Düsseldorf: Demo gegen israelische Angriffe

erwin 04.01.2009 15:47 Themen: Militarismus
Düsseldorf: Demo gegen israelische Angriffe auf Gaza

Am gestrigen Samstag beteiligten sich auch in Düsseldorf weit über 5000 Menschen an einer Demonstration gegen die Angriffe auf Gaza durch die israelische Armee.
Zu der Demo aufgerufen hatte ein internationaler Aktionskreis, der sich bemüht hatte, kurzfristig möglichst zahlreiche Organisationen zu erreichen, was auch gelungen ist.

Neben arabischen Gemeinden aus verschiedenen Ländern der Region, nahmen auch erfreulich viele linke Organisationen aus der Türkei/Kurdistan und Deutschland teil, auch die Friedensbewegung war auf der Demo vertreten.

Lautstark wurden gegen die Kriegsverbrechen der IDF Parolen wie „Israel, Mörder – Raus aus Gaza“ oder „Intifada bis zum Sieg“ oder auch „Allahu Akbar“ gerufen.

Die Demo war Ausdruck der Verschiedenartigkeit der internationalen Protestbewegung gegen die israelische Aggression und das Embargo gegen Gaza, wie auf den Fotos (s.u.) zu erkennen ist. Trotz ideologischer Unterschiede wurde mit kleinen Missverständnissen einhellig und solidarisch gemeinsam demonstriert.

So blieben die üblichen 15 sog. Antideutschen wie üblich ein Randphänomen. Diese verschanzten sich hinter Hundertschaften von Polizei und sorgten dennoch für Stimmung im letzten Drittel der Demo.

Die Demo war ein kraftvolles Zeichen gegen die Invasion, der angeschts der Bodenoffensive des IDF weitere folgen sollten.

Nächste Woche wird voraussichtlich eine Protestaktion in Duisburg stattfinden.

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Ergänzungen

demo

zugucker 06.01.2009 - 17:13
"allahu akbar" bedeutet "gott ist groß".

tatsächlich war die demo sehr durchmischt, es gab einige antisemitische totalausfälle zu bestaunen (durchgestrichene davidssterne etc). es wurde viel wert darauf gelegt, die einzelnen blöcke streng zu trennen. die antifaschistInnen und die ganz harten islamisten sind ganz bewusst schön auseinandergehalten worden. der aufruf selbst war realtiv harmlos gehalten. im vorfeld wurde explizit darum gebeten, keine fahnen von "organisationen" mitzubringen. eine hizbollah fahne habe ich gesichtet, aber auch nicht besonders lang. ich habe mich mit einem der ordner unterhalten, er hat mir erklärt, dass die vielen grünen flaggen, die ich ursprünglich für hamas-fahnen gehalten hab, einfach nur saudi arabien fahnen waren. wenn man beides mal googelt merkt man den unterschied doch ziemlich schnell.
alles in allem war die stimmung natürlich stark emotional aufgeladen. offensichtlich sind menschen, deren verwandte gerade in fetzen gebombt werden, nicht mehr besonders offen für die spitzfindigen argumente intellektueller weißer weltpolitikspezialistInnen. die 20 antideutschen, die sich mit israelfahne am andern düsselufer aufgebaut hatten, wussten anscheinend niemanden zu überzeugen.
in konflikten, in denen die linke nicht stark genug ist (oder gar gespalten), kann sie keine perspektiven aufzeigen; das ruder nehmen dann andere in die hand.

Videos Demo Düsseldorf und Bremen

azad 06.01.2009 - 22:28

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Zeige die folgenden 13 Kommentare an

einheit macht stark — kriegsgegner

Trauerspiel — Holla, die Waldfee

@holla — goliath

@holla — .

Carlos Latuff — blabla

"Allahu Akbar" — Plow-King

Stop the War! — Antifa

Also — Walter

Kommis auch dabei. — Kommiwatch

Frage — p.p.