Preis für JaePas - Kunst im öffentlichen Raum
Das münsteraner Künstlerduo JaePas wurde im Dezember mit dem Muslim Mulliqi - Preis für zeigenössische Kunst ausgezeichnet. Die bedeutendste Auszeichnung für zeitgenössische Kunst im Kosovo wurde während der Eröffnung der Ausstellung "Surveillance and Discipline in Public Space" - "Überwachung und Disziplin im öffentlichen Raum" in Prishtina verliehen. Bekannt wurden die Künstler insbesondere durch ihre Aktionen im öffentlichen Raum. Im Sommer 2006 "versenkten" sie während der Aktionswoche der Münsteraner ASten zu Bildungsprivatisierung und Sozialabbau eine der Aaseekugeln.
Während der nächtlichen Aaseekugelversenkung kam es zu Diskussionen mit der Polizei, welche dokumentiert wurde und unter dem Motto "Sie werden hier mit Sicherheit keine Kunst mehr machen!" (Zitat eines Polizisten) zum Teil des künstlerischen Projekts wurde, welches bereits im westfälischen Landesmuseum zu sehen war. Die versenkte Aaseekugel, ein Originalnachbau der Skulpturen von Claes Oldenburg, symbolisierte dabei das aus dem Gleichgewicht geratene Bildungssystem. "Die Einführung von Studiengebühren scheint zunächst ein eindimensionales Problem zwischen Hochschulen und Studierenden zu sein. Die Prozesse, die jetzt angestoßen werden, verändern jedoch die gesamte Landschaft von Bildung und öffentlicher Kultur", heißt es in der Pressemitteilung von 2006.
Ausgehend von den sozialen Protesten, etwa dem Hausbau auf dem Prinzipalmarkt am Tag des Flüchtlings, beschäftigte sich das Künstlerduo immer auch mit der künstlerischen Freiheit und testete dabei oftmals mit unangemeldeten Aktionen deren Grenzen aus. Mit Berufung auf die im Grundgesetz verankerte Freiheit der Kunst, blieben die ordnungshüterischen Eingriffe dabei letzlich immer ohne Folgen. Zu den weiteren künstlerischen Projekten gehörten die "grüne Tür" auf dem öffentlichen Bürgersteig, die aufgegebene SB-Bäckerei, das "Ordnungsland"-Auto und die gefällte Beuyssche Eiche. Letzteres Projekt fand parallel zur documenta in Kassel statt und erregte mitten in der Kasseler Innenstadt die Aufmerksamkeit der Schaulustigen.
"Für uns ist es eine große Ehre, diese Auszeichnung zu bekommen. Wir hoffen damit ein Stück der, durch die BND-Operationen verlorengegangenen Sympathien für Deutschland wieder zu gewinnen", so Jae Pas während einer Pressekonferenz in Prishtina, nachdem sie den Preis von Kulturminister Valton Beqiri entgegen genommen hatten. Das Medienecho vor Ort ist riesig. Die Ausstellung "Surveillance and Discipline in public Space" wird noch bis zum 18. Januar in der Nationalgalerie in Prishtina, der Hauptstadt des Kosovo, zu sehen sein.
weitere Informationen unter:
www.jaepas.de
Pressebericht der Münsterschen Zeitung:
http://www.muensterschezeitung.de/nachrichten/kultur/art2716,446575#
Ausgehend von den sozialen Protesten, etwa dem Hausbau auf dem Prinzipalmarkt am Tag des Flüchtlings, beschäftigte sich das Künstlerduo immer auch mit der künstlerischen Freiheit und testete dabei oftmals mit unangemeldeten Aktionen deren Grenzen aus. Mit Berufung auf die im Grundgesetz verankerte Freiheit der Kunst, blieben die ordnungshüterischen Eingriffe dabei letzlich immer ohne Folgen. Zu den weiteren künstlerischen Projekten gehörten die "grüne Tür" auf dem öffentlichen Bürgersteig, die aufgegebene SB-Bäckerei, das "Ordnungsland"-Auto und die gefällte Beuyssche Eiche. Letzteres Projekt fand parallel zur documenta in Kassel statt und erregte mitten in der Kasseler Innenstadt die Aufmerksamkeit der Schaulustigen.
"Für uns ist es eine große Ehre, diese Auszeichnung zu bekommen. Wir hoffen damit ein Stück der, durch die BND-Operationen verlorengegangenen Sympathien für Deutschland wieder zu gewinnen", so Jae Pas während einer Pressekonferenz in Prishtina, nachdem sie den Preis von Kulturminister Valton Beqiri entgegen genommen hatten. Das Medienecho vor Ort ist riesig. Die Ausstellung "Surveillance and Discipline in public Space" wird noch bis zum 18. Januar in der Nationalgalerie in Prishtina, der Hauptstadt des Kosovo, zu sehen sein.
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Ergänzungen