Glauchau: Solisponti für Alexandros!

Staatenfeind 15.12.2008 04:53 Themen: Antifa Freiräume Repression
Am Sonntagabend dem 14.12.2008 versammelten sich am Glauchauer Bahnhof rund 35 Menschen um ihre Trauer und Wut über den Mord an Alexandros in Athen und die anhaltenden Repressionen hier und überall auf die Straße zu tragen.
Gegen 19:00 Uhr trafen sich ca. 35 Menschen am Bahnhof, entrollten das Fronttranspi mit der Aufschrift „Europa oder Athen, es wird brennen ihr werdet's sehen!!“ und starteten eine spontane Demonstration durch die Glauchauer Innenstadt.
Anscheinend hatten die Leute der Dresdner Polizei an diesem eher ruhigen Sonntag wieder einmal Langeweile, was erklären würde, warum sie die Demonstration von Beginn an begleiteten. So begleiteten uns die PolizistInnen vom Bahnhof an quer durch die Glauchauer Innenstadt. Entlang der Einkaufspassage traf die Demonstration auf sichtlich verwirrte PassantInnen, welche durch laute Sprechchöre in ihrem ach so schönen weihnachtlichen Adventstreiben gestört wurden. Aufkleber, welche den Mord an Alexandros Grigoropoulos thematisierten, wurden entlang der Demoroute verteilt, um die PassantInnen über den Grund unserer Protestäußerung aufzuklären. Vereinzelt gab es auch zustimmende Feedbacks aus den Reihen der ZuschauerInnen.

Als wir dann in einem Wohngebiet an der Gerberstraße ankamen bekamen die wir noch mehr staatlichen Besuch. Aus zwei Six-Packs wurden fünf und die StaatsschützerInnen liesen es sich auch nicht nehmen uns einen kleinen Besuch abzustatten. Am Chemnitzer Platz ergriff der Herr vom Staatsschutz sein Herz und packte seine Kamera aus um die DemoteilnehmerInnen ab zu fotografieren. Aber natürlich ist er zu unsorgsam damit umgegangen, sodass diese spontan den Besitzer wechselte und nach einem gekonnten Wurf auf die Hauptstraße zerberstet. Hätte er mal lieber besser darauf aufgepasst. Doch natürlich waren seine grünen Freunde gleich zur Stelle und sprangen aus ihren Vans heraus um den Übeltäter zu fassen. Die DemonstrantInnen rückten zusammen und wehrten dieses sinnfreie Unterfangen gemeinsam ab und weiter ging die Demo.

Um 20:30 Uhr endete die Demonstration erfolgreich am Bahnhof. Die TeilnehmerInnen verstreuten sich und die PolizistInnen standen verwirrt auf der Kreuzung.

Das übertriebene Polizeiaufgebot zeigt uns wieder einmal, dass die Staatsgewalten Angst vor Protesten haben, wie sie in Griechenland zu sehen sind, und versuchen diese präventiv und ohne Angaben von plausiblen Gründen zu verhindern.

NO JUSTICE, NO PEACE!!

FÜR EINE HERRSCHAFTSFREIE WELT!!

ACAB - STAAT UND BULLENWILLKÜR ABSCHAFFEN!!
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