazitreffpunkte schließen, die NPD kam nicht ins Kommunalparlament, Naziaufmärsche wurden erfolgreich blockiert. Vom braunen Feind gefürchtet, von Freunden liebevoll „Maomobil“ getauft ist es nun im antifaschistischen Kampf für eine Welt ohne Ausbeutung und Rassismus gefallen.
Obwohl die militante Naziszene in den letzten Monaten zwei Anschläge auf eine antifaschistische Familie durchführte, das Fürther Gewerkschaftshaus und das Nürnberger Büro der DKP und SDAJ angriff und Sachschäden über 15.000€ verursacht hat, schauen Polizei und Staatsanwaltschaft tatenlos zu. Ermittlungsverfahren gegen Nazis werden eingestellt. Antifaschisten werden wegen dem malen mit Straßenmalkreide in erster Instanz verurteilt und erst auf massiven öffentlichen Druck freigesprochen.
Der erneute Nazianschlag ist vor dem Hintergrund der Umorientierung der militanten Naziszene in Erlangen, Fürth und Nürnberg zu sehen. Nachdem die Fränkische Aktionsfront (FAF) aufgelöst wurde organisierten sich deren Kader in der NPD. Hier traten sie wegen Differenzen Ende 2008 aus und kündigten den erneuten Aufbau illegaler Strukturen an. Dieser Anschlag scheint die erste Aktion der neuen Gruppe zu sein. Setzen wir uns gemeinsam dafür ein das es auch die letzte ist!
Obwohl die militante Naziszene in den letzten Monaten zwei Anschläge auf eine antifaschistische Familie durchführte, das Fürther Gewerkschaftshaus und das Nürnberger Büro der DKP und SDAJ angriff und Sachschäden über 15.000€ verursacht hat, schauen Polizei und Staatsanwaltschaft tatenlos zu. Ermittlungsverfahren gegen Nazis werden eingestellt. Antifaschisten werden wegen dem malen mit Straßenmalkreide in erster Instanz verurteilt und erst auf massiven öffentlichen Druck freigesprochen.
Der erneute Nazianschlag ist vor dem Hintergrund der Umorientierung der militanten Naziszene in Erlangen, Fürth und Nürnberg zu sehen. Nachdem die Fränkische Aktionsfront (FAF) aufgelöst wurde organisierten sich deren Kader in der NPD. Hier traten sie wegen Differenzen Ende 2008 aus und kündigten den erneuten Aufbau illegaler Strukturen an. Dieser Anschlag scheint die erste Aktion der neuen Gruppe zu sein. Setzen wir uns gemeinsam dafür ein das es auch die letzte ist!
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Polizeibericht
"Pkw beschädigt - Zeugen gesucht
Fürth - Am vergangenen Wochenende (10. bis 13. Januar 2009) wurde im Stadtgebiet Fürth ein in der Karolinenstraße, Ecke Simonstraße, geparktes Fahrzeug massiv beschädigt. Die Polizei sucht Zeugen des Vorfalls.
Am Morgen des 13. Januar 2009 kam die geschädigte Fahrzeugführerin zur Anzeigeerstattung auf die Polizeiinspektion Fürth und teilte mit, dass ihr Pkw am Wochenende beschädigt worden sei.
An dem Fahrzeug wurden sämtliche Scheiben eingeschlagen sowie die Reifen zerstochen. Auch der Auspuff und die Außenspiegel des Fahrzeuges wurden angegangen. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 2000 Euro. Die Polizei in Fürth hat die Ermittlungen aufgenommen.
Wer kann Angaben zu dem Vorfall machen? Hinweise bitte an den Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter Telefon 09 11 / 21 12 - 33 33.
13.1.2009 13:17 MEZ"
Die Polizei in Fürth hat also "die Ermittlungen aufgenommen." Es darf gelacht werden. Dem mittlerweile immer dreisteren Terror der Naziverbrecher von der sogenannten Anti-Antifa haben Polizei und Justiz in Nürnberg und Fürth noch nie etwas entgegengesetzt. Die sehen ihre Aufgabe bekanntlich darin, Engagement gegen Nazis in der Region zu verfolgen und zu bestrafen sowie die Aufmärsche der Nazis zu ermöglichen und ihre Klamottenläden zu schützen. Gerne auch mit brutaler Waffengewalt gegen NazigegnerInnen.
Attacke mit politischen Hintergrund?
FÜRTH (di) - Ein Kleinbus, der als Lautsprecherwagen bei Demonstrationen gegen Rechtsextremisten eingesetzt worden war, ist am vergangenen Wochenende in der Südstadt demoliert worden. Die Kripo hat bei ihren Ermittlungen auch die rechtsextreme Szene im Visier.
14.1.2009
@ SchwarzeInternationale
Solidarität?!
Ich bin der festen Überzeugung, dass Jammern nicht das geringste bewirkt und man die Naziszene jetzt am härtesten durch verstärktes antifaschistisches wie auch linkes Engagement trifft.
Es wäre einerseits falsch sich durch derartige Angriffe vom antifaschistischen Engagement abbringen zu lassen. Genauso falsch aber wäre es, aufgrund derartiger Angriffe eigenständige, linke Politik zurückzufahren.
Doch auch wenn ich die feste Absicht habe, die nächsten Monate mit einer "Jetzt-erst-recht"-Einstellung zu meistern, hat mich der Naziangriff sehr nachdenklich gestimmt. Es war jedoch nicht der eigentliche Anschlag, der mir zu denken gab.Ich habe mein Auto schließlich aus freien Stücken zur Verfügung gestellt, wusste, worauf ich mich einließ und würde es jederzeit wieder tun.
Richtig ins Grübeln kam ich aber bei der Vorstellung, mit welcher dreckigen Häme und widerlichen Genugtuung sich wohl genau jene Faschos, die mein Auto mit Baseball-Schlägern demoliert haben,einige der Kommentare durchlesen, die hier reingestellt wurden.
Diesen kommentaren möchte ich entgegen halten:
welchen spitznamen dieses Auto auch immer hatte, es wurde nicht demoliert, weil es mein Auto war, oder das einer SDAJ`lerin, oder weil Leute es augenzwinkernd "Maomobil" genannt haben, sondern primär, weil es bei den diversesten, antifaschistischen Aktionen eingesetzt wurde.
Deswegen wurde es zerstört, und das ist auch der Grund, weshalb mein nächstes Auto, das ich mir über kurz oder lang zulegen werde, genausogut demo-trauglich sein wird, wie mein letztes, wenn nicht noch besser!
Und wie bisher auch wird mein neues Auto dann all denjenigen politischen Gruppen und Organisationen als Lautsprecher,-und transportwagen zur Verfügung stehen, die mit einer SDAJ`lerin hinter dem Steuer kein Problem haben!
Denn das ist meine Auffassung antifaschistischer Solidarität und für alles andere würde ich mich in Grund und Boden schämen!!
mit solidarischen, antifaschistischen Grüßen
Tatjana
SDAJ Bayern
P.S. Ich stelle mir die Frage, ob all diejenigen, die mir hier so vollmundig die Solidarität aufkündigen, dies auch täten, wenn sie sich nicht hinter der Anonymität von Indymedia verstecken könnten und es mir offen ins Gesicht sagen müssten!!
und nochmal zugeschlagen
Die Antwort der Faschisten liess nicht lange auf sich warten. In der Nacht von Samstag auf Sonntag entfernten Sie die an dem Auto angebrachten Flugblätter, zertrümmerten die einzig intakte Scheibe, schlugen nochmals auf die Frontscheibe ein und entglasten die Heckscheibe komplett.
Antiko nennt sich nicht Antifa!
Als Vertreter der Naturfreundejugend, einer seit über 100 Jahren tätigen Freizeit- und Kulturorganisation fortschrittlicher Menschen, möchte ich einige Bemerkungen machen.
Ich stelle zunächst fest:
Eine Antifaschistin organisiert sich in einem `Bündnis gegen Rechts` (Fürth).
Sie stellt ihren eigenen PKW der Bewegung zur Verfügung.
Der Wagen wird aus eben diesem Grund von Faschisten zerstört.
Ich muss weiter feststellen:
Es gibt unter den Kommentaren viele Entsolidarisierungen (Anti-Antifa mal anders...)
Es gibt viele Vorbehalte gegenüber der SDAJ (Antikommunismus oder Unwissenheit?).
Die Faschsiten werden sich tatsächlich freuen: normalerweise bringen solche Aktionen die Einheit der antifaschistischen Linken voran, auch oder gerade weil der Anlass kein schöner ist; hier punkten die Faschisten doppelt: wagen zerstört, Spaltpilz reingesetzt!
Ich frage:
Es fehlt der Konsens: getroffen wurde die Kollegin/ Genossin/ Freundin/ Antifaschistin, gemeint sind wir alle! Wieso?
Wieso hat der bürgerliche Antikommunismus einigen nur derart das Hirn zerfressen, dass sie sich nicht in der JU oder den JN organisieren, sondern sich allen Ernstes als `Antifas` bezeichnen?
Wer sich mit dem Kampf gegen Faschismus auseinandergesetzt hat, wird (geschichtlich wie aktuell) feststellen, dass KommunistInnen immer zuverlässige GenossInnen waren und sind. Ich muss ihre sonstigen gesellschaftspolitischen Vorstellungen dafür nicht einmal teilen, um dies so zu sehen. Aber was ist das denn für ein scheinheiliges, pseudo-libertäres Gehabe, wo über einen Umweg (Maoismus, mit dem die SDAJ nun wirklich nichts zu tun hat) die SDAJ mit Faschsiten auf eine Stufe gesetzt werden soll. Totalitarismustheorie? In der Schule so gelernt? Oder in den bürgerlichen Medien?
Unsere Organisation (Naturfreunde) war immer ein Ort, wo sich fortschrittliche Menschen aus der Arbeiterbewegung gesammelt und gemeinsam an einem Strang gezogen haben: von SozialdemokratInnen bis hin zu KommunistInnen. Hier gab es (trotz Differenzen) eine Art gelebte Einheitfront, im Kampf gegen die Faschisten aber standen die GenossInnen zusammen. Dass wir unter dem Nazis verboten waren, muss ich kaum erwähnen, oder?
Ich kann den Ärger, den Tatjana beschreibt verstehen. Sagt ihr eure Meinung ins Gesicht und postet nicht feige anonym im Internet dummes Zeug. Das schadet nicht nur eurem eigenen Ansehen, sondern der antifaschistischen Einheit. Wer diese nicht möchte soll sich ebenfalls zurückhalten und sich eine einsame Insel zum emigrieren suchen, denn ohne diese Einheit, das hat uns die Geschichte gelehrt, werden die Faschisten schwerlich aufzuhalten sein, wenn der Kapitalismus sie an der Macht braucht. Und dessen Krise hat grad erst begonnen...
Hiermit bekunde ich jedenfalls unsere Solidarität.
Wohin können wir einen finanziellen Beitrag überweisen, damit bald ein neues Auto zur Verfügung steht!? Wer ihm welchen Spitznamen gibt, ist uns auch einerlei...
Antifaschistische Grüße,
Naturfreundejugend
PS:
Der Antikommunismus ist die Grundtorheit dieser Epoche! (Thomas Mann)
Die Epoche scheint noch nicht vorüber...
Spendenaufruf
Helfen Sie mit die Opfer von rechter Gewalt in Fürth zu unterstützen!
Spendenkonto: BFG-Bündnis g. R.
Kontonummer: 201 014 684
BLZ: 762 604 51
Raiffeisenbank Fürth
Verwendungszweck: Nazianschlag
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
arg! — fgjfr
h — h
mit liebe — zu mao
ich — ich
versicherung? — na
Versicherung — kuydup
@ich — @ich
Gehts noch — Sachmal
ja... — mack
SDAJ and mao sucks — mmmmmmmmmmmm
.o — l.
- — -
77 — 77
zum Polizeibericht — Karl-Heinz
Taten statt Worte — SchwarzeInternationale
@die ganzen Spinner — blub
Solidarität — LargZK
Mao — mmmmmmmmmm
Nicht vertretbar!! — Anti-Totalitarismus
SDAj maoistisch Unterwandert??? — Mao
@Mao — mmmm
SDAJ sucks — .9i
Ich finde es Scheiße... — AuchAntifaschist
Sorry — Bohemian