Leipzig: Schneeballschlacht am Kreuz

equus 04.01.2009 23:56 Themen: Freiräume Kultur
In Leipzig standen sich heute ab ca. 20 Uhr zwei Schneeballschlachtteams gegenüber. Die Schlacht endete am Ende mit vorzeitigem Spielabbruch durch das nach 2 1/2 Stunden hinzugekommene Team Green, welches sich wie immer äußerst unsportlich zeigte.
Fazit: Viel Spaß, ein unentschieden zwischen Team Rewe und Team Südbrause, Platzverbot und Rote Karte für Team Green.
Leipzig - Pünktlich 20:15 Uhr wurde zur besten Sendezeit zur großen Schneeballschlacht am Connewitzer Kreuz angepfiffen. Gegenüber standen sich Team Rewe und Team Südbrause sowie einige Einzelkämpfer_innen am Fruchtmarkt. Die zeitweilig über 150 Personen kämpften sportlich und fair gegeneinander. Das zahlenmäßig unterlegene Team Südbrause hielt sich wacker gegen die Übermacht vom Rewe-Markt. Zusatzpunkte konnte Team Rewe jedoch durch zwei Schneemänner_innen [ :) ] sowie eine ca. 1.5m hohe und 2m breite Schneebarrikade sammeln.

Autofahrer_innen lenkten in der Regel um und ließen den Teams ein freies Spielfeld. Einige wenige Flitzer_innen im Auto mussten bei überqueren des Spielfeldes starken Schneefall im Bereich ihres Wagens über sich ergehen lassen. Nackt waren die Flitzer_innen aufgrund der Temparaturen heute jedoch nicht. Einige angehaltene Straßenbahnfahrer_innen freuten sich unterdessen abseits des Spielfeldes über eine zusätzliche Zigarettenpause.

Nachdem die Teams ihre Kräfte bis ca. 22:30 bis aufs äußerste strapaziert hatten, mischte sich das vorher nicht angemeldete Team Green in das Spiel ein und fiel durch unsportliches Verhalten auf und versuchten die Teilnehmer_innen zu provozieren. In völliger Unkenntnis der Regeln machten die in Hooligan-Kleidung Angekommenen zudem nicht vom Schnee sondern teilweise von ihren Knüppeln gebrauch und überfielen die friedlichen Spieler_innen der anderen beiden Teams.

Die verantwortlichen Schiedsrichter_innen haben sich im Nachhinein dafür entschieden den stadtbekannten Prügelhools von Team Green die Rote Karte zukommen zu lassen und ein Platzverbot zu erteilen.



[ Schöne Bilder und sachliche Hinweise über Polizeiübergriffe etc. folgen hoffentlich in den Ergänzungen ]
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Ergänzungen

Straßensperre Connewitz Kreuz, 4. Januar

dem K 05.01.2009 - 01:34
Heute Nacht, etwa halb 11. Die Straßenbahn der Linie 11 hält an der Haltestelle Karl-Liebknecht/Richard Lehmann Str. mit mir als Fahrgast darin. Noch drei Stationen, dann bin ich zu hause. Doch dann die Durchsage „Connewitz Kreuz ist wegen polizeilicher Maßnahmen gesperrt, diese Bahn fährt von hier direkt nach Lößnig bis Märchenwiese“. „Polizeiliche Maßnahmen am Kreuz,“ denke ich beim Aussteigen, „ war denen an Sylvester nicht genug los, oder was?“ Ein paar Minuten später sehe ich meinen Verdacht bestätigt: Etwa dreißig bis vierzig Menschen stehen am Connewitzer Kreuz und zwei Figuren aus Schnee auf der Fahrbahn. Auf die Autofahrbahn, wohlgemerkt. Ein Schneeball fliegt hier (vielleicht gerade jetzt) nicht. Als ich vor ein paar Minuten aus der Kneipe kam, habe ich gleich drei übergekriegt.

Hundert Meter weiter in der Bornaischen Str. sehe ich ein Polizeiauto. Ich gehe direkt auf eine Beamtin zu, die den Verkehr umleitet. Weg vom Kreuz, hinüber zum Wiedebachplatzt. Das gestaltet sich etwas schwierig, denn in der Biegung stauen sich bereit zwei Straßenbahnen. Sehr wahrscheinlich hatte ein Anwohner so geparkt, dass die Bahnen, die hier nur in Ausnahmefällen abbiegen, nicht vorbeikamen. Trotzdem. Ich will wissen, welche „polizeiliche Maßnahmen“ weine Heimfahrt zum Spaziergang gemacht hatten. Auf meine Frage hin bekomme ich die geradezu sielmannsche Antwort vorgetragen, die Straßenbahn sei von Schneebällen „angegriffen“ worden. Ja klar, der natürliche Fressfeind der Straßenbahn ist der Schneeball, wer wüsste das nicht!? Ich versuche der sicherlich gestressten Polizistin mit etwas Phantasie bzw. Pausenhoferinnerungen auf die Sprünge zu helfen: „Ach, Sie meinen, dass das gefährlich ist, weil da Steine drin sein könnten?“ „ Ja, zum Beispiel.“ Sie hat kaum geendet, da steht ein Kollege neben ihr, der unser Gespräch knapp mit einer Frage in der Richtung, ob denn jetzt alles für mich klar sei, beendet. Die beiden drehen ab und ich wünsche unerwidert einen schönen Abend.

Ja, was war denn das, bitte!? Ist jetzt eine Schneeballschlacht ein vandalistischer Akt? Oder Schlimmeres? Was kann ein Schneeball an einer Straßenbahn ausrichten? Den Aufwand, den die Polizei ihren Mitarbeitern und den Straßenbahnabhängigen (insbes. denen, die nicht mein Glück hatten nach nur drei Stationen ihre Wohnung erreicht zu haben) zumutet, erscheint vollkommen ungerechtfertigt. Gerade der Straßenbahnverkehr aus Connewitz hinaus kam deswegen zum Erliegen. Irgendwie passt das alles gut zu dem Bild vollkommener Hilflosigkeit bei der Erhaltung des Selbstbildes, die der Leipziger Polizei nach diesem schlimmen Jahr 2008, deutlich anzusehen ist.

Der Disotote mag eine Rolle gespielt haben bei der Neubesetzung des Leipziger Polizeithrons am 1. Mai. Diesem Fall und, dass Rockerbanden Ende September auf einer großen Kreuzung in der Innenstadt - auf Duldung der Polizei hin - tun und lassen konnten, was sie wollten (und den Verkehr wirklich aufhielten), will und wollte der neue Polizeipräsident Horst Wawrzynski mit mehr Polizeipräsident begegnen. Der Druck muss ins Unermessliche gewachsen sein, nachdem trotz massivem Fahndungseinsatz keine greifbaren Ergebnisse im Fall Michelle vorgelegt werden konnten. Ich will den Fall der armen Michelle hier nicht ins Lächerliche ziehen. Lächerlich erscheint mir hingegen, dass, weil Sylvester am Connewitz Kreuz scheinbar nicht genug Anlass bot um Ansehen gut zu machen, jetzt eine Schneeballschlacht in Connewitz zur ernstzunehmenden Gefahr hochstilisiert wird. Wenn jetzt Schneeballschlachten mit Straßensperren wie der, der Hells Angels gleichgesetzt werden, ist das allerdings ein Armutszeugnis für die Polizei. Vor allem die Passivität einerseits und der Alarmismus andererseits erscheint mir zweifelhaft.

Auch in Dresden große Schneeballschlacht

Nicht alles so ernst nehmen ;) 05.01.2009 - 02:16
Straßenschlacht in der Dresdner Neustadt -

Zwei verfeindete Clans Autonomer lieferten sich am Sonntagabend Straßenschlachten im Chaoten-Viertel Dresden Neustadt. An den Ausschreitungen waren etwa 40 Personen beteiligt. Die beiden Gruppen bekämpften sich mit Schneebällen. Zeitweise verbündeten sich die gegnerischen Clans und griffen gemeinsam Straßenbahnen und Polizeiwagen an. Obwohl von den Gruppen Aussprüche, wie "wir sind hier nicht in Gaza" zu hören waren, woraufhin einige ihren Märtyrertod ankündigten, hatten sich die verfeindeten Clans nicht nach ihrer politischen Ausrichtung gruppiert. Auf die Frage, ob denn eine Zusammenrottung, wie gegen Polizei und Straßenbahn bei der Schneeballschlacht, auch am 13. und 14. Februar zu erwarten sei, antwortet Extremismus-Experte Eckhard Jesse: "Die Linksextremisten in Dresden sind vor dem diesjährigen 13. Februar gespalten. Angesichts des Gewaltausbruches am vergangenen Sonntag ist jedoch klar: diese Spaltung ist nur zeitweise - solange bis ein gemeinsamer Feind gefunden ist." Politik-Professor Werner Patzelt von der TU-Dresden mahnt: "die demokratischen Kräfte müssen jetzt zusammenhalten".

Wenn die Dresdner Autonomen genauso geschlossen und gewaltbereit auch am 13. und 14. Februar agieren sollten, dann wird ein ruhiges Gedenken an die Bombadierung von 1945 kaum möglich sein und die Naziaufmärsche nicht stattfinden. „Wir bereiten uns darauf vor, dass dann nicht nur Schneebälle fliegen werden“, kommentiert Polizeipräsident Dieter Hanitsch die Befürchtungen.
***
Am 13. und 14. Februar genauso viel Spaß haben, wie auf der Schneeballschlacht und die Naziaufmärsche in Dresden verhindern und das bürgerliche Gedenken an die Bombardierung von 1945 stören! Unter anderem mit Egotronic und Frittenbude live, umsonst und draußen am 13. Februar!

Infos:
 http://venceremos.antifa.net/13februar/2009/
 http://dresden1302.noblogs.org/

...

Ich 05.01.2009 - 15:05
da gestern aus der straßenbahn aus zu steigen wäre wirklich gefährlich gewesen, man hätte sicherlich direkt schnell von zig Leuten abgekommen, was aber nicht das schlimmste ist....

schlimmer hingegen ist das die polizei nicht unterscheiden kann per beteiligter, wer gaffer ist oder wer nur umsteigen oder aussteigen und weiterlaufen will

im zweifel wird dann einfach drauf los gekloppt, es gibt genügend postings in foren die das bestätigen und auch videos bei youtube. daher finde ICH diese versammlungen am connewitzer kreuz einfach lästig

das ich nicht der einzige bin der das so sieht ist klar. das connewitzer kreuz ist ein zentraler Umsteigepunkt aber gestern ist dort irgendwie niemand ausgestiegen.

Über Schneeballschlachten

vfv 05.01.2009 - 15:07
diejenigen, die hier die ganze zeit rumprollen und die schneeballschlacht scheisse finden weil es nicht geknallt hat sollen sich halt ort und zeit für action und knallen ausmachen.

eine schneeballschlacht macht in erster linie einfach spaß und ist in zweiter linie politisch, weil sich dort leute den freiraum nehmen den sie wollen um eben jenen spaß zu haben. wer spaß haben verwerflich findet soll halt nicht hingehen, wer bock auf andere aktionsformen hat soll's halt organisieren.

und wenn zu ner schneeballschlacht aufgerufen wird soll das auch eine sein und keine veranstaltung für macker-rumgeprolle und herbeigezauberte straßenschlachten. es gibt eben auch peacige sinnvolle aktionen, genauso wie es sinnvolle militante aktionen gibt. es muss nicht immer alles militant sein. aber diese aktionsformen (die peacigen, hedonistischen, subversiven, künstlerischen..etc pp) scheinen hier einige garnicht mehr zu kennen..

Aus Schneebällen werden EISBÄLLE...

Frau Holle 05.01.2009 - 17:29
tja, und was sagen die medien? scheinbar gibt es nichts wichtigeres als über sowas zu berichten...:
Für den Focus gab es "Krawall nach Schneeballschlacht" ( http://www.focus.de/panorama/welt/leipzig-krawall-nach-schneeballschlacht_aid_359783.html) , die baz sieht "Massen-Schneeballschlacht ausser Kontrolle" ( http://www.bazonline.ch/panorama/vermischtes/MassenSchneeballschlacht-ausser-Kontrolle/story/13450098), auch was adhocknews ( http://www.news-adhoc.com/krawalle-in-leipzig-nach-massen-schneeballschlacht-idna2009010512141/) und freie presse ( http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/1428192.html) schreiben ist aberwitzig und man fragt sich: war ich gestern an einem ganz anderen platz? vermutlich einfach nur ein reflex, wenn mal wieder nachrichten aus connewitz kommen. alle wissen gleich : GEWALLT. EXTREMISTEN. ESKALATION.

weiß jemand

was 05.01.2009 - 19:19
es mit dem typen der angeblich niedergeschlagen worden sein soll auf sich hat?
steht ja in einigen der links, welche frau holle gepostet hat.

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älterer indyartikel

ausgefüllt 05.01.2009 - 01:23
Politiker wird terrorisiert-Justitz machtlos
Der große Rebell von gestern

13.11.2008

Die Fascho-Aktionen gegen den Mülheimer SPD Politiker Dieter Spliethoff reißen nicht ab....
Wie schon öfters auf dieser Seite berichtet ist der Mülheimer Stadtverordnete der SPD Dieter Spliethoff ja schon vor geraumer Zeit in die Schußlinie der Mülheimer Neo-Nazis geraten.
Auslöser hierfür ist sein Einsatz für den Erhalt des AZ Mülheim.
Die Negativ-Höhepunkte waren eine Outing-Aktion der JN Mülheim und massive Drohungen gegen den Sohn von Dieter Spliethoff,doch auch jetzt noch dauert der Terror gegen ihn und seine Familie an....
Nachdem das Auto von Dieter Splethoff schon mit Hakenkreuzen verunziert wurden,gab es jetzt zwei ekelige Fisch-Atacken,darüber hinaus muß seine Familie schon seit einiger Zeit Morddrohungen,Telefon-Terror,Aufkleberklebeaktionen,zugeklebte Schlüsselöcher,eingeworfene Fensterscheiben,abgestochene Autoreifen etc. etc. hinnehmen.
Gegen das Hetz-Flugblatt der JN Mülheim hatte Dieter Spliethoff erfolglos juristische Mittel eingeleitet,ein Straftatbestand sei aber nach Auskunft der Staatsanwaltschft Duisburg nicht zu erkennen!

 http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/muelheim/2008/11/12/news-90283367/detail.html

Das beweist einmal mehr wie blind die Justitz auf dem rechten Auge ist!
Zeitweise wurde der Kommunalpolitiker von der Antifa Mülheim und den Jusos beschützt,interessant ist in diesem Zusammenhang,dass der Terror einen Tag nachdem es keine Nachtwachen mehr vor Dieter Spliethoffs Haus gab,wieder begann!
Das heisst die Faschisten beobachten das Haus von Dieter Spliethoff und schlagen erst zu,wenn sie keine Gegenwehr zu befürchten haben!
Nachdem wir erkennen müssen,dass die Faschos nicht klein bei geben wollen und die Justiz nicht willens ist den Nazis Einhalt zu gebieten,ist es nun an uns ob wir ihnen kampflos das Feld überlassen oder nicht!

Scheiß Aktion!

X 05.01.2009 - 03:33
Ich bin heute in der Straßenbahn Richung Markleeberg West auch aufgehalten wurden weil am Connewitz Kreuz die "Schneeballschlacht" statt fand.

Die "Schneeballschlacht" - Dagegen habe ich nichts einzuwenden (solange Unbeteiligte da heraus gehalten werden!).

Ich sah Personen mit vermummtem Gesicht und man hat sich innerlich darauf vorbereitet das jetzt gleich eine Schlägerei losgehen könnte in die man verwickelt werden könnte. Außerdem hatte ich Angst auszusteigen. - Dagegen habe ich etwas.

Die Straße wurde durch Schnee blockiert. - Dagegen habe ich auch etwas.

Das Aufhalten der Straßenbahn - Dagegen habe ich auch etwas.

Daher finde ich es gut das die "Schneeballschlacht" von der Polizei aufgelöst wurde, es hätte ruhig noch schneller gehen können und sie hätten ruhig noch härter durchgreifen können.

AW: Finde die Aktion scheiße!

Y 05.01.2009 - 03:54
"Ich sah Personen mit vermummtem Gesicht und man hat sich innerlich darauf vorbereitet das jetzt gleich eine Schlägerei losgehen könnte in die man verwickelt werden könnte."
Am Connewitzer Kreuz sind Kameras, daher haben sich einige vermummt, da die Polizei aus einem über die (kaum befahrene, da Sonntag Abend) Straße geworfenem Schneeball schnell mal einen "gefährlichen Eingriff in die Straßenverkehr" konstruiert. Deswegen wollen Leute u.U. bei Schneeballschlachten nicht erkannt werden. Außerdem ist ein kleiner Gesischtsausschnitt bei Schneeballschlachten halt sinnvoll, weil mensch bekommt weniger ab.

"Außerdem hatte ich Angst auszusteigen. - Dagegen habe ich etwas."
Das ist verständlich, aber wiegesagt: Die Angst ist unbegründet.

"Die Straße wurde durch Schnee blockiert. - Dagegen habe ich auch etwas."
Ich nicht. Straßen werden extrem oft für kommerzielle Veranstaltungen gesperrt - warum also auch nicht mal die Straße für etwas nutzen was kein Geld kostet und Spaß macht?

"Das Aufhalten der Straßenbahn - Dagegen habe ich auch etwas."
Die Straßenbahnen wurden von der Polizei gestoppt, vorher sind sie ohne Probleme gefahren - während der gesamten Schneeballschlacht.

"Daher finde ich es gut das die "Schneeballschlacht" von der Polizei aufgelöst wurde, es hätte ruhig noch schneller gehen können und sie hätten ruhig noch härter durchgreifen können."
Härter als auf dem Boden liegenden Leuten mit dem Knüppel auf dem Kopf zu hauen? Du Menschenfreund!

Schnee

Frau 05.01.2009 - 09:04
"Scheiß Aktion!
X 05.01.2009 - 03:33

Die Straße wurde durch Schnee blockiert. - Dagegen habe ich auch etwas."

Bitte bei Frau Holle beschweren.

@Nicht alles so ernst nehmen ;)

hätteste wohl gern 05.01.2009 - 10:00
Dein "Gedenken stören auf jeden Fall", ohne Rücksicht darauf, wer da wie gedenkt, kannst du dir sonstwohin schieben, und war auch nicht die Intention aller Teilnehmer an der Schneeballschlacht gestern. Gedenken stören von mir aus, aber dann bitte auch vernünfitg begründet, und nicht hirnlos drauflos agieren, ohne aktuelle Entwicklungen zu berücksichtigen. Mit dem wischi-waschi-Aufruf, der auf venceremos steht, brauchst du gar nicht erst ankommen, da steht auch keine Antwort dazu drin.

connewitz

am arsch 05.01.2009 - 14:36
mensch leute was ist denn bei euch los???
ellenlange boring indyartikel zu ner schneeballschlacht, leute die angst haben, aus ner bahn auszusteigen wegen schnee...hä? geht´s noch?
sucht euch doch mal ein neues forum wo ihr eure provinzpossen diskutieren könnt
ohne leute zu nerven.

topf

lappen 05.01.2009 - 15:16
hey leute was heult ihr denn so rum??? vonwegen angst auszusteigen und die schlegerrei könnte gleich losgehen ... da sieh menshc mal wieder wo der kapitalismuss und die medien uns alle hinbringt nix darf mal anders sein als der normale altag die bahn darf sich nicht verspäten wenn der zug nicht fährt ist immer gleich weltuntergang und wenn sich mal jemand vermummt dann ist er gleich ein extremist oder will sich mit jemand anderem schöagen oder was zerstören hab ihr noch nie ein radfahrer im winter mit tuch vorm gesicht gesehen seid ihr alle ein bissel zu alt für spaß oder könnt ihr das tv programm einfach nicht verpassen und müsst euch dann gleich heulend in die ecke stellen.

das was eine extrem schöne und lustige aktion wo sich niemand drüber aufzuregen hat weil das den kiez mal wieder etwas besser dastehen lässt! weiter so! villeicht findet solange der schnee noch lieg ja eine weitere schlacht ststt wo sich die südbrause für diverse dinge rechen kann ^^

und beim negsten mal werden wir alle zusammen meterhohe schneeberge auf die straße schieben um den verker noch länger aufzuhalten ... hoffentlich bringt ihr euch dann nicht um weil das tv programm schonwieder ohne euch statt gefunden hat ...

für einen kiez ohne grenzen!!! ACAB

@hätteste wohl gern

5010ar 05.01.2009 - 15:22
die erklärung mit den aktuellen entwicklungen bist du uns aber leider immer noch schuldig geblieben. bisher kam immer nur so zeugs wie: "abwarten wie es 2009 wird, denn da gibt es ja ganz tolle aktuelle entwicklungen" - nur weil jetzt plötzlich einem haufen leuten angst und bange wird, dass das image dieser tollen kulturstadt beschädigt werden könnte, wenn tausende nazis ungestört durch die straßen marschieren und dadurch die touristen verschreckt werden könnten und sie nun darauf reagieren, dann ist das noch lange kein schritt in eure emanzipatorische und/oder befreite gesellschaft. zusammenarbeit mit dem vernünftigen teil der dresdner zivilgesellschaft gab es in den letzten jahren schon immer, auch von seiten derer die du sicherlich als "antideutsch" bezeichnest. deshalb musste man sich aber nicht so unkritisch heran werfen und teil eines bündnisses werden dass "ein deutliches zeichen für die demokratie und für toleranz" setzen möchte. wenn eure befreite gesellschaft tolerant und demokratisch werden soll, dann ohne mich.

und wer den aufruf auf venceremos (der sicherlich kritisiert werden kann) als wischi-waschi bezeichnet, der/die sollte sich mal die paar zeilen von no-pasaran durchlesen. das ist wirklich ein guter vergleich. wenn der venc-aufruf wischi-waschi ist, dann frage ich mich was das andere denn für ein teil sein soll? da wurden einfach mal alle inhalte gelöscht und alle dinge die sich eine radikale linke in den letzten jahren erarbeitet hat über bord geworfen, nur damit man soviele leute wie möglich erreichen kann. dabei hat no pasaran noch garnicht mal bemerkt das sie auf der linken seite so langsam von den vernünftigen teilen der dresdner zivilgesellschaft in ihrer kritik überholt werden.

@5010er

hätteste wohl gern 05.01.2009 - 15:49
Ich weiß nicht für wen du mich schon wieder hälst, und woher der Pappkamerad stammt, auf den du hier eindrischst. Mit dem was ich geschrieben haben, hat das jedenfalls wenig zu tun. Ich fragte nach einer vernünftigen Erklärung dafür, warum das Gedenken dieses Jahr und überhaupt jedes Gedenken an die Bombardierung gestört werden soll, und bekomme nur wirres Geplapper als Antwort, was in keinster Weise eine Antwort auf meine Frage dar stellt.

Es ist richtig, dass im Aufruf von No-Pasaran auch keine Antwort auf meine Frage steht, aber die rufen schließlich auch nicht dazu auf jedes Gedenken an die Bombardierung von 1945 zu stören oder zu verhindern. Deshalb käme es leicht bescheuert, die Frage an No-Pasaran zu richten.

Felsenkeller

Tuut tuuuut 05.01.2009 - 16:12
Am Felsenkeller war auch eine Schneeballschlacht. Waren leider nicht so viele Leute wie am Kreuz da, hat aber trotzdem viel Spaß gemacht. Wär schön, wenn das "nächste" mal mehr Leute kommen. Lindenau ist ja wirklich eines der größten Leipziger "Problemviertel" geworden.

auch in herne dricke schlacht

seppl 05.01.2009 - 23:17
etwa 40 mutige lieferten sich am heutigen abend an der herner kreuzkirche eine fette schneeballschlacht. wiederholung geplant!

focsu kommentare

(muss ausgefüllt werden) 05.01.2009 - 23:48
haha, da tauchen die üblichen trolls auf und faseln nen scheiss zusammen, das is unfassbar :D

"
kahatrain | 4173 Kommentare (05.01.2009 22:46)
Alles fängt immer harmlos an,
wenn es in den Anfängen so eingeschätzt worden wäre, hätten die Jungs, wegen der kalten Hände, schnell den Schnee liegen lassen.

Dietli (05.01.2009 20:18)
Was man nicht im Kopf hat,
muß man halt in den Händen haben. Kaputtmachen zum Spaß. Solchen Leute müssten unmittelbar lernen, was es heißt, etwas herzustellen -aöso das Gegenteil von Kaputtmachen. Und nicht vom Platz verweisen. Sowas "erzieht" die doch nur, den gleichen Mist wieder zu machen. Bezahlen tut's der dumme Bürger. Warum werden Polizei, Justiz und Politiker nicht zur Rechenschaft gezogen?

Stephan59 | 2076 Kommentare (05.01.2009 19:54)
Beängstigend
Randale vo rein paar Jahren in Kopenhagen. Jetzt neulich in Griechenland und nun mal ebenso nebenbei in Leipzig. Die Gewaltbereitschaft der Jugendlichen erschreckt mich immer mehr.

m-m78 | 1 Kommentar (05.01.2009 19:22)
"Szeneviertel"
Connewtz ist ein links dominiertes Stadtviertel. Ich wette, wenn es sich um ein rechts dominiertes Stadtviertel gehandelt hätte, dann würden sich die Medien überschlagen mit Meldungen über die Gefahren des Rechtsradikalismus. Bei den Linken wird da gerne umsichtiger umgegangen und sogar unterschlagen, dass es sich um Linksextreme handelt.
"

Dresden

usw. 06.01.2009 - 01:37
Bin gespannt, was draus wird. "Gutes" erwarte ich leider in keinem Kontext mehr. Venceremos gebührt sicher das ursprüngliche Verdienst der Kritik an einer missbrauchbaren Gedenkinstitution, ist aber seitdem keinen Schritt weitergekommen, im Gegenteil: verkrustete, reaktionäre, narzistische Ideologie, die nichts anderes als ihr eigenes Weltbild gelten lässt. In der inhaltlichen Auseinandersetzung waren sie in den letzten Jahren auch mal weiter, jetzt gähnende Leere! Immerhin gibts Querverweise auf No parasan, die aber im selben Atemzug ohne sachliches Urteil wegdiskutiert wird, und den Verweis auf eine Vortragsreihe, die sicher lohnenswert ist, deren Referenten aber zum erheblichen Teil weiß Gott jenseits des Minimalkonsenses einer notwendigen Erinnerungskritik mit Sicherheit nichts mit der Ignoranz von Venceremos gegenüber anderen Sichtweisen zu tun haben, im Gegenteil. Immerhin bemerkenswert, dass die sonst ach Gott so reaktionäre TU Räumlichkeiten zur Verfügung stellt...
Was bleibt? Ein Nazi-Aufmarsch, eine Stadt-CDU, deren neue Bürgermeisterin pauschal jede Gegenaktivität wie "GehDenken" mit den erhitzten Schwachköpfen a'la Venceremos in einen Topf wirft, Team Green in Massen, ein sich gegenseitig zerfleischender Protest, über den sich die Genannten ins Fäustchen lachen werden. Man verliert fast die Lust, sich damit noch zu beschäftigen. Und trotzdem. Ich werde wieder eine Kerze am 13.2. aufstellen, wieder mit Altbürgis diskutieren, aber auch ggf. wieder euren Sekt ausschütten, falls ihr euch überhaupt noch traut, auf den 13.2. anzustoßen. Und ich werde wieder bei GehDenken dabei sein und notfalls wieder den Nazis und Team Green im Weg sitzen...

Geile Aktion

Dein Name 06.01.2009 - 15:54
Sowas müssen wir in Gö unbedingt auch mal machen, genug Leute und Plätze dafür haben wir aufjeden !