Nazidemo in Salzwedel erfolgreich verhindert!
Die Nazidemo, von rund 280 Neonazis, am 27.12.2008 in Salzwedel wurde erfolgreich verhindert!
Bürger und Antifas konnten sich dem Naziaufmarsch entschlossen und direkt in den Weg stellen!!
Bürger und Antifas konnten sich dem Naziaufmarsch entschlossen und direkt in den Weg stellen!!
Bereits im Vorfeld des Naziaufmarsches formierte sich in Salzwedel ein breites Bündnis bestehend aus Kirchenvertretern, Parteien und vielen Einzelpersonen. Das Bündnis, welches unter dem Motto: "Stop! Keinen Meter!" agierte, meldete an mehreren Plätzen der Stadt öffentliche Veranstaltungen an. Somit gab es den ersten Teilerfolg bereits im Vorfeld des Tages, da ein Marsch der Nazis durch die Innenstadt dadurch bereits im Vorfeld abgewendet wurde.
Wir, die örtlichen Antifaschisten zeigten uns mit den Bürgern solidarisch und riefen dazu auf, sich den Blockadeaktionen der Bürger anzuschließen. Das "Antifa Bündnis Altmark Mitte" rief unter dem Motto: "Naziroute zumauern" zu Blockadeaktionen auf. Die "Autonome Linke Salzwedel" mobilisierte unter dem Motto: "Naziaufmarsch in
Salzwedel verhindern! - Blockieren! Sabotieren! Stoppen!".
Bereits am Morgen des 27.12. trafen sich einige Antifaschisten um rund um den Nazitreffpunkt Transparente und Fahnen aufzuhängen, um somit den nazis bereits bei der Ankunft zu zeigen, dass sie unerwünscht sind. Ab 11Uhr begannen nun die öffentlichen Veranstaltungen, welche sehr gut besucht waren. Die Route der Nazis wurde bis zuletzt von den Bullen geheim gehalten, sodass Blockadeaktionen anfangs schwierig zu gestalten waren. Durch die Anmeldungen der verschiedenen Organisationen war es jedoch möglich sich von Veranstaltung zu Veranstaltung und relativ unbeschwert im gesamten Stadtgebiet zu bewegen. Dies nutzten rund 50 Gegendemonstranten um verhältnismäßig ungestört auf die voraussichtliche Demoroute zu gelangen und diese zu blockieren. An dem Punkt, welcher sich rund 500m vom Ort des Nazitreffpunktes befand, versammelten sich schnell rund 200 Menschen. Nachdem die zahlenmäßige Überlegenheit der Gegendemonstraten gegenüber der Polizei gegeben war erfolgte auch sofort ein entschlossener Durchbruchversuch, welcher auch problemlos gelang. Nachdem die ersten 100 Antifas die Bullen einfach überliefen, ließen diese auch,
völlig überfordert, die anderen Menschen gewähren. Nun befand sich die Blockade nur noch rund 250m vom Nazitreffpunkt auf einer strategisch wichtigen, großen Kreuzung wieder. Schnell wuchs die Blockade auf rund 500 Menschen an, welche durch eine sehr feine Trommelgruppe bestens unterhalten wurden. Damit war die geplante
Naziroute bestens blockiert und die völlig überforderte Einsatzleitung musste sich etwas Neues ausdenken.
Gegen15.30Uhr verloren die Nazis dann die Geduld und griffen brutal eine friedliche Sitzblockade auf der einzigen Ausweichroute an. Damit war klar, dass diese Route nun auch von der Polizei gewählt wurde. Im selben Moment versuchten nun rund 200 Antifas vor die Nazidemo zu gelangen. Trotz dem massiven Einsatz von Schlägstöcken und Pfefferspray gelang es rund 50 Antifas vor den Demozug auf die Straße zu gelangen. Die Nazis wurden zu diesem Zeitpunkt von der Polizei gekesselt. Nun standen die Nazis rund 300m vom Auftaktort entfernt und pöbelten gegen die Polizei. Vor Ihnen mehrere Blockaden auf der Straße mit teilweise bis zu 150 Gegendemonstranten. Den Nazis
wurde nun wohl bewusst dass sie in Salzwedel nicht demonstrieren können und so entschlossen sie sich ihre Demonstration um genau 16.19Uhr wieder aufzulösen. Ein Ausbruchsversuch von sogenannten "Autonomen Nationalisten" konnte von den Bullen unterbunden werden. Die Nazis wurden nun, nach etwa 3 kläglichen Stunden in Bahnhofnähe, zu selbigem zurück geleitet.
Gegen 17Uhr trafen sich nocheinmal rund 80 Antifas und Autonome um mit einer Spontandemo Richtung Bahnhof zu laufen. Beim Versuch eine erste Polizeikette zu durchbrechen eskalierte die Situation und es flogen Pyro, Farbbomben und Steine auf die Bullen. Dabei wurden laut Polizeiangaben angeblich 2 Bullen verletzt und es gab leider auch eine Festnahme auf Antifa-Seite zu beklagen. Rund 30min. später trafen sich erneut rund 60 Antifas um nun entschlossen durch die Einkaufsmeile Salzwedels zu demonstrieren. Durch Parolen wie: "Griechenland - das war Mord! Widerstand an jedem Ort!" und "Wir sind nicht Alle - es fehlen die Gefangen!" wurde auf getötete und inhaftierte Genossen und Genossinen aufmerksam gemacht. Kurz vor Ende der Spontandemo ließen die Bullen die Situation noch einmal eskalieren. Die Folgen waren 2 Festnahmen unbeteiligter Personen und eine Gehirnerschütterung für ein 16-jähriges Mädchen.
Nachdem die Situation sich gegen 19Uhr erstmals beruhigt hatte und die örtlichen Antifaschisten sich zurückgezogen hatten, lief plötzlich eine Gruppe von etwa 50 Neonazis ohne jegliche Polizei spontan durch die Innenstadt. Die Gruppe der Faschisten wurde jedoch recht schnell von der Polizei gestoppt und eingekesselt. So kurz der Marsch der Nazis jedoch auch war, schafften sie es erstaunlicher Weise sich in dieser kurzen Zeit sehr unbeliebt bei den Bürgern der Stadt zu machen. Einziger Erfolg der Nazis war das Erschrecken von Besuchern eines Restaurants und eine zerstörte Fensterscheibe eines kulturellen Zentrums. Von Uns wird diese Aktion der Nazis jedoch einzig als Verzweiflungstat eingeschätzt. Am Abend feierten rund 500 Menschen, zum Ausklang des Tages, auf einem Konzert bis in die frühen Morgenstunden.
Abschließend ist der 27.12.2008 aus antifaschistischer Sicht als voller Erfolg zu bewerten. Der Zusammenarbeit von friedlichen Gegendemonstranten und direkten Aktionen der Antifaschisten ist es zu verdanken, dass die Neonazis nicht durch unsere Stadt marschieren konnten. Nach 300m auf einer leeren Straße durften sie wieder umkehren und die heimreise antreten. Insgesamt waren rund 700-900 Menschen auf der Straße um den Faschisten den Tag zu versauen. Für
die Zukunft sollten sich die Nazis überlegen ob sie wirklich noch einmal solch ein Debakel in Salzwedel erleben möchten und erneut versuchen wollen ihre neonazistische propaganda zu verbreiten.
Bilder werden demnächst ergänzt!!
Wir, die örtlichen Antifaschisten zeigten uns mit den Bürgern solidarisch und riefen dazu auf, sich den Blockadeaktionen der Bürger anzuschließen. Das "Antifa Bündnis Altmark Mitte" rief unter dem Motto: "Naziroute zumauern" zu Blockadeaktionen auf. Die "Autonome Linke Salzwedel" mobilisierte unter dem Motto: "Naziaufmarsch in
Salzwedel verhindern! - Blockieren! Sabotieren! Stoppen!".
Bereits am Morgen des 27.12. trafen sich einige Antifaschisten um rund um den Nazitreffpunkt Transparente und Fahnen aufzuhängen, um somit den nazis bereits bei der Ankunft zu zeigen, dass sie unerwünscht sind. Ab 11Uhr begannen nun die öffentlichen Veranstaltungen, welche sehr gut besucht waren. Die Route der Nazis wurde bis zuletzt von den Bullen geheim gehalten, sodass Blockadeaktionen anfangs schwierig zu gestalten waren. Durch die Anmeldungen der verschiedenen Organisationen war es jedoch möglich sich von Veranstaltung zu Veranstaltung und relativ unbeschwert im gesamten Stadtgebiet zu bewegen. Dies nutzten rund 50 Gegendemonstranten um verhältnismäßig ungestört auf die voraussichtliche Demoroute zu gelangen und diese zu blockieren. An dem Punkt, welcher sich rund 500m vom Ort des Nazitreffpunktes befand, versammelten sich schnell rund 200 Menschen. Nachdem die zahlenmäßige Überlegenheit der Gegendemonstraten gegenüber der Polizei gegeben war erfolgte auch sofort ein entschlossener Durchbruchversuch, welcher auch problemlos gelang. Nachdem die ersten 100 Antifas die Bullen einfach überliefen, ließen diese auch,
völlig überfordert, die anderen Menschen gewähren. Nun befand sich die Blockade nur noch rund 250m vom Nazitreffpunkt auf einer strategisch wichtigen, großen Kreuzung wieder. Schnell wuchs die Blockade auf rund 500 Menschen an, welche durch eine sehr feine Trommelgruppe bestens unterhalten wurden. Damit war die geplante
Naziroute bestens blockiert und die völlig überforderte Einsatzleitung musste sich etwas Neues ausdenken.
Gegen15.30Uhr verloren die Nazis dann die Geduld und griffen brutal eine friedliche Sitzblockade auf der einzigen Ausweichroute an. Damit war klar, dass diese Route nun auch von der Polizei gewählt wurde. Im selben Moment versuchten nun rund 200 Antifas vor die Nazidemo zu gelangen. Trotz dem massiven Einsatz von Schlägstöcken und Pfefferspray gelang es rund 50 Antifas vor den Demozug auf die Straße zu gelangen. Die Nazis wurden zu diesem Zeitpunkt von der Polizei gekesselt. Nun standen die Nazis rund 300m vom Auftaktort entfernt und pöbelten gegen die Polizei. Vor Ihnen mehrere Blockaden auf der Straße mit teilweise bis zu 150 Gegendemonstranten. Den Nazis
wurde nun wohl bewusst dass sie in Salzwedel nicht demonstrieren können und so entschlossen sie sich ihre Demonstration um genau 16.19Uhr wieder aufzulösen. Ein Ausbruchsversuch von sogenannten "Autonomen Nationalisten" konnte von den Bullen unterbunden werden. Die Nazis wurden nun, nach etwa 3 kläglichen Stunden in Bahnhofnähe, zu selbigem zurück geleitet.
Gegen 17Uhr trafen sich nocheinmal rund 80 Antifas und Autonome um mit einer Spontandemo Richtung Bahnhof zu laufen. Beim Versuch eine erste Polizeikette zu durchbrechen eskalierte die Situation und es flogen Pyro, Farbbomben und Steine auf die Bullen. Dabei wurden laut Polizeiangaben angeblich 2 Bullen verletzt und es gab leider auch eine Festnahme auf Antifa-Seite zu beklagen. Rund 30min. später trafen sich erneut rund 60 Antifas um nun entschlossen durch die Einkaufsmeile Salzwedels zu demonstrieren. Durch Parolen wie: "Griechenland - das war Mord! Widerstand an jedem Ort!" und "Wir sind nicht Alle - es fehlen die Gefangen!" wurde auf getötete und inhaftierte Genossen und Genossinen aufmerksam gemacht. Kurz vor Ende der Spontandemo ließen die Bullen die Situation noch einmal eskalieren. Die Folgen waren 2 Festnahmen unbeteiligter Personen und eine Gehirnerschütterung für ein 16-jähriges Mädchen.
Nachdem die Situation sich gegen 19Uhr erstmals beruhigt hatte und die örtlichen Antifaschisten sich zurückgezogen hatten, lief plötzlich eine Gruppe von etwa 50 Neonazis ohne jegliche Polizei spontan durch die Innenstadt. Die Gruppe der Faschisten wurde jedoch recht schnell von der Polizei gestoppt und eingekesselt. So kurz der Marsch der Nazis jedoch auch war, schafften sie es erstaunlicher Weise sich in dieser kurzen Zeit sehr unbeliebt bei den Bürgern der Stadt zu machen. Einziger Erfolg der Nazis war das Erschrecken von Besuchern eines Restaurants und eine zerstörte Fensterscheibe eines kulturellen Zentrums. Von Uns wird diese Aktion der Nazis jedoch einzig als Verzweiflungstat eingeschätzt. Am Abend feierten rund 500 Menschen, zum Ausklang des Tages, auf einem Konzert bis in die frühen Morgenstunden.
Abschließend ist der 27.12.2008 aus antifaschistischer Sicht als voller Erfolg zu bewerten. Der Zusammenarbeit von friedlichen Gegendemonstranten und direkten Aktionen der Antifaschisten ist es zu verdanken, dass die Neonazis nicht durch unsere Stadt marschieren konnten. Nach 300m auf einer leeren Straße durften sie wieder umkehren und die heimreise antreten. Insgesamt waren rund 700-900 Menschen auf der Straße um den Faschisten den Tag zu versauen. Für
die Zukunft sollten sich die Nazis überlegen ob sie wirklich noch einmal solch ein Debakel in Salzwedel erleben möchten und erneut versuchen wollen ihre neonazistische propaganda zu verbreiten.
Bilder werden demnächst ergänzt!!
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Video vom MDR
Feiger Übergriff am Abend
Geiles Ding zum Jahreende
Am Anfang dachte ich mir, alles klar: kleines Nest, wenig entschlossene Antifas und große Polizeipräsenz - wie immer. Doch es sah nach knapp einer Stunde schon anders aus.
Bis dahin hatten mehrere Neonazis bereits Schläge einstecken müssen, wobei zwei so dämlich waren und den Antifas sogar mehrmals in die Arme liefen.
Die Magdeburger Cops waren wie immer sehr aggressiv, dennoch waren sie wohl von der Entschlossenheit der bis zu 200 Autonomen/Antifas überrascht.
An mindestens 3 Stellen wurden Polizeiketten einfach durchbrochen, wobei es sogar zu krassen 1on1-Kämpfen zwischen Antifa und Polizei kam, bei der mind. eine Person verletzt wurde.
Nach gefühlten 2 Stunden stehen an der Kreuzung(100m vom Bhf entfernt, auf der Route) gab es die Info, dass die Nazis in die andere Richtung watscheln werden und knapp 100 Personen machten sich auf in ihre Richtung. An mehreren Stellen versuchten sie auf die Route zukommen, wobei die Cops u.a. mit Pfefferspray 3 Personen verletzten. Die Antwort war auf einer kleinen Brücke Flaschen, Steine und Feuerwerkskörper. Beide Seiten zogen sich dort aus taktischen Gründen zurück, bzw. suchten die Nazihunters sich einen anderen Weg. Endergebniss war die Errichtung einer Barrikade, an einer Ecke in der Nähe der Alternativroute, aus mehreren Müllcontainern. Anfangs wollten die Cops dieses unterbinden wurden allerdings sofort mit Wurfgeschossen eingedeckt und gingen in die Defensive. Bis Verstärkung eintraf, die konnte den Mob aber nur wieder in die Innenstadt treiben, von wo aus er auf die neue Route gelangen konnte.
Es war ein Katz und Maus Spiel was die Cops eindeutig verloren hatten. Oft waren sie nicht Herr der Lage, sondern wurden überrannt und waren sogar Ziel der Aggressionen, als Nazibeschützer und Mörder.
Selten gibt es Naziaufmärsche, die so gut für die Antifa verlaufen. Meist handelt es sich dabei um Events wie Dresden oder dem 1.Mai und nciht um "kleine" Provinzen.
Sollten die Nazis nächstes Jahr wieder nach Salzwedel kommen, bin ich wieder da mit hoffentlich noch mehr Genossen und mit einem noch größerem Desaster für sie.
@Taschenlampe
Magdeburger Cops
Ohne Vorwarnung sprangen sie aus den Wagen und nahmen mehrere Leute fest, Passanten und Antifas die dieses Spektakel beobachteten und eingreifen wollten wurden abgedrängt. Eine weitere Person wurde vom Fahrrad gezogen und Festgenommen. Einige der Anwesenden Antifas suchten Schutz vor der Kirche andere liefen weg. Die Kommentare einer älteren Dame erschrak viele Anwesende. Die Dame beschuldigte Anwesende die Polizei provoziert zu haben was nicht im geringsten der Fall war, da dazu nichteinmal die Zeit war. Sie sagte es ist Sinnlos hier zubleiben und man solle nach Hause, dies wurde mir Aussagen wie "Wir lassen unsere Freunde nicht im Stich" gekontert, die Frau schüttelte den Kopf und nahm die Übergriffe der Polizei anscheinend nicht wahr. Dennoch bedankte sie sich bei den Antifas für deren Engagement.
Andere Leute vor der Kirche riefen Parolen wie "Keine Gewalt" und forderten die Cops auf sich zurück zuziehen.
Hinter der Kirche gabs dann noch Kaffee, Tee und einen kleinen Snack für die übrigen Demonstranten.
Eine Gruppe von Demonstranten wurde auf dem Weg zum Bahnhof von den Cops quasi "Überfallen" wobei, wie im Artikel beschrieben, eine 16 Jährige einen Schlag auf den Hinterkopf abbekam und eine Gehirnerschütterung davon trug.
Dennoch ist der Tag als voller Erfolg zuwerten.
Bilder der Nazis
Bilder Recherche Nord
Pressemitteilung des Bündnisses
Friedliche Blockaden stoppen Naziaufmarsch nach knapp 600m
Proteste erfolgreich trotz versuchten Übergriffen von Nazis auf friedliche Sitzblockierer
Pressemitteilung des Bündnisses “Stop! Keinen Meter”
Mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und gewaltfreien Blockaden ist es einer breiten Protestbewegung in Salzwedel gestern gelungen, ein vorzeitiges Ende des Aufmarschs von etwa 300 Nazis herbeizuführen. Gewaltbereite Neonazis aus dem Kameradschaftsspektrum hatten mit Hilfe der NPD zu einer “Jahresabschlussdemonstration” nach Salzwedel mobilisiert. Unter dem Motto “Stop! Keinen Meter” hatte daraufhin ein breites Bündnis aus Kirchen, Gewerkschaften, Parteien, Gewerbetreibenden sowie andere Organisationen und Einzelpersonen zu demokratischen Protesten durch Veranstaltungen und gewaltfreie Blockaden aufgerufen. Man dürfe nicht tatenlos zusehen, wie Nazis demokratische Rechte instrumentalisieren, um in ihrem Schutz die Abschaffung allgemeiner Grund- und Freiheitsrechte herbeizuführen, hieß es im Aufruf des Bündnisses.
Während des gesamten Tages fanden verschiedene gut besuchten Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet statt, darunter eine öffentliche Ratssitzung, eine Kundgebung des DGB, ein ökumenischer Gottesdienst mit anschließender Lesung und Informationsveranstaltungen der am Lokalen Aktionsplan beteiligten Demokratie- und Kulturprojekte.
Gleich zu Beginn des Naziaufmarschs gelang es dann einer bunten Menge von rund 400 Menschen, die zentrale Kreuzung am Bahnhof zu besetzen. Bei Sambarhythmen und heißen Getränken brachten sie ihre Entschlossenheit zum Ausdruck, die friedliche Blockade aufrecht zu erhalten, so daß die Nazis auf eine andere Route ausweichen mussten. Doch auch auf dieser Route kam es wiederholt zu kleineren Sitzblockaden. Als eine Sitzblockaden vor der Lessing-Schule immer weiter anwuchs noch während die Polizei mit der Räumung begann, und sich an der folgenden Kreuzung bereits eine weitere Blockade bildete, wurde der Nazi-Aufmarsch abgebrochen. “Die vielfältigen Veranstaltungen und Proteste haben den Nazis gestern deutlich gezeigt, daß sie in Salzwedel nicht erwünscht sind”, sagte ein Sprecher des Bündnisses. Insgesamt hatten sich gut 600 Menschen an den Protesten und Veranstaltungen beteiligt.
VERSUCHTE ÜBERGRIFFE VON NAZIS AUF FRIEDLICHE SITZBLOCKIERER
Zuvor hatten die Nazis wiederholt versucht, gewaltsam gegen friedliche Gegendemonstranten vorzugehen. Als sich im Kleinen Stegel etwa 40 Personen zu einer Sitzblockade zusammenfanden, kam es zu einem Gewaltausbruch der Nazis: Dutzende der Rechten durchbrachen die Polizeiabsperrung und überrannten die Sitzblockade, wobei einige der demokratischen Gegendemonstranten auch von Neonazis angegriffen wurden. Hier war die Polizei nicht mehr Herr der Lage: zahlreiche Nazis lieferten sich ein Handgemenge mit der Polizei, während der vorausstürmende Teil bis zum Ende der Straße lief, um dort auf weitere Gegendemonstranten und Beobachter loszugehen. Auch hier war die Polizei überfordert und es dauerte, bis sie den braunen Mob wieder unter Kontrolle hatte. Danach blieb die Stimmung der Nazis aggressiv: Immer wieder versuchten sie, die Polizei beiseite zu drücken, es wurden Naziparolen skandiert, die Polizei mit Feuerwerkskörpern angegriffen und am Rand stehende Menschen bedroht.
Sprecher des Bündnisses “Stop! Keinen Meter” kritisierten dann auch Teile des Polizeieinsatzes. Während die Polizei bei der großen Blockade der Kreuzung der Situation angemessen deeskalativ gehandelt habe, seien anscheinend unerfahrene Polizeieinheiten auf der Karl-Marx-Straße zunächst mit unverhältnismäßiger Gewalt gegen die friedlich Protestierende vorgegangen. Auch habe die Polizei den Naziaufmarsch offenkundig mit zu wenig Einsatzkräften begleitet, obwohl er u.a. von polizeibekannten Gewalttätern organisiert wurde und die Nazi-Kameradschaften für ihre hohe Gewaltbereitschaft bekannt sind. Aus diesem Grund sei die Polizei teilweise nicht in der Lage gewesen, die ausdrücklich friedlichen demokratischen Proteste vor Übergriffsversuchen aus der rechten Veranstaltung zu schützen oder die Gewalttäter festzunehmen. “Es ist völlig unverständlich, dass der Naziaufmarsch nach diesen Gewaltausbrüchen nicht durch die Polizei abgebrochen wurde, sondern erst aufgrund der Vielzahl friedlicher Blockaden zum Stillstand kam” resümierte ein Sprecher des Bündnisses.
Dennoch wertete das Bündnis den Verlauf des Tages insgesamt als großen Erfolg. “Dass so viele Menschen zu den Veranstaltungen in der Stadt erschienen sind, um ein Zeichen gegen Nazis zu setzen und gemeinsam demokratische Kultur zu pflegen ist ebenso ein großer Erfolg wie die zahlreichen friedlichen Blockaden, die dazu führten, daß der Aufmarsch nach 600 Metern beendet wurde. Es zeigt, dass die demokratische Öffentlichkeit politischen Gewaltideologien nicht schutzlos ausgeliefert ist. Und es zeigt, dass demokratisches Engagement vor allem gemeinsam, öffentlich und auf Straßen und Plätzen stattfinden muss, wenn wir unseren Alltag selbst mitgestalten wollen.”
noch mehr Bilder...
Ergänzung
Andere hat es da nicht so gut getoffen. Ich konnte beobachten, wie drei der Cops von der Kirche auf eine einzelen Person zustürmeten und ihn brutal zu Boden rissen!
Ein Grund war völlig unersichtlich. Ein Mitglied unserer Gruppe sprach noch Sekunden vor dem Überfall einen der Cops an, um ihn zu fragen, ob wir uns nun endlich gen Bahnhof bewegen dürften. Er entschuldigte sich Höflich, als sein Auto, als letztes der Kolonne schon in Richtung Kirche und der dort befindlichen Antifa-Gruppe losfuhr.
Des weiteren kam es den ganzen tag über schon zu Angriffen durch die Polizei. Meines Wissens nach haben diese den sprichtwörtlichen "ersten Stein" geworfen und mussten zum Abschluß des Tages nochmal beweisen, wie durchsetzungsfähig sie doch sind.
Solidarität mit allen Betroffenen von Polizei-Willkür in Salzwedel und anderswo!!
Bitte nicht so einseitig
"Gegen 15.30Uhr verloren die Nazis dann die Geduld und griffen brutal eine friedliche Sitzblockade auf der einzigen Ausweichroute an."
Also die Demo von denen war angemeldet und eine Sitzblockade ist illegal, wobei ich nicht sagen will dass ich diese nicht gut finde, ganz im Gegenteil Sitzblockaden sind die besten Mittel sich jemandem in den Weg zu stellen, aber ich will ne Gegenfrage stellen:
Was würden wir denn machen wenn uns Nazis unsere Demoroute blockieren würden?
Also, bitte nicht so schreiben, als ob die Nazis ganz böse gewesen wären und ohne Grunde Leute angegriffen hätten^^
wie süß
*thumbs up* für alle die den naziaufmarsch verhindert haben ;)
und nun:
Hab einen Bericht der Autonomen Nationalisten H/H gefunden beim umherstreifen im Netz
für alle die daran interessiert sind. Es ist wirklich sehr niedlich.
"Demobericht zu Salzwedel, 27.12.2008
Jahresabschlussdemo
Wir fanden uns schon früh mit einigen Kameraden aus der Region am Hauptbahnhof ein. Man begrüßte sich und schon konnte es losgehen.
Wir fuhren mit dem Zug zum nächstgelegenen Ort um dort einige Kameraden abzuholen. Im Zug kristallisierte sich schon raus, dass
unsere Werten Kameraden aus Oldenburg und Wunstorf in Hannover von der Polizei des Zuges verwiesen wurden. Also stiegen wir aus um auf diese Kameraden zu warten - das ist die Nationale Solidarität.
Nach ein paar Telefonaten mit der Demoleitung und 2 Stunden Aufenthalt kamen dann auch unsere "Nachzügler" an.
Diese hatten uns gleich ein paar Geschenke in Form von besoffenen und pöbelnden Punkern mitgebracht, die wohl ein Konzert besuchen wollten.
Ein paar böse Wörter später waren diese auch wieder im Zug verschwunden. Einige Zeit später kam dann auch endlich unser langersehnter Bummelzug an.
Nun waren wir inzwischen ca. 50 Kameraden und waren uns sicher, dass man auf uns warten würde, da man Polizeirepressionen immer einplanen muss.
Wir kamen gegen 14.30 am Bahnhof in Salzwedel an und wurden von den "fast erfrorenen" Kameraden vor Ort mit Applaus begrüßt.
Man fand sich ein, begrüßte die bekannten Gesichter und schon wurden die Demoauflagen verlesen.
Dann nahmen wir unsere Formationen ein.
Um Farbe zu bekennen stellten wir uns hinter unserem "Nationale Sozialisten Niedersachsen" - Banner, waren aber nicht besonders viele, da sich einige Kameraden dem Block doch mehr angezogen fühlten.
Nun startete unser Demozug um nach ca. 5 Minuten die erste Hürde in den Weg gestellt zu bekommen. Wie mir Kameraden berichteten, hatten wir vorne eine Sitzblockade "selbstständig" aufgelöst. Ich sah von hinten nur noch die Gutmenschen wegrennen. Durch das Chaos war unsere Demo kurzzeitig hinten nicht von der Polizei gedeckt, was mir möglich gemacht hätte, einen Antifa-Hampelmann, der fröhlich seinen Mittelfinger zeigte und stetig Bilder schoss, in unsere Reihen reinzuziehen. Nur kam mir im letzten Moment in den Kopf, dass ich doch keine Lust hatte, in Salzwedel zu übernachten.
Nichtsdestotrotz marschierten wir nun geschlossen weiter um einige Zeit
und einige Gutmenschlichen Hasstiraden später, wieder stehen zu bleiben.
Diese Standzeit sollte dann auch unsere letzte gewesen sein.
Man entschloß sich eine ausserplanmäßige Kundgebung abzuhalten, in der unser Kamerad aus Hildesheim, Dieter Riefling, eine ausserordentliche und elanvolle Rede hielt, die er noch nichtmal abgelesen hat !
So muss das sein ! Danke Dir !
Nach einiger Zeit versprach uns die Demoleitung über den Lautsprecherwagen, dass die Polizei die Sitzblockade wohl bald auflösen würde. Aber so wie es ausgesehen hat, hatte die Polizei wohl keine Lust ihren Fokus auf Gegendemonstranten zu legen, sondern wollte vielmehr uns noch einen draufgeben. So kam es, dass die Demo offiziell beendet wurde.
Man machte eine Kehrtwende und die Demo löste sich im Chaos auf.
Die Polizei umzingelte uns und ließ uns nicht gehen.
Dann, plötzlich, löste die Polizei den Kreis auf und geleitete uns zur nächsten Gabelung. Wir sahen schon den Bahnhof, der vll. 2 Minuten entfernt war und schon schloß die Polizei uns wieder ein.
Nach etwa 5 Minuten versuchten einige Kameraden durchzubrechen.
Es kam zum Pfeffersprayeinsatz und ich hörte nur noch die Knüppel auf die Jacken einiger Kameraden klatschen. Mir kam ein Opfer dieser sogenannten Justiz entgegen, den ich umgehend zum Sanitätsstützpunkt geleitete. Dort wurde er und etwa 10 andere Pfeffersprayopfer behandelt.
An dieser Stelle einen Dank an die Ahlener für die schnelle Hilfe !
Nun tat sich langsam wieder alles auf und die Polizei geleitete uns zum Salzwedeler Bahnhof. Von dort fuhr man dann ohne große Zwischenfälle nach Hause. Bis auf ein paar Oi-Skins, die von einem Konzert kamen, wurden auch keine Antifanten mehr gesichtet !
Alles in Allem ein schöner Tag, da man sonst wohl nur zuhause vor dem Rechner oder biem Kaffeetrinken mit Muttern verbracht hätte !
Ein Dank geht an :
NS Oldenburg
AN Wunstorf
BfZ Wolfsburg
BfZ Hildesheim
NW Hildesheim
Celle 73
und an die Ahlener für den vorbildlichen Sanitätsdienst !"
gefunden auf
!wichtiger inhalt!
es ist sehr wichtig, das alle verstehen das sitzblockaden keine straftaten sondern nur ordnungswidrigkeiten sind.
-im gegensatz verharmlost der post 'nicht so einseitig' die tatsachen!
auch wenn sich die formulierungen extrem anhören wie z.b.:
"Gegen 15.30Uhr verloren die Nazis dann die Geduld und griffen brutal eine friedliche Sitzblockade auf der einzigen Ausweichroute an."
-es war aber tatsächlich so:
-die nazis verloren die geduld, weil sie ewig am bahnhof stehen mussten und nicht marschieren konnten. -sie brachen durch eine polizeikette und gingen auf die friedliche sitzblockade los. -die sitzblockade bestand zum grössten teil aus bürgerlichen gegen-demonstranten. -aus keinen extrem-autonomen oder antifas die sich gewährt hätten.
@kommunist
wie kann es überhaupt sein das die nazis aufmarschieren dürfen und solche demos anmelden können!
-deren braune-scheisse hat doch nix mehr mit demokratie zu tun!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Miese Formatierung — leser/in
Sorry für die Formatierung — Infopunkt
weiter so — antifa
@Anwesender — taschenlampe
Zeilenumbrüche... — Mod
Supi ! — Ruhrpott Antifa
@Kommunist — Arno Nym
"GEH-DENKEN" Ein klares Stopp zum Rechtsextre — antifa.sozialbetrug
Sitzblockaden nicht illegal — scheissegal
Oldenbuger Nazi — Janso
@mods: könnt ihr bitte erklären ... — eina