Interview zum Massaker in Gaza

Fawzi Barhoum + ROSSO 29.12.2008 23:30 Themen: Militarismus Weltweit
In den ersten drei Tagen der vom israelischen Kriegsministerium so genannten „Operation Gegossenes Blei“ wurden laut der Onlineausgabe der linksliberalen britischen Tageszeitung „The Independent“ „mehr als 325 Menschen getötet und mehr als 700 verletzt“. Der UNO zufolge befinden sich unter den Toten „mindestens 51 Zivilisten“ (ARD-„Tagesschau“-Website 29.12.2008, 20:53). Die Luftangriffe, bei denen mehr als 100 Tonnen Bomben (darunter auch Nagelbomben) auf den dichtbesiedelten Gaza-Streifen abgeworfen wurden, gelten als die schlimmsten seit dem Sechstagekrieg von 1967.

Die heute der mitte-linken Demokratischen Partei Italiens nahe stehende „l’Unità“ brachte am 29.12.2008 dazu das folgende Telefoninterview mit dem Hamas-Sprecher in Gaza, Fawzi Barhoum. Auch dies ein interessantes Indiz für die ungewollten Effekte der israelischen Schlächterei in Gaza, denn das einstige Zentralorgan der italienischen KP ist seit dem Fall der Mauer stramm pro-zionistisch eingestellt, wie sich auch an den Fragestellungen erkennen lässt.
Die Sachschäden sind überhaupt noch nicht abzuschätzen. Das Massaker ist jedoch nicht auf Gaza beschränkt: Bei spontanen Protesten im Westjordanland wurden, nach Angaben der unabhängigen, linken palästinensischen Nachrichtenagentur IMEMC, von den Besatzungssoldaten bislang ein Demonstrant erschossen und 55 verletzt.

Was die Bewertung dieses Vorgehens anbelangt, stellt der „Tagesschau“-Kommentar des ARD-Korrespondenten Ulrich Leidholt, ganz unabhängig vom – nach wie vor zentralen – Problem, wer hier wen aushungert, wer hier wessen Kolonialherr ist…, eine höchst interessante Frage: „Wir mögen Zahlenspiele mit Opfern verabscheuen - doch solche Fragen werden gestellt: 16 Tote in Israel durch Hamas-Raketen aus Gaza in sieben Jahren - rechtfertigt das 300 Tote an nur einem Tag durch Israels Luftwaffe?“

Die Große Koalition in Tel Aviv quälen solche Skrupel nicht. Sie betrachtet das Gemetzel offenkundig als die geeignetste Art Wahlkampf für die Knesset-Wahlen am 10.Februar 2009 zu betreiben, denn sowohl Kadima und mehr noch die rechtsozialdemokratische Arbeitspartei (Avoda) haben den Umfragen zufolge erheblich Boden an Netanyahus noch rechteren Likud-Block verloren. Kriegsminister, Avoda-Chef und Ex-General Ehud Barak versucht sich daher nun als der Härteste überhaupt zu präsentieren und kündigte der in Gaza regierenden Hamas einen "Krieg bis zum bitteren Ende" an.

Den üblichen Verkürzungen zum Trotz ist hier allerdings der komplette palästinensische Widerstand, inklusive der linken PFLP und DFLP und – wie man in der West Bank sieht – auch der unbewaffneten Demonstranten gemeint. Nach allen Misserfolgen der vergangenen Jahre soll nun mit allen Mitteln und der Unterstützung zahlreicher „gemäßigter“ arabischer Staaten (wie Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien etc.) die Kapitulation der noch widerstandsbereiten Palästinenser herbeigebombt werden, welcher Couleur sie auch immer seien.

Die Fatah von Autonomiebehördenpräsident Mahmud Abbas (alias „Abu Mazen“) verwandelt sich dabei immer mehr zur offenen Kollaborateurstruppe, die vor allem von den USA ausstaffiert und gedrillt wird. Dennoch traut Abbas seiner eigenen Basis offenkundig nur bedingt. Der diverse Male angekündigte und lange überfällige 6.Fatah-Kongress wurde kurz vor Beginn der israelischen Angriffe erneut verschoben („Al-Ahram-Weekly“ 25.12.2008). Der letzte Fatah-Parteitag fand bereits vor knapp zwanzig Jahren in Algier statt!

Bei aller berechtigten Kritik weist die viel gescholtene Hamas deutlich unabhängigere und demokratischere Strukturen sowie eine wesentlich größere Basisnähe auf. Die heute der mitte-linken Demokratischen Partei Italiens nahe stehende „l’Unità“ brachte am 29.12.2008 das folgende Telefoninterview mit dem Hamas-Sprecher in Gaza, Fawzi Barhoum. Auch dies ein interessantes Indiz für die ungewollten Effekte der israelischen Schlächterei in Gaza, denn das einstige Zentralorgan der italienischen KP ist seit dem Fall der Mauer stramm pro-zionistisch eingestellt, wie sich auch an den Fragestellungen erkennen lässt.



„Abu Mazen lügt. Wir von Hamas sind für den Bruch des Waffenstillstands nicht verantwortlich“

Von Umberto De Giovannangeli

Seine Stimme kommt und geht. Häufig wird sie durch den Lärm der Bomben übertönt, die Gaza erschüttern. Der Mann am Telefon ist derjenige, dem Hamas die Aufgabe übertragen hat, der Welt ihre „Wahrheit“ zu erzählen. Heute ist Fawzi Barhoum, der Hamas-Sprecher im Gaza-Streifen bei den internationalen Medien der gefragtste Mann. „L’Unità“ hat ihn interviewt. „Die Zahl der Toten“ – sagt er – „beträgt mehr als 400. Viele davon sind Frauen, Kinder und alte Leute. Das hier ist Staatsterrorismus.“ Auch was die Zukunft anbelangt, äußert sich Barhoum deutlich: „Sie können in Gaza einmarschieren, aber der palästinensische Widerstand wird niemals die weiße Fahne hissen.“

Israel hat auch am zweiten Tag seine Luftangriffe auf Gaza fortgesetzt und Panzer an der Grenze zum Gaza-Streifen zusammengezogen.

„Der Widerstand ist bereit, dem Feind auf dem Schlachtfeld entgegenzutreten. Wenn Israel in Gaza einmarschiert, wird es einen sehr hohen Preis für seine Verbrechen bezahlen.“

Palästinenserpräsident Abu Mazen behauptet, dass die Hamas die Massaker hätte verhindern können…

„Abu Mazen lügt wissentlich. Israel hat die Angriffspläne schon vor sechs Monaten ausgearbeitet, als die Hudna (Waffenruhe; Anm.d.Red.) vereinbart wurde. Die Wahrheit sieht anders aus…“

Welches wäre die „Wahrheit“ der Hamas?

„Israel hat bereits am Tag nach unserem Wahlsieg (im Januar 2006) gedacht, es könne die Hamas militärisch vernichten. Um dieses Ziel zu erreichen, hat es jedes Mittel eingesetzt: Von den ‚gezielten Eliminierungen’ über wahllose Bombardements bis hin zu den hasserfülltesten Kollektivbestrafungen. Israel hat die Absicht, das palästinensische Volk dafür bezahlen zu lassen, dass es die Hamas gewählt hat. Indem sie uns angreifen, stärkt Israel allerdings die Einheit des Widerstandes. Die Leute in Gaza wissen, wer der Feind ist, wer sie bombardiert, wer sie aushungert und wer sie in einen Käfig gesperrt hat: Israel.“

Ich insistiere darauf: Israel hat die Absicht, dafür zu sorgen, dass keine Qassam-Raketen mehr auf die Städte und Dörfer im Grenzgebiet abgeschossen werden.

„Die Waffenruhe sollte von beiden Seiten eingehalten werden. Das Ende des Beschusses mit Qassam-Raketen im Austausch für ein Ende der Belagerung von Gaza. Dem war nicht so. Sie haben Sicherheit für die eigenen Leute verlangt und unsere Leute weiter unterdrückt. Gaza wurde in ein Gefängnis unter offenem Himmel verwandelt. Wir beanspruchen das Recht, die ‚Gefängniswärter’ mit allen Mitteln zu bekämpfen.“

Die Welt fordert eine neue Waffenruhe. Wie lautet die Antwort der Hamas?

„Israel sucht keine Waffenruhe. Es will die Kapitulation des palästinensischen Widerstandes. Wir sind zu einer Feuereinstellung bereit, aber die Bedingung dafür ist, dass der zionistischen Aggression ein Ende gesetzt wird…“

Und wenn das nicht passiert?

„…sind wir zum Märtyrertod bereit.“

Quellen aus Ramallah sagen, dass die Palästinensische Autonomiebehörde bereit ist, die Kontrolle in Gaza zu übernehmen.

„Was möchten sie denn errichten? Ein Kollaborationsregime? Ich glaube nicht, dass Abu Mazen der palästinensische ‚Pétain’ werden will.“

Mit Terror werden die Palästinenser ihre Rechte nicht durchsetzen.

„Für Israel ist jeder Palästinenser, der Widerstand leistet, ein Terrorist. Für uns ist er ein Held.“

Wie können Sie diejenigen, die in Restaurants und Autobussen den Tod säen und dabei wehrlose Zivilisten treffen, als „Helden“ bezeichnen?

„Wir besitzen keine Panzer. Wir haben keine F-16-Jagdbomber. Wir verfügen nicht über die militärische Macht des zionistischen Feindes. Das, was wir haben, ist die Entschlossenheit von tausenden ‚Shahid’ ((Märtyrer)), die bereit sind, sich im Namen Palästinas zu opfern.“

Abu Mazen hat die Unterstützung von ((Ägyptens pro-westlichem Staatschef)) Hosni Mubarak.

„Und wir die der arabischen Völker. Ich würde nicht mit ihm tauschen.“


((Vorbemerkung, Übersetzung und Einfügungen in doppelten Klammern: * Rosso))

Der Name * Rosso steht für ein Mitglied des Gewerkschaftsforums Hannover und der ehemaligen Antifa-AG der Uni Hannover, die sich nach mehr als 17jähriger Arbeit Ende Oktober 2006 aufgelöst hat
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Ergänzungen

Quellenhinweis zum Einsatz von Nagelbomben

ROSSO 30.12.2008 - 02:07
Da es im Vorspann nicht extra ausgewiesen wurde: Der Hinweis auf den möglichen / wahrscheinlichen Einsatz von Nagelbomben durch die israelische Luftwaffe bei ihren Angriffen auf Gaza geht auf Informationen der "jungen Welt" vom 30.12.2008 bzw. des Berliner "Tagesspiegels" vom 29.12.2008 zurück. In der "jungen Welt" von heute heißt es dazu wörtlich:

"So seien unter anderem »Hunderte neuer Hamas-Polizisten mitten in Gaza während der Abschlußzeremonie ihrer Ausbildung »mit einer speziell gegen Menschen gerichteten Rakete mit Tausenden Metallpfeilen angegriffen« worden: »40 Uniformierte waren auf der Stelle tot«, so Agenturberichte (zitiert laut Tagesspiegel, 29.12.)."

By the way: Der Einsatz solcher Waffen wäre nicht einmal eine Überraschung, denn in der Vergangenheit haben Israels Armee und Geheimdienst kaum ein Mittel ungenutzt zu lassen, um ihre (geo)politischen Vorstellungen durchzusetzen.

Seit 6 Monaten haben dieser angreifen

palestina libera , palestina rossa 30.12.2008 - 03:57
Seit 6 Monaten haben dieser angreifenorganiziert

Disinformation, secrecy and lies: How the Gaza offensive came about

Long-term preparation, careful gathering of information, secret discussions, operational deception and the misleading of the public - all these stood behind the Israel Defense Forces "Cast Lead" operation against Hamas targets in the Gaza Strip, which began Saturday morning.

 http://www.haaretz.com/hasen/spages/1050426.html

Die Rückkehr des Ehud Barak

g 30.12.2008 - 04:25
"Shock and Awe", heißt die Strategie, die Israels Militär über das Wochenende im Gazastreifen anwandte, und die auch schon im Libanon-Krieg 2006 zum Einsatz kam: Innerhalb kürzester Zeit greift ein Militär an möglichst vielen Fronten gleichzeitig an, um dem Gegner ein Gefühl der Unterlegenheit zu vermitteln. Während der Libanon-Krieg eine Spontanreaktion auf die Entführung zweier Soldaten durch die Hisbollah war, und ohne klar definiertes Ziel oder eine sogenannte "Exit Strategy" begonnen wurde, ist die Operation ([local] Zündeln im Sturm) im Gazastreifen wohl von langer Hand vorbereitet gewesen - jedenfalls überraschte Verteidigungsminister Ehud Barak die Medien, die bislang angenommen hatten, der Einsatz sei eine Reaktion auf das Ende des Waffenstillstandes, mit dieser Information.

 http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29445/1.html

Demo gegen die Bombadierung Gaza

Autonomes Zentrum Lüdenscheid 30.12.2008 - 10:09
Am Samstag 11.45h findet in Düsseldorf eine Demonstration gegen die Angriffe Israels auf Gaza statt. Treffpunkt ist gegenüber vom Hauptbahnhof.

Weltweit demonstrieren Millionen Menschen gegen das Massaker an der palästinensischen Bevölkerung.
Wir rufen auf sich an den protesten gegen dieses Massaker zu beteiligen und auf die Strasse zu gehen für ein freies und sozialistisches Palästina!

Hoch die internationale Solidarität...
Für das Zusammenkommen der verschiedenen Kämpfe weltweit in Griechenland, Baskenland, Kurdistan, Irland, Palästina , Frankreich , Venezuela usw.

"Hamas lässt nicht alle Verwundeten raus"

Internationalist 30.12.2008 - 12:23
1.) Hält Hamas die eigene Bevölkerung als Geisel?

In einem BBC-Interview sagte vorhin ein ägyptischer Politker, Hamas hindere Verwundete daran über Rafah nach Ägypten zu fliehen um sich dort behandeln zu lassen. Ägypten lasse alle Verwundeten einreisen. Wenn das stimmt, könnte es sein dass hamas Angst hat "mensch-liche Schutzschilde" zu verlieren, für den Fall einer israelischen Bodenoffensive. Zum-indest sollte man AktivistInnen in Gaza mit dieser Behauptung konfrontieren. Die hamas wird kaum auf so eine Frage antworten.

2.) Ist die Tötung von Ansammlungen von Militär und Polizei, die keinen Angriff erwarten gerechtfertigt?

Nach Angaben zahlreicher Medien hatte die Hamas nicht den Militärschlag erwartet. Teilweise fanden gerade Versammlungen und Vereidigungen in Gaza statt. Feindliche Truppen nicht zu töten wenn sie kämpfen sondern gerade keinen Angriff erwarten ist vielleicht nicht einem Massaker an Zivilisten gleichzusetzen, es wirft aber ein bezeichnendes Licht auf den moralischen stand der IDF und ihrer Befehlshaber. Fotos aus Gaza von Fotograf Fidaa Abuhamdiyas Reihe "Il massacro"

Video

Mmmh. 30.12.2008 - 13:41
Hier ein Video, dass ich für die Analyse der Situation sehr hilfreich fand:
 http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video428352.html

Demos in Berlin (Ohne Linke) und Athen

sx 30.12.2008 - 13:58
Athen: 3000 Demonstranten dreier zunächts getrennter Demos (KKE, Anarchisten und andere, Syriza. Dann: Steine auf Polizei, einige über Absperrung und Zaun. Auseinandersetzungen auf dem Botschaftsgelände in Athen, Rauchbomben, Prügeleien mit Sicherheitspersonal um die israelische Flagge. (Zusammenfassung aus englischsprachigem Agenturmaterial)

In Berlin mobilisierte nur die arabische Gemeinde. Angekündigt wurde nur auf ISM-Seite. Keine Linke und Friedensbewegung.
Der Tagesspiegel berichtete als offenabr einzige Zeitung: Sprechchöre klangen martialisch: „Frauenmörder Israel, Kindermörder Israel“ und „Intifada bis zum Sieg“ skandierten gestern rund 2000 zumeist arabischstämmige Demonstranten auf dem Kurfürstendamm. Um 15 Uhr hatten sich die Protestierenden auf dem Adenauerplatz versammelt, um ein Ende der israelischen Militärangriffe auf Gaza zu fordern. Einige Jugendliche hatten sich vermummt, doch es blieb bis zum Ende friedlich.

Angemeldet hatte die Demonstration die palästinensische Gemeinde in Berlin. Mitorganisator Nabil Rachid, 57, ist selbst Palästinenser und kam vor 36 Jahren nach Deutschland.

In London demonstrierten cirka 2000, es gab Auseiandersetzungen mit der Polizei, Rauchbomben.  http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/7803733.stm ("hakt" manchmal)

Analyse: Deutsche Friedensbewegung und Linke "neutralsiert". DAS haben die "diversen zivilgesellschaftlichen Akteure" jedenfalls geschafft, dass sich kein Linker mehr auf eine Anti-Israel-Demo traut, aus Angst fotografiert und dann auf einer der bekannten Webseiten als "Hamas-Freund" und "linker Antisemit" geoutet zu werden und möglicherweise als "Linksextremist" seinen Job zu verlieren.

Pro-Israel Demos gab es bislang allerdings auch keine. Warum?

AFP: Israel bietet Waffenstillstand an

caesar´s palace 30.12.2008 - 17:37
Aktuelle Meldung unter

 http://www.fox59.com/pages/landing/?Israel-mulls-truce-offer-on-Day-4-of-Gaz=1&blockID=173090&feedID=24

 http://www.ynetnews.com/home/0,7340,L-3083,00.html

Fotoserie: Weitere Raketenangriffe auf Israel, viele Opfer in Gaza, Israel geht gegen Demonstraten vor

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 13 Kommentare

mann mann

tagmata 30.12.2008 - 01:57
nur mal so: im norden des strip hat die idf eine dicke masse an truppen und militärischem gerät zusammengezogen.

wieviele raketen der hamas wurden bislang auf dieses klar militärische und damit ohne jede frage völlig legitime ziel (unter der prämisse, daß man auf die formaljuristische illegitimität dieses kriegs - jedes kriegs - einfach mal scheißt, weil die realität anders aussieht) abgefeuert?

keine einzige.

aber über 50 allein heute auf zivile ziele.

----

keep up the good work rosso.

Macht eure Augen auf!

Antiimp 30.12.2008 - 03:10
Vorneweck ich will hier nicht die gesamte deutsche Linke ansprechen!
So sieht also eure Solidarität aus, damit wollt ihr euch solidarisieren?
Ich hoffe der rest der nicht antiimperialistischen Linken wacht endlich auf und merkt das Solidarität mit Israel in der radikalen Linken nix zu suchen hat.
Free Palestine now!
Revolutionäre Grüße!

Nice.

Anti-D 30.12.2008 - 04:10
Phatter Shice. :)
Der antideutsche Kommentar der auf plumpe Hetze hinweist wird gelöscht, während Organisationen die ihre Nachrichten aus Quellen beziehen, die Adolf Hitler für den Friedensnobelpreis vorschlagen als inhaltliche Ergänzung durchgehen.
Jeder, der nicht komplett vom deutschen Wahn befallen ist, sollte sich spätestens JETZT überlegen, auf welcher Plattform er da postet.

keine solidarität

niemand 30.12.2008 - 05:37
mit gruppen die bewusst zivilisten töten un dzur vernuchtung von israel aufrufen.

solidarität nur mit den unschuldigen opfern auf beiden seiten.

Lächerlich

chavezz 30.12.2008 - 11:29
Langsam muß man sich echt Fragen auf welcher Webseite man sich befindet. Da werden die Aussagen der Hamas, einer Gruppe die rein gar nichts mit "linker" Politik zu tun hat, unkritisch übernommen. Während Israel für den Einsatz von Waffen, die Menschen töten kritisiert wird ?

Bisher sind von 350 Toten 50 Zivilisten, das klingt erstmal erschreckend ist aber für die Wohnstruktur in Gaza (dicht besiedeltes Gebiet) ein sehr guter Wert, der zeigt, dass die IDF bewußt versucht zivile Opfer zu vermeiden.

Eure so hochgelobte Hamas baut ihre Waffenverstecker, Ausbildungslager bene bewußt neben Zivilisten, damit viele von ihnen getötet werden, aber das hört man in eurem Artikel natürlich nicht.

Wer sich solidarisch mit der Hamas zeigt, der kann gleich zum Altermedia Forum umsiedeln, denn ideologisch tun sich beide Parteien da nicht viel.

ich fass es nicht....

antifa 30.12.2008 - 11:35
...unglaublich das hier ein Hamas-Interview veröffentlicht wird!
Das sind frauenfeindliche, homophobe, antisemitische, religiöse faschistische Arschlöcher!
Für sowas sollte in der hiesigen Linken kein Platz sein!

Man, man das ist traurig hier und es macht mir große Sorge. Die Typen hängen Homosexuelle auf und ihr faselt was von Solidarität. Ihr seit weiter Rechts als ihr denkt!

Interessant für alle die sich als Progressive verstehen in diesem Zusammenhang das Verhältnis der iranischen Kommunisten zu den islamischen Kräften während der Revolution. Das ging gewaltig nach hinten los, die Genossen sitzen noch heute, wenn sie nicht schon ermordet wurden. Aber hierzulande heult man ja lieber mit den Wölfen.....

Faschisten bekämpfen, mit allen Mitteln!

Hat eigentlich ...

Olaf 30.12.2008 - 11:42
Hat eigentlich jemals eine/r der jetzt für die Palästina-Solidarität mobilisierenden Leutchen dagegen protestiert, dass die Steinzeit-Krieger der Hamas seit Monaten fortwährend Raketen auf Israel abfeuern ... völlig wahllos und mit dem einzigen Ziel, so viele Juden, wie möglich zu töten? Dass die Waffen vergleichsweise ineffektiv sind, kann ja kaum der Grund sein, warum das von Vielen klaglos toleriert wird.

Wann lernt Ihr Antiimps endlich, dass es in diesem Konflikt keine "gute Seite" gibt? Wer sich jetzt (erneut) auf die Seite der Palästinenser schlägt, toleriert damit die deutliche Entscheidung der Leute vor einigen Monaten, der Hamas die Vorherrschaft im Gazastreifen zuzusprechen. Wer jetzt gegen Israel demonstriert, demonstriert - ob gewollt oder nicht - für die Hamas. Wenn es schon falsch sein soll, als Linksradikale/r zu Israel zu halten, wie falsch ist es dann erst, für die Gottesanbeter, Selbstmordbomber und Frauenhasser der Hamas auf die Straße zu gehen?

Der Angriff Israels, der angesichts der ständigen Raketenangriffe wohl eher eine Antwort ist, ist zweifelsohne moralisch verwerflich. Israel verwechselt - einmal mehr - das Skalpell mit dem Breitschwert. Der Angriff ist aber mit Sicherheit nicht verwerflicher, als der eliminatorische Antisemitismus großer Teile der palästinensischen Bevölkerung. Vielleicht hätte man nach dem Rückzug der Israelis die Zeit im Gazastreifen nutzen sollen, um zivilgesellschaftliche Strukturen aufzubauen - anstatt in jedem dritten Hinterhof Raketen zusammenzubraten.

@tagmata

egal 30.12.2008 - 12:42
du kannst bei diesen raketen nur die richtung aber nicht die reichweite einstellen.
bei dem versuch kurz hinter der grenze diese dinger einschlagen zu lassen gerieten mehrere zu kurz und töteten 2 palestinesische mädchen.
die hamas hat keine informationen was auf israelischer seite läuft bzw wo dort die truppen genau stehen,dahingegen ist eine stadt oder ein dorf eine feste größe auf die sie sich monatelang eingeschoßen haben.
das ganze basiert auf einem zufallsprinzip.die tage vor den luftangriffen gab es amssiven beschuß und keine opfer,jetzt hat sich der beschuß mehr als halbiert und es gab 3 tote israelis.
 http://de.wikipedia.org/wiki/Qassam-Rakete
diese dinger sind schon die pest und gehören wech

für die die immer die schuldfrage stellen.schuld ist die andauernde besetzung,der andauernde landraub,die andauernde ghettoisierung und das ganze apardheitssystem in dem selbst israelische araber wie menschen 2.klasse behandelt werden.

Hallo ????

me 30.12.2008 - 13:09
Sagt mal geht's noch ? Klar ist der anspruch von Indy super unabhängig zu sein und so, aber ein Interview mit einem Sprecher der Hamas ? Wollt ihr hier in Zukunft nict vieleicht auch mal die NPD zu Wort kommen zu lassen ?

Völlig unabhängig wie Mensch zu Israel steht, mit solchen religiösen Fanatikern kann doch neimand, der sich auch nur im entferntesten Sinne als Links versteht in einen Dialog tretten.

aaahhh!!!

antinational 30.12.2008 - 13:55
Also mal ehrlich. Es ist einfach nicht in Ordnung einen Menschen zu töten! Ebenso ist es meiner Meinung nach total nicht in Ordnung sich mit einer konservativen dogmatischen Nation oder Partei zu solidarisieren. Mit wem sich die radikale linke solidarisieren sollte, sind die Opfer diese verdammt sinnlosen Krieg und mit den Menschen die da unten für eine freie Gesellschaft kämpfen und deshalb kriminalisiert werden.

No borders No nations!!!

keine Frage...

some1 30.12.2008 - 14:59
...dass es in diesem Konflikt keine "gute bzw. böse" Seite gibt. Dennoch ist die Arschkriecherei gegenüber Israel in Frage zu stellen und das Existenzrecht dieses Nationalstaats anzuzweifeln:
* Israel ist ein imperialistischer und radikalkapitalistischer Staat genau wie die USA oder die BRD, den es ebenso zu bekämpfen gilt. D.h. bevor offen antidemokratische Kräfte bekämpft werden, muss erst mal in den angeblich freien und demokratischen Staaten aufgeräumt werden. Dabei soll sich der Widerstand selbstverständlich v.A. gegen die Obrigkeit und nicht gegen die (einfache) Zivilbevölkerung richten. Leider ist Letztere bzgl. ihrer Nation zu einem großen Teil positiv eingestellt, weshalb die Trennung erschwert wird. Umerziehung könnte hier ein geeignetes Mittel sein.
* Es ist unumstritten, dass die dt. Völkermordrepublik bis heute für ihre Taten uneingeschränkt schuldig ist und noch Rache aussteht. Um das alles wieder gut zu machen, sollte jede Benachteiligung betroffener Gruppen durch die Staatsführung und die Gesellschaft insgesamt ausbleiben. Während allerdings ständig uneingeschränkte Solidarität mit Israel gepredigt wird, werden hierzulande "Kommunisten", Behinderte, Ausländer etc. weiter ausgegrenzt und bei jeder passenden Gelegenheit diskriminiert. Warum wohl? Weil sie nicht in die Heuschreckengesellschaft passen und Geld kosten; das ist das perverse am Kapitalismus. Bei den Herrschaften, die hier heute regieren, sind auch wieder konzentrationslager denkbar bzw. existieren schon als sog. Abschiebehaft. Ein Grund mehr, erst mal vor der eigenen Tür zu kehren und sich nicht mit einem Staat zu solidarisieren, in dem ähnliche Verhältnisse herrschen.

Denkt mal drüber nach!

@Welt

Wurstkatze 30.12.2008 - 15:22
Israel,historischer Freiraum mit Potential zur Verwirklichung des Kommunismus?
Israel,Schutzraum für alle die durch Antisemitismus bedroht sind?
Am Krieg verdienen Waffenlobbys.Dies sind die Gruppen die das Medienklima Israels mit konservativer nationalistischer Hetze fluten.Sie sind es die den Wahlkampf der Kriegstreiber bezahlen.Die Solidarität der israelfreundlichen Länder beschränkt sich derzeit oft auf Waffenunterstützung.
Gibt man Freunden Waffen?
Jene die den Konflikt durch Dialog zu lößen gedenken,"Anarchists against the wall" oder "Combatants for peace" werden von der Antideutschen Klientel beharlich ignoriert.Es sind jene die den Feind sowohl Palestinas als auch Israels darstellen die durch den Konflikt Kapital anhäufen;Nationalisten und Konzerne.Jene zu schwächen stellt die einzige Möglichkeit auf Frieden dar.
Dies muss doch endlich in den Köpfen der dümmlichen proisraelischen Nationalisten ankommen die auch auf Indymedia das Klima mit antiarabischer Hetze und Kapitalismusliebäugelei vergiften.
Weshalb sich Großmäuler in der deutschen Linken als Freunde Israels postulieren wenn sie den Bau der Grenzmauer verteidigen,während israelische Jugenliche diesen verzweifelt anzugreifen suchen (siehe "fencebusters" auf youtube) ist mir schleierhaft.Die Menschen dort habe den Krieg oft schon lange satt wenn ihn die deutsche Linke am entschiedensten fordert.Die Menschen haben es satt ein Apardheidsregime enstehen zu sehen.Die Meschen haben Staaten;sei es Israel oder Palästina,satt.Begreifen wir also die Lage,hören wir endlich auf diese Kategorien zu verhärten und auf den Konflikt anzuwenden!

Solidarität mit den israelischen anarchistischen Gruppen!
Solidarität mit den palästinensischen anarchistischen Gruppen!Kampf denen die Krieg fordern,überall!

Schade sehr traurig!!

benjamin blümchen 01.01.2009 - 18:19
Hey leute also schaut mal bin auch auf jedenfall gegen Krieg egal wär daran beteiligt ist!!aber jetzt wieder mit den palästinensern zu solidarisieren finde ich echt schwach!!weil es hat die bevölkerung niemand dazu gezwungen die Hamas und Fatah zu wählen zwei komplett unemanzipatorische und antisemitische Parteien!!also sorry leute die leute hatten es in der eigenen hand!!und man sollte nicht vergessen das die israelis trotzalldem jeden tag lebensmittel ins land schicken!!antiimperialismus ist schwachsinn!!