Ca. 15.000 auf israelischen Friedensdemos

Jafar Farah + ROSSO 04.01.2009 02:02 Themen: Militarismus Weltweit
Mit Blick auf den Aktionstag der israelischen Friedensbewegung am Samstag brachte die von Rifondazione Comunista herausgegebene Tageszeitung „Liberazione“ am 3.1.2009 ein Interview mit dem arabisch-israelischen Pazifisten, Bürgerrechtsaktivisten und Leiter des Mossawa Centre, Jafar Farah.
Die übergroße Mehrheit der Israelis unterstützt weiterhin das Massaker ihrer Regierung im Gaza-Streifen, zugleich entwickelt sich aber auch die Friedensbewegung in erstaunlichem Tempo und Ausmaß, auch wenn manche Prognosen etwas zu rosig ausfallen. Folge waren beim zweiten landesweiten Aktionstag am Samstag, den 3. Januar 2009 mehrere Demos für und gegen den Krieg am selben Ort. Dabei demonstrierten laut einem Bericht von Associated Press in der linksliberalen Tageszeitung „Haaretz“ vom 3.1.2009, 23:15) in Tel Aviv „Tausende Menschen“ der unterschiedlichen Gruppen. Die Polizei habe Schwierigkeiten gehabt, die beiden konträren Lager zu trennen. Zu Zusammenstößen sei es allerdings nicht gekommen.

Der rechten „Jerusalem Post“ vom 3.1.09 (19:19 Uhr) zufolge protestierten in der im Norden Israels gelegenen Stadt Sakhnin „mehr als 10.000 Menschen gegen die Operation Gegossenes Blei“. Nach Auskunft der Organisatoren handelte es sich bei der Aktion, an der auch mehrere arabische Knesset-Abgeordnete wie Muhammed Barakei von der KP Israels (Maki) und dem linken Wahlbündnis Hadash sowie Jamal Zahalka von der Balad-Partei teilnahmen, um den „größten Protest im arabisch-israelischen Sektor seit Jahren“. Für Mohammed Barakeh war die Demonstration „ein weiterer wichtiger Schritt, auf den wir stolz sind und eine weitere Etappe im Kampf der Friedenskräfte und der arabischen Bevölkerung gegen das Massaker an den Menschen in Gaza. Diese Demonstration ist die Antwort auf all jene, die auf die Motivation der israelischen Araber gesetzt haben, deutlich Stellung gegen die rassistische und Besatzungsmentalität zu beziehen.“ Der Balad-Vorsitzende Jamal Zahalka forderte unter dem Beifall der Demonstranten Ministerpräsident Olmert, Verteidigungsminister Barak, Außenministerin Livni und Generalstabschaf Ashkenazi wegen ihrer Rolle bei der Ermordung von Zivilisten im Gaza-Streifen vor ein internationales Kriegsverbrechergericht zu stellen. („Haaretz“ 3.1.09) Die Gegendemonstration der rechtsradikalen Vaterlandspartei Israel Beiteinu des ehemaligen Kneipentürstehers und zwischenzeitlichen „Strategieministers“ Avigdor Lieberman, die bei den Knessetwahlen 2006 9% der Stimmen und 11 Sitze erhalten hat, fiel hier mit 100 Teilnehmern recht kläglich aus. Was sie nicht an der lautstarken Verbreitung ihrer rassistischen Parolen, wie „Keine Bürgerrechte ohne Loyalität!“ hinderte.

Jafar Farah, Pazifist und Leiter des Mossawa Centre:

„In Tel Aviv werden wir 20.000 gegen das sinnlose Massaker sein“

Francesca Marretta – Jerusalem

„Heute in Tel Aviv werden wir zwanzigtausend sein.“ Das verspricht Jafar Farah, der Leiter des Mossawa Centre für die Bürgerrechte der arabischen Bürger Israels. Heute findet in Israel der Aktionstag gegen den Krieg statt. Die Friedensbewegung hat zwei Demonstrationen organisiert. Die erste in Sakhnin im Norden Israels um 13 Uhr und die andere in Tel Aviv ab 18 Uhr. Die Mehrheit der israelischen Bevölkerung ist für den Krieg. Heute wird es deshalb in Tel Aviv auch eine Gegendemonstration israelischer Bürger geben, die wenige Meter vom Rabin-Platz, wo sich die Pazifisten versammeln, Fahnen mit dem Davidsstern schwenken werden. Der antipazifistische Protest wurde organisiert, um „die Manifestation der linken Aktivisten einzudämmen und Solidarität mit den Bewohnern Südisraels zu zeigen, die unter der Bedrohung der von Gaza aus abgeschossenen Kassam-Raketen leben.“

Jafar Farah (41 Jahre), volle schwarze Haare und braune Augen betont, dass „seit einer Woche jeden Tag in Israel Demonstrationen gegen den Krieg stattfinden“ und dass „heute in Israel nicht nur politische Aktivisten demonstrieren, sondern auch die arabische Bevölkerung Israels und auch viele Juden in Massen kommen werden“. Nach Ansicht des Leiters des Mossawa Centre wird dieser Krieg in Gaza für den Mittleren Osten verheerende Folgen haben.

„Die Zustimmung zum Krieg ist vorläufig stark. Wenn man allerdings bedenkt, dass zwanzig Prozent der israelischen Bevölkerung aus Arabern besteht und dass meiner Einschätzung nach mindestens zehn Prozent der israelischen Juden dagegen ist, dann sind wir bereits eine Opposition von dreißig Prozent. Dies widerspricht der Position der israelischen Regierung, die diesen Krieg als etwas verkauft, das von allen unterstützt wird. Unterstützung gibt es, aber es gibt auch Opposition. Das ist dieselbe Situation wie während des ersten und des zweiten Krieges im Libanon. Wir wollen, dass man die Stimme derjenigen hört, die sich gegen den Krieg wenden und wir glauben, dass sich die Opposition gegen den Krieg auf einen größeren Teil der jüdischen Bevölkerung Israels ausdehnen wird. Zum Ende des Krieges im Libanon hin war die Mehrheit der jüdischen Bevölkerung davon überzeugt, dass er falsch ist. Vielleicht wird sich der Stimmungswandel nicht gleich morgen vollziehen, aber wenn es soweit ist, werden alle begreifen, das unsere Position die richtige ist.“

Welche Auswirkung hat die Lage in Gaza auf das Verhältnis zwischen der arabischen Community und der jüdischen Mehrheit in Israel?

„Spannungen gibt es. Aber die Situation unterscheidet sich von der vor zwei Jahren von Ort zu Ort. Nehmen wir zum Beispiel Haifa, die Stadt, in der ich lebe und wo es – genau wie in Nazareth – eine starke Vertretung israelischer Araber gibt. Als Haifa jeden Tag bombardiert wurde und es Tote und Verwundete gab, existierten Spannungen auf der persönlichen Ebene. Heute, wo der Konflikt Gaza und den Süden des Landes betrifft, sind die Spannungen politischer Art. Es ist klar, dass im Süden die Situation anders ist.“

Bist Du mit den Vergleichen einverstanden, die zwischen der heutigen Lage in Gaza und dem Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah vor zwei Jahren gezogen werden?

„Die Lage in Gaza ist schlimmer als im Libanon, weil es isoliert ist. Im Libanon konnten die Menschen, auch wenn sehr viele Leute getötet wurden, zumindest in andere Länder fliehen. Aus Gaza kann man nicht abhauen. Die Verwundeten sterben im Krankenhaus, weil die Zustände schon vor den Bombenangriffen katastrophal waren.“

Die israelische Regierung zeigt sich selbstverständlich davon überzeugt, dass es ihr – anders als im Libanon – gelingen wird, den Raketenbeschuss aus Gaza zu stoppen. Was meinst Du dazu?

„Ich glaube, dass die israelische Führung aus der Erfahrung nicht lernt. In Gaza werden Kriegsverbrechen begangen, die nicht dazu dienen, die Hamas zu stoppen. Die Islamisten in Gaza werden keine Waffenruhe akzeptieren. Zumindest in der näheren Zukunft nicht. Das ist ein Spiel, bei dem es nur Verlierer gibt. Die Palästinenser haben bereits mehr als 4.000 Menschen verloren, aber auch Israel zahlt einen Preis und wird ihn weiter zahlen. Auf diese Weise schafft sich Israel weitere Feinde. Diejenigen, die die Entscheidung getroffen haben, die Massaker in Gaza zu erlauben, sind auf der Suche nach Feinden, nicht nach Frieden. Und das im gesamten Mittleren Osten.“

((Außenministerin)) Livni hat in Paris gesagt, dass die Hamas nicht nur der Feind Israels sei, sondern auch der Kräfte und der Länder in der Region, die für den Dialog sind.

„Die Regierungen sind langfristig betrachtet nicht wichtig. Es sind die Völker der Region, die zählen. Immer weniger Leute glauben heute, dass Israel den Frieden will. Die Libanesen glauben es nicht mehr. Ich betone, dass es unter den israelischen Juden zehn Prozent gibt, die gegen den Krieg sind – plus die Araber. Aber die anderen 70%, die dafür sind, senden in den Mittleren Osten die Botschaft, dass ihrer Ansicht dies die Art ist, wie man mit den Palästinensern und den Arabern im Allgemeinen umgehen sollte. Um im Mittleren Osten zu leben, müssen sie zeigen, dass sie mit uns zusammen leben wollen!“

Was werden die Konsequenzen sein?

„Es wird immer weniger Leute geben, die an den Frieden im Mittleren Osten glauben und immer mehr, die davon überzeugt sind, dass die Gewalt der einzige Weg ist. Es war ein Erfolg für die Hisbollah ihre Thesen ((in der Praxis)) unter Beweis zu stellen. Das heißt, dass Israel kein Partner für den Frieden ist. Dies ist die Botschaft, die die arabische Welt erreicht. Zehn Jahre Friedenprozess mit den Palästinensern haben zu nichts geführt. Genau wie die Waffenruhe mit der Hamas die Abriegelung von Gaza nicht beendet hat. Das ist die Message, die Israel verbreitet.“


((Vorbemerkung, Übersetzung und Einfügungen in doppelten Klammern: * Rosso))

Der Name * Rosso steht für ein Mitglied des Gewerkschaftsforums Hannover und der ehemaligen Antifa-AG der Uni Hannover
Creative Commons-Lizenzvertrag Dieser Inhalt ist unter einer
Creative Commons-Lizenz lizenziert.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

Gespalten

Berliner 04.01.2009 - 03:35
Meine ehrliche Einschätzung: Es ist bedauerlich und wirklich widerlich, was die israelische Regierung im Gazastreifen anstellt. Der Angriff und die nun zunehmende Militarisierung respektive der Militäreinsatz sind zu verunglimpfen. Deshalb verstehe ich durchaus auch, dass es Strömungen gibt, die sich dem entgegenstellen. Soweit ist auch eine Teilnahme linker Kräfte erwünschenswert. Bei der heutigen Demo gab es aber massive und wichtige Punkte, die mich störten und sicher auch einen Großteil der linken Strukturen abstößt/ abstoßen würde.

1) Schon zu Beginn des Aufzuges wurde deutlich, dass viele Anreisende kommen und die Teilnehmerzahl deutlich über 5000 steigen würde. Vorgesorgt hatten die Veranstalter mit einem massiven Herr aus Ordnern. Diese verhielten sich allerdings im wahrsten Sinne des Wortes wie ein Heer - grob und z.T. mit Gewalt wurden Anweisungen vollzogen. Während des Aufmarsches gab es mehrfach tätliche Gewalt zu beobachten. Pressevertreter wurden massiv behindert und mussten teilweise die Polizei hinzuziehen, um von einem zum anderen Teil der Demo zu kommen. Diese Geschehnisse wirken einfach lachhaft. Dazu kommt die Aufforderung der strikten Geschlechtertrennung. Teilweise wurden Männer gewaltsam von ihren Frauen und Kidnern getrennt, um der angedachten Blockbildung gerecht zu werden. Es kann doch nicht sein, dass das Demonstrationsrecht einerseits immerwieder gefordert wird, aber andererseits die Demonstranten selbst repressiv und sexistisch eine künstliche Spaltung zwischen den TeilnehmerInnen herbeiführen.

2) Zum Teil wurden Plakate und Banner auf dem Aufmarsch getragen, welche mir die Haare in die Höhe stiegen ließen. "Schluss mit Zionismus". "Israel Babymörder". "Stoppt Holocaust in Gaza". Solche Plakate schüren Hass. Dieser ist sicherlich auch bei vielen Demonstranten vorhanden. Aber das widerspricht dem, was die palistinensische Gemeinde in Berlin ausrufen möchte. Sie behaupten, die seien am Frieden und der Freiheit interessiert. Wenn das so ist, dann eine Frage an die Personen, welche Holocaust-Vergleiche oder Aufrufe zur Vernichtung Israels veröffentlichen: Ist Krieg ein Mittel gegen Krieg? Leidet darunter nicht wieder die Zivilbevölkerung?

Jeder Krieg ist scheiße, egal von wem. Schluss mit Militarisierung und Vaterlandsverherrlichung. Hoch die internationale Solidarität!

Fotos von der Demo in Tel Aviv

AATW-Berlin 04.01.2009 - 14:18
Hier sind Fotos von der Demo gegen den Krieg gestern in Tel Aviv.

ach wie toll

lena 07.01.2009 - 13:46
ach wie toll das wäre, wenn es derartige bemühungen um frieden und schluss mit gewalt und raketenbeschuss auch im gazastreifen geben würde.
aber da kann die welt sicher lange drauf warten. wieso gibt es keine demos gegen die raketen der hamas, wieso gibt es keine friedensbewegung im gazastreifen? weil die leute genau wissen, dass sie damit ihr todesurteil unterschreiben würden.

mitgefühl und beileid für die leidende und handlungsunfähige zivilbevölkerung im gazastreifen.
schluss mit der ständigen verharmlosen dieser regressiven menschenverachtenden organisation.
für emanzipierte verhältnisse im gazastreifen und überall. gegen raketen gegen krieg!



Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 16 Kommentare

@gähn

egal 04.01.2009 - 07:27
ab wann sprichst du denn von massaker.
ab 10 kinder
hunderte zivilisten
500 tote sind es schon 400 schweben noch in lebensgefahr deren aussichten sind durch den beschuß der medikamentenlager nicht besser geworden.
aber hauptsache dein weltbild stimmt und da gibt es keine israelis die gegen ihre regierung demonstrieren nur antisemiten.

@ Berliner

Bohemian 04.01.2009 - 08:13
Gutes Statement, schließe mich dir an, gegen jeden Nationalismus. Und hinzuzufügen wäre da noch: Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland !

@Berliner

palestina libera , palestina rossa 04.01.2009 - 08:16
dann eine Frage an die Personen, welche Holocaust-Vergleiche oder Aufrufe zur Vernichtung Israels veröffentlichen............
Die Vizeverteidigungsminister Matan Vilnai sagte am Marz von letzr Jahr, den Palästinensern drohe eine "Shoah", wenn sie noch mehr Raketen abschiessen.

 http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2008/03/was-bedeutet-das-wort-shoah.html

@Gespalten Berliner Demo

xc 04.01.2009 - 11:51
Das hat hier nichts zu suchen. Es ist keine inhaltliche ERgänzung,Zudem voller Lügen.

Wollen die Palästinenser Palästina?

Ich mag trotzdem keine Antideutschen 04.01.2009 - 15:08
Natürlich sind die heftigen und überzogenen Angriffe Israels zu verurteilen.

Doch die große Frage, die sich allen stellen sollte lautet doch:

Wann kommen die Palästinenser endlich klar und erziehen sich untereinander - für mehr miteinander und gegen einen falsch ausgelegten, sprich: sexistischen, antisemitischen und partriachialen Islam.

Vielleicht hat die Fatah es in GAZAH sogar ansatzweise versucht dagegen anzugehen vor einigen Jahren (die PLO ist sicherlich relativ säkulär eingestellt). Dummerweise sind die Palästinenser gespalten, weil Fatah und PLO offiziell korrupt sind/waren. Dafür mussten in GAZAH allerdings viele PLO-Köpfe rollen.
ABGESCHLAGEN VON DER HAMAS! Wenn die Hamas nun einen Guerilla-Krieg, versteckt zwischen der Zivilbevbölkerung, führt - so ist dieser Zustand genauso zu verurteilen, wie das Bombardement der IDF (Isrelische Armee).

Sollte sich die PLO bzw. Fatah in den nächsten Tagen mit der HAMAS solidarisieren, so spucken die Fatah-Leute auf ihre gefallenen Freiheitskämpfer in GAZAH!

Es ist ein DILEMMA!

Demonstriert gegen das Dilemma und nicht für die Hamas oder die PLO!

die hamas war nie ziel

egal 04.01.2009 - 15:25
-ein israelischer armeesprecher-
Entgegen den Beteuerungen der Politiker erklärte Armeesprecher Avichai Edri arabischen Medien, um einen vollständigen Stopp der Angriffe gehe es auch gar nicht: "Das Ziel der Armee ist nicht ein totales Ende des Raketenbeschusses auf Israel.

es ist auch nicht ziel der israelischen angriffe die hamas zu zerschlagen.
ziel ist es sie an der macht zu halten.

"Which Side Are You On?"

Mikhail B. 04.01.2009 - 15:43
Ich denke, da man hier und jetzt wieder einmal sehr gut sehen kann, wer (auch in Israel) die Nationalflaggen schwenkt, sollten die Dresdner doch bitte endlich auf diesen Part bei den Gegendemonstrationen am 13. und 14. Februar verzichten.

Gerade auf antifaschistischen Demonstrationen sollte für die breite Öffentlichkeit erkennbar sein, dass es um die Überwindung der nationalstaatlichen Ordnung und die Etablierung einer Gesellschaft auf der Grundlage von Solidarität und Selbstbestimmung geht; Provokationen oder Solidaritätsbekundungen mittels Nationalflaggen sind kontraproduktiv!

Die Grenzen verlaufen nicht zwischen Ost und West oder irgendwelchen Staaten, sondern zwischen Oben und Unten!

Es war ein Katastrophe

Emanzipatorische Jugend Erfurt 04.01.2009 - 16:11
hallo wir von EJE und der AG17 aus Erfurt, waren auch dort und wir mussten leider feststellen, dass viele antisemitische Plakate gezeigt wurden(z.b. Israel macht Holocaust in GAZA; Israel ist babymörder oder Zionismus zerstören). Sowas darf doch nicht sein. Man muss doch Israel unterstützen auch wenn es den ein oder anderen Fehler macht. Das sind wir dennen nun mal Schuldig.

Nie wieder Deutschland
Schützt Israel

@ palestina libera , palestina rossa

abc 04.01.2009 - 16:31
"Shoah" ist das hebräische Wort für "Katastrophe" und muss nicht zwangsweise einer Verbindung zum Holocaust darstellen, bzw. kann es auch Intension des Übersetzers gewesen sein, da er dieses Wort anscheinend unübersetzt belassen hat. Also bitte vorsichtig mit selbstinterpretierten Vergleichen!

No Borders No Nations

Anarchist 04.01.2009 - 17:07
As a Jewish anarchist I'm shocked by the Anti-Deutschers responding to the massacre in Gaza as a "small mistake". What?

Stop feeling guilty about what your grandparents did to the Jews! It has nothing to do with Israel nowadays! It's a military state that oppresses millions of people with a military might.

Don't get me wrong. Hamas and other religious zealots and idiots on the Palestinian side are making it hard to be very supportive of them aswell, but this strange anti-deutsche thing is so far off the scale!!

I saw a sticker with an Israeli tank that said: Antifascisme has too become effective, solidarity with Israel! Give me break! All left-wing and anarchist Jews in Israel struggle together with normal Palestinians to break down the wall and the borders!

Don't support nations killing civilians.

Stop the IDF and stop HAMAS!

@mod Ergänzungen zum falschen Artikel?

s 04.01.2009 - 18:32
Habe ich den Artikel falsch gelesen oder waren "gespaltener" und die "Erfurter" auf den Demos in Italien und Israel?

Vielleicht liest sich der Mod mal Artikel und Ergänzungen durch und klärt das Chaos.

Völkische Idioten

Antifa 04.01.2009 - 19:15
"Man muss doch Israel unterstützen auch wenn es den ein oder anderen Fehler macht. Das sind wir dennen nun mal Schuldig."

Und ihr nennt euch Antifas?

Wo es solche "Antifas" gibt, bedarf es auch keiner Faschisten mehr!

Nazifake

--- 04.01.2009 - 20:47
Zitat:
" Völkische Idioten
Antifa 04.01.2009 - 19:15
"Man muss doch Israel unterstützen auch wenn es den ein oder anderen Fehler macht. Das sind wir dennen nun mal Schuldig."

Und ihr nennt euch Antifas?

Wo es solche "Antifas" gibt, bedarf es auch keiner Faschisten mehr! "

Die Ergänzungen auf indy der letzten Zeit im Namen von AG17 und EJE sind Fakes. Wer darauf abgeht, ist selber Schuld. Das ist halt die Kehrseite des Openpostings und nehmt es deshalb bitte gelassen.

Australian Jewish Group condemns attacks

Diet Simon 04.01.2009 - 23:08
Australian Jewish Group condemns ongong Israeli military attacks on Gaza -  http://sydney.indymedia.org.au/story/australian-jewish-group-condemns-ongong-israeli-military-attacks-gaza

pack schlägt sich?pack verträgt sich?

Jens Anger 04.01.2009 - 23:34
Da demonstrieren also "Anarchisten" in einem Block auf ner Demo zusammen mit lauter Nationalfahnen und die einzige Aufregung bei Indy sind irgendwelche Antid-posts oder vermeintliche Antid-posts? bzw. 3-4rechte Israelis?
Da gibt es einen Frauen und Kinderblock auf einer Demo in Berlin und die radikale Linke vergißt jeglichen Emanzipationskampf und reiht sich da in die "Volksfront" ein im Kampf gegen den bösen Rassis...ähm Zionismus.
Jeglicher Nationalismus sollte bekämpft werden und Demonstranten mit Hamasfahnen(faktisch eine Staats und Regierungspartei) sowie Fahnen von Nationalstaaten(Jordanien, Palästina,...) sollten auf eienr Demo keinen Platz finden, wo "linksradikale" einen Block oder ähnliches machen.

Es ist erstaunlich wie ein kleines Land der deutschen Linken so wichtig sein kann. Und es ist eigenartig, dass dieses kleine Land der radikalen Linken ihre Ideale vergessen lässt.
Wo sind die AntisexistInnen, die bei jeder Demo udn Party gegen Mackertum vorgehen? Wo sind die ganzen AntinationalistInnen/AnarchistInnen, die sich über die kleien Deutschlandfahne im Logo der DKP oder über die Israelfahne bei Antifademos aufregen?
Diese sind jetzt leise. Wenn es um denn Angriff auf Juden und DEM jüdischen Staat geht haben die Deutschen von ihren Großeltern gelernt. Auch da radikale Linke steckt immernoch in den Fußstapfen fest der Verbündeten der Palästinenser von 1933-1945(Schlagwort Husseini) und in den kinderschuhen der radikalen Linken, dem völkisch-antiwestlichem Antiimperialismus.

Gegen jede Form von Nationalismus, Antisemitismus und Geschlechtertrennung!

Wo bleibt der Protest?!

Holger Schwartz 05.01.2009 - 10:01
Wo bleibt der Protest wenn Hamas & Co Israel beschiessen?