Demowatch.de - Zentrales Demo-Register
Vor ein paar Wochen habe ich an der Demo in Berlin gegen die Vorratsdatehnspeicherung teilgenommen. Einige meiner Freunde wollten auch dabei sein. Doch nur wenige haben's dann wirklich geschafft. Nach der Demo haben mir einige erzählt, dass sie's verpasst haben aber gerne gekommen wären.
Nie mehr eine Demo verpassen?
Nun, ich hab auch schon mal von der einen oder anderen interessanten Demo erst im Nachhinein aus den Nachrichten erfahren. Das mag wohl daran liegen, dass ich zwar engagiert genug wäre, an bestimmten Demos teilzunehmen, aber nicht engagiert genug bin, um alle relevanten Foren zu verfolgen. Was mir fehlt ist eine zentrale Anlaufstelle, die mich über Aktionen informiert, die mich persönlich bewegen.
In Zeiten des Internet sollte das kein Problem mehr sein. Doch wer zur Zeit mit google & Co. im Internet nach politischen Demonstrationen sucht, findet zwar allerhand, aber wenig über anstehende Demonstrationen. Demowatch.de hat sich des Problems angenommen und bietet nun für jedermann die Möglichkeit, sich an einer zentralen Stelle über politische Demonstrationen zu informieren oder zu solchen aufzurufen und gezielt interessierte Bürger zur Teilnahme zu bewegen.
Zentrales Demoregister
Um das zu bewerkstelligen, müssen alle Aufrufe bei Demowatch.de mit Informationen angereichert werden, aus denen beruteilt werden kann, ob eine Demonstration für einen bestimmten Benutzer interessant ist. Dazu gehören sowohl Ort und Termin der Demonstration, als auch eine Liste von Themen. Die Benutzer von Demowatch.de können freiwillig ihren Wohnort und ihre Interessen angeben. Anhand dieser Informationen stellt Demowatch.de für jeden einzelnen Benutzer die relevanten Informationen zusammen.
Demowatch.de erhält seine Inhalte einzig und allein durch seine Benutzer. Es entsteht ein Netz von Interessengruppen und potentiellen Demonstranten. Um den Benutzern nicht mehr Daten abzuschwatzen als nötig, sind fast alle Angaben freiwillig. Benutzer können die Seite anonym mit dem Browser oder via RSS-Feed nutzen. Sie können sich aber auch registrieren und ein individuelles Interessenprofil erstellen, um zum Beispiel den E-Mail-Erinnerungsservice zu beanspruchen.
Individuell informieren
Registrierte Nutzer können bestehende Themen abonnieren oder eigene Themen hinzufügen. Wurde eine neue Demonstration eingetragen, werden alle Benutzer mit passenden Interessen darüber informiert. Wer mag, bekommt eine E-Mail, in der auf die neue Demonstration aufmerksam gemacht wird. Andere bevorzugen es vielleicht, einen RSS-Feed zur eignene Themenliste zu abonnieren. Wird man auf diese Weise auf eine interessante Aktion aufmerksam, kann man mit einem Mausklick alle weiteren Infos darüber abonnieren und sich via E-Mail rechtzeitig an den Termin erinnern lassen.
Um von irrelevanten Mailings verschont zu bleiben, kann er zusätzlich zu seinen Interessen auch einen Teil seiner Postleitzahl eingeben. Schon mit den ersten beiden Stellen kann Demowatch.de alle Aktionen, die nicht in der Nähe des Benutzers stattfinden, auf Wunsch von vornherein ausblenden.
Der Einstieg
Zur Orientierung findet man auf der Startseite eine sogenannte "tag cloud" mit einer Liste aller Themen. Oft benutzte Begriffe werden hervorgehoben. Die persönlichen Themen eines registrierten Benutzers werden für ihn blau dargestellt. Von hier aus ist es ein Leichtes, interessante Themen zu finden und sein Themenrepertoire anzupassen. Themen, die noch nicht auf demowatch.de vertreten sind, kann jeder Benutzer in seinen Einstellungen hinzufügen. So bietet die "tag cloud" eine grobe Übersicht über die zur Zeit relevanten Themen.
Da auf Demowatch.de möglichst alle Themen vertreten sein sollen, ist für die Plattform selber Neutralität das höchste Gebot. Demowatch.de ist unabhängig und versucht ausschließlich seriöse Informationen anzubieten. Um Spammern oder gar gesetzes- oder verfassungswidrigen Inhalten keine Chance zu geben, muß zu jeder eingetragenen Demonstration auch ein Initiator eingegeben werden. Die dort getätigten Angaben werden vom Demowatch-Team soweit möglich überprüft. So wird sichergestellt, dass ein Benutzer auch authorisiert ist, neue Demos im Namen einer Initiative einzutragen.
Demowatch.de wird von einer handvoll Menschen entwickelt, die allesamt ehrenamtlich für das Projekt arbeiten. Die entstehnden Serverkosten werden momentan vom Team selber gedeckt. Sollte das Projekt an Fahrt gewinnen und mehr in Zukunft Kosten produzieren, so sollen diese durch Spenden finanziert werden, um unabhängig zu bleiben.
Die Technik
Momentan beansprucht Demowatch.de einen kleinen virtuellen Server auf dem eine schlanke "Ruby on Rails"-Anwendung läuft. Eine MySQL Datenbank speichert alle Daten und das Ganze läuft auf Ubuntu-Linux. Alles Open Source Software, die kostenlos zur Verfügung steht und einwandfrei funktioniert.
Fazit
Die Arbeit der verschiedensten Webseiten, die sich mit politischen Themen auseinandersetzen und zu Demonstrationen aufrufen kann und will Demowatch.de nicht ersetzen. Es geht vielmehr darum auch Menschen, die nicht politisch organisiert sind und nicht die Zeit oder Lust haben, sich in den vielen verschiedenen Foren zu informieren, für mehr Demokratie zu mobilisieren. Demowatch.de führt als erste zentrale Plattform demokratische Bürger in zeitgemäßer Weise zu gemeinschaftlichen Aktionen zusammen und verleiht so der Stimme des Volkes ein wenig mehr Kraft.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
"Neutral"
Nazi Demos
Waas?
Re: Nazi-Demos
Sollte diese Randgruppe jedoch auf Demowatch.de aufmerksam werden, werden dort wahrscheinlich auch Demos eingetragen werden. Die Plattform ist neutral und soll dies auch im Sinne der Demokratie bleiben. Insofern hat jede Interessensgruppe, egal mit welcher Weltanaschauung, politischer Ausrichtung das Recht, auf Demowatch.de ein Demonstration einzutragen, unabhängig von unserer persönlichen politischen Meinung (die weder links noch rechts).
Wenn also eine rechts- bzw. linksgerichtete Gruppe dort eine "angemeldete und legale Demo" einträgt, bleibt diese auch drinnen. So funktioniert Demokratie.
Wie gesagt, illegale Aktivitiäten sowie verfassungsfeindliche Demonstrationen werden umgehend gelöscht bzw. der Initiator dieser Demos auf Demowatch.de gesperrt.
Neutraltiät
Rechtevergabe
Umdenken Leute!
Neutralität
Naja ich denke die Aufregung ist es kaum wert, da erstens bisher keine rechten Inhalte vorhanden sind und ich auch nicht damit rechnen würde, dass die rechte Szene sich jetzt plötzlich über diese Website hermacht und sich darüber organisiert.
Ein Boykott durch linke Aktivisten würde geradezu dazu führen, dass andere den Platz einnehmen. Ich finde die Kritik in dieser Form daher ziemlich dämlich. Du schaffst ja auch nicht Deinen Internetanschluss ab, nur weil es rechte Seiten im Internet gibt.
Also bleib mal auf dem Teppich!
Sturm im Wasserglas!
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Wir sperren, im übrigen wie auch Indymedia, "sexistische, rassistische, faschistische u./o. antisemitische Beiträge jeder Art."
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Solange beispielsweise die NPD nicht in Karlruhe für "verfassungsfeindlich" erklärt ist, würde diese Partei (was sie nicht tut) theoretisch auch Demonstrationen posten können. Punkt. Sympatie hin oder her...
Wie sollte die Plattform eurer Meinung nach aussehen?
Was soll/darf gepostet werden, was nicht?
Nur Antifa oder Linke Sachen mit denen man "persönlich" auch klar kommt?
Wäre das nicht schon ein Eingriff in die Informationsfreiheit?
Und wer bestimmt dann, was gepostet werden darf?
Was ist den z.B. mit Demo FÜR Atomkraft? Wäre das dann noch okay?
Oder Demonstrationen FÜR den Klimawandel (für die Leute, die sagen, es gibt keinen...)?
Persönliche Meinungen sind gut, haben aber in so einem Projekt nichts zu suchen.
Think about it!
Rechtevergabe
Also - ich hatte das ja auch im Artikel geschrieben: Wir überprüfen neu eingetragene Gruppen auf Authentizität - soweit es uns möglich ist.
sourcecode
Analyse (Teil 1): Datenschutzebene
Datenschutzebene:
* Eine Zentrale Datenansammlung.
Fall 1:
* Anmeldung zum konsumieren ist nicht notwendig, also das Lesen datenschutzrechtlich unproblematisch.
Fall 2:
* Anmeldung ist erst zum differenzierten konsumieren der Informationen notwendig, aber auch nur dann wenn man den besonderen Service wirklich in Anspruch nehmen will.
* Der Anbieter erfährt eine Mail.
* Der Anbieter erfährt optional eine Postleitzahl oder Region.
* Es werden keine weiteren persönlichen Daten über die Mail hinaus abgefragt.
* Der Nutzer kann also nur über den Wahrheitsgehalt der benutzten Mail ermittelt werden, sowie über evtl. benutzte Zugänge/IP`s bei Anmeldung.
* Der Anmeldevorgang ließe sich über anonyme Surfprogramme realisieren, eine Zuordnung einer Mail zu einer IP daher verhindern.
* Die Mail wird dem Websitenteam bekannt, der Nutzer nur über Umwege und wenn die Mail mit dem Realnamen benutzt wird. Eine personenbezogene überprüfung ist nur unter bestimmten datenrechtlichen Voraussetzung möglich, die Anmeldung als solche sollte kein solcher Vorgang sein (war aufgrund von technischen Problemen der Seite gerade nicht testbar, daher auch keine AGB etc. prüfbar).
* Die optionale Benutzung des Postleitzahlenbereich, verbindet die Information "Region des Interesses" mit E-Mail.
* Die optionale Benutzung des Postleitzahlenbereich, verbindet nicht automatisch die Information "Wohngebiet des Interessierten" mit E-Mail, da der Interessierte auch für eine Region Interesse haben könnte die nicht seinem Wohngebiet entspricht.
* Die Benutzerin können Themen angeben die sie interessieren.
pot. Informationsgewinn des Betreibers durch Anwendung:
* Aussagegewinn: E-Mail-Benutzerin gibt an sich für Demonstrationen zu interessieren
* E-Mail-Konotierung mit "Region des Interessierten"
* E-Mail-Konotierung mit "Themen von Interesse"
* Bei Realnamen-E-Mails bzw. bekannten Mails Konotierung mit Personen oder Organisationen
Mögliche Datenkonfusionen:
* die optionale "Region des Interesses" ist vorgetäuscht oder um uninteressante Themen ergänzt oder um interessante reduziert
* die optionalen "Themen von Interesse" sind vorgetäuscht oder um uninteressante Themen ergänzt oder um interessante reduziert
3. Fall
* Senden einer Demonstration
* hier ist ebenfalls eine Anmeldung unter den selben Bedingungen wie Fall 2 notwendig, bzw. möglich (optionale Angaben)
zusätzlicher pot. Informationsgewinn:
* Initiatoren werden gegenüber Betreibern transparent gemacht, dies kann unabhängig vom Wissen der Initiatoren geschehen, auch wenn eine Abfrage besteht
Für und wider dieses Service:
* pro der/die NutzerIn könnte schnell auf einen Stand kommen von Demos in seiner Gegend und/oder zu seinen Themen, voraussetzung der Webservice wird benutzt
* pro der/die NutzerIn kann ebenso von Demos die nicht nur in seiner Szenedunstkreis geplant werden erfahren und kann auf dieser Grundlage weiteren Umgang damit gestalten
* contra es lassen sich interessenprofile zu mails erstellen sofern der benutzer wahre angaben abgibt
* contra initiatoren werden benannt
Kurzanalyse zu potentiellen Repressionen
Der schwerwiegendste Punkt scheint die Angabe von Initiatoren zu sein, alle anderen Punkte lassen sich relativ einfach umgehen (anonymes Serven und anonyme mail). Die Gefahr geht dabei nicht von den Initiatoren selber aus sondern von pot. Mitwissern von Aktionen. Sollte ein Initiator sich selber outen so tut er dies nach seiner eigenen Einschätzung das Risiko liegt also auf seiner Seite.
Sollten jedoch Leute aus dem Umfeld der Organisation einer Aktion auf die Idee kommen den Termin zu streuen, so könnten sie gezielt Initiatoren outen. Was jedoch bei angemeldeten Demonstrationen kein Relevanz darstellt da die Initiatoren ja schon vor den Institutionen von denen Repression zu erwarten ist bekannt sind.
Schwierig ist die unangemeldete Aktion die über den Service bekannt gemacht wird, dann aber evtl. gleich mit Initiator.
An dieser Stelle muß durch die Aktiven selbst Gegengesteuert werden, Aktionen sollten (sofern konspirativ) nur unter den Aktiven bleiben, vor pot. Outern in der eigenen Organisationsgruppe und derem Umfeld hilft nur Aufmerksamkeit und nen klares Reflektieren der Vorgänge, sowie die Klärung der Frage ob etwas öffentlich gemacht wird, wo etwas öffentlich gemacht wird und wer (nicht) davon erfahren soll. Stichwort: Klärung der Informationspolitik.
P.S. Ansonsten werd ich mich jetzt einnfach mal für die Beleidigung anderer Leute auf dieser Seite entschuldigen um die Peinlichkeit der "eigenen" Szene zu outen, wenn sie mal den Grenzen ihrer eigenen Subkultur begegnet.
sourcecode
Ja das haben wir auch schon angedacht - und wir diskutieren das. Im Moment haben alle die mitmachen Zugriff auf den Quelltext. Wer mitmachen will und Erfahrungen mit Ruby on Rails hat, muss sich nur melden. Wir können jede Hilfe gebrauchen.
euer demokratieverständnis
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
"neutral"? — Jemand
Ab in die Tonne — bekannt
Bescheuert? — LÖSCHEN!!!
nutzlos — egal
was soll das bringen? — krautz-killa
Strange — antifa
sofort löschen — nazihunter
wasn mist — riotman
Mr. W. Schäuble — gucke oben
weg damit — aktivist
Repressionsorgan — Pat
@pat — uiuiui
wo mit hab ich das verdient — geko
wo mit hab ich das verdient — geko
angrykidsarestupid — deine mudda
Gute Idee — Spinner
Vorsicht — Hase
1234 — 5678
sinnfreiheit — miau
@XXX: Nachdenken! — (muss ausgefüllt werden)
Wieso sinnfrei? — ich
Frage — Skanighter
Weg damit — egal2