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Schnapsfabrik Köln - eine Stellungnahme

Schnapsfabrik 21.12.2008 21:05
Eine Stellungnahme der Aktivist_innen der Schnapsfabrik
Am Freitag, dem 19. Dezember war das Bauordnungsamt in der Schnapsfabrik und hat verfügt, dass das Gebäude ab Montag, dem 22. Dezember nicht mehr betreten werden darf.Wir versuchen dagegen juristisch vorzugehen, bis wir Rechtsklarheit haben, kann die Schnapsfabrik aber nicht mehr genutzt werden.Wir, die Schnapsfabrik, bewerten diese Aktion als willkürlich und unverhältnismäßig. Folgende Punkte sind für uns ein Hinweis darauf, dass es die Motivation der Behörde ist, autonome Räume und linke Kultur zu zerstören:Der vom Amt forcierte Zeitpunkt kurz vor Weihnachten macht Widerstand auf juristischer als auch auf politischer Ebene sehr schwer.Anstatt eine Liste von Mängeln vorzulegen, die zu beheben wären, wird uns mündlich die Nutzung des kompletten Gebäudes untersagt. Wir müssen also mit Strafen rechnen, sollten wir uns weiterhin in den von uns gemieteten Räumen aufhalten, können aber nicht dagegen vorgehen, solange wir nichts schriftlich haben.Die Begründung, es liege eine “Gefahr für Leib und Leben” vor, sollten sich weiterhin Menschen hier aufhalten, widerspricht dem Vorgehen des Amtes, uns noch eine 3-Tagesfrist vor der Nutzungsunterlassung einzuräumen. Läge tatsächlich eine solche Gefahr vor, hätten wir das Gebäude sofort verlassen müssen.Ganz abgesehen davon, dass nicht alle Räume von den vom Amt angeprangerten Mängeln betroffen sind, und eine komplette Sperrung uns deswegen vollkommen unverhältnismäßig erscheint.Wir glauben also, dass es sich um eine Provokations- und Einschüchterungsmaßnahme handelt.FEEDBACKSchon kurze Zeit später erreichten uns viele viele Solidaritätsbekundungen. DANKE FÜR EURE ANRUFE, ERSCHEINEN, ANBIETEN VON HILFE!!!! Das hat uns gezeigt, dass das, wofür die Schnapsfabrik steht, nämlich ein autonomer Raum für Gegenkultur und selbst verwaltete politische und kulturelle Aktionen, einen großen Unterstützer_innenkreis hat.Wir werden uns das nicht gefallen lassen! Wir akzeptieren nicht, dass uns unsere Räume genommen werden! Es geht hier nicht nur um die konkreten Räume der Schnapsfabrik, wir lassen uns nicht das Recht auf Orte für alternative Kultur und Politik nehmen!!!Die Aktivist@s der Schnapse
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Ergänzungen

Morgen Kundgebung wegen gr und ital Gefangene

aus Köln 22.12.2008 - 00:47
Solikundgebung für die griechischen und italienischen Gefangenen um 16:00 in Köln, Bahnhofsvorplatz

Am Montag, 22.12., werden auf die wöchentliche Kundgebung zur Solidarisierung mit den hungerstreikenden Gefangenen in Italien und Griechenland die folgenden thematischen Schwerpunkte gelegt:

1. Ein Teil der Forderungen der Gefangenen in Griechenland sollten bis Weihnachten von der Regierung erfüllt werden. Ihre Versprechungen, die zur Aussetzung der Hungerstreiks führten, hat die Regierung bisher aber nicht eingelöst.
2. Bei den Protesten in Athen und anderen griechischen Städten wurden Demonstrant_innen wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und anderer Vorwürfe in Haft genommen. So verbinden sich die Proteste auf der Straße auch personell mit der Situation der Inhaftierten, die u.a. die Abschaffung der besonders langen Untersuchungshaft von bis zu 18 Monaten fordern.

Wir wollen von 16 bis 17 Uhr auf dem Bahnhofvorplatz mit Transparenten, Reden und Flugblättern auf die Situation in Griechenland aufmerksam machen und von der griechischen Regierung die Erfüllung der Forderungen einfordern. Dabei geht unser Ziel noch darüber hinaus. Denn wir streben eine Gesellschaft ganz ohne Knäste an.
Kommt hin und unterstützt uns.

Außerdem erinnern wir nochmal an unsere Anti-Knast-Demo an Sylvester, 18 Uhr Haltestelle Margaretastraße (KVB-Linie 5, K-Ossendorf).

Bündnis für eine Gesellschaft ohne Knäste

schnapstreffen

UnterstützerInnen 23.12.2008 - 19:18

Wir treffen uns am 28.12. um 18 Uhr in der Schnapsfabrik (nicht in der LC36!), um über Möglichkeiten der Unterstützung der Schnapsfabrik nachzudenken und eine Perspektive für die Schaffung von Freiräumen zu entwickeln.
Wir würden uns freuen, wenn Ihr zahlreich erscheint und Vorschläge für weitere Vorgehensweisen mitbringt.

Solidarische Grüße,
die UnterstützerInnen der Schnapsfabrik

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